Der Struwwelpeter (German) Heinrich Hoffmann 7141 downloads.pdf

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Title: Der Struwwelpeter
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Other information and und das
formats: Brot auch nicht vergessen,
www.gutenberg.org/ebooks/24571
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Online Distributed
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undlassen, atund
http://www.pgdp.net
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Friedrichs es ihnen
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Luft. sich sogleich
und
und versteckt.
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ein Suppenschüssel
schönes blicket
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lachen fort
die noch
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da und Zeit.
weinen:
wo er den großen Kuchen aß; ist entzwei, Paulinchen aber freut sich sehr
Niemand ***ruft:
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EBOOK nun die Mutter
DER und
STRUWWELPETER ***
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mit den Pfoten:
Pfui, ruft da ein vonjeder:
ja, das weiß kein
»Die Mutter Mensch zu sagen.
hat’s verboten!
Literarische Anstalt.Garstger Struwwelpeter! Frankfurt
Miau! Mio! Miau! a. M. Mio!
Dr. Heinrich Hoffmann wirf’s weg! sonst brennst du lichterloh!«
564. Auflage

Rütten & Loening Verlag in Frankfurt am Main
Originalausgabe

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Wie der »Struwwelpeter« entstand

Dr. Heinrich Hoffmann, der Verfasser des » S t r u w w e l p e t e r « , erzählt dessen Entstehung wie folgt:
»Gegen Weihnachten des Jahres 1844, als mein ältester Sohn drei Jahre alt war, ging ich in die Stadt, um
demselben zum Festgeschenke ein Bilderbuch zu kaufen, wie es der Fassungskraft des kleinen menschlichen
Wesens in solchem Alter entsprechend schien. Aber was fand ich? Lange Erzählungen oder alberne
Bildersammlungen, moralische Geschichten, die mit ermahnenden Vorschriften begannen und schlossen, wie:
»Das brave Kind muß wahrhaft sein«; oder: »Brave Kinder müssen sich reinlich halten« etc. – Als ich nun gar
endlich ein Foliobuch fand, in welchem eine Bank, ein Stuhl, ein Topf und vieles andere, was wächst oder
gemacht wird, ein wahres Weltrepertorium, abgezeichnet war, und wo bei jedem Bild fein säuberlich zu lesen
war: die Hälfte, ein Drittel, oder ein Zehntel der natürlichen Größe, da war es mit meiner Geduld aus. Einem
Kind, dem man eine Bank zeichnet, und das sich daran erfreuen soll, ist dies eine Bank, eine wirkliche Bank.
Und von der wirklichen Lebensgröße der Bank, hat und braucht das Kind gar keinen Begriff zu haben.
Abstrakt denkt ja das Kind noch gar nicht, und die allgemeine Warnung: »Du sollst nicht lügen!« hat wenig
ausgerichtet im Vergleich mit der Geschichte: »Fritz, Fritz, die Brücke kommt!«
Als ich damals heimkam, hatte ich aber d o c h ein Buch mitgebracht; ich überreichte es meiner Frau mit
den Worten: »Hier ist das gewünschte Buch für den Jungen!« Sie nahm es und rief verwundert: »Das ist ja ein
Schreibheft mit leeren weißen Blättern!« »Nun ja, da wollen wir ein Buch daraus machen!«
Damit ging es nun aber so zu. Ich war damals, neben meinem Amt als Arzt der Irrenanstalt, auch noch auf
Praxis in der Stadt angewiesen. Nun ist es ein eigen Ding um den Verkehr des Arztes mit Kindern von drei bis
sechs Jahren. In gesunden Tagen wird der Arzt und der Schornsteinfeger gar oft als Erziehungsmittel
gebraucht: »Kind, wenn du nicht brav bist, kommt der Schornsteinfeger und holt dich!« oder: »Kind, wenn du
zu viel davon issest, so kommt der Doktor und gibt dir bittere Arznei, oder setzt dir gar Blutegel an!« Die
Folge ist, daß, wenn in schlimmen Zeiten der Doktor gerufen in das Zimmer tritt, der kleine kranke Engel zu
heulen, sich zu wehren, und um sich zu treten anfängt. Eine Untersuchung des Zustandes ist schlechterdings
unmöglich; stundenlang aber kann der Arzt nicht den Beruhigenden, Besänftigenden machen. Da half mir
gewöhnlich rasch ein Blättchen Papier und Bleistift; eine der Geschichten wie sie in dem Buche stehen, wird
rasch erfunden, mit drei Strichen gezeichnet, und dazu möglichst lebendig erzählt. Der wilde
Oppositionsmann wird ruhig, die Tränen trocknen, und der Arzt kann spielend seine Pflicht tun.

Heinrich Hoffmann

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So entstanden die meisten dieser tollen Szenen, und ich schöpfte sie aus vorhandenem Vorrate; einiges
wurde später dazu erfunden, die Bilder wurden mit derselben Feder und Tinte gezeichnet, mit der ich erst die
Reime geschrieben hatte, alles unmittelbar und ohne schriftstellerische Absichtlichkeit. Das Heft wurde
eingebunden und auf den Weihnachtstisch gelegt. Die Wirkung auf den beschenkten Knaben war die
erwartete; aber unerwartet war die auf einige erwachsene Freunde, die das Büchlein zu Gesicht bekamen. Von
allen Seiten wurde ich aufgefordert, es drucken zu lassen und es zu veröffentlichen. Ich lehnte es anfangs ab;
ich hatte nicht im Entferntesten daran gedacht, als Kinderschriftsteller und Bilderbüchler aufzutreten. Fast
wider Willen wurde ich dazu gebracht als ich einst in einer literarischen Abendgesellschaft mit dem einen
meiner jetzigen Verleger gemütlich bei der Flasche zusammensaß. Und so trat das bescheidene Hauskind
plötzlich hinaus in die weite offene Welt und machte nun seine Reise, ich kann wohl sagen, um die Welt, und
ist heute seit einunddreißig Jahren bis zur h u n d e r t s t e n Auflage gelangt. Von Uebersetzungen ist mir bis
jetzt eine englische, holländische, dänische, schwedische, russische, französische, italienische, spanische und
eine portugiesische (für Brasilien) zu Gesicht gekommen.
Ich muß dabei auch des sonderbaren Erfolges erwähnen, den das Büchlein anfangs in Frankfurt selbst
hatte. In den ersten Monaten des Jahres 1846, nachdem der Struwwelpeter am vergangenen Christfest zum
erstenmal in die Kinderwelt getreten war, wurde ich oft von dankbaren Müttern oder entzückten Vätern auf
der Straße angehalten, welche mich mit den Worten begrüßten: »Lieber Herr Doktor, was haben Sie uns eine
Freude gemacht. Ich habe da zu Hause ein dreijähriges Kind, welches sich bis jetzt sehr langsam entwickelte
und nun in ganz kurzer Zeit das ganze Buch auswendig weiß und ganz allerliebst hersagt. Ich versichere Sie,
in dem Kinde steckt was!« – Damals waren die Genies unter den Kindern ganz gemein geworden. Später
sahen freilich die Leute ein, daß es nicht sowohl in den außergewöhnlichen Anlagen der Kleinen, als in der
glücklich getroffenen plastischen Diktion steckte.
Trotzdem hat man den Struwwelpeter aber auch großer Sünden beschuldigt, denselben als gar zu
märchenhaft, die Bilder als fratzenhaft oft herb genug getadelt. Da hieß es: »Das Buch verdirbt mit seinen
Fratzen das ästhetische Gefühl des Kindes.« Nun gut, so erziehe man die Säuglinge in Gemäldegalerien oder
in Kabinetten mit antiken Gypsabdrücken! Aber man muß dann auch verhüten, daß das Kind sich selbst nicht
kleine menschliche Figuren aus zwei Kreisen und vier geraden Linien in der bekannten Weise zeichne und
glücklicher dabei ist, als wenn man ihm den Laokoon zeigt. – Das Buch soll ja märchenhafte, grausige,
übertriebene Vorstellungen hervorrufen! Das germanische Kind ist aber nur das germanische Volk, und
schwerlich werden diese National-Erzieher die Geschichte vom Rotkäppchen, das der Wolf verschluckte, vom
Schneewittchen, das die böse Stiefmutter vergiftete, aus dem Volksbewußtsein und aus der Kinderstube
vertilgen. Mit der absoluten Wahrheit, mit algebraischen oder geometrischen Sätzen rührt man aber keine
Kinderseele, sondern läßt sie elend verkümmern. – Und wie viele Wunder umgeben denn nicht auch den
Erwachsenen, selbst den nüchternsten Naturforscher! Dem Kinde ist ja alles noch wunderbar, was es schaut
und hört, und im Verhältnis zum immer noch Unerklärten ist überhaupt die Masse des Erkannten doch auch
nicht so gewaltig. Der Verstand wird sich sein Recht schon verschaffen, und der Mensch ist glücklich, der sich
einen Teil des Kindersinnes aus seinen ersten Dämmerungsjahren in das Leben hinüber zu retten verstand.
Meine weiteren Bücher der Art, »König Nußknacker«, »Im Himmel und auf der Erde«, »Bastian der
Faulpelz«, »Prinz Grünewald und Perlenfein«, entstanden in derselben Absicht und aus derselben Ansicht.
Immer aber ging ich von der Ueberzeugung aus: Das Kind erfaßt und begreift nur, was es sieht.«
(Aus der Gartenlaube, Jahrgang 1871 Nr. 46)

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Die Geschichte vom bösen Friederich

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Die Geschichte von den schwarzen Buben

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Die Geschichte vom wilden Jäger

Die Brille hat das Häschen jetzt
sich selbst auf seine Nas gesetzt;
und schießen will’s aus dem Gewehr.
Der Jäger aber fürcht sich sehr.
Er läuft davon und springt und
schreit:
»Zu Hilf, ihr Leut, zu Hilf, ihr Leut!«

Page 17

Des Jägers Frau am Fenster saß
und trank aus ihrer Kaffeetaß.
Die schoß das Häschen ganz entzwei;
da rief die Frau: »O wei! O wei!«
Doch bei dem Brünnchen heimlich saß
des Häschens Kind, der kleine Has.
Der hockte da im grünen Gras;
dem floß der Kaffee auf die Nas.
Er schrie: »Wer hat mich da verbrannt?«
und hielt den Löffel in der Hand.

Page 18

Page 19

Page 20

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar

Page 21

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

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Page 24

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

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Page 27

Page 28

Die andern Bilderbücher
a u s d e m Ve r l a g v o n R ü t t e n & L o e n i n g

Vo m Ve r f a s s e r d e s S t r u w w e l p e t e r :

Melodien zu Dr. Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter

Vo n a n d e r n Ve r f a s s e r n :

Der Pegasus Unterm Märchenbaum Der Robinson
Klassisches Bilderbuch für die Allerlei Märchen, Geschichten in Reim und Bild
deutsche Jugend und Fabeln in Reimen und von Fried Stern
von H. Oswalt und E. Klimsch Bildern
von H. Oswalt

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Page 29

Druck von C. Naumann’s Druckerei, Frankfurt a. M.

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*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DER
STRUWWELPETER ***

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