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Das Project-Gutenberg-E-Book „Übersetzungen deutscher Poesie in amerikanischen Zeitschriften 1741–1810“
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Titel: Übersetzungen deutscher Poesie in amerikanischen Zeitschriften 1741–1810
Autor: Edward Ziegler Davis
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2008 [E-Book #24815]
Letzte Aktualisierung: 3. Januar 2021
Sprache: Englisch

Weitere Informationen und Formate: www.gutenberg.org/ebooks/24815

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*** ANFANG DES PROJECT-GUTENBERG-EBUCHS
ÜBERSETZUNGEN DEUTSCHER POESIE IN AMERIKANISCHEN ZEITSCHRIFTEN 1741–1810 ***

AMERICANA GERMANICA

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NEUE REIHE

MONOGRAFEN ZUR VERNUNFTLICHEN STUDIE DER

literarischen, sprachlichen und anderen kulturellen Beziehungen
zwischen
Deutschland und Amerika

HERAUSGEBERIN
MARION DEXTER LEARNED
University of Pennsylvania

Übersetzungen deutscher Poesie
in
amerikanischen Zeitschriften

1741–1810

EINSCHLIESSEND ÜBERSETZUNGEN ANDERER TEUTONISCHER POESIE
UND EIGENE GEDICHTE ZU DEN DEUTSCHEN LÄNDERN

EDWARD ZIEGLER DAVIS, Ph.D.
Dozent für Deutsch und ehemaliger Harrison Research Fellow in Germanistik,
University of Pennsylvania

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PHILADELPHIA
AMERICANA GERMANICA PRESS
1905

Wiederveröffentlicht von GALE RESEARCH COMPANY, BOOK TOWER, DETROIT, 1966

Copyright, 1905
Von Edward Ziegler Davis

Das in dieser Ausgabe verwendete Papier ist
ein hochwertiges, säurefreies, dauerhaftes Papier,
das gemeinhin als „300-Jahre-Papier“ bezeichnet wird.

Meinen Eltern
als Anerkennung für ihr Interesse und ihre Ermutigung
an diesem Werk.

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VORWORT

Die vorliegende Studie ist eine Erweiterung einer Dissertation, die der Fakultät des Fachbereichs Philosophie der University of Pennsylvania vorgelegt wurde, um teilweise die Anforderungen für den Doktortitel in Philosophie zu erfüllen. Ziel war es, den Inhalt der frühen amerikanischen Zeitschriften zu untersuchen, die den Lesern Informationen über Deutschland und andere germanische Länder vermittelten. Während das Hauptziel darin bestand, Übersetzungen von Gedichten sowie die ursprünglichen Gedichte zu diesem Thema zu besprechen, wurden auch alle relevanten Prosatexte aufgeführt. Da viele der verwendeten Zeitschriften äußerst selten und fast einzigartig sind, werden die darin enthaltenen Texte hier nachgedruckt, um solche Informationen zugänglich zu machen. Einige der Übersetzungen und Gedichte lassen sich jedoch auf Thomas Campbell, Sir Walter Scott, William Wordsworth, Thomas Gray und andere zurückverfolgen, deren Werke in fast jeder Bibliothek zu finden sind; in diesen Fällen war eine Nachdruckung nicht notwendig. „Tales of Terror and Wonder“ von M. G. Lewis erschien neben vielen frühen Ausgaben auch in einer neueren Ausgabe bei Henry Morley im Jahr 1887. Die darin enthaltenen Gedichte, die in amerikanischen Zeitschriften abgedruckt wurden, werden hier nur unter ihrem Titel erwähnt – mit der Ausnahme von „The Erl-King“, das aufgrund mehrerer Varianten mit aufgenommen wurde. Lange Gedichte wie „The Wanderer of Switzerland“ (das für sich genommen bereits ein kleines Buch bilden würde) werden nicht nachgedruckt.

Die Teile II bis V sind chronologisch geordnet, um den schrittweisen Aufbau des deutschen Einflusses darzustellen. Übersetzungen und Gedichte werden daher am Datum ihres ersten Erscheinens nachgedruckt; spätere Veröffentlichungen derselben in Zeitschriften werden hier lediglich unter dem Titel aufgeführt, zusammen mit einer Anmerkung zum frühesten Erscheinungsdatum. Die Texte werden genau so nachgedruckt, wie sie in den frühen amerikanischen Periodika erschienen sind, wodurch die Informationen über Deutschland in derselben Form präsentiert werden, in der sie Leser vor einem Jahrhundert erhielten. Fehler sind oft interessant, da sie auf Unkenntnis deutscher Namen und Wörter hindeuten. Nur die offensichtlichsten typografischen Fehler wurden korrigiert, wie z. B. „spweep“ statt „sweep“, „bilssful“ statt „blissful“ und „fustain“ statt „sustain“. Unterschiede, die auf der Orthografie des 18. Jahrhunderts beruhen, bleiben unverändert.

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Das Thema wurde bis zum Ende des Jahres 1840 untersucht, doch dieser Band behandelt nur den Zeitraum bis 1810. Um vollständige Listen zu erhalten, werden jedoch oft Gedichte aus späteren Zeiten erwähnt. In den Teilen II bis V sind die Anmerkungen des Verfassers – mit Ausnahme der Angaben zu den Quellen, aus denen die Nachdrucke stammen – in Klammern aufgeführt. Für die Freundlichkeit und Hilfe bei der Beschaffung der Zeitschriften bin ich den Mitarbeitern der verschiedenen Bibliotheken dankbar, insbesondere Herrn Allan B. Slauson von der Library of Congress. Ich möchte Professor Daniel B. Shumway von der University of Pennsylvania für seine wertvollen Kritiken sowie Professor John L. Haney von der Philadelphia Central High School für wertvolle Informationen über den deutschen literarischen Einfluss in England in dem betrachteten Zeitraum sowie für die Vorschläge zur Verbesserung des Vorworts danken. Insbesondere bin ich Professor Marion D. Learned von der University of Pennsylvania zu Dank verpflichtet – auf deren Vorschlag und unter deren Anregung diese Untersuchung durchgeführt wurde.
EDWARD Z. DAVIS.
Philadelphia, Januar 1905.

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INHALT.

I—Einführung 1

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II—Übersetzungen deutscher Poesie 21

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III—Übersetzungen niederländischer, dänischer, norwegischer und isländischer Poesie sowie 95 Originalgedichte, die auf die deutschen Länder Bezug nehmen

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IV—Liste der Übersetzungen deutscher Prosa
und Liste der Originalartikel zu den 191 deutschen Ländern

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V–Liste der geprüften Zeitschriften 215

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Index 225

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EINLEITUNG
Der bedeutende Einfluss, den die deutsche Literatur auf die amerikanische Kultur und Literatur ausgeübt hat, reicht bis in die frühe Zeit des 19. Jahrhunderts zurück. Dieser Einfluss war in gewissem Maße eine Fortsetzung des Interesses und der Aktivitäten, die bereits im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts in England existierten. Vor 1790 erschienen von Zeit zu Zeit zahlreiche Übersetzungen von Werken von Gellert, Wieland, Klopstock, Lessing, Goethe und Schiller, doch erst als William Taylor aus Norwich zu schreiben begann, nahm die Bewegung, die in den Werken von Coleridge, Carlyle und anderen gipfelte, eine klare Form an.[1]
Die amerikanische Literatur war zu dieser Zeit noch dem englischen Vorbild untergeordnet; es ist daher nicht verwunderlich, dass der neue literarische Impuls aus Deutschland auch auf dieser Seite des Atlantiks Widerhall fand. Dieser ausländische Einfluss wurde zudem durch den direkten Kontakt mit Europa verstärkt. In der zweiten oder dritten Dekade des letzten Jahrhunderts wurden die Studien amerikanischer Gelehrter im Ausland zu einem wichtigen Faktor für unsere intellektuelle Entwicklung. Im Jahr 1819 kehrte Edward Everett aus Europa zurück, um Professor für Griechisch an der Harvard University zu werden. Er hatte an der Universität Göttingen studiert, wo er Begeisterung für die Methoden der deutschen Gelehrsamkeit entwickelte. Während seines Aufenthalts in Europa beschaffte er für das Harvard College eine große Anzahl deutscher Bücher, die bald zu einer Anregung für die Studenten dieser Institution wurden. Im Jahr 1823 plädierte W. E. Channing in seinen „Remarks on National Literature“ für das Studium französischer und deutscher Autoren, damit unsere Literatur eine Unabhängigkeit von der englischen erreichen könnte.[2] Zwei Jahre später, im Jahr 1825, übernahm Karl Follen seine Aufgaben am Harvard College als Dozent für Deutsch.[3]
Bevor Edward Everett ins Ausland ging, um zu studieren, hatten amerikanische Gelehrte jedoch bereits begonnen, weitere kulturelle Vorteile in den Bildungszentren Europas zu suchen.[4] Es handelte sich dabei meist um Theologiestudenten oder Männer, die mehr oder weniger eng mit dem diplomatischen Dienst verbunden waren. Der bedeutendste Vertreter dieser Gruppe war John Quincy Adams, der mehrere Jahre in Europa verbrachte. Sein Interesse an der deutschen Literatur zeigt sich daran, dass er

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Wielands „Oberon“ wurde übersetzt, blieb jedoch unveröffentlicht, denn Sotheby’s Übersetzung war gerade in London erschienen.[5] Kurz darauf, im Jahr 1809, ging Alexander Hill Everett als Sekretär der Legation nach Russland und verbrachte mehrere Jahre in verschiedenen Städten auf dem Kontinent.[6] George Ticknor besuchte 1815 Deutschland, um sich auf seine Aufgaben als Professor für moderne Sprachen an der Harvard University vorzubereiten; George Bancroft studierte nach seinem Abschluss an der Universität im Jahr 1817 fünf Jahre lang in Göttingen, Heidelberg und Berlin. Henry E. Dwight war von 1824 bis 1828 in Göttingen und veröffentlichte im folgenden Jahr in New York „Travels in the North of Germany, 1825–26“. Etwa zu dieser Zeit begann James Fenimore Cooper seine Reisen durch Europa, die von 1826 bis 1833 andauerten.[7] Somit erhielten amerikanische Gelehrte bereits vor Langfellow oder Emersons erster Auslandsreise Einblicke in den deutschen Gedanken und die deutsche Kultur. Mit diesen beiden erreichte der deutsche Einfluss in Amerika seinen Höhepunkt – Langfellow in der Literatur und Emerson in seiner transzendentalen Philosophie. Dies war der zweite Weg, auf dem die deutsche Literatur in diesem Land bekannt wurde. Der erste, wie bereits erwähnt, führte indirekt über England. Dort gab es seit 1790 eine beträchtliche Tätigkeit in diesem Bereich: Es wurden Übersetzungsbücher veröffentlicht, und Zeitschriften enthielten viele kurze Beiträge aus dem Deutschen. Vor allem aufgrund dieses Interesses finden wir in amerikanischen Periodikums bis Ende 1810 entsprechende Beiträge. Auch in Amerika wurde die deutsche Literatur durch Übersetzungen – sei es in Buchform oder in Zeitschriften – den englischsprachigen Lesern nähergebracht. Das Thema der Übersetzungen in Buchform wurde bereits im kürzlich erwähnten Artikel von Wilkens behandelt. Er erörtert das deutsche Drama, die Prosa, die Poesie, die Philosophie, die Theologie und die Pädagogik und gibt in einem Anhang eine „Liste der Übersetzungen deutscher Literatur, die vor 1826 in den Vereinigten Staaten gedruckt wurden“. Diese Bücher waren jedoch nicht das erste Mittel, um deutsche Autoren amerikanischen Lesern vorzustellen. Die erste Erwähnung dieser ausländischen Literatur findet man in der Regel in Zeitschriften. Dort finden sich zahlreiche Berichte über das Leben deutscher Schriftsteller, Kritiken ihrer Bücher, Informationen zu Ausgaben (englisch oder amerikanisch) sowie viele Übersetzungen von Gedichten und kurzen Prosawerken. Diese Artikel oder Übersetzungen gehen natürlich nicht auf das früheste Erscheinen derselben Werke in England zurück, doch man kann mit Sicherheit sagen, dass alle Informationen zur deutschen Literatur, die zur Verfügung standen…

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In den amerikanischen Zeitschriften erreichte die deutsche Literatur das amerikanische Publikum schneller als die Exemplare englischer Bücher, die hierher geschickt wurden, um verkauft zu werden. Viele Leser lernten die fremde Literatur durch diese Zeitschriften kennen – sie dachten nicht daran, alle Bücher zu kaufen, über die sie Rezensionen oder Auszüge gelesen hatten. Das galt insbesondere für die Poesie. Prosawerke waren in der Regel zu lang, um in den Zeitschriften nachgedruckt zu werden, und konnten nur durch Kritiken oder Zusammenfassungen vorgestellt werden. Dennoch erschienen hier und da einige längere Werke, wie zum Beispiel „The Apparitionist“ (Schillers Geisterseher) in der N. Y. Weekly Mag., I-16, 1795, New York, sowie in derselben Zeitschrift II-4 usw. Tschinks „Victim of Magical Delusion“. In der Zeitschrift „The Mirror of Taste and Dramatic Censor“, I, 1810, war „Emilia Galotti“ abgedruckt, übersetzt von Miss Fanny Holcroft. Da diese Prosawerke lang waren, wurden sie von Ausgabe zu Ausgabe fortgesetzt – bei der Poesie war das jedoch nicht notwendig. Gedichte von der Länge von Klopstocks „Messias“ oder Gessners „Tod Abels“ erschienen in den Zeitschriften nur in Auszügen oder Auswahltexten; hingegen konnten die meisten lyrischen Gedichte, da sie kurz waren, sehr leicht in vollständiger Übersetzung nachgedruckt werden. Mit kaum einer Ausnahme erschienen die kurzen Gedichte deutscher Autoren in Amerika in den Zeitschriften bereits einige Zeit vor ihrer Veröffentlichung in Buchform; so wurde beispielsweise die früheste Veröffentlichung von Gessners Idyllen, wie Wilkens erwähnt, im Jahr 1802 veröffentlicht,[8] während einzelne Idyllen bereits 1774, 1775, 1792, 1795, 1798, 1799 für die Zeitschriften übersetzt wurden – zwei im Jahr 1793, drei im Jahr 1796 und fünf im Jahr 1801. Ebenso wurde die erste amerikanische Ausgabe von M. G. Lewis’ „Tales of Wonder“ 1801 in New York veröffentlicht, wobei bereits fünf Auszüge daraus 1798–9 in der „Weekly Mag.“ in Philadelphia erschienen waren.[9] Neben diesen fanden sich in den amerikanischen Zeitschriften vor 1811 zehn Übersetzungen von Bürger, acht von Gellert, fünf von Lessing, vier von Haller, drei von Goethe, jeweils zwei von Jacobi, Klopstock, Matthisson und Schickaneder sowie jeweils eine von „Adelio“, Bürde, Kotzebue, Patzke, „Sheller“ und „Van Vander Horderclogeth“. Hinzu kamen mehrere Übersetzungen, bei denen der Name des ursprünglichen Autors nicht angegeben wurde. Keines dieser Werke wurde vor 1826 in Buchform veröffentlicht.[10] Die ersten Übersetzungen deutscher Poesie, die in Amerika gedruckt wurden, finden sich daher in den Zeitschriften – und auch hier erhielt das Publikum seine ersten Informationen über das Leben der deutschen Literaten. Ziel dieser Studie ist es, den deutschen Einfluss auf die frühen amerikanischen Zeitschriften zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf die Übersetzungen deutscher Poesie.

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veröffentlicht wurden.[11] Zusammen mit diesen finden sich in Teil III Übersetzungen aus anderen germanischen Literaturen, die mehr oder weniger eng mit der deutschen Literatur verbunden sind – nämlich Übersetzungen niederländischer, dänischer, norwegischer und isländischer Poesie sowie auch eigene Gedichte zu deutschen Themen wie Literatur, Geschichte, Biografien usw. – zum Beispiel eine Ode auf den kürzlich errungenen Sieg des Königs von Preußen, ein Soliloquium von Charlotte zu Ehren der Seelen von Werter sowie ein Burleske über den Stil, in dem die meisten deutschen romantischen Balladen verfasst wurden. Dazu wurde eine Liste von Übersetzungen deutscher Prosa sowie eine Liste von Originalartikeln über Deutschland hinzugefügt, damit eine vollständige Einschätzung des deutschen Einflusses in diesen Zeitschriften möglich wird.
Der Umfang dieser Arbeit umfasst die amerikanischen Zeitschriften, die vor 1811 erschienen sind. Unter „amerikanischen Zeitschriften“ sind alle in Englisch veröffentlichten Zeitschriften zu verstehen, egal ob in den Vereinigten Staaten oder in Kanada. Zeitschriften in Deutsch, Spanisch, Französisch oder anderen Fremdsprachen wurden ausgeschlossen. Da die Untersuchung in erster Linie der Literatur gewidmet ist, war es aufgrund des großen Umfangs des Themas notwendig, publizistische Werke nicht-literarischer Art auszuschließen – beispielsweise Zeitungen, Gazetten, Zeitschriften, die ausschließlich Geschichte behandeln, religiöse Zeitschriften, Almanache usw. Diese Methode der Ausschließung ist nicht einfach, denn in der betrachteten Periode näherten sich Zeitschriften und Zeitungen einander an: Erstere druckten Nachrichten, letztere lieferten Beispiele aus der Literatur, meist kurze Gedichte. Es kam manchmal vor, dass eine Übersetzung, die in einer Zeitschrift erschien, ursprünglich in einer Zeitung veröffentlicht worden war. Zum Beispiel findet sich „The Name Unknown“, „Nachgeahmt nach Klopstocks Ode an seine zukünftige Geliebte. Von Thomas Campbell“, in der Newport Mercury von 1803 in Newport – nur drei Jahre bevor es in The Evening Fireside, II-165, Philadelphia erschien. Dies unterstreicht die Bedeutung der Zeitung in diesem Zusammenhang, insbesondere da diese auch zahlreiche Artikel zu deutschen Themen enthielt; doch dies ist ein Bereich für eine gesonderte Untersuchung und muss im Vergleich zu den literarischen Zeitschriften an zweiter Stelle stehen. Ebenso enthalten religiöse Zeitschriften oft Gedichte, die zum Thema passen, weshalb es notwendig war, einige dieser Publikationen mit aufzunehmen. So enthält die Boston Observer and Religious Intelligencer, I-152, 1835, Boston, das Gedicht „Trust in God“, „Übersetzt aus dem Deutschen“, während andere Zeitschriften auf ihrer Titelseite ihren doppelten Charakter angeben, beispielsweise The Literary and Theological Review, 1834–39, N.Y., The Monthly Miscellany.

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The Monthly Mag. of Religion and Literature, 1839, Boston, sowie The Monthly Mag. of Religion and Letters, 1840, Gettysburg. Die meisten religiösen Zeitschriften gehören jedoch zur Periode nach 1810. Schließlich fallen sogar einige der Almanache fast in den Geltungsbereich dieser Untersuchung, denn die früheren enthielten Gedichte[12] sowie interessante Informationen und wurden von der breiten Öffentlichkeit sorgfältig gelesen. Die meisten davon waren bereits vor dem Aufkommen der Literaturzeitschriften beliebt und stellen somit eine Periode dar, in der der deutsche literarische Einfluss noch nicht spürbar war. Von denen, die untersucht wurden, enthielt keines Material, das eine Aufnahme in die in Teil V aufgeführte Liste rechtfertigen würde. Wenn Periodika des gerade erwähnten Typs gefunden wurden, wurden sie von weiterer Betrachtung ausgeschlossen. Es gibt jedoch zwei weitere Arten von Publikationen, die in diese Untersuchung einbezogen wurden. Die erste ist die in diesem Land nachgedruckte englische Zeitschrift. Da es unmöglich ist, alle von Engländern in amerikanischen Zeitschriften verfassten Übersetzungen auszuschließen – wie später gezeigt werden wird –, erschien es praktischer, als Auswahlgrundlage alle tatsächlich auf dieser Seite des Atlantiks veröffentlichten Periodika heranzuziehen. Die einzigen Beispiele dieser Kategorie, die in unsere Zeit fallen, sind The Mirror, I-II, 1803, Philadelphia – eine Nachdruckausgabe einer gleichnamigen Zeitschrift, die 1779–1780 in Edinburgh erschien –, The Connoisseur, I-IV, 1803, Philadelphia (London, 1755) sowie The Quarterly Review, I-IV, gedruckt in London und nachgedruckt in New York, 1810. In einigen Fällen weicht das Material in der amerikanischen Ausgabe vom englischen ab, weshalb es durchaus notwendig ist, diese Art von Periodika mit einzubeziehen. Die andere erwähnte Art von Publikationen sind Mischpublikationen. Sie enthielten Gedichte, Prosaauswahl sowie Artikel zu einem breiten Themenspektrum. Im Gegensatz zur Zeitschrift unterschieden sie sich lediglich dadurch, dass sie weniger regelmäßig herausgegeben wurden. Dennoch liefern sie wertvolle Ergänzungen zur aktuellen Sammlung.[13] Selbst wenn man alle irrelevanten Publikationen ausschließt, bleibt das Feld groß und reich an wichtigen Materialien. Bei jeder Untersuchung der frühen amerikanischen Zeitschriften zeigt sich die Schwierigkeit, Exemplare zu finden. Die Auflagen vieler dieser Periodika waren klein, insbesondere wenn sie aus weniger bedeutenden literarischen Zentren herausgegeben wurden; daher sind ihre Bände auch nach hundert Jahren äußerst schwer zu finden.

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Ein weiterer Faktor, der zum Verschwinden dieser Publikationen beitrug, war ihre kurze Lebensdauer. Wenn eine Zeitschrift wie die „American Museum“ oder das „Port Folio“ mehrere Jahre lang erschien, wurde sie bekannt und ihre Bände wurden sorgfältig aufbewahrt. Die Bibliotheken versuchten, vollständige Sammlungen anzulegen, sodass die Zeitschrift für zukünftige Generationen zugänglich blieb. Eine große Anzahl dieser Zeitschriften hatte jedoch nur eine prekäre Existenz von einem Jahr oder länger, bevor sie aufgrund mangelnder Unterstützung eingestellt wurden. Tatsächlich lassen die vielen Misserfolge bei diesen literarischen Unternehmungen einen fragen, warum überhaupt weitere unternommen wurden – und doch wurden Jahr für Jahr neue Zeitschriften mit großer Erwartung auf Erfolg auf den Markt gebracht. Dies deutet sicherlich auf eine breite Nachfrage nach dieser Art von Literatur hin; falls das angebotene Material nicht dem Geschmack entsprach, wechselte das launische Publikum ständig vom Alten zum Neuen.

Der Forscher wird außerdem in seiner Arbeit durch den Mangel an klaren und zuverlässigen Informationen über diese Publikationen behindert. Es gibt keine vollständige Liste der amerikanischen Zeitschriften aus den betreffenden Jahren, obwohl bereits Arbeiten für den Zeitraum bis Ende des 18. Jahrhunderts durchgeführt wurden. Paul Leicester Ford veröffentlichte eine Checkliste der im 18. Jahrhundert gedruckten amerikanischen Zeitschriften (1889, Brooklyn, N.Y.). Es handelte sich dabei um einen Versuch, alle von irgendwelchen Autoren erwähnten Publikationen aufzulisten – unabhängig davon, ob sie noch zugänglich waren oder nicht. Die vorliegende Untersuchung hat jedoch fünfunddreißig bis vierzig Zeitschriftenbände zutage gefördert (einschließlich zwanzig neuer Titel), die offensichtlich Ford unbekannt waren – ganz zu schweigen von mehreren Zeitungen unterschiedlichen literarischen Wertes; letztere scheinen absichtlich von der Checkliste ausgeschlossen worden zu sein.

Sogar die Zeitschriften aus Philadelphia, dem literarischen Zentrum des Landes im 18. Jahrhundert, wurden nicht aufgelistet. „Eine vollständige Liste der Philadelphia-Zeitschriften ist unmöglich. Viele von ihnen sind verschwunden und haben keine Spur hinterlassen. Der speziell mit der Geschichte Pennsylvanias beschäftigte Forscher wird in diesen Seiten einige Auslassungen feststellen; denn alles, was hier getan wurde, geschah aus erster Hand – und wo mir eine Zeitschrift nicht zugänglich war, habe ich nicht versucht, sie durch die Augen eines glücklicheren Forschers zu betrachten.“[14] Was hier über Philadelphia gesagt wird, gilt gleichermaßen für Boston, New York, Baltimore sowie die anderen Zentren literarischer Tätigkeit vor einem Jahrhundert.

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Trotz der gerade erwähnten Schwierigkeiten war es nach einer umfangreichen Suche möglich, genügend Ausgaben der Zeitschriften zu finden, um eine nahezu vollständige Liste für den betreffenden Zeitraum zusammenzustellen. Mögliche Auslassungen sind größtenteils obskure und unbedeutende Publikationen, die nicht genug Aufmerksamkeit erregten, um in die umfangreichen Sammlungen dieser Literaturgattung aufgenommen zu werden. Eine Bedingung, die die Erhaltung der amerikanischen Zeitschriften begünstigte, war die Existenz einiger Institutionen wie der Philadelphia Library Company, der American Philosophical Society und anderer während der Zeit, in der die meisten dieser Publikationen erschienen. Ihnen gelang es, eine recht repräsentative Sammlung zeitgenössischer Literatur anzulegen. Andererseits zeigten neuere Institutionen wie die Boston Public Library oder die Library of Congress eine solche Sorgfalt bei der Sammlung, dass sie heute hervorragende Listen dieser frühen Periodika besitzen.

Der Plan dieser Untersuchung bestand daher darin, die Bibliotheken aufzusuchen, in denen sich große Mengen der benötigten Bücher befinden, und so durch die Kombination des in verschiedenen Orten gesammelten Materials eine möglichst vollständige Übersicht zu erhalten. Eine Bibliothek ergänzt die Lücken einer anderen, und es kommt oft vor, dass man zur Ansicht des gesamten Satzes einer Zeitschrift drei oder vier Bibliotheken aufsuchen muss. Es wurde ein Verzeichnis darüber geführt, wo sich die einzelnen Bände befinden, doch obwohl diese Informationen für diejenigen, die im selben oder einem verwandten Bereich arbeiten, nützlich sein mögen, wurden sie als zu komplex angesehen, um in der in Teil V gegebenen Liste der Zeitschriften aufgeführt zu werden.[15] Das hier enthaltene Material basiert auf einer persönlichen Prüfung von etwa dreihundert Bänden, die zwölfundzwanzig verschiedene Zeitschriften repräsentieren.

Bei der Betrachtung des deutschen Einflusses auf die amerikanischen Zeitschriften ist es wichtig, die Stellung zu berücksichtigen, die die Zeitschrift in dieser frühen Periode einnahm. Unterschiedliche Bedingungen ermöglichten es der Zeitschrift, eine völlig andere Rolle zu spielen als heute. Im achtzehnten Jahrhundert waren im Vergleich zu heute freie Bibliotheken selten, und Leser mussten sich größtenteils auf die Bücher verlassen, die sie kaufen oder ausleihen konnten. Auch damals waren Bücher teuer, denn viele mussten aus dem Ausland importiert werden, und die hier gedruckten konnten nicht so billig verkauft werden wie heute. Diese Bedingungen begünstigten die Zeitschriften, die preiswert waren und ihren Lesern neben Originalbeiträgen auch Neuauflagen der besten europäischen Literatur boten.

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Die Zeitschriften hielten die Öffentlichkeit auf dem Laufenden und stellten die heute von zahlreichen Bibliotheken sowie Büchern besetzte Nische bereit – Bücher, die zu moderaten Preisen erworben werden konnten. Ein weiterer Faktor, mit dem Zeitschriften vor einem Jahrhundert nicht so intensiv konkurrieren mussten, war die Zeitung. Die moderne Zeitung wird immer umfangreicher und beansprucht täglich mehr Zeit und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Im 18. Jahrhundert sowie in den ersten zehn Jahren des 19. Jahrhunderts war das nicht der Fall. Zwar gab es viele Zeitungen, Gazetten und Werbetreibende, doch sie waren im Vergleich dazu eher klein und bestanden in der Regel nur aus vier oder sechs Seiten. „Während der Amerikanischen Revolution hatte die Journalismusbranche noch keinen fortgeschrittenen Entwicklungsstand erreicht. In Amerika insbesondere waren die Zeitungen unbedeutend, dürftig und unzureichend; der Bereich der redaktionellen Berichterstattung existierte damals kaum überhaupt.“[16] Viele Redakteure betrachteten die verfügbaren Nachrichten als ausreichend für eine wöchentliche statt einer täglichen Ausgabe. Das ist nicht überraschend: Ohne das moderne Telegrafie-, Telefon-, Seekabel- und Dampfeisenbahnwesen war es sehr schwierig, Nachrichten aus der Ferne zu erhalten. Zudem war die Bevölkerungszahl des Landes damals viel geringer als heute, sodass die wichtigsten inländischen Nachrichten in wenigen Spalten wiedergegeben werden konnten. All dies trug dazu bei, dass die Zeitungen in maßvollen Dimensionen blieben. Obwohl es viele Zeitungen gab, kann man sicher sagen, dass sie die Aufmerksamkeit der Leser nicht so sehr in Anspruch nahmen, dass deren Interesse an ernsterer Literatur beeinträchtigt wurde. Die Menschen hatten daher genügend Freizeit, um sich sorgfältig die Zeitschriften anzusehen – und diese lieferten in vielen Fällen Zusammenfassungen der Nachrichten, wodurch die Notwendigkeit einer Zeitung abnahm. Für Werbung und Geschäftsmeldungen waren Gazetten und Werbetreibende die Hauptquellen; für allgemeine Informationen und aktuelle Literatur mussten die Menschen jedoch nicht so viel Aufmerksamkeit der Zeitung widmen. Soweit bekannt ist, wurde die Zeitschrift in dieser frühen Periode ernster genommen als heute. Sie war kein Mittel, um eine freie Stunde zu vertreiben – etwas, das nur flüchtig durchgeblättert und anschließend beiseitegelegt wurde. Im Gegenteil: Die Redakteure versuchten, die beste verfügbare Literatur bereitzustellen – egal ob originell oder nachgedruckt – und bemühten sich, den Geschmack der Öffentlichkeit durch die Auswahl von Inhalten zu verbessern, die einem gebildeten Publikum zusagen würden. „Ein auffälliger Unterschied zwischen den älteren Zeitschriften und den neueren ist der“

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Die auffällige Abwesenheit in den Zeitschriften vor einem Jahrhundert dessen, was gemeinhin als „Leichtliteratur“ bezeichnet wird.[17]
Tyler erwähnt die gleichen Bedingungen: „Unsere koloniale Journalismusform wurde bald zu einer wirklich wichtigen literarischen Kraft. Sie konnte nicht ewig nur ein Verbreiter von Klatsch und Tratsch oder eine Plattform für Werbeanzeigen bleiben. Der Instinkt für kritische und mutige Debatten war selbst bei diesen bescheidenen Redakteuren stark, und sie bemühten sich stets um eine Möglichkeit zur Äußerung. Zudem war jeder Redakteur von einer Gruppe von Freunden umgeben, die über aktive Geister sowie eine Neigung zum Sprechen verfügten; diese bildeten so eine Art unbezahltes Team von Beitragslieferanten, die in verschiedenen Formen – in Briefen, Essays, Anekdoten, Epigrammen, Gedichten, Satiren – dazu beitrugen, der Zeitschrift Lebendigkeit und sogar literarischen Wert zu verleihen.“[18]
Wenn man all diese Fakten berücksichtigt, wird deutlich, dass die Zeitschriften jener Zeit eine wichtigere Rolle in der kulturellen Entwicklung der Menschen spielten als heute. Sie waren nicht so zahlreich, und es wurden auch nicht so viele Exemplare jeder Ausgabe wie heute herausgegeben – doch die Bevölkerungszahl war damals viel geringer, weshalb eine kleinere Anzahl von Periodika ausreichte, obwohl sie relativ gesehen genauso zahlreich gewesen sein könnten. Eines ist sicher: Angesichts des Mangels an anderen Lektüren gelangten die Zeitschriften in die Haushalte und wurden dort sorgfältig von den verschiedenen Familienmitgliedern gelesen. Man muss nur an die Aufmerksamkeit denken, die bereits in einer etwas früheren Epoche den Almanachen entgegengebracht wurde – diese versuchten jedoch nicht, so viel Unterhaltungsliteratur zu bieten wie die Zeitschriften. Die Bedeutung dieser literarischen Periodika für die Entwicklung des amerikanischen Denkens und der Kultur wird oft übersehen, doch sie sollte in der Geschichte der amerikanischen Literatur sicherlich anerkannt werden.
All das ist sehr relevant für das Thema. Die Bedeutung der hier nachgedruckten Übersetzungen und Gedichte dabei, deutsche Werke dem amerikanischen Publikum näherzubringen, hängt natürlich von der Bedeutung des Kanals ab, über den sie veröffentlicht wurden. Aus dem Gesagten geht hervor, dass die Zeitschriften damals nicht nur einen breiteren und freieren Spielraum hatten als heute, sondern auch versuchten, ein möglichst hohes literarisches und wissenschaftliches Niveau zu bewahren. Was auf ihren Seiten veröffentlicht wurde, hatte daher erheblichen Einfluss und wurde sofort überall bekannt, wo die Zeitschrift verbreitet wurde. Aus diesem Grund erschienen so viele…

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Gedichte und Prosatexte zu den deutschen Ländern wurden immer wichtiger, und das Interesse daran stieg in den folgenden Jahrzehnten um ein Vielfaches an. Die Veröffentlichung von Übersetzungen deutscher Poesie in amerikanischen Zeitschriften zeigt eine doppelte Tendenz: Erstens zeigt sie ein aktives Interesse und Engagement seitens einiger Personen, die deutsche Literatur lasen und schätzten sowie die nicht nur in der Lage waren, die fremden Gedichte zu verstehen, sondern sie auch für ihre Landsleute zu übersetzen. Wie viele es gab, die das Original lesen konnten, lässt sich nicht sagen – doch diese Übersetzer machten sicherlich nur einen kleinen Teil der Amerikaner aus, die Deutsch verstanden. Zweitens deutet das Erscheinen deutscher Gedichte in den Zeitschriften auf ein wachsendes Kennenlernen deutscher Literatur durch die breite Öffentlichkeit hin. Aus der Tatsache, dass die Anzahl der Übersetzungen von Jahr zu Jahr zunahm, können wir schließen, dass sie bei den Lesern Anklang fanden. Selbst wenn die Auflage der einzelnen Zeitschriften gering war, muss die Gesamtwirkung vieler solcher Publikationen erheblich gewesen sein.

Auf den ersten Blick mag es scheinen, dass im Verhältnis zum behandelten Umfang relativ wenige Gedichte gesammelt wurden.[19] Es gibt jedoch eine Beschränkung, die nicht übersehen werden darf: Nur ein kleiner Teil jeder Zeitschrift war der Poesie gewidmet, und nach den Originalwerken sowie den Neuveröffentlichungen englischer Gedichte (die natürlich Vorrang hatten), konnte die deutsche Literatur nur gemeinsam mit anderen fremden Literaturen auf ihren Anteil hoffen. Es ist bemerkenswert, wie viele fremde Literaturen in den Poesieabschnitten dieser Zeitschriften vertreten sind: Es gibt Übersetzungen aus Latein, Französisch, Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Norwegisch, Nordisch (Islandisch), Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Irisch, Walisisch, Griechisch, Lappländisch, Persisch und Türkisch. In dieser Fülle an Übersetzungen steht Deutsch wohl an dritter Stelle hinsichtlich der Menge – nur Latein und Französisch übertreffen es.[20] Das gilt jedoch nur für die Zeit bis Ende 1810. Die Situation in den drei folgenden Jahrzehnten ist ganz anders, wird aber später erörtert.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum diese Zeitschriften keine mehr deutschen Übersetzungen enthielten: Die betrachtete Periode fällt in die klassische Epoche der deutschen Literatur, und viele der…

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Meisterwerke wurden erst gegen Ende veröffentlicht. „Hermann und Dorothea“ erschien 1797, „Wallenstein“ drei Jahre später, während „Wilhelm Tell“ erst 1804 fertiggestellt wurde. Der vollendete „Faust“ (erster und zweiter Teil) wurde zweiundzwanzig Jahre nach Ablauf dieser Periode veröffentlicht. Die Datierungen vieler Werke der klassischen deutschen Literatur machten eine Übersetzung erst möglich, nachdem zwei Drittel dieser Periode vergangen waren. So wertvoll diese Werke auch sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie auf dieser Seite des Atlantiks nicht sofort bekannt wurden. Für die Deutschen hier reichten die Originalwerke aus – es dauerte daher natürlich eine Weile, bis auch die englischsprachige Bevölkerung den Wert dieser Bücher erkannte und Übersetzungen forderte. Diese Gründe verhinderten somit, dass der deutsche Einfluss in den Zeitschriften größere Bedeutung erlangte.

Die in dieser Studie behandelte Periode umfasst den Zeitraum von 1741 bis 1810 einschließlich. Das Jahr 1741 wird als Beginn der amerikanischen Zeitschriften literarischer Art gewählt. Die früheren Publikationen, die untersucht wurden, waren fast ausschließlich Nachrichtenblätter oder Almanache ohne literarischen Inhalt – beispielsweise der „New England Kalendar“, Band 1, 1706, Boston, oder der „New Weekly Journal“, 1728, Boston. Diese wurden daher von der Liste ausgeschlossen. Erst mit 1741 beginnt also wirklich unsere Periode. Die beiden Zeitschriften, die Pioniere dieser breiten Gattung der amerikanischen Literatur werden sollten, wurden bereits im Vorjahr angekündigt. Der „Phila. Weekly Mercury“ (30. Oktober 1740) enthält die Ankündigung einer Zeitschrift, die von John Webbe herausgegeben und von Andrew Bradford gedruckt werden sollte; in der „Pennsylvania Gazette“ (13. November 1740) kündigte Franklin die „The General Magazine and Historical Chronicle for all the British Plantations in America“ an. Bald entstand ein heftiger Streit – Franklin behauptete, Webbe habe seine Pläne gestohlen, während Webbe Franklin vorwarf, seine Position als Postmeister zu nutzen, um die „Mercury“ von der Zustellung auszuschließen. Beide Zeitschriften wurden im Januar 1741 veröffentlicht; Webbes Zeitschrift „The American Magazine; or a Monthly View of the Political State of the British Colonies“ erschien drei Monate lang, während Franklins Zeitschrift sechs Monate lang erschien.[21] Mit diesen Publikationen beginnt also die Untersuchung zum vorliegenden Thema. Wie bereits erwähnt, erstreckt sich die Untersuchung bis zum Ende des Jahres 1840. Danach etablierte sich die deutsche Literatur als bekannter Faktor in unserer intellektuellen Entwicklung – wie die zahlreichen Übersetzungs- und Nachahmungswerke zeigen. Von da an spielten die Zeitschriften in diesem Zusammenhang eine geringere Rolle. Die Periode

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Der hier behandelte Zeitraum erstreckt sich nur bis Ende des Jahres 1810. In diesen Jahren begann die Bewegung sowie die erste Phase der beträchtlichen Aktivität auf diesem Gebiet. In den Jahren unmittelbar nach 1810 kam es zu einem Rückgang des deutschen literarischen Einflusses in den amerikanischen Zeitschriften.[22] Um den Umfang der literarischen Tätigkeit in Amerika im Zusammenhang mit dem Deutschen – wie durch diese Übersetzungen und Gedichte ersichtlich – endgültig einzuschätzen, wären umfangreiche Informationen über die Übersetzer erforderlich. Wenn der Übersetzer in England lebte und seine Arbeit lediglich in einer amerikanischen Zeitschrift nachgedruckt wurde, dann gehört die literarische Tätigkeit eher England als diesem Land; doch die Tatsache, dass das Gedicht nachgedruckt wurde, zeigt ein Verlangen, die Leser hier mit ausländischer Poesie vertraut zu machen – der einzige Unterschied besteht darin, dass der Einfluss über England und nicht direkt aus Deutschland kam. Wenn die veröffentlichten Werke von einem Amerikaner stammen, dann repräsentieren sie nicht nur die Fähigkeit des Autors, das Deutsche zu schätzen, sondern auch das aktive Interesse, es für das amerikanische Publikum zugänglich zu machen; die Übersetzung ist dann ein rein amerikanisches Produkt. Was die Engländer angeht, die diese Art von Arbeit leisten, so wäre es vorteilhaft zu wissen, ob sie lediglich Reisende oder Besucher waren oder bereits lange genug hier waren, um als integraler Bestandteil unserer Zivilisation angesehen zu werden. So nützlich diese Informationen auch wären, sind sie in den meisten Fällen nicht erhältlich. Die meisten Übersetzungen erschienen ohne Angabe der Urheberschaft. Ein Grund dafür könnte die Neigung früherer Zeitschriften gewesen sein, zu kopieren und zu plagiieren. Es wurden zahlreiche Gedichte gefunden, die zuvor in anderen Periodika (amerikanischen oder englischen) veröffentlicht worden waren, deren Quelle jedoch nicht genannt wurde. Selbst der Name des Autors wurde weggelassen. In einem Fall fügte ein Redakteur ein Gedicht ein, das bereits ein oder zwei Jahre zuvor in derselben Zeitschrift erschienen war, und dennoch sollten die Leser es als etwas Neues betrachten.[23] Die einzige mögliche Methode zur Identifizierung in solchen Fällen besteht darin, mit veröffentlichten Sammlungen von Übersetzungen zu vergleichen. Mehrere Übersetzungen konnten somit Sir Walter Scott, M. G. Lewis, William Taylor von Norwich und anderen zugeordnet werden. Viele sind Nachdrucke aus englischen Zeitschriften, bezüglich derer derzeit keine genaueren Informationen gegeben werden können. Das Thema wurde hinsichtlich der englischen Periodika noch nicht untersucht, und da ihre Anzahl weitaus größer ist als die der amerikanischen, würde eine separate Studie erforderlich sein, um eine Liste der in ihnen veröffentlichten deutschen Übersetzungen zusammenzustellen. Es ist daher unrealistisch, Übersetzungen aus der gegenwärtigen Diskussion auszuschließen.

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sowie Gedichte von Engländern – denn nur dort, wo der Name des Autors erwähnt wird oder eine Anmerkung gibt, dass die Übersetzung für ein bestimmtes Magazin erstellt wurde, können wir sicher sein, ob es sich um ein amerikanisches Produkt handelt oder nicht. Entscheidend ist, dass die Übersetzung in Amerika erschien und dazu beitrug, amerikanischen Lesern bestimmte Beispiele der deutschen Literatur näherzubringen.

Bei der Auswahl des Materials waren gewisse Einschränkungen notwendig. In der Liste der Prosatextübersetzungen sowie Artikeln über die deutschen Länder wurde alles aufgeführt, was sich direkt oder indirekt auf Deutschland bezieht. Dies ist wichtig, um ein vollständiges Bild vom Interesse zu erhalten – schließlich bestand das Verlangen, etwas über deutsche Prosawerke, deutsche Biografien und Geschichte sowie deutsche Poesie zu erfahren. Von der hier wiedergegebenen Liste der Übersetzungen wurden jedoch alle Dramenübersetzungen ausgeschlossen, mit Ausnahme einiger Auswahlen wie Lieder oder kurze Szenen mit lyrischem Charakter. In den meisten Abschnitten der wiedergegebenen Dramen sind die Passagen zu lang für eine Neuveröffentlichung – oder das Interesse gilt ausschließlich dem dramatischen Aspekt und nicht dem lyrischen. Das Thema dieser Studie ist somit konkret die deutsche lyrische Poesie, die in englischsprachigen Magazinen in Amerika erschien.

Der Begriff „Poesie“ wird hier im weiteren Sinne verwendet und umfasst mehr als nur Übersetzungen deutscher Gedichte. Es fanden sich einige Übersetzungen, deren Originale zwar prosaisch geformt sind, aber inhaltlich poetisch sind. Dies wurde von den Übersetzern schnell erkannt, die entsprechend metrische Fassungen lieferten. So gibt es beispielsweise den Brief LXI aus den „Sorgen des Werter“ in versifizierter Form; vier Prosaidyle von Gessner wurden in Verse übersetzt, und in einer späteren Periode erscheint Krummachers Prosafabel „Die Moosrose“ fünfmal in Versform (1819, 1822, 1823, 1829, 1831) und zweimal in Prosa (1827, 1833). Ebenso wurden Prosatextübersetzungen deutscher Gedichte aufgenommen, z. B. zwei Fabeln von Gellert (1796), „Morgen“ von Haller (1793) sowie das Schweizer Lied „Ranz des Vaches“ (1805).[24] Andererseits werden Prosatextübersetzungen von Gessners Prosaidyle nur unter Angabe des Titels aufgeführt. Ein weiteres Gedicht einer anderen Kategorie muss erwähnt werden: In den untersuchten Bänden fand sich nur ein deutsches Gedicht, das in Amerika geschrieben wurde. Es handelte sich um „Hoffnung“ von „Adelio“; eine Anmerkung besagte, dass es „Für das Philadelphia Repository“ geschrieben wurde (18. Februar 1804, Phila.). Am Ende standen die Worte: „Ein poetisches“

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„Eine Übersetzung wird gewünscht.“ Die folgende Nummer (25. Februar) enthielt eine Übersetzung. Eine weitere Gruppe von Gedichten, die Aufmerksamkeit verdienen, sind jene, die aus dem Französischen übersetzt wurden. Diese lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Erstens gibt es Gedichte, die von Deutschen oder Schweizern auf Französisch verfasst wurden – wie beispielsweise die Gedichte Friedrichs des Großen sowie das Ranz des Vaches. Bei letzterem werden die französischen Verse in zwei Fällen zusammen mit der Übersetzung angegeben[25], sodass klar ist, was das Original war. In anderen Fällen wird die Quelle nicht erwähnt. Da ein Teil der Bevölkerung der Schweiz stets deutschsprachig war, existierte sehr wahrscheinlich auch eine deutsche Fassung des Liedes. Es ist daher schwierig zu sagen, ob der Übersetzer diese oder die französische Version verwendet hat. Der Titel ist französisch – doch dieser wurde möglicherweise für die deutschen Strophen beibehalten. Die zweite Kategorie der Übersetzungen aus dem Französischen umfasst jene von Autoren, die normalerweise auf Deutsch schrieben; dazu gehören „Navigation“, „Aus dem Französischen von Gessner“ (1803) sowie „Der Wucherer“, „Aus dem Französischen von Gellert“ (Port Folio, XVI-245, 1823). Entweder stammen diese Werke aus französischen Übersetzungen des Deutschen[26], oder das Wort „Französisch“ ist ein Fehler[27]. Diese zweite Gruppe wurde den Übersetzungen deutscher Poesie (Teil II) zugeordnet; die erste Gruppe aus dem Französischen gehört hingegen zum Teil III. Es wird hier nicht versucht, die kritische Bewertung zu erörtern, die die Amerikaner jener Zeit der deutschen Literatur entgegenbrachten. Dafür wäre eine Betrachtung aller Prosatexte notwendig – während diese Studie ausschließlich der Poesie gewidmet ist. Es wird gehofft, dass aus der in Teil IV aufgeführten Liste solche Informationen gewonnen werden können. Neben den verschiedenen Abschnitten über deutsche Literaten werden die einzelnen Gedichte oft durch eine einleitende Notiz ergänzt, in der das Original der Übersetzung gelobt wird. Schon im 18. Jahrhundert wurde über den Nutzen der modernen Sprachen im Vergleich zu den Klassensprachen nachgedacht. Das American Museum veröffentlichte beispielsweise eine Abhandlung über die gelehrten Sprachen von Hon. Francis Hopkinson, die mit der Bemerkung endet, dass „die am meisten verwendeten Sprachen tatsächlich die nützlichsten sind, die man kennen sollte“[28].

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Andererseits gab es unsympathische Schriftsteller, die die Deutschen und ihre Literatur verspotteten. Die Monthly Magazine veröffentlichte einen Brief mit dem Titel „Die literarische Industrie der Deutschen“, in dem ihre pedantische Wissenschaft in nutzlosen Richtungen kritisiert wurde.[29] Dieser Angriff äußerte sich auch in Form von Parodien – darunter: „Der Wolfskönig“, eine Satire auf „Den Wasserkönig“, „Den Feuerkönig“ usw. (1802); „Der Malerkönig“, eine Burleske auf „Den Wolkenkönig“, „Den Feuerkönig“ und andere (1809, 1833); „Gegen Faustus“ (1804); „Der quietschende Geist“, „eine Geschichte, die nach den wahren und echten Prinzipien des Horrorgenres aus dem Deutschen nachgeahmt wurde“ (1808, 1809, 1810); eine Parodie auf Bürgers „Graf Walter“ (1807); „Ode an das deutsche Drama“, „Parodie auf Grays Ode an die Not“ (1806) sowie eine Burleske über den Stil, in dem die meisten deutschen romantischen Balladen geschrieben wurden (1799, 1801). In einigen Fällen drücken diese Parodien keine wirkliche Feindseligkeit aus, sondern lediglich den Versuch eines Dichters, klug zu wirken. Es ist bemerkenswert, dass mehrere der Gedichte in diesen Zeitschriften zusammengefasst werden können, was auf ein besonderes Interesse an bestimmten Themen hindeutet. Jede dieser Gruppen bildet gewissermaßen einen Zyklus – obwohl die einzelnen Gedichte in der Regel von verschiedenen Personen verfasst wurden. Eine dieser Gruppen zeugt von der Beliebtheit Friedrichs des Großen bereits vor der Amerikanischen Revolution. Zu den Übersetzungen seiner Gedichte gehören: „Entspannung des Krieges“ (1758, 1795, 1798), „Die Ode des Königs von Preußen in Reimen“ (1758), eine wörtliche Übersetzung der Ode des Königs von Preußen (1758), eine Übersetzung eines Briefes des Königs von Preußen an Monsieur Voltaire (1759), „Ode an den Tod“ (1786, 1806), „Friedrichs II. Gebet für die Dichter“ (1805) sowie „Ein Lied“ (1811). Die ursprünglichen Gedichte über Friedrich sind: „Winter“, ein Gedicht mit Verweisen auf „die edlen Taten des großen Friedrich“ (1758); „Über den vollkommenen Sieg“ … (1758); „Ode auf den kürzlich errungenen Sieg des Königs von Preußen“ (1758); „Über den glorreichen Sieg“ … (1758); eine Paraphrase des dritten Psalms, „mit Anspielung auf Seine Preußische Majestät“ (1758); „Über das Lesen in den öffentlichen Zeitungen“ … (1758); „Der königliche Komet“, mit Bezug auf „den großen Friedrich von Preußen“ (1758) sowie „Monsieur Volteairs Brief an seine Preußische Majestät, übersetzt“ (1758). Eine weitere Gruppe befasst sich mit den Königen der Naturkräfte, die in der deutschen Literatur häufig vorkommen: „Der Erlenkönig“ (1798, Juli 1833, September 1833, 1835, 1836, 1838, 1839); „Die Tochter des Erlenkönigs“ (1798); „Der Wasserkönig“, eine dänische Ballade (1798); „Der Wolfskönig“, eine Parodie auf „Den Wasserkönig“, „Den Feuerkönig“ usw. (1802); „Hrim Thor“, oder der Winterkönig (1802); „Grimm“, König der Geister.

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(1802) sowie „Der Malerkönig“, eine Burleske zu „Der Wolkenkönig“, „Der Feuerkönig“ usw. (1809, 1810, 1833). Dieses Interesse am Seltsamen erklärt die Beliebtheit von Bürgers „Lenore“, die in Übersetzungen 1798, 1801, 1804, 1823, 1836, 1839, 1840 erschien. Die Schweiz wird in verschiedenen Gedichten beschrieben, die alle Aspekte des Lebens und der Landschaft darstellen. Am bekanntesten unter ihnen ist das „Schweizerlied“, das als „Ranz des Vaches“, „Der Gesang des Cowboys“ oder „Das Lied der Schweizer in fremdem Land“ übersetzt wurde (1805, 15. Oktober, 29. Oktober, 1. November, 8. November, 17. Dezember 1808, Juni, 3. Juni 1809, zweimal 1833 und einmal 1835). Neben diesen Übersetzungen gibt es noch vier Nachahmungen desselben Gedichts: „Das Lied der schweizerischen Exilanten“ (1835), „Die Rückkehr des Schweizers [aus Amerika]“ (1836), „Das Heimatlied des Schweizers“ (1837, 1838) sowie „Der Heimatstraum des schweizerischen Emigranten“ (1840).[30]
Die letzte Gruppe von Gedichten, die erwähnt werden soll, bezieht sich auf Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. Dieser war offensichtlich in Amerika beliebt – löste jedoch keineswegs jenen allgemeinen Überschwang und Sentimentalismus aus, wie er in Deutschland herrschte. In unserer Zeit wurde das Buch hier sechsmal in Übersetzung veröffentlicht; außerdem gab es eine englische Nachahmung mit dem Titel „Die Briefe von Charlotte während ihrer Beziehung zu Werther“, die dreimal in Amerika nachgedruckt wurde.[31] Diese Werke sowie Übersetzungen aus England trugen sicherlich dazu bei, dass Werther in diesem Land gut bekannt wurde. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in den Zeitschriften acht Gedichte zu diesem Thema zu finden sind: „Narcissa“, das in der dritten Strophe auf Werther anspielt (1787), „Charlottes Soliloquium“ – an die Seelen Werthers gerichtet (1787), „Der Tod Werthers“ (1787), „Werthers Epitaph“ (1787, 1791, 1805), „Über das Lesen der Leiden Werthers“ (1790), „Brief LXI aus den Leiden Werthers, in Versform“ (1791), „Werthers Abschied von Charlotte“ (1798) sowie „Charlotte am Grab Werthers“ (1809).
Die frühen amerikanischen Zeitschriften trugen somit dazu bei, deutsche Literatur – insbesondere deutsche Poesie – in Amerika bekannt zu machen. Es war möglich, Übersetzungen einzelner Gedichte eines Autors bereits lange bevor es nach ihnen in Buchform verlangt wurde, zu veröffentlichen. In diesem Zusammenhang wurden bereits Gessner, Bürger, Gellert, Lessing und andere erwähnt. Interessant ist es, festzustellen, welche Dichter durch die Zeitschriften dem amerikanischen Publikum vorgestellt wurden. Gessner und Bürger waren am beliebtesten – der Erstere erschien vor 1811 insgesamt fünfundzwanzigmal, der Letztere zehnmal.

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Gessner war wohl der deutsche Dichter, der in Amerika am besten bekannt war. In dieser Zeit erschienen von seinem Werk „Der Tod Abels“ nicht weniger als sechzehn amerikanische Ausgaben sowie vier Nachahmungen; Übersetzungen seiner Idyllen wurden 1802 zweimal und 1807 einmal in Buchform veröffentlicht.[32] Bürger hingegen war nur durch diese Gedichte in Zeitschriften oder vielleicht durch importierte Bücher bekannt. Kein Band mit Übersetzungen seiner Gedichte stammt aus dieser Periode der amerikanischen Veröffentlichungen. Danach erhielten Gellert, Lessing und Haller sowohl durch Übersetzungen als auch durch Kritiken eine gewisse Anerkennung. Goethe war, wie bereits gezeigt, als Autor von „Werther“ bekannt. Was seine lyrischen Werke betrifft, so erschienen nur zwei davon: „Der Erlkönig“ (1798) sowie „Friedrich und Alice“ – „mehr nachgeahmt als übersetzt, basierend auf einem Fragment aus Goethes ‚Claudine von Villa Bella‘“ (1807). Andere Dichter wie Jacobi, Klopstock, Matthisson, Kotzebue, Patzke oder Bürde fanden gelegentliche Bewunderer, doch es wurde nicht genug unternommen, um ihre Besonderheiten der Öffentlichkeit klar zu machen. Neben diesen gab es zahlreiche Parodien und originelle Gedichte, die dazu beitrugen, die Bedeutung des Deutschen hervorzuheben. Diese Wirkung wurde zudem durch Übersetzungen prosaischer Werke sowie Artikel über deutsche Literatur, Geschichte und Biografie unterstützt, die in den Seiten dieser Zeitschriften zu finden sind. Die amerikanischen Zeitschriften leisteten somit viel für das Deutsche in diesem Land. Die Bewegung entwickelte sich weiter, bis sie einige Jahrzehnte später große Bedeutung erlangte; doch die Zeit bis Ende 1810 ist interessant, da sie den Beginn dieser Entwicklung markiert. Es war die erste Epoche dieser Art literarischer Tätigkeit in Amerika.

ANMERKUNGEN:
[1] John L. Haney, German Literature in England before 1790, in der Americana Germanica, IV, Nr. 2. Vgl. auch Dr. Haney’s Monographie „The German Influence on Samuel Taylor Coleridge“, Philadelphia, 1902. Georg Herzfeld, William Taylor von Norwich, Halle a. S. 1897.
[2] The Works of William E. Channing, Boston, 1849. Geo. D. Channing, Bd. I–277. Vgl. auch die Anmerkung von Francis Hopkinson, S. 194.

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[3] Schon im Jahr 1754 wurde William Creamer (oder Cramer) zum Professor für Französisch und Deutsch an der University of Pennsylvania ernannt – eine Position, die er zweiundzwanzig Jahre lang innehatte. Im Jahr 1780 wurde an derselben Institution ein Lehrstuhl für deutsche Philologie eingerichtet. J. C. Kunze, der erste Inhaber dieses Lehrstuhls, hielt Vorlesungen über Latein und Griechisch auf Deutsch. Nach 1784 setzte sein Nachfolger, J. H. C. Helmuth, dieselbe Politik fort. Vgl. M. D. Learned, Rede zur Eröffnung der Bechstein-Bibliothek, University of Pennsylvania, 21. März 1896.

[4] Benjamin Franklins Besuch an der Universität Göttingen wird in den „Göttingischen Anzeigen“ vom 13. September 1766 beschrieben. Darin heißt es, dass die Sitzung der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften am 19. Juli desselben Jahres besonders beeindruckend war. „Die beiden berühmten englischen Gelehrten, der königliche Arzt Herr Pringle sowie Herr Benjamin Franklin aus Pennsylvania, der zufällig zu dieser Zeit auf einer Reise durch Deutschland in Göttingen war, nahmen als Mitglieder der Gesellschaft Platz.“ Vgl. auch die Darstellung von Dr. E. J. James („The Nation“, 18. April 1895, S. 296), die in B. A. Hinsdales Artikel „Foreign Influence upon Education in the United States“ wiedergegeben wurde; dieser Artikel erschien in dem Bericht des Bildungskommissars für die Jahre 1897–98, Band I, S. 604–607. Vgl. außerdem L. Viereck, „German Instruction in American Schools“, ebenda, 1900–1901, Band I, S. 543.

[5] Adams schrieb auch eine Beschreibung seiner Reise nach Schlesien im Juli 1800. Diese bestand aus neunundzwanzig Briefen an seinen Bruder, die während der Reise geschrieben wurden, sowie weiteren dreizehn Briefen, die nach seiner Rückkehr nach Berlin hinzugefügt wurden. Obwohl es sich um private Korrespondenzen handelte, sicherte sich der Herausgeber der Zeitschrift „Port Folio“ diese Briefe für seine Zeitschrift und veröffentlichte sie anonym – ohne persönliche Anspielungen wegzulassen, wie der Autor es sicherlich getan hätte, wenn er von der Veröffentlichung gewusst hätte. „Ob diese Passagen jemals den Betroffenen zur Kenntnis kamen, ist ungewiss. Solange sie in den Spalten einer amerikanischen Publikation jener Zeit blieben, sprachen die Umstände eher gegen eine Verbreitung. Doch das war nicht der Fall. Ohne Wissen oder Zustimmung des Autors brachte eine ihm unbekannte Person die Sammlung aus dem „Port Folio“ nach London und ließ sie dort im Jahr 1804 zu ihrem eigenen Nutzen in Form eines Oktavbands drucken. Aus dieser Kopie wurden die Briefe ins Deutsche übersetzt und im folgenden Jahr in Breslau zusammen mit Anmerkungen von Frederick Albert Zimmerman veröffentlicht. Im Jahr 1807 wurde eine französische Übersetzung von J. Dupuy in Paris bei Dentu veröffentlicht. So kam es, dass diese ursprünglich als rein private Korrespondenz gedachten Briefe ohne jegliches Zutun des Autors in weiten Teilen Europas verbreitet wurden – ohne dass er die Möglichkeit hatte, sie zu korrigieren oder zu ändern, was er sicherlich getan hätte, wenn er die Macht dazu gehabt hätte.“ Memoirs of John Quincy Adams, herausgegeben von Charles Francis Adams, 12 Bände, Philadelphia 1874, Band I, S. 240–241.

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Die amerikanische Ausgabe erschien erstmals in der Port Folio, I-1, am 3. Januar 1801 in Philadelphia. Für eine Übersicht über die englische Ausgabe siehe The Monthly Review or Literary Journal, XLV–350, Dezember 1804, London.
[6] „Er [A. H. Everett] hat vermutlich Deutsch studiert, während er mit John Quincy Adams in St. Petersburg zusammen war – dort war der deutsche Einfluss stark und das Studium der Sprache sowie Literatur unter den günstigsten Bedingungen möglich. Die United States Magazine and Democratic Review, New York, Band X (N. S.) 1842, S. 461, besagt, dass er in St. Petersburg unter anderem moderne Sprachen studierte.“ Frederick H. Wilkens, Early Influence of German Literature in America in der Americana Germanica, III, Nr. 2, S. 155.
[7] M. D. Learned, German as a Culture Element in American Education, Milwaukee, 1898.
[8] New Idyls, von S. Gessner. Philadelphia, 1802.
[9] Bürger, Leonora [Wm. Taylor – einige Varianten], Band I-221. Bürger, The Chase [Sir Walter Scott], Band II-413. –, The Water King [M. G. Lewis], Band III-92. Goethe, The Erl-King [M. G. Lewis], Band III-93. –, The Erl-Kings Daughter [M. G. Lewis], Band III-94. Die letzten drei Werke befanden sich jedoch auch in Lewis’ Ambrosio or the Monk, Philadelphia, 1798.
[10] In Lewis’ Sammlungen erschienen zwei Auswahltexte aus Bürger und zwei aus Goethe; es wurden jedoch keine ausschließlich aus ihren Gedichten bestehenden Ausgaben veröffentlicht. Klopstocks Messiah wurde vor 1811 dreimal veröffentlicht, seine kürzeren Gedichte hingegen nicht.
[11] Wilkens erwähnt beiläufig etwa ein Dutzend Zeitschriften; es wurde jedoch kein Versuch unternommen, dieses Feld genauer zu untersuchen.
[12] Der Universal American Almanack, oder Yearly Mag., 1764, Philadelphia, enthält ein Gedicht mit dem Titel Golden Verse of Pythagoras.
[13] Curiosities of Literature, 1793, Philadelphia. Miscellanies, 1796, Burlington. A Book, ein periodisches Werk, 1807, New York. The Thistle, 1807, Boston. Charms of Literature, 1808, Trenton. The Hive, 1810, Hartford.
[14] Albert H. Smyth, The Philadelphia Magazines and their Contributors, 1741–1850. Philadelphia, Robert M. Lindsay, 1892. Vorwort, S. 5.
[15] Eine Liste der konsultierten Bibliotheken findet sich am Anfang von Teil V.

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[16] M. C. Tyler, The Literary History of the American Revolution, I, 1763–1776, New York, 1897, S. 18.
[17] Smyth, a. a. O., S. 20.
[18] M. C. Tyler, A History of American Literature, II, 1676–1765, New York, 1878, S. 304, 305.
[19] In den Zeitschriften jener Zeit finden sich 71 Übersetzungen deutscher Poesie sowie 10 Duplikate; 68 Originalgedichte sowie Übersetzungen anderer germanischer Dichtungen sowie 24 Duplikate.
[20] Es wurde keine Liste der Übersetzungen aus Latein und Französisch in diesen Zeitschriften erstellt, weshalb ein numerischer Vergleich mit denen aus dem Deutschen derzeit nicht möglich ist.
[21] John Bach McMaster, Benjamin Franklin as a Man of Letters, Boston, 1887, S. 129 ff.
[22] Ein ähnlicher Rückgang des deutschen literarischen Einflusses wurde auch in England nach 1810 festgestellt.
[23] The Moss Rose, aus dem Deutschen von Krummacher. The Minerva, I-40, 4. Mai 1822 sowie II-296, 20. Dezember 1823, New York.
[24] The Ranz des Vaches hat ebenfalls vier metrische Versionen: 1833 – The Lady’s Book, VI-164; 1833 – The Juvenile Rambler, II-84; 1835 – Amer. Mo. Mag., V-424; 1809 – The Visitor, I-72 (mit dem Titel Cow Boy’s Chant).
[25] Boston Weekly Mag., III-60, 2. Februar 1805, Boston; The Visitor, I-72, 3. Juni 1809, Richmond.
[26] Der Katalog des British Museum erwähnt „Fables et Contes [hauptsächlich übersetzt aus dem Deutschen von C. F. Gellert usw.], 1754“.
[27] Vgl. The Earth’s Division, „Übersetzung von Goethe von L. E. L.“, Waldie’s Port Folio, Teil I-123, 11. April 1835, Philadelphia; außerdem Benevolence, „Eine Fabel aus dem Deutschen von Gellert“, 1802.
[28] Amer. Mus., III, Januar–Juni 1788, S. 539. Vgl. Teil IV, S. 194; auch die Anmerkung von W. E. Channing, Teil I, S. 1.
[29] „Ein deutscher Schriftsteller, L. W. Bruggeman, hat in Stettin in Pommern, einer preußischen Provinz, ein Werk auf Englisch veröffentlicht, an dem er fünfundzwanzig Jahre lang gearbeitet hat. Es enthält eine Übersicht über alle englischen Ausgaben, Übersetzungen und Illustrationen der antiken griechischen und lateinischen Autoren. Bei der Erstellung dieses Werkes entstanden große Kosten, da er zahlreiche englische Bücher kaufen und importieren musste. Dies ist ein sehr interessantes Beispiel für gelehrige Ausdauer und harte Arbeit. Dass ein Mensch sein Leben damit verbringt, die Übersetzungen antiker Autoren in eine ihm fremde Sprache zusammenzustellen! Es handelt sich dabei um einen der schwierigsten, mühsamsten, unbeliebtesten und unrentabelsten Bereiche dieses Berufs.“

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Deutschland bietet jedoch unzählige Beispiele für diese Art von literarischer Sorgfalt. In Leipzig gibt es eine Druckerei, die reichlich mit Ausgaben und Interpretationen chinesischer, äthiopischer, koptischer und syrischer Werke versorgt ist.
Mo. Mag. and Amer. Rev., II-8, 1800, N. Y.
[30] Eine Übersetzung von Schillers „Ranz des Vaches“ aus „Wilhelm Tell“ findet sich in The Constellation, III-266, 7. Juli 1832, N. Y.
[31] Wilkens, op. cit., S. 164 ff.
[32] Wilkens, op. cit., S. 108 ff. sowie 164 ff.
Auch in England waren die Idyllen ständig im Buchmarkt erhältlich; „Der Tod Abels“ hatte bereits vor 1800 20 Auflagen. Vgl. Herzfeld, op. cit., S. 6.

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II.

ÜBERSETZUNGEN DEUTSCHER POESIE.

DER ALTE MANN.
Aus Gesner.
Aus dem London Magazine, Oktober 1773.

[Prosaübersetzung.]
Royal Amer. Mag., S. 14, Januar 1774, Boston.
[Wiederveröffentlichung aus dem London Mag., S. 437, September 1773, London. Vor dem Titel: „Für das London Magazine.“]
Salomon Gessner, Palemon, Idyllen, Erste Folge. Zu den Prosatexten aus Gessners Werken siehe S. 16.]

Für das Pennsylvania Magazine.

MYRTHILANDTHYRSIS.
Eine Pastorenliebe.

Aus dem Deutschen.
[Prosaübersetzung.]
Penna. Mag., I-359, August 1775, Philadelphia.
[S. Gessner, Myrtil. Thyrsis. Idyllen, Erste Folge.]
Beschreibung (mit einer eleganten Gravur) des berühmten Grabes von Madame Langhans, ausgeführt vom verstorbenen Bildhauer des Königs von Preußen, Herrn John Augustus Nahl; dieses Grab befindet sich im Chor der Pfarrkirche von Hindlebanck, zwei Meilen von Bern entfernt. Da die Inschrift sowie die Verse auf dem Grabstein, die vom berühmten M. de Haller verfasst wurden, nicht angemessen in die Gravur aufgenommen werden konnten, fügen wir sie hier in einer freien Übersetzung aus dem Originaldeutschen ein.

Hört! Der majestätische Klang! Man hört die Trompete!

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Seht, wie die erstaunten Gräber ihre Beute aufgeben!
Oh Gott! Mein Retter! Es ist deine Stimme, die ich höre!
Und mit meinem Kind komme ich zum ewigen Tag,
Wecke mein Kind; öffne nun deine Augen,
Lass die Verderbnis deiner irdischen Geburt hinter dir,
Steh auf, mein Kind, stehe auf zu deinem Erlöser,
Und schmecke endlich die Freude, die dir auf Erden verwehrt blieb,
Denn vor seinem Angesicht muss der Tod dem Leben weichen;
Hoffnung auf wahre Freude … dort, gereinigt von Sünden,
Folgt die Ruhe auf Kummer und Streit, die Zeit vergeht…
Die Ewigkeit beginnt.
In dieser gesegneten Hoffnung,
Sicher, dass ihr Retter sein Versprechen erfüllen wird,
Ruhe ich in diesem Grab,
Gewacht von einem zärtlichen und traurigen Ehemann,
Maria Magdalena Waber,
Geboren am 8. August 1723;
Und sie verließ dieses Leben am Karfreitagabend 1751,
Die Ehefrau von
George Langhans,
Evangelist in Hindelbank.
Boston Mag., I-56, Dez. 1783, Boston.

DER BACCHANALISCHE.
(Ubersetzt aus dem Deutschen.)

Der Donner grollt furchterregend am dunklen Himmel,
Ins Kellerlager flüchte ich schnell;
Glaubt nicht, ich wolle vor dem Donner fliehen;
Nein – es geht um den besten Wein.
Universal Asylum and Columbian Mag., IV-253, Apr. 1790, Phila.

BRIEF LXI. ÜBER DIE SORGEN
VON WERTER, IN VERSEN.

Obwohl Homer meine jugendliche Brust entfachte,

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Meine zarte Fantasie ist tief bewegt –
Noch bevor der Kummer mich verzweifeln ließ:
Doch von ihm hat Ossian bereits gesprochen;
Seine kummervollen Lieder, mit feierlicher Anmut,
Besetzen nun mein Herz.

In eine Welt voller Schrecken führt mich der berühmte Dichter –
Durch Heiden und Wildnis, wo wilde Winde über die Ebenen fegen;
Wo der Mond nur schwach seine Macht ausübt;
Und wo Geister dem Tag entkommen.

Zu hören, von den steilen Bergen her,
Die klagenden Töne aus den tiefen Höhlen,
Das düstere Rauschen des Wassers;
Zu hören die kummervollen Schreie des Mädchens,
Das an dem Grabstein ihres Kriegers stirbt,
Der sie so sehr geliebt hat.

Ich begegne diesem Dichter mit silbernem Haar –
Er wandert durch die trostlosen Täler,
Während der Kummer sein Herz zerfrisst;
Er versucht vergeblich, die Spuren seines Vaters zu finden –
Denn die Zeit hat sie bereits ausgelöscht;
Er findet nur ihre Gräber.

Der blasser Mond sinkt hinter den Wellen –
Er betrachtet ihn, wie dieser seine Haare im Meer wascht;
Er denkt an die Zeit, die für immer vorbei ist,
Als die Gefahr ihn anspornte, bis jeder Feind floh.

Als er am grauen Abend zurückkehrte,
Leuchtete der Mond auf sein Boot,
Auf die Trophäen, die er erobert hatte;
An seinem Gesichtsausdruck erkenne ich…

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Tiefer Kummer erfüllt seinen Geist –
dass die Jugend so schnell verfällt.

Wenn ich sehe, wie jener glänzende Ruhm
so schnell verblikt, in der Nacht versinkt
und langsam zum Grab geht:
Und wenn er ringsumhin blickt
auf den kalten Boden, wo er sterben muss –
das Schicksal selbst der Tapfersten.—

Der Reisende wird kommen, ruft er,
er wird kommen, der meine Schönheit aufblühen sah,
und besorgt fragen:
Wo ist der Dichter und Krieger geblieben,
wo ist Fingals berühmter Sohn,
wohin zieht er sich zurück?

Dann wird er das Feld und die Wiesen durchsuchen,
leichtfüßig auf meinem Grab stehen –
doch mich wird er niemals finden:
Dann werde ich, mein Freund, wie ein wahrer Ritter,
mein Schwert ziehen, meinen Fürsten verteidigen
und seinen bedrängten Geist beruhigen.

Und wenn das erreicht ist, überwältigt vom Kummer,
werde ich es tief in meine Brust drücken
und vor Sehnsucht nach ihm bluten:
Um nun diesem halb göttlichen Mann zu folgen,
dem Helden aus Fingals Linie,
der durch meine Hand befreit wurde.
Universal Asylum and Columbian Mag., VI-50, Januar 1791, Phila.
[Goethe, Die Leiden des jungen Werthers. Brief vom 12. Oktober 1772.]

A M Y N T A S . [ α ].
Ein pastorales Fragment.

[Prosaübersetzung.]

Page 39

Mass. Mag., IV-351, Juni 1792, Boston.
[S. Gessner, Amyntas. „Bei frühem Morgen kam der arme Amyntas……“ Idyllen, Erste Folge.]

Pastorale Ekloge.
THYRSIS UND CHLOE.
[Prosaübersetzung.]
Mass. Mag., V-195, April 1793, Boston.
[S. Gessner, Thyrsis. Neue Idyllen von Gessner. Übersetzt von W. Hooper, M.D., 1776, London. S. 25, Thyrsis.]

AMYNTAS.
Ein pastorales Fragment von Gessner.
N. Y. Mag. or Lit. Repos., IV-584, Oktober 1793, N. Y.
[Auch in Mass. Mag., IV-351, Juni 1792, Boston.]

DER MORGEN.
Von Haller.

Der Mond zieht sich zurück – Natürliche Dunkelheit verhüllt nicht mehr Luft und Erde; die funkelnden Sterne verschwinden, und die erwachende Wärme der Sonne weckt alle Lebewesen. Schon sind die Himmel mit ihren purpurnen Tönen sowie glitzernden Saphiren geschmückt. Die Morgenröte, schöner Botin des Tages, schenkt gnädig Lächeln; das Leuchten der Rosen, die ihre Stirn krönen, vertreibt den Nebel der Nacht. Das Licht der Welt breitet sich vom östlichen Horizont aus, tritt triumphierend über die strahlenden Pracht des Milchwegs hinweg; Wolken, bedeckt mit Himmelsrubinen, wehren sich mit ihrem Blitz dagegen – und eine goldene Flamme breitet sich am Horizont aus. Die Rosen öffnen sich, um die Sonne mit freundlichen Tautropfen zu begrüßen; die Lilien strömen köstliche Düfte von ihren samtenen Blättern aus. Der wachsame Hirsch eilt auf das Feld, wo Arbeit geleistet wird; er lenkt den Pflug vorsichtig und sorgfältig – währenddessen sind seine Ohren erfreut.

Page 40

Durch die fröhliche Gruppe der Minnesänger, die mit ihren melodiösen Tönen die Luft und die Wälder erfreuen. So lichtet der gütige Himmel den schweren Druck der mühsamen Arbeit! Oh Schöpfer! Alles, was ich sehe, sind Auswirkungen deiner Macht! Du bist die Seele der Natur und bringst jeden Teil zum Leben! Die festgelegten Zeiten sowie das strahlende Erscheinungsbild jener Himmelskörper sowie die unerschöpflichen Flammen der sich drehenden Sonne stammen von dir – sie zeugen von deinem Wirken! Du erleuchtest den ernsten Mond, um uns im Dunkeln zu führen; du verleihst dem unsichtbaren Wind Flügel, und in der Nacht bereichertest du die Erde mit fruchtbaren Tautropfen. Aus Staub hast du jene stolzen Berge geschaffen; aus Sand hast du Metalle hervorgebracht; du hast den Himmel ausgedehnt und ihn mit Wolken bedeckt, damit er nicht vom forschenden Auge des Menschen verschmutzt wird. Du hast wunderbar die Adern jenes Fisches geformt, der Flüsse überlaufen lässt, Strudel erzeugt und mit den Schlägen seines Schwanzes Verwüstung verbreitet. Du hast den Elefanten erschaffen und seinen riesigen Körper zum Leben erweckt, sodass er wie ein bewegender Berg aussieht. Du stützt jene prächtigen Bögen des Himmels auf die weite Leere; mit deinem Wort hast du aus dem Chaos dieses wunderbare Universum hervorgebracht, es mit Ordnung gefüllt und ihm keine andere Grenze außer seiner Größe gesetzt. Großer Gott! Die geschaffenen Geister sind zu unbedeutend, um die Pracht deiner Werke zu rühmen! Wir verlieren uns in ihrer Unendlichkeit. Um sie zu beschreiben, muss man selbst unendlich sein. Demütig zufrieden bleibe ich in meinem eigenen Kreis. Unbegreifliches Wesen! Deine prächtigen Glorie blenden das anmaßende Auge des Menschen! Und Der, von dem die Erde ihr Dasein erhält, braucht nicht die Lobpreisungen eines Wurms!
N. Y. Mag. or Lit. Repos., IV-720, Dezember 1793, N. Y.
[Albrecht von Haller, Morgen-Gedanken, Den. 25, März 1725.]

MORGEN.
Von Haller.
Phila. Minerva, I, 30. Mai 1795, Phila.
[Auch in N. Y. Mag. or Lit. Repos., IV-720, Dezember 1793, N. Y.]

Page 41

Übersetzte Poesie.
Für das New-York Magazine.

Die Zephyren, eine Idylle. [α].
(Ubersetzt aus dem Deutschen von Gesner von W. Dunlap.)

[Prosaübersetzung.]
N. Y. Mag. oder Lit. Repos., VI-760, Dezember 1795, N. Y.
[S. Gessner, Die Zephyre.]

Übersetzte Poesie.
Für das New-York Magazine.

Erste Idylle von Gesner.
(Ubersetzt aus dem Deutschen von Wm. Dunlap.)

Daphne–Chloe.
[Prosaübersetzung.]
N. Y. Mag. oder Lit. Repos., neue Ausgabe, S. 49, Januar 1796, N. Y.
[S. Gessner, Daphne. Chloe. „Sieh, schon steigt der Mond hinter dem schwarzen Berg….“ Erste Idylle – Zweiter Teil, 1772.]

Der Alte Mann.
Ubersetzt aus dem Deutschen von Gesner.
Phila. Minerva, I, 16. Januar 1796, Phila.
[Auch in The Royal Amer. Mag., S. 14, Januar 1774, Boston.]

Märchen
Nachgeahmt aus dem Deutschen von Gellert.

Während ein Nachtigall inmitten eines Waldes sang, wurden die benachbarten Hügel und Täler von ihrer wunderbaren Melodie begeistert. Jeder Wildvogel vergaß zu singen und lauschte mit liebevollem Bewundern. Aurora verweilte hinter dem Hügel und achtete auf die musikalischen Akzente; Philomel sang zu Ehren der Göttin mit außergewöhnlicher Süße. Da hielt sie inne – und die Lerche übernahm den Gesang.

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Die Gelegenheit, sie auf diese Weise anzusprechen: „Ihre Musik findet durchaus Anerkennung; die Vielfalt, Klarheit und Zärtlichkeit der Töne sind unvergleichlich. Dennoch habe ich in einer Hinsicht Vorrang vor Ihnen: Meine Melodie ist ununterbrochen – und jeder Morgen beginnt mit meinen Glückwünschen. Ihre Lieder hingegen werden nur selten gehört; und außer während einiger Wochen im Sommer haben Sie kein Anrecht auf besondere Aufmerksamkeit.“
„Sie haben“, erwiderte die Nachtigall, „genau den Grund für meine Überlegenheit erwähnt. Ich folge den Geboten der Natur – ich singe nur auf ihr Drängen hin; auch nicht auf dringende, doch uninspirierte Wünsche.“
Phila. Minerva, II, 23. April 1796, Philadelphia.
[C. F. Gellert, Die Nachtigall und die Lerche. Freie Übersetzung des ersten Strophens; der zweite Strophen, der die Anwendung der Fabel enthält, wurde weggelassen.]

**EINE GESCHICHTE**
Nachgeahmt aus dem Deutschen von Gellert.

Clarine liebte ihren Mann von aufrichtigem Herzen – denn er war in ihren Augen ein guter Ehemann. Ihre Wünsche und Abneigungen waren dieselben. Es lag Clarines Bestreben darin, angenehm zu sein und durch unermüdliche Aufmerksamkeit die Wünsche ihres Mannes vorauszusehen. „Eine solche Ehefrau“, sagt mein männlicher Leser, der an eine Heirat denkt, „eine solche Ehefrau würde ich mir wünschen.“ – Und eine solche Ehefrau können Sie auch erhalten. Clarines Mann wurde krank – mit einer gefährlichen Krankheit. „Keine Hoffnung“, sagte der Arzt und schüttelte seinen schrecklichen Schnurrbart. Clarine weinte bitterlich. „Oh Tod!“, rief sie, „Oh Tod! Darf ich um Gnade bitten? Schont meinen Mann – lasst mich an seiner Stelle das Opfer sein.“ Der Tod hörte das, erschien und fragte: „Was ist dein Wunsch?“ „Da liegt er“, sagte Clarine verzweifelt, „er fleht unter Qualen um deine schnelle Hilfe.“
Die Nachtigall, I-199, 16. Juni 1796, Boston.
[C. F. Gellert, Die zärtliche Frau. Der einleitende Strophen wurde nicht übersetzt.]

**DAS MÄDCHEN VON FAIR WONE**
Aus dem Deutschen von Bürger.
Phila. Minerva, II, 17. Dezember 1796, Philadelphia.
[G. A. Bürger, Des Pfarrers Tochter von Taubenhain. W. Taylor of Norwich, The Lass of Fair Wone in der Monthly Magazine, I-223, April 1796, London.]

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In Taylors „Historic Survey of German Poetry“, 3 Bände, 1830, London, Seite II-32, unter dem Titel „The Parson’s Daughter“.

**Ehrlich verdient:**
Eine Pastoralgeschichte.
(Aus dem Deutschen von Gesner.)

[Prosaübersetzung.]

Phila. Minerva, II, 17. Dezember 1796, Philadelphia.
[S. Gessner, Daphne. W. Hooper, New Idylles by Gessner, S. 33, Glicera.]

**Verschiedenes.**
Von Ferdinand Wallhime.

**Der Wunsch**
(In Nachahmung von Matthison.)

Noch einmal könnte ich wünschen, ehe mein seliger Geist
ins Elysium, jenes friedliche Heim der Schatten, sinkt!
Dorthin zurückzukehren, wo die Kindheit
in traumhaften Visionen um meine Stirn spielte.

Der Strauch meines Heimatortes, dessen Äste
das kühle Nest des Vogels überspannen – er wiegt meinen Freund
sanfter als alle fröhlichen Lorbeerbäume
über dem Staub der mächtigen Eroberungen der Welt.

Der Bach jenes Feldes, wo ich in meiner Kindheit
frühzeitig Veilchen pflückte – er plätschert musikalischer
zwischen den Weiden, die einst mein Vater gepflanzt hat,
als die silberne Quelle von Blandus.

Der Hügel, auf dem junge Männer in fröhlichen Gruppen

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Getanzt um den Stamm des süß blühenden Pappels –
Mein Herz wurde von größerer Begeisterung erfüllt,
Als die blendenden Höhen der Alpen im Rosenschein.

Deshalb könnte ich wünschen, ehe mein seliger Geist
In das Elysium, das friedliche Wohnsitz der Schatten, sinkt,
Dorthin zurückzukehren, wo die Kindheit
In luftigen Träumen um meine Stirn spielte.

Dann möge der spöttische Geist des Todes plötzlich
die Kerze des Lebens löschen – dann werde ich gerne
zu den nachdenklichen Schatten von Xenophon und Platon
sowie zu Anakreons myrtenbewachsenem Hain eilen.
Lit. Museum, oder Mo. Mag., S. 47, Januar 1797, West-Chester.
[F. Matthisson, Wunsch an Salis. „Noch einmal möcht’ ich, eh in die Schattenwelt….“]

**Güte.**
Eine Fabel.
Nachgeahmt aus dem Deutschen von Gellert.

Über Howards Grab weint sanfte Mitleidenschaft,
trauert weiterhin um das Schicksal ihres Liebsten;
und von dort bittet die Muse um ihre Hilfe,
um eine ähnlich edle Geschichte zu erzählen.

Wie er soll sie mit Leid mitfühlen,
wie er soll sie das gebrochene Herz heilen;
und den gesenkten Kopf des Leids aufrichten –
Belindas großzügige Seele neigt sich dazu.

Doch zu oft wurden ihre wohltätigen Absichten durch mangelndes Glück behindert;
denn was nützt, ach!, der Wille ohne die Kraft, Gutes zu tun?

Ihr Onkel stirbt und hinterlässt seine Nichte.

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„Zweitausend Pfund pro Jahr – das ist wirklich viel.“
„Ah! Jetzt“, ruft sie, „bin ich wahrhaft gesegnet;
Ich werde den Armen helfen, wo immer ich kann.“

Kaum hatte sie gesprochen, da erschien vor ihrer Tür
ein alter, gebrechlicher Mensch;
auf seinem Krückstock gestützt, bat er um Almosen
und rührte sie mit seinen Tränen.

Belinda hatte Mitleid mit seinem Leid;
sie seufzte und schüttelte den Kopf;
dann reichte sie diesem alten, elenden Mann
einen Stück Brot, das bereits verfault war.
Amer. Universal Mag., I-28, 2. Januar 1797, Philadelphia.
[C. F. Gellert, Die Gutthat.]

**PRO PATRIAM MORI**
Aus dem Deutschen von Bürger.

Für Tugend, Freiheit und Menschenrechte zu sterben,
das steht den Tapferen zu – es ist der Tod eines Retters.
Nur die reinsten Helden tun dies,
indem sie mit ihrem Blut den Schlachtfeldern Farbe geben.

Und dieser stolze Tod ist am würdigsten bei dem Mann,
der für seine Art, für sein Land blutet:
Drei Hundert Spartaner gehörten zu jenen,
die durch ihren Ruhm zu diesem großen Sieg kamen.

Groß ist der Tod, den ein guter Fürst erleiden muss;
der mit gütiger Hand den Stab führt.
Gut ist es, wenn der Edle sein Schwert zieht –
durch seinen Tod erlangt er die Segnungen des Landes.

Der Tod für einen Freund, Elternteil, Kind oder jemanden, den wir lieben,
ist zwar nicht so großartig, doch schön anzusehen.

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Das sind die edlen Unruhen der Herzen –
es ist der Weg in den Tod, nicht gekauft mit Gold.

Doch wenn bloße Größe auf eine Wunde trifft –
wer das für großartig oder prächtig hält, irrt sich:
Das ist der Zorn des verwöhnten Hundes,
der durch Neid, Zorn oder den Peitschenhieb geweckt wird.

Und um eines Tyrannen willen in die Hölle zu ziehen –
das ist ein Tod, den nur die Hölle genießt;
dort, wo ein solcher Held fällt, steht das Galgenholz,
ein Trophäe des Mörders und ein Lohn des Plünderers.
Amer. Universal Mag., I-141, 23. Januar 1797, Philadelphia.
[G. A. Bürger, Die Tode.]

**Die gerechte Strafe**
Aus dem Deutschen von Bürger.
Amer. Universal Mag., I-211, 6. Februar 1797, Philadelphia.
[Ebenso in Phila. Minerva, II, 17. Dezember 1796, Philadelphia.]

**Der zerbrochene Krug**
Aus dem Deutschen von Gesner.
[Prosaübersetzung.]
The Key, I-69, 10. März 1798, Frederick Town.
[S. Gessner, Der zerbrochene Krug.]

**Leonora** [α]
Eine Ballade von Bürger.
Die folgende Übersetzung – erst vor einigen Jahren angefertigt – eines berühmten Werkes, dessen weitere Versionen bereits erschienen sind und bald erscheinen werden – besitzt einen solchen besonderen Reiz und intrinsischen Wert, dass wir glücklich sind, sie unseren Lesern vorstellen zu dürfen.
[Die Übersetzung folgt.]
Weekly Mag., I-221, 17. März 1798, Philadelphia.

Page 47

[G. A. Bürger, Lenore.
Wm. Taylor of Norwich, Lenora.
Mo. Mag. and British Register, I-135, März 1769, London.
M. G. Lewis, Tales of Wonder, 1801, London.
Die Übersetzung erschien anonym in den oben genannten Quellen, wurde jedoch später mit mehreren Änderungen unter dem Titel Ellenore in Taylor’s Historic Survey of German Poetry, II-40, veröffentlicht. Ebenso in Tales of Terror and Wonder, zusammengestellt von M. G. Lewis. Mit einem Vorwort von Henry Morley, 1887, London. Vgl. Vorwort.]

AN DIE KLEINE ZAUBERIN.
Aus dem Deutschen von Lessing.

Komm und küsse mich, kleine Zauberin,
und glaube nicht, dass ein Kuss dir schaden kann;
Küsse, die gegeben werden, Küsse, die empfangen werden –
die können nun deine Ängste nicht wecken;
Gib mir also hundert Küsse,
zähle sorgfältig diese süßesten Freuden,
und, bei meinem Leben, ich sage dir die Wahrheit:
Zehnfach werde ich das zurückzahlen, was dir zusteht,
wenn es mutiger ist, einen Kuss zu stehlen –
und meine Geliebte zehn Jahre älter ist.
Weekly Mag., II-30, 5. Mai 1798, Philadelphia.
[G. E. Lessing, An eine kleine Schöne.]

FÜR DIE WEEKLY MAGAZINE.

DER SCHWARZE RAUBVOGEL. EINE GESCHICHTE.
(Aus dem Deutschen von Lessing.)

Glaub mir, mein Freund: Die große Welt eignet sich nicht für Philosophen oder Dichter. Wir sind uns ihres wahren Wertes nicht bewusst; und sie wiederum sind oft schwach genug, diesen Wert gegen etwas Geringfügiges einzutauschen.
In früheren Zeiten war die Schwalbe ebenso melodiöses und angenehmes Vogel wie der Nachtigall; doch bald wurde ihr langweilig, in einsamen Wäldern zu leben, um nur den fleißigen Bauern und das unschuldige Schäfermädchen zur Bewunderung zu bringen. Sie verließ ihre bescheidenen Freunde und zog in die Stadt. Was geschah dann?

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Die Folge? Da die Bewohner der Stadt keine Zeit hatten, ihrem göttlichen Gesang zuzuhören, vergaß sie ihn allmählich und lernte stattdessen – zu bauen.
Weekly Mag., II-82, 12. Mai 1798, Philadelphia.
[G. E. Lessing, Die Schwalbe.]

**Die Verfolgung**
Von Gottfried Augustus Bürger.
Weekly Mag., II-413, 28. Juli 1798, Philadelphia.
[G. A. Bürger, Der wilde Jäger.
Sir Walter Scott, The Wild Huntsman. Veröffentlicht zusammen mit William and Helen im Jahr 1796 unter dem Titel The Chase.
M. G. Lewis, Tales of Wonder. Unter dem Titel The Wild Huntsmen. Von Walter Scott.
Vgl. Anmerkung zu Leonora in der Weekly Mag., I-221, 17. März 1798.]

**Der Erlenkönig**
(Das Original stammt von Goethe, dem Autor von Werther.)

Wer reitet da so schnell durch den Wald,
während die Nacht um ihn herum drohend ist, während der kalte Wind tost?
Der Vater, der seinen kleinen Sohn in seinen Armen hält
und ihn fest in seinen Mantel einhüllt, um ihn warm zu halten.

„Warum zittert mein Liebling? Warum zieht er sich aus Angst zurück?“
„Oh Vater! Der Erlenkönig ist nahe!
Der Erlenkönig, mit seiner Krone und seinem langen, weißen Bart!“
„Oh! Deine Augen werden von den Dünsten der Nacht getäuscht.“

„Wenn du willst, mein Liebling, komm mit mir weg.
Ich werde dir schöne Kleider geben; wir werden ein schönes Spiel spielen.
Es wachsen schöne Blumen – weiß, rot und blau.“

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Am Ufer jenes Flusses – alles gehört dir.“

„Oh Vater! Mein Vater! Hörst du nicht die Worte, die der Elfenkönig leise in mein Ohr flüstert?“
„Sei still jetzt, meine Liebe – beruhige deine Ängste. Du hörst nur das Rascheln des Windes zwischen den Zweigen.“
„Wenn du willst, liebes Kind, komm mit mir weg. Meine Tochter wird sich so liebevoll um dich kümmern; sie, gekleidet in Purpur und Gold, wird dich stillen, küssen und zum Schlafen singen.“
„Oh Vater! Mein Vater! Siehst du denn nicht? Der Elfenkönig und seine Tochter warten auf mich!“
„Schäme dich, meine Liebste! Es ist die Angst, die dich blind macht. Du siehst nur die dunklen Weiden, die im Wind schwanken.“

„Ich liebe dich! Ich verehre dieses göttliche Gesicht! Ich muss und werde dich haben – mit Gewalt wirst du mir gehören!“
„Vater! Vater! Halte mich doch fest! Er zieht an mir, er tut weh – und am Ende wird er mich haben!“

Der Vater zitterte; er trieb sein schwarzes Pferd zu noch größerer Geschwindigkeit an – über Hügel und durch Wälder. Doch als er vor dem Tor seines eigenen Schlosses ankam, schlug das Leben nicht mehr in der Brust des süßen Kindes.

Weekly Mag., III-93, 18. August 1798, Philadelphia.
[Goethe, Erlkönig. M. G. Lewis, Tales of Wonder, 1801, London.]

Page 50

Der obige Text stammt jedoch aus Lewis’ „Ambrosio, oder der Mönch“ (1795), das mehrere Varianten aufweist. Die erste amerikanische Neuauflage von „Der Mönch“ basiert auf der vierten britischen Ausgabe von 1798, Philadelphia. Vgl. Vorwort.]

**Die Tochter des Erlkönigs**
(Das Original ist dänisch; ich habe es jedoch in einer deutschen Übersetzung gelesen.)
Weekly Mag., III-94, 18. August 1798, Philadelphia.
[J. G. Herder, „Die Tochter des Erlkönigs“ im Vierten Buch („Nordische Lieder“) von „Stimmen der Völker in Liedern“. Übersetzt aus dem Dänischen.
M. G. Lewis, „Geschichten von Wundern und Der Mönch“. Vgl. Anmerkung zu „Der Erlkönig“. Das Original befindet sich in „Kiampe Viiser“.]

**Amyntas, eine Pastoralgeschichte** [β]
(Aus der deutschen Fassung des berühmten Gessner.)
[Prosaübersetzung.]
Weekly Mag., III, 347, 358, 23. sowie 30. März 1799, Philadelphia.
[S. Gessner, „Mycon“. In der französischen Version mit dem Titel „Amyntas“.
W. Hooper, „New Idylles“, S. 18.]

**Freundschaft**
Übersetzt aus dem Deutschen. Musikalisch bearbeitet von Russ.
Sicherlich wird die heilige Freundschaft nicht auf die kurze Dauer des Lebens beschränkt bleiben; jenseits des Grabes wird der leidenschaftliche Geist seine größten Freuden erfahren.
Gesegnete Orte – dort stören keine Leiden mehr, dort billigt der Himmel diese Liebe; dort schlägt das Herz nur noch vor Freude, und dort lebt und liebt man ewig.
Dort wird die unvergleichliche Liebe der Freundschaft strahlen – (für Herzen wie unsere, so kostbar!)

Page 51

Dort besitzt der Engel seine göttliche Macht;
Sein ursprünglicher Wohnort ist dort!

Denn hier unten, obwohl die Anmut der Freundschaft
ihre sanften Freuden zeigt –
suchen Seelen wie unsere, so berührt, so voller Leidenschaft,
dennoch nach einem helleren Tag!
Phila. Repos., I, Appendix (15. Nov. 1800–7. Nov. 1801), Phila.
[Das Obige erschien im Musical Appendix.]

Ursprüngliche Poesie.

LYKAS; DIE ERLEBNISSE IM GARTEN.
Nach den Idyllen von Gessner verfasst.

Der stürmische Winter vertreibt uns aus dem Grünen,
lässt keine Blume zurück, die die Szene schmücken könnte;
die Winde wehen mit heftigem Druck und wirbeln
die Flocken des weichen Schnees herum;
doch die Vorstellungskraft erhebt sich liebevoll
und sammelt während ihres Fluges schöne Bilder:
Die Bilder, die der blühende Frühling darstellt,
die Freuden, die im schwülen Licht des Sommers erstrahlen,
die reichen und vielfältigen Früchte der Herbstzeit
werden ihre Schätze in Fülle offenbaren;
die besten davon, mit größter Sorgfalt ausgewählt,
werden einen Kranz für dich bilden, meine liebe Maid!
So sammelt der liebevolle Hirte für seine Geliebte
schöne Blumen, um ihr fließendes Haar zu schmücken.
Die Schönheit des Gartens wird meine bescheidenen Gedichte verschönern;
wenn Daphne lächelt, wird das meine Mühen belohnen!
Es war in der Jugendzeit, als ein Hirte
diese Kunst entdeckte, den Boden zu schmücken;
das ist der Ort, ruft der verliebte Lykas,
Lykas, der Jüngling, der Sanfte und Weise;
unter diesem Ulmenbaum gab die schöne Adelaide
dem ihrem treuen Diener zum ersten Mal den Kuss der Liebe!

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Während er in leidenschaftlichen Worten seiner Geliebten zugeredet hat, mit pochendem Herzen und zitterndem Körper! Hier sank mein Verführer schwach und kraftlos zur Ruhe, auf das warme Kissen meiner keuchenden Brust! „Lycas“, sagte sie unter unterbrochenen Schluchzern, „nimm das sanfte Geheimnis einer leidenschaftlichen Maid: Von all den Männern, die versuchen, dieses Herz zu bewegen, kann Adelaide nur Lycas lieben! Ihr friedlichen Wäldchen – ihr einsamen Quellen – euch habe ich oft meine geheimen Schmerzen gestanden! Und ihr, süßen Blumen, seid Zeugen der Wahrheit über die sanfte Leidenschaft, die meine Jugend heimgesucht hat; oft haben eure Blätter, die um mich her wuchsen, meine warmen Tränen wie Tropfen des Morgentaus getrunken.“ Mein Herz ist voll – welch überwältigendes Glück! Denn in meiner Brust hat die Liebe ihren Thron errichtet. Dieser Ort wird für immer der Liebe geweiht bleiben, von meinen Händen mit üppiger Schönheit geschmückt. Unter diesem Ulmenbaum, dem schattigsten aller Bäume, wird die Rose ihren Duft in die Brise streuen; um seinen Stamm wird auch die Waldrebe ihre weißen und purpurfarbenen Blüten in die Höhe tragen. Die Schätze des Frühlings werden hierher fließen; die Pflaumenblüte wird neben der Lilie blühen. Über die Hügel und durch die Wiesen werde ich wandern und die blühenden Schätze in Freude nach Hause bringen: Die purpurfarbenen Veilchen, die Pfingstrosen – alle duftenden Sträucher werden ihren Duft miteinander verbinden, und so entsteht ein Hain voller Anmut, der mit seinen duftenden Blüten den Himmel erfüllen wird! Dann werde ich um diese kleine, geliebte Insel herum jenen silbernen Springbrunnen heranführen, mit sanften Windungen; während Eberesche und Dornen ihren Zaun bilden, eine Mauer gegen eindringende Feinde – damit Schafe und wilde Ziegen diesen Ort nicht stören und die Hoffnung auf unsere zukünftige Freude zerstören. Oh, dann kommt heran, ihr Geliebten der Liebe!

Page 53

Kommt und wohnt hier, ihr sanften Turteltauben!
Auf jenen ausladenden Ästen, hoch oben saßend,
grüßt mit wiederholtem Zwitschern den Seufzer des Geliebten!
Dann spielen fröhliche Spatzen um die Rosen herum
und singen, erfreut, aus dem sich neigenden Laub!
Ihr Schmetterlinge, in goldene Gewänder gekleidet,
feiert auf den Rosenbeeten fröhliche Feste!
Ruhet hier, auf dem schwankenden Stiel der Lilie,
und verleiht dem Abendspaziergang neue Schönheit.
Dann wird der vorbeikommende Hirte, frei von Sorgen,
wenn der Zephyr die Düfte durch die Luft trägt,
den Duft einatmen und voll Entzücken rufen:
„Was für ein heiliger Ort ist dies? Welche Göttin ist in der Nähe?
Gehört dieser fröhliche, zauberhafte Ort Venus?
Oder hat Diana, müde vom Jagen,
einen Ort gewählt, an dem die köstlichsten Dinge zu finden sind,
um auf dem geweihten Boden zu ruhen?“
P. D.
Port Folio, I-54, 14. Februar 1801, Phila.
[S. Gessner, Lycas, oder die Erfindung der Gärten.]

Für das Port Folio.

**Myrtillo**
Eine Idylle, nach dem Deutschen von Gessner verfasst.

An einem friedlichen Abend suchte Myrtillo den See,
während die Mondstrahlen auf dessen Oberfläche spielten;
die stille Gegend, erhellt von deren Strahlen,
die bezaubernden, zarten Töne des Nachtigalls –
all das hielt ihn in einem Zustand der Verzückung gefangen.
Schließlich erwachte er und machte sich auf den Heimweg.
Im grünen Pavillon, wo sich Ranken vor seinem einsamen Wohnhaus zu einer einfachen Veranda formten, fand er seinen verehrten Vater – mit seinem grauen Haupt.

Page 54

Von seinem Arm gestützt, während durch die Blätter
die Mondstrahlen ihr Licht auf sein Gesicht warfen.
Mit verschränkten Armen und einem schwelgenden Herzen
stand er vor seinem Vater – lange stand er da,
seine frommen Augen liebevoll auf den Weisen gerichtet;
dann hob er sie empor, erfüllt von kindlichen Tränen,
und blickte durch die erleuchteten Blätter zum Himmel hinauf,
während dankbare Tropfen seine feuchten Wangen hinabliefen.
„Oh du!“, rief er endlich, „den ich nach den Göttern
am meisten verehre, mein Vater – ach, wie sanft
ist dein friedliches Schlummern! Wie ruhig ist der Schlaf
der Gerechten und Guten! Deine unsicheren Schritte
waren zweifellos hierher gerichtet, um in stummer Gebet
die Abendstunde zu verbringen; doch bei deiner Pflicht
übermannte dich der Schlaf, während für mich
dein Gebet der Liebe in den Himmel flog. Wie glücklich ist mein Schicksal!
Die gnädigen Götter müssen deine liebevollen Bitten hören; sonst – warum steht
unsere Hütte sicher unter den Ästen, beladen mit reifenden Früchten? Warum
werden solche Segnungen auf unsere gesunde, schnell wachsende Herde
sowie auf die goldenen Erträge unserer Felder herabgesandt?
Wenn oft die Freudenträne deine Wange benetzte,
als du mich sahst, der besorgt war, dich in deinem schwachen Alter zu pflegen und zu unterstützen; wenn du deine tränenfeuchten Augen gen Himmel richtetest und deinen Sohn segnetest –
Ah! Welche Worte konnten dann seine Segensworte ausdrücken!
Meine Brust schwoll vor Rührung an, und die Tränen
überfluteten meine leuchtenden Wangen…
Als du gestern Morgen, gestützt auf meinen Arm,
unsere Hütte verließest, um die erwärmenden Strahlen der Sonne zu spüren, und um dich herum die spielende Herde, die mit Früchten beladenen Bäume sowie das ganze fruchtbare Land in voller Blüte sahst,
waren deine Worte: ‚Meine Haare werden im Frieden grau.‘“

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„Felder meiner Jugend – seid für immer gesegnet!
Meine Augen, die bereits schwach werden, werden nicht mehr lange
eure herzergreifenden Bilder sehen können. Für glücklichere Landschaften
muss ich euch gegen andere Landschaften eintauschen – Landschaften jenseits des Himmels.“
Ach, Vater, mein geliebtester Mensch – muss ich dich schon so bald verlieren? Mein engster Freund! Welch schmerzhafter Gedanke!
Neben deinem Grab werde ich mit kindlicher Liebe ein bescheidenes Altar errichten und mit Leidenschaft nach jeder Gelegenheit suchen, um den Leiden der Unterdrückten und Bedrängten Linderung zu verschaffen. Jeden Tag, an dem sich die Möglichkeit bietet, Gutes zu tun, werde ich süße Milch auf das Grab eines Elternteils gießen und diesen immer heiligen Ort mit Blumen schmücken.
Er hielt inne, doch seine Tränenüberströmten Augen blieben auf den guten alten Mann gerichtet. Dann seufzte er und sagte: „Wie ruhig er daliegt – und im Schlaf lächelt!“
Einige seiner tugendhaften Taten müssen wohl in friedlichen Träumen über ihm schweben und seine fröhliche Seele erfüllen. Während der Mond seine Strahlen auf seine kahlen, glänzenden Schläfen sowie seinen silbernen Bart wirft… Oh, mögen der Wind und der Tau des Abends dir keinen Schaden zufügen. Dann küsste er sanft seine alte Stirn, weckte ihn vorsichtig auf und führte ihn zu seinem Bett, damit er auf weichsten Fellen einen ruhigen Schlaf finden konnte.
– P. D.
Port Folio, I-70, 28. Februar 1801, Philadelphia.

Für das Port Folio.

**MIRTLANDDAPHNE**
Eine Idylle. Nach Gessner bearbeitet.

**Mirtil:**
Wohin gehst du schon so früh, Schwester – bevor die Sonne hinter jenem Hügel ihren Weg begonnen hat?

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Kaum hat der Schwalbenfänger den Morgenstrahl erfasst,
um sein zwitscherndes Lied zu modulieren.
Der frühe Hahn, der von prächtigen Federn geschmückt ist,
hat den goldenen Morgen noch nur schwach begrüßt;
während du, von irgendeiner unbekannten Anziehung angezogen,
mit eiligen Schritten über den silbernen Tau gehst!
Welches Fest bereitest du heute vor –
denn dein Korb, voller Blumen, erfüllt die Luft mit Duft.

Daphne:
Willkommen, lieber Bruder – wohin führt dich dein Weg,
mitten in die kühlen Feuchtigkeiten des frühen Tages?
Welchem schönen Zweck folgst du, aus jenem neu entstandenen Pavillon,
und kommst du in der stillen Stunde der Dämmerung hervor?
Für mich – ich habe Veilchen und Rosen gepflückt
und jede Blume gesucht, die um unser Häuschen wächst.
Während über dem sanften Schlaf unserer Eltern
ihre Flügel ausgebreitet sind, werde ich sie auf ihr ruhiges Bett streuen;
dann, wenn die Sonnenstrahlen den glänzenden Himmel vergolden,
werden sie ihre alten Augen öffnen;
ihr Herz wird dann vor frommer Freude erbeben,
als es die blühenden Blumen um sich herum sieht.

Myrtil:
Meine geliebteste – nicht einmal das Leben selbst kann mir Freude bereiten,
ohne die Liebe einer Schwester.
Für mich, liebe Mädchen – als wir gestern Abend uns trafen,
genau in dem Moment, als die Sonne unterging,
ruhten unsere Eltern auf unserem Lieblingshügel,
während wir mit liebevoller Aufmerksamkeit auf ihren Willen achteten;
„Wie schön“, rief er, „wäre es, dort einen schattigen Pavillon zu errichten,
um dort in Ruhe zu ruhen, frei von Sorgen!“
Ich hörte seinen Wunsch – doch tat so, als würde ich ihn nicht hören;
doch meine Gedanken blieben fest auf diesem Ort haften.
Und noch bevor Aurora ihre ersten Strahlen sandte,
eilte ich bereits zum Hügel.

Page 57

Und sie errichteten die Laube – an ihrer grünen Seite
die schwankenden, hazelfarbenen Zweige, sorgfältig gebunden;
Sieh, Schwester, sieh – die Arbeit ist endlich vollbracht;
Verrate mich nicht, bis ich seinen Segen erlangt habe,
bis er selbst dorthin seinen Weg findet;
Ah, dann werden wir mit Freude den Tag feiern.

Daphne:
Wie dankbar wird er sein, Bruder, wenn er zum ersten Mal die ferne Laube vor seinen Augen sieht!
Aber lass mich eilen und sanft über ihr Bett streuen
meinen morgendlichen Duft als Opfergabe.

Myrtil:
Wenn sie inmitten dieses duftenden Haufens aufwachen,
werden sie sich mit einem zärtlichen Lächeln begrüßen;
und sagen: „Das ist Daphnes Werk, liebes Kind;
so hat unsere Liebe die Morgenstunden verschönert.“
Zum Glück für uns – wie zart es doch ist,
sich um alles zu kümmern, während wir im Schlaf liegen.

Daphne:
Ja, Bruder – wenn er zur gewohnten Stunde
seine Fenster öffnet und deine Laube sieht,
„Sicherlich“, wird er rufen, „ich sehe nicht richtig –
auf jenem Hügel erblicke ich eine Laube;
Ja, das ist Myrtils Werk – denn er verließ sein Nachtlager,
um dies zu tun; so sind seine plötzlichen Entschlüsse,
und so tröstet er unser schnell vergehendes Alter.“
Und wenn wir mit Freude den Morgenstrahl begrüßen,
werden wir mit Freude den glücklichen Tag feiern;
jede heute begonnene Arbeit wird gedeihen,
und Frieden und Freude werden in jedem Wald wohnen.

P. D.
Port Folio, I-80, 7. März 1801, Philadelphia.

Page 58

[S. Gessner, Mirtil und Daphne.]

ÜBERSETZUNG AUS DEN GEDICHTEN VON GESSNER.

Delia! Wenn in den Augen deines Geliebten,
bei deinem Nahen ein sanfter Glanz aufgeht,
wenn er mit bezaubertem Ohr deiner süßen Zunge
zuhört, dem erregenden Lied,
dann versetzst du ihn in Freude über die traurigsten Szenen,
und der Winter trägt das Lächeln des Frühlings.

Wenn ich mit dir über die Wiesen streife,
ist das frisch gemähte Heu duftender,
wenn ich zu deiner Seite Blumen pflücke,
schwellen die Knospen stolzer an,
und neigen sich, um deine schneeweiße Hand zu begrüßen,
oder winden sich leidenschaftlich unter deinen Füßen.

Doch wenn du mich in deinen Armen drückst,
wenn du mich mit einem langen, langen Kuss segnest,
ah! dann vergeblich entfalten die schönsten Blumen
ihre kühlenden Kräfte;
vergeblich bringt die Natur ihre Süße hervor,
vergeblich trägt sie das Lächeln des Frühlings.

Dann, Delia! Nichts auf der Welt außer dir
erkennen oder sehen meine berauschten Sinne,
dann von der wilden Raserei der Liebe ergriffen,
schlägt mein zitterndes Herz gegen deine Brust,
dann sinke ich liebevoll hin, überwältigt von Glückseligkeit,
nur für Delias Kuss lebendig.

Q. V.
Port Folio, I-87, 14. März 1801, Phila.

LEONORA. [β].
Eine Erzählung, aus dem Deutschen.

Page 59

„Ah, William! Bist du tot oder verraten?“
rief Leonora von ihrem Bett aus.
„Ich dachte, du würdest niemals zurückkehren.“
William hatte in Friedrichs Heer in Prag gekämpft – doch ob er verloren hatte oder verraten worden war, das konnte sie nicht erfahren.

Die Königin Ungarns und der König Preußens,
müde vom ständigen Streiten,
entschlossen sich schließlich, den Konflikt zu beenden;
und die Armeen zogen dann auf getrennten Wegen nach Hause,
mit Liedern und Rufen,
mit Zimbeln, Trommeln und Flöten.

Während sie unter Blattwerk marschierten,
kamen die Alten und Jungen aus allen Türen,
um die Truppen zu begrüßen.
„Gott sei Dank“, riefen Kinder und Eltern,
„Willkommen, willkommen“, sagten viele Bräute,
als würden lange getrennte Freunde sich wiedersehen.

Sie freuten sich – doch arme Leonora litt:
Sie gab keinen Kuss, erhielt keinen Kuss;
über William wusste niemand etwas;
sie schlug sich an die Brust und riss sich die Haare aus;
bis sie schließlich allein in tiefer Verzweiflung zurückblieb,
bewusstlos zusammenbrach.

Schnell kam ihre Mutter zu ihr,
„Ah! Sag mir“, rief sie, „im Namen der Barmherzigkeit –
was bedeutet diese verzweifelte Trauer?“
„Mutter, es ist vorbei – alle Hoffnungen sind verschwunden,
Gott hat keine Barmherzigkeit, William ist tot,
mein Leid hat kein Ende mehr.“

„Verzeihung, o Verzeihung, Herr im Himmel!
Mein Kind, bitte um seine Liebe durch Gebete –
irrt der Allmächtige denn nie?“

Page 60

„Oh, Mutter! Mutter! Nutzloses Gerede –
Kann er sich um mein Schicksal sorgen,
der noch nie meine Gebete gehört hat?“

„Sei geduldig, Kind, glaube an Gott –
Er wird tun, was er kann, um dir zu helfen;
Versuche, seinem Willen zu vertrauen.“

„Oh, Mutter! Mutter! Alles ist vergebens –
Welches Vertrauen kann das Leben wiederherstellen?
Die Vergangenheit ist für immer vorbei.“

„Wer weiß, vielleicht lebt er noch;
Vielleicht lebt er weit von hier entfernt und denkt nicht mehr an dich.
Vergiss diesen untreuen Jungen,
Lass die Trauer hinter dir – schließlich hat William sich als untreu erwiesen.“

„Mutter, alle Hoffnung ist aus meinem Herzen verschwunden –
Die Vergangenheit ist vorbei, unser Gott ist grausam;
Warum hat er mir überhaupt Atem gegeben?
Oh, dass dieses gehasste, abscheuliche Licht
für immer aus meinem Blickfeld verschwinden würde –
Komm, Tod, komm, willkommener Tod!“

„Barmherziger Vater, verschone mein Kind –
Ihre Qualen haben sie verrückt gemacht;
Sie weiß nicht, was sie tut.
Tochter, vergiss deine irdischen Liebe,
Schau zum Himmel hinauf, wo Freuden auf Leiden folgen.“

„Mutter, was bedeuten Freuden für mich jetzt noch?
Mit William könnte die Hölle zum Himmel werden –
Ohne ihn wäre der Himmel zur Hölle.
Verlasse mich, du gehasstes Licht –
Tod, führe mich in die endlose Nacht,
Und verabschiede mich mit Liebe von aller Hoffnung.“

Page 61

So unbedacht bemühte sich Leonora,
an der Wahrheit der himmlischen Liebe zu zweifeln.
Sie weinte und schlug sich auf die Brust;
sie betete um den Tod – bis der Mond
mit allen Sternen still leuchtete
und die Welt zur Ruhe brachte.

Da – horch! Von draußen ein plötzliches Geräusch!
Sie hört das Trampeln auf dem Boden –
irgendwo muss ein Reiter in der Nähe sein!
Er hält an, läutet – Horch! Wie das Geräusch
allmählich verhallt, vernimmt ihr Ohr
eine bekannte Stimme:

„Wach auf, Leonora! Schläfst du,
oder lachst du gedankenlos, oder weinst du ständig?
Ist William willkommen zu Hause?“
„Lieber William – du bist zurückgekehrt, und das gut!
Ich bin erwacht und habe geweint – aber warum, ach! Sag mir,
warum kommst du so spät in der Nacht?“

„Nur um Mitternacht wagen wir es, umherzuziehen;
für dich komme ich aus Prag, auch wenn es spät ist.“
„Für mich? Bleib hier und ruh dich aus;
die wilden Winde pfeifen über die Ödnis.
Ach, lieber William! Warum diese Eile?
Lass mich dich erst in meinen Armen wärmen.“

„Lass die Winde über die Ödnis pfeifen –
meine Pflicht gebietet mir, eilig zu handeln.
Schnell, steig auf mein Pferd!
Lass die Winde weit und breit pfeifen –
vor Tagesanbruch werden wir zweihundert Meilen zurücklegen,
um unser Hochzeitsbett zu erreichen.“

„Was, William! Um in ein Hochzeitszimmer zu gelangen,
reist du mitten in der Nacht so weit von zu Hause weg?“
„Leonora, es ist so bestimmt.“

Page 62

„Schau dich um, Geliebter – der Mond scheint hell.
Die Toten reiten schnell; fürchte dich nicht,
wir werden unser Hochzeitsbett erreichen.“

„Ah, William! Wohin willst du eilen?
Was? Wo – dieses ferne Hochzeitsbett?“
„Leonora, keine Verzögerung.
Es ist weit von hier entfernt – kalt und klein:
Sechs Bretter bilden alles aus;
unsere Gäste warten bereits, los!“

Sie sprang leicht auf das Pferd und schlang ihre weißen Arme um William,
wie ein Lilienkranz.
In rasendem Galopp ritten sie davon,
Steine und Funken flogen um sie herum,
sie rangen nach Atem.

Die Gegenstände flogen in alle Richtungen,
die Brücken donnerten, während sie ritten;
„Bist du, mein Lieber, ängstlich?
Der Tod reitet schnell, der Mond scheint hell –
Fürchten die Toten Leonora?“
„Ah, nein! Warum sollte man die Toten nennen?“

Hört! Während sie weiterpreschten, ertönte eine Glocke, ein feierliches Lied;
heisere Krähen stimmten in den Klang ein.
Sie sahen einen Sarg auf einer Trage,
auch ein Priester und Trauernde zeigten sich,
langsam bewegten sie sich über die Ebene.

Traurig erklang das Totenlied;
„Was der Herr gibt, nimmt er wieder weg;
das Leben ist nur ein flüchtiger Schatten.
Eine Geschichte, die erzählt wird – eine Blume, die fällt;
der Tod ruft, wenn man es am wenigsten erwartet,
und führt uns zu seinem Bett.“

Page 63

„Halt!“ – rief der gebieterische Wilhelm.
„Ich bringe eine schöne Braut nach Hause;
Kommt, zu unserem Hochzeitsfest!
Trauernde, geht weg – wir brauchen eure Lieder nicht.
Und während wir eilig weiterziehen,
gebt uns euren Segen, Priester.
Singt weiter – das Leben ist wie ein Schatten;
es ist eine Geschichte, die erzählt wird, oder Blumen, die verwelken.
Solche Lieder bringen Freude.
Und wenn wir in unser Zimmer gehen,
bestattet eure Toten mit Weinen und Kummer –
die Zeremonie passt zur Nacht.“

Während Wilhelm spricht, stehen sie still da,
dann gehorchen sie dem Befehl und laufen weiter.
Doch der rasende Pferd rennt weiter voran;
Feuer und Steine verfolgen seine Hufe,
wie Wirbelwinde, die umherjagen.

Rechts und links, links und rechts –
Bäume, Hügel und Städte ziehen an ihrem Blick vorbei.
Sie eilen weiter, außer Atem.
„Mit dem hellen Mond eilen wir wie der Tod –
Fürchtet sich Leonora vor den Toten?“
„Ah! Lasst die Toten in Ruhe.“

Seht, wo im blassen Mondlicht
Räder und Galgen schwach leuchten –
Hand in Hand versammelt sich eine Schar
von Dämonen und Gespenstern in der Nähe.
Oder sie fliegen um einen elenden Menschen herum.
Da ruft Wilhelm laut:
„Komm her, ihr lästigen Geister – folgt mir, bis ich zu Hause ankomme!
Wir brauchen einen Hochzeits Tanz.“

Page 64

Wie wenn die Blätter auf verdorrten Bäumen vom wehenden Wind bewegt werden, so rücken die flüsternden Feen voran. Doch bald eilte die Gruppe mit schnellen Schritten weiter – William flog dahin, umschlungen von der verängstigten Schönen; schneller als Pfeile oder der Wind. Während er vom Boden abhob, blitzte Feuer hinter ihm auf, wie Blitze am Himmel. Nicht nur die Landschaft zog vorbei – auch Wolken und Sterne schienen zu fliegen. „So reiten wir über Hügel und Heide, wie der Tod selbst“, sagte William. „Sag, schöne Maid: Fürchtest du die Toten im Mondlicht?“ „Ah! Sprich nicht mehr vom Tod.“ „Der Hahn hat gekräht – weg! Weg! Der Sand zieht sich zurück; ich rieche den Tag. Weiter! Schnell weg von hier! Bald muss unser vorbestimmter Weg vollendet werden. Die Toten reiten schnell – hurra! Es ist geschafft, das Hochzeitsbett ist nahe.“ Hohe, gitterartige Eisentüren versperrten vergeblich ihren Weg. Als William das Pferd antrieb, brach er die Riegel – die Türen öffneten sich, und ein trostloser Kirchhof kam in Sicht. Ihr Weg führte über die Toten. Wie jetzt, halb von Wolken verhüllt, der Mond mit schwächerem Licht über die Dinge scheint – dort, wo Grabsteine kaum sichtbar sind – hielt ein frisch gegrabenes Grab das Paar auf. „Unser Hochzeitsbett ist hier“, rief William und umarmte die Schöne.

Page 65

Kaum hatte er gesprochen, da – schrecklich zu beschreiben – fiel sein Fleisch von ihm ab wie trockenes Holz, seine Augen verließen seinen Kopf. Nur ein Schädel und nackte Knochen blieben zurück an der Stelle, an der William einst war. Es war der Tod, der das Mädchen umfangen hatte.

Wild, mit feuersprühendem Atem, bäumte sich das Pferd auf; umhüllt vom Rauch verschwand es. Die arme Leonora fiel zu Boden. Schreckliche Geister schwebten umher; sie hörte tiefes Stöhnen aus der Erde, und Dämonen stiegen aus der Hölle empor.

Sie tanzten und riefen in schrecklichem Heulen: „Sie bittet um keine Barmherzigkeit für ihre Seele; ihr irdisches Leben ist zu Ende. Wenn Sterbliche, unvorsichtig und gottlos, es wagen, gegen Gott anzukämpfen und Verzweiflung zu suchen, dann beanspruchen wir sie als unser Eigentum.“

„Doch“, so wurde in sanfteren Tönen gesagt, „ruft den Herrn an, solange noch Leben bleibt, vereint euer Herz mit seinem. Wenn der Mensch bereut und sich fügt, liebt Gott es, seinen leidenden Geist zu trösten und ihm zukünftiges Glück zu schenken.“

„Wir beanspruchen als unser Eigentum diejenigen, die gottlos genug sind, gegen Gott anzukämpfen und Verzweiflung zu suchen“, riefen die Geister erneut. „Schicksal droht vergeblich, wenn der Mensch sich fügt – Gott liebt es, den leidenden Geist zu trösten“, antwortete die sanftere Stimme.

Leonora, noch bevor ihr Bewusstsein schwand, rief schwach: „Dein Wille geschehe, Herr – lass deinen Zorn aufhören.“

Page 66

Sanft trug der Wind das Gebet davon;
Die Geister verschwanden im Nichts,
Und alles wurde von Frieden umhüllt.

Nun färben rötliche Töne den Himmel,
und goldene Streifen künden vom Morgen;
die Nacht ist vertrieben.
Die Sonne steigt auf und schenkt neue Wärme,
neue Hoffnung, neues Glück; die ganze Natur erwacht
und begrüßt den prächtigen Tag.

Keine schrecklichen Phantome sind mehr in der Nähe;
Liebe und ihre lächelnden Begleiter erscheinen;
sie pflücken die süßesten Blumen,
um sie auf dem Weg des Lebens zu verteilen,
um das Hochzeitsbett zu schmücken – wenn Wahrheit
und Schönheit ihre Macht entfalten.

Ah – könnte eure Macht den Sturm abwehren,
der das Glück bedroht! – Könnte die Leidenschaft ewig währen!
Sagt mir, ihr lieben Zauberer:
Welche reinere Freude könnte der Himmel schenken,
als wenn durch das Leuchten der tiefen Zuneigung
unsere Brust sich erfüllt?

Süße Geister schwingen ihren Zauberstab;
zwei treue Herzen benötigen eure Fürsorge;
siehe! Über die Ebene springend,
angetrieben von eurem Zauber, kehrt ein junger Mann zurück;
mit Hoffnung brennt seine Brust vor Ungeduld;
Hoffnung ist nicht immer vergeblich.

„Wach auf, Leonora! – Wach auf für die Liebe!
Für dich hat er seinen schönsten Kranz geflochten;“
Der Tod versuchte vergeblich, mit seinem Pfeil zuzuschlagen.
Die Vergangenheit war nur ein Traum; sie erwachte –
er lebt; es war William selbst, der sprach
und sie an sein Herz drückte.

Page 67

Balto. Wochenzeitschrift, I-280, 29. April 1801, Balto.
[G. A. Bürger, Lenore. Die letzten acht Strophen sind eine Erfindung des Übersetzers.]

Für das Portfolio:
Herr Old School,
Wenn Sie es einem Schüler gestatten, einen Blick in Ihr literarisches Seminar zu werfen, wird er es wagen, Ihnen die hier beigefügten, hastig geschriebenen Zeilen als Friedensangebot zu überreichen; doch er wird nicht allzu sehr verärgert sein, falls Sie beschließen, sie in ein Brandopfer umzuwandeln – als angemessene Strafe für die verschwendete Zeit. Auf jeden Fall kann gegen das Urteil, das Sie fällen, kein Einspruch erhoben werden.
Ihr aufrichtiger Wünscher,
Der Autor.

DAMON UND DAPHNE, EIN IDYLL,
(Ehegeschichte)
Nach Gessner bearbeitet.

Page 68

Damon:
Der düstere Sturm, Daphne, ist vorbei –
man hört die schreckliche Stimme des Donners nicht mehr.
Zittere also nicht, mein Mädchen; das Licht des Blitzes
dringt nicht mehr durch die dunklen Wolken.
Lass uns diesen Schutzraum verlassen und den blauen Himmel begrüßen.
Schau – die Schafe, die hier Zuflucht suchten,
schütteln nun die Regentropfen von ihrem Fell
und verteilen sie wieder auf den grünen Wiesen.
Lass uns diesen geliebten Schutzraum verlassen,
um die Schönheiten dieser angenehmen Stunde zu genießen.
Um zu sehen, wie die Sonnenstrahlen den feuchten Boden vergolden
und ihr reiches, strahlendes Licht um sich werfen.
Hand in Hand verließen sie die Höhle –
die sanfte Daphne warf ihrem Begleiter
ihre blickenden Augen zu und drückte seine Hand.

Daphne:
Wie wunderschön sieht dieses fröhliche, lächelnde Land aus,
sagte sie. Durch die zerstreuten Wolken zeigt sich der blaue Himmel
und vertreibt alle unsere Ängste.
Die Wolken ziehen schnell am Himmel vorbei
und werfen ihre Schatten auf das glänzende Gras.
Schau, Damon – jetzt werfen sie ihren Schatten über Herden und Häuser.
Und schon sind sie verschwunden; während sie über die blühenden Wiesen fliegen,
wird der Hügel wieder vom Sonnenlicht erhellt.

Damon:
Der Regenbogen erstreckt sich von Hügel zu Hügel –
seine strahlenden Bögen überspannen das fröhliche Land.
Mitten in den grauen Wolken zeigt sich ein glückverheißendes Zeichen;
in Frieden und Sicherheit leuchtet jede Farbe.
Das ruhige Tal lächelt im Licht der Sonne
und zeigt seine Schönheit in seinen fließenden Bächen.

Page 69

Daphne umarmte ihren Geliebten mit sanften Armen und rief:

Daphne:
Sieh, die milden Brisen wehen wieder;
fröhlicher spielen sie mit den Blumen,
geschmückt von Regentropfen und Tageslicht.
Die Schmetterlinge, in prächtigen Gewändern gekleidet,
und die flatternden Insekten freuen sich, den Schatten zu verlassen –
ihre samtenen Flügel zittern in schnellen Bewegungen.
Auf der Oberfläche des benachbarten Sees,
wo Büsche und Weiden frei von jeder Fleckheit sind,
glänzen die zitternden Äste erneut;
wieder sieht der Bauer in seiner Umgebung
den blauen Himmel sowie die ausgedehnten Bäume.

Damon:
Daphne, umarme mich mit deinen schlingenden Armen!
Welche heilige Freude erwärmt meine Brust –
überall, wohin wir blicken, begegnen uns Pracht und Schönheit,
quellen unerschöpfliche Quellen der Begeisterung hervor.
Von der kleinsten Pflanze bis zum leuchtenden Stern am Himmel,
der die Natur mit seinem Lebensstrahl erfüllt –
alles, alles sollte unsere Bewunderung wecken
und unsere Stimmen zu Tönen des Lobes stimmen!
Wie mein Herz anschwillt, wenn ich vom Gipfel jenes Berges
die ausgedehnte Landschaft darunter betrachte.
Oder wenn ich im Gras, in ruhiger ländlicher Atmosphäre,
meine Glieder unter den ausladenden Bäumen ausstrecke
und die verschiedenen Blumen und Pflanzen sowie ihre feinsten Bewohner betrachte.
Oder wenn ich in den stille Stunden der Nacht
sehe, wie die Sterne den Himmel mit Licht schmücken,
wie die Jahreszeiten ihre Veränderungen vollziehen
und wie die Pflanzenwelt voranschreitet.
Wenn all diese Wunder durch meine Sinne strömen…

Page 70

Sie füllen meine erfüllte Seele mit reinstem Entzücken;
Gedanken folgen auf Gedanken in schneller Abfolge.
Weinend knie ich vor dem, der die Erde geschaffen hat;
Ihm gestehe ich meine Bewunderung.
Vater des Lichts, des Lebens, aller Seligkeit –
Nichts kann meine Seele mit gleicher Freude erfüllen,
außer die Freude, die Liebe zu meiner Daphne zu kennen.

Daphne:
Damon, auch um mich herum entstehen Wunder,
die mein Herz mit süßer Überraschung erfüllen.
Oh, lass uns dann, in einer zärtlichen Umarmung vereint,
wenn der Morgen sein rotes Antlitz zeigt,
wenn die sanfte Eva ihre milderen Schönheiten offenbart,
oder wenn das Mondlicht seinen Glanz in die Luft wirft –
lass unsere Gedanken auf solche Dinge gerichtet sein.
Während wir unseren Herzen lauschen, bekennen
wir in gebrochenen Worten unser Staunen
und wenden unsere Gedanken zum ewigen Thron des Himmels.
Wie unbeschreiblich ist diese Freude,
wenn solche Gefühle durch zärtliche Liebe miteinander verbunden werden.

P. D.
Port Folio, I-171, 30. Mai 1801, Phila.
[S. Gessner, Damon. Daphne.]

Für das Port Folio.

DER FLIEGER, EINE GESCHICHTE.
Aus dem Deutschen von Gellert.

Dass Insekten nicht nur sprechen, sondern auch denken können,
bedarf heutzutage keiner großen Überzeugungskraft, um das zu zeigen;
Esop, den selbst Kinder im Griechischen schätzen,
bestätigte das bereits vor einigen tausend Jahren.
Fontaine behauptete dasselbe auf Französisch;
Wer wagt es da, den Reptilien dieses Recht abzusprechen?

Page 71

Für die Gelehrten gilt die Welt als so geringwertig,
dass man sie kaum wahrnimmt – ob man nun darüber nachdenkt oder nicht.

In einem Tempel, wo die Kunst des Baumeisters
Pracht und Eleganz miteinander verband;
wo jede Form in angemessener Proportion angeordnet war
und einfache Schönheit mit solider Stärke verbunden war.
An der Wand eines solchen Tempels saß hoch oben
eine ernste, nachdenkliche, philosophische Fliege.
Denn Fliegen haben eine so ernste, weise Ausstrahlung;
sie halten oft ihren Kopf auf einem Bein und falten ihre Stirn in Falten –
nur weil sie tiefgründig nachdenken;
und sie tauchen hinab, um die Quelle aller Dinge hier unten zu erkennen.

So begann diese Fliege, in tiefe Kontemplation versunken,
mit ein paar Falten auf der Stirn, um sich herumzuschauen
und zu fragen, woher das Gebäude stammte und wie es entstanden sei.
„Ich kann keinen Schöpfer dieses Werkes erkennen“, sagte sie – „und dass es einen gibt, glaube ich kaum;
denn wer könnte ein solcher Schöpfer sein?“
„Kunst“, sagte eine weise Spinne, „hat dieses Werk erschaffen.
Überall, wohin man auch blickt, erkennt man feste Gesetze und Ordnung;
daher lässt sich schließen, dass das Gebäude aus der Hand der Kunst entstanden ist.“
Darauf lachte die Fliege stolz über ihre eigenen Vorstellungen laut auf
und antwortete spöttisch:
„Sehr gelehrter Herr, ich habe oft versucht, diese sogenannte Kunst zu erkennen –
doch bisher konnte ich sie nie erblicken.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erkenne ich:
Ihre Kunst ist nur eine Einbildung des Verstands.“

Page 72

Lerne nun von mir, wie dieser Tempel entstand:
Einst geschah es zufällig, dass unzählige Kieselsteine zusammenflogen und sich absetzten – so entstand diese Hülle, in der du und ich, du freundlicher Spinnenmann, wohnen; sag, was könnte offensichtlicher wahr sein?
Eine Fliege für ein solches System verzeihen wir noch; doch wenn große Genies leben würden, die glauben, dass die wohlgeordnete Struktur dieser Welt allein aus blindem Zufall entstanden ist und dass Zufall der Schöpfer ihres Lebens sei – anstatt sich vor Gottes ewigem Thron zu verneigen – dann ist die einzige Rechtfertigung für ein solches Glaubensbekenntnis, dass seine Anhänger den Verstand verloren haben.
L.
Port Folio, I-192, 13. Juni 1801, Phila.
[C. F. Gellert, Die Fliege.]

Für das Port Folio.

DER SUICID.
Aus dem Deutschen von Gellert.

Oh, Jugend, über das, was ich jetzt erzähle,
während sanfte Tränen deine Augen benetzen,
beklage das unglückliche Schicksal des Liebenden
und lerne, welche Leiden aus der Liebe entstehen.

Ein junger Mann von vorbildlichem Charakter,
die Stütze seines alten Vaters –
seine Tugenden, die früh hervortraten,
konnten die schönsten Hoffnungen wecken.

Von der mächtigen Anziehungskraft der Schönheit überwältigt,
fühlte er eine zarte Qual für Chloe;
er bat sie mit Leidenschaft um Liebe,
doch fand seine liebevollen Bitten keine Erfüllung.

Page 73

Während er zu ihren Füßen um seine Liebe bittet,
befiehlt die grausame Chloe ihm, zu fliehen;
„Ja!“, rief er, „ja! Du beleidigende Dame –
du wirst mich nie wieder seufzen hören.“

Dann legt er seine Hand auf sein Schwert;
seine Gesten drücken wilde Verzweiflung aus;
er zieht es heraus – betrachtet die tödliche Spitze –
und steckt es wieder in die Scheide.
U.
Port Folio, I-192, 13. Juni 1801, Phila.
[C. F. Gellert, Der Selbstmord.]

Aus dem Deutschen:

Während jener lebendige Tagesschein
William sein Licht schenkt,
wird er sich keiner anderen Frau zuwenden
noch der treuen Anna Unrecht tun.

So sagte Will mit Leidenschaft zu Nance;
und er hielt sein Wort, glaube ich –
bis die Sonne unterging,
traf er Sophy nicht mehr im Grünen.
Port Folio, I-280, 29. August 1801, Phila.

Für das Port Folio.
Aus dem Deutschen von Gellert.

Der tanzende Bär
Eine Fabel.

Ein Bär, der lange Zeit zum Broterwerb getanzt hatte,
flüchtete eines Morgens vor seinem Hüter;
er zog sich in seine Heimatwälder zurück.

Page 74

Und von seinen Brüdern, den Bären, wurde er freundlich begrüßt:
Ihre Freude, ihn zu sehen, ließ den Wald erbeben;
Sie leckten seine Beine, streichelten ihn mit ihren Pranken;
Und wenn jeder Bär seinen Nachbarn sah,
war ihre Botschaft: „So! Unser Bruin ist wieder da.“
Sofort begann der junge Reisende,
von all seinen Abenteuern zu erzählen,
vom, was er gesehen, getan oder gehört hatte in fernen Ländern.
Als es an der Zeit war, von seinen Tanzkünsten zu berichten,
begann er zu tanzen – als wären die Ketten seines ehemaligen Herrn wieder um seinen Hals gebunden.

Bären im Wald werden selten zum Tanzen ausgebildet;
doch als sie sahen, wie Bruin mit seinen Gliedmaßen herumfuchtelte,
kam ihnen die Idee, selbst zu tanzen und, mit ungeschickten Bewegungen, seine Gesten nachzuahmen.
Kaum einer von ihnen vermochte es, nicht zu stolpern und hinzufallen;
je mehr sie versagten, desto fröhlicher tanzte Bruin, um ihre Unfähigkeit zu zeigen und seine eigene Fähigkeit zu beweisen.
Doch nun entflammte ihr Zorn über sein Spiel;
„Fort! Verschwinde, du toller Tänzer!“, schrien sie;
„Mussst du wirklich klüger sein als wir alle?“
Sofort jagten sie ihn gemeinsam davon.

Willst du den Hass deines Nachbarn meiden?
Hüte dich davor, seine Fähigkeiten zu übertreffen!
Und je höher deine Leistungen werden,
desto vorsichtiger solltest du sie verbergen.
Denn obwohl anfangs die Stimme des Ruhms…

Page 75

Ich werde deine Tugenden zum Himmel rufen:
Andere werden neidvoll deinen Namen verfluchen
und deine schönsten Künste in Verbrechen der tiefsten Art verwandeln.
L.
27. November 1801.
Port Folio, I-400, 12. Dezember 1801, Philadelphia.
[C. F. Gellert, Der Tanzbär.]

**Wohltätigkeit. Eine Fabel.**
Nachgeahmt aus dem Deutschen von Gellert.
Balance and Columbian Repos., I-132, 27. April 1802, Hudson (New York).
[Gellert, Die Wohltat. Ebenfalls in Amer. Universal Mag., I-28, 2. Januar 1797, Philadelphia.]

**Aminta.**
Eine Idylle – von Gessner.
[Prosaübersetzung.]
Weekly Visitor or Ladies’ Misc., I-20, 23. Oktober 1802, New York.
[S. Gessner, Daphne; Mary Collyer, Gessners Idyllen, 1802, Liverpool. II-121, Aminta.]

**Einladung zur Freude.**
Aus dem Deutschen.
Sagt, wer könnte in einer freudlosen Lage brüten,
während Jugend und Frühling die Welt schmücken,
und die dargebotene Freude mit einem undankbaren Herzen und finsterem Gesichtsausdruck ablehnen?
Seht, wie die Freude mit Lächeln und Fröhlichkeit erscheint,
während Rosen den Weg pflastern;
sie lädt uns ein, an dem Fest des Lebens teilzunehmen,
wo auch immer unsere Wanderungen uns führen.
Und doch bleibt der Hain kühl und grün,
und der klare Quell fließt weiter.

Page 76

Noch strahlt die prächtige Königin der Nacht,
wie einst im Paradies sie erschien:
Die Trauben gießen ihren purpurnen Nektar aus,
um das Herz zu trösten, das von Kummer bedrückt wird;
und noch immer lädt die einsame Abenddämmerung ein
und schützt den gestohlenen Kuss.

Noch verzaubert Philomelas sanfter Gesang,
der auf den sterbenden Wind reagiert,
den pochenden Schmerz im Herzen –
und bezaubert sanft das lauschende Tal;
die Szene der Schöpfung breitet sich vor uns aus:
Ein gesegneter Anblick! Wie wunderbar hell und schön!
Bis der kalte Griff des Todes meine Augen schließt –
lass mich an diesen reichen Gaben teilhaben!

Weekly Visitor oder Ladies’ Misc., I-64, 27. November 1802, N.Y.

Originaldokumente.
Für das Portfolio.

THE AMERICAN LOUNGER.
Von Samuel Saunter, Esq.
Nummer XLIII.

„Et vos, o lauri, carpam, et te proxima myrtus,
Sic positae, quoniam suaves miscetis odores.“
– Virgil.

An Samuel Saunter, Esq.:
Sir,
da ich sehe, dass Ihr Plan, genauso wie der von Coleman und Thornton in „Connoisseur“ sowie der Ihres Verwandten Solomon Saunter in „Literary Leisure“, sowohl Poesie als auch Prosa zulässt – Dinge, von denen man abwechselnd genießen kann, so wie wir Brot und Käse essen –, schicke ich Ihnen eine Übersetzung aus dem Deutschen von Lessing sowie einige Originale.
Ihr ergebener
Harley.

Page 77

Ich fragte meine Schöne an einem glücklichen Tag:
Wie soll ich sie in meiner Sprache nennen – mit welchem süßen Namen, aus Rom oder Griechenland? Iphigenia, Clelia, Chloris, Laura, Lesbia, Delia, Doris, Dorimene oder Lucrece?

„Ah“, antwortete meine sanfte Schöne, „Liebster – was sind Namen schon anderes als Luft? Wähle einfach den Namen, der am besten passt: Clelia, Iphigenia, Chloris, Laura, Lesbia, Delia, Doris – aber vergiss nicht, mich ‚deine‘ zu nennen.“
Port Folio, III-25, Januar 1803, Phila.
[Lessing, Die Namen.]

**DIE REISE**
Übersetzt aus dem Französischen von Gessner.

Es fliegt! Das Schiff fliegt davon – es trägt meine Daphne, schön wie der Mai, zu fernen Ufern. Schützt sie, ihr Liebenden! Lass jede Böe sanft vorbeiziehen; nur die Zephyre sollen die Segel füllen. Ihr Wellen, fließt sanft an der Seite des Schiffes entlang, während sie nachdenklich zuschaut, wie ihr vorbeigleitet. Ah! Gleitet sanft – verlängert ihre Träumerei, denn dann, o Götter, dann denkt sie an mich. Wenn das Schiff in der Nähe der Bäume ist, die das Ufer beschatten, dann singt ihr Vögel eure süßesten Lieder für sie. Es sollen keine anderen Geräusche zu hören sein als solche, die sanft beruhigen – und sei, o Meer, deine azurblaue Oberfläche glatt. Seitdem deine Töchter nach ihren „flüssigen Höhlen“ suchten, wurde nie eine schönere Aufgabe deinen Wellen anvertraut. Ihre klare, strahlende, makellose Schönheit gleicht der Weiße des Lilienblüten sowie der Frische der Rose. Selbst Venus hatte nicht mehr Charme, keinen schöneren Glanz.

Page 78

Als sie aus dem prächtigen Schaum des Meeres emporstieg,
bestieg sie lächelnd zuerst ihr silbernes Fahrzeug
und strahlte hell wie der Morgenstern.
Die verzauberten Tritonen ließen ihr lautes Spiel hinter sich,
genauso wie die azurblauen Nymphen in ihrem kristallenen Hof;
unbeeindruckt von ihren finsteren Mienen oder eifersüchtigen Lächeln,
während die Königin der Schönheit jedes sehnsüchtige Auge verzauberte.
Sie blickten ihr nach und versanken in einem wunderbaren Rausch,
beobachteten, wie sie über die glatte Fläche glitt.
H *** T.
Boston Weekly Mag., 1-72, 19. Februar 1803, Boston.
[S. Gessner, La Navigation.
Französische Übersetzung von Die Schiffahrt.]

Herr Hogan,
die unten stehenden Texte unter der Signatur „Oscar“ stammen von einem Gentleman, der in einem abgelegenen Teil des Bundesstaates lebt. Sie wurden ausschließlich mit dem Ziel geschrieben, seine Freizeit zu unterhalten. Falls Sie sie für die Veröffentlichung für geeignet halten, dürfen Sie sie gerne im Repository veröffentlichen.
– Ein Abonnent.

**Morgengesang des Lobes**
Aus dem Deutschen von Patzke.
„Lobt den Herrn! Die Morgensonne.“

O, lobt den Herrn! Die Morgensonne weckt den fröhlichen Jüngling aus dem Schlaf;
und alle Freuden der Schöpfung fließen wieder zu uns, erneuert.

O, lobt den Herrn! Ihr süßesten Bäche – gebt ihm euren ersten Duft;
ihr Vögel, entfaltet eure melodiösen Kräfte; lobt ihn im Gras und auf dem Feld.

O, lobt den Herrn! Selbst aus seinem Versteck brüllt der wilde Stier der Wüste seinen Lobgesang hinaus;
und, oh meine Seele! Umso mehr solltest du doch deine Stimme zum Lob erheben!

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—Oscar.
Phila. Repos., III-152, 7. Mai 1803, Phila.

**Gedicht an den Frühling**
Aus dem Deutschen.
„Freude wirbelt in den Lüften.“

Freude kommt lachend mit der Brise;
Die Freude breitet sich überall aus;
Vögel singen in den Bäumen;
Die Natur schmückt fröhlich den Boden.

Der Himmel zeigt sein prächtigstes Gewand –
Funkelnde Sterne in himmlischem Blau;
Feen tanzen mit verspielten Gesten;
Oder trinken vergnügt den Morgentau.

Sanfte, lächelnde Zephyre streifen
durch die grünen Wälder;
Sie spielen mit den Lilien dort drüben –
hier mit den blühenden Rosen.

Bienen summen, auf ihren zarten Flügeln,
vorsichtig durch die Blüten;
Sie durchsuchen alle ihre „Reichsteile“
und sammeln den Nektar nach Hause.

Im bestickten Veilchental
erzählt die Liebe, begleitet von den Grazien,
ihre sanfte, bezaubernde Geschichte –
während die errötenden Schönen ihr Gesicht verbergen.

Wie wunderschön ist die Schöpfung
in dieser Zeit des Frohsinns und der Freude?
Alles ist Leben – voller Lebendigkeit:
Nichts kann unsere Freuden stören.

—Oscar.

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Phila. Repos., III-152, 7. Mai 1803, Phila.
[Zum Einleitenden siehe das Vorangegangene.]

UNIVERSALES LOBGESANG.
Eine sapphische Ode.
Aus dem Deutschen von Bürde.
„Alles, was Atem hat, lobe den Herrn!“

Ihr alle, die ihr lebt und atmet, preist den Herrn!
Mit heiligen Strömen der Freude und des Entzückens
werden unsere Seelen durchdrungen.

Oh, schmeckt und seht, wie groß, wie gut Er ist!
Nur Seine Liebe und Barmherzigkeit, Seine Wahrheit und Gnade
führen uns zu ewiger Freude.

Oh, ihr umhüllten Seelen, die den Herrn dienen –
Cherubim! Seraphim! Engel und Geister!
Liebe ist eure Glückseligkeit.

Durstet weiter, unsere Seelen – nach den lebendigen Strömen;
Gesegnet und heilig! Und für immer liebt Ihn!
Den, der uns aus Liebe erschaffen hat.

Ja, wir werden Ihn lieben und anbeten! Ja, der Staub
liebt seinen Erlöser; und all unsere bangen Tränen
wird Er selbst wegwischen.

—Oscar.
Phila. Repos., III-152, 7. Mai 1803, Phila.
[Zum Einleitenden siehe den vorangegangenen Lobgesang.]

DER SCHUHDRUCK.
Ein Lied des Schuhmachers William.
Aus Kotzebue.

Obwohl die Faulen feiern, essen und trinken
und auf weichen, daunigen Kissen ruhen,

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Sie sind nicht frei von Kummer:
Denn jeder Mensch muss seinen Anteil
An Sorgen haben – und wissen, wo
der Schuh seinen Zeh drückt.

Im Regen tragen Weise Stiefel,
doch Schuhe werden nur getragen, wenn das Wetter gut ist;
man passt sich den Umständen an.
Kein Mensch, der je einen Schuh getragen hat,
wird behaupten, dass dieser niemals seinen Zeh gedrückt hat.
Balance and Columbian Repos., II-288, 6. September 1803, Hudson (N.Y.).

**GUTEN MUT. – Eine Fabel.**
Nachgeahmt aus dem Deutschen von Gellert.
Port Folio, III-352, 29. Oktober 1803, Phila.
[Auch in Amer. Universal Mag., I-28, 2. Januar 1797, Phila.]

**DER GLÜCKSPFAD.**
[Prosaübersetzung.]
Phila. Repos., IV-4, 7. Januar 1804, Phila.
[S. Gessner, Der Blumenstrauss; W. Hooper, New Idylles, S. 37.]

Für das Philadelphia Repository.

**HOFFNUNG.**
Wie das helle Morgenlicht
die Dunkelheit der Nacht durchbricht
und die ganze Welt mit der Pracht des Tages erfreut –
so lässt große Traurigkeit
den Menschen keine Freude;
Verzweiflung, Angst und Schmerz…

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Es fühlt sich das arme, bangende Herz.

Wenn die Sonne der Hoffnung aufgeht
Und in der traurigen Brust ihr Lauf beginnt,
Dann webt die Traurigkeit fort,
Und die Brust ist voller Freude.

Von Verzweiflung, Angst und Schmerz
Ist das bangende Herz befreit;
O! Sie bringt die Sonne der Hoffnung,
Seligkeit und große Freude.
—Adelio.
⁂ Eine poetische Übersetzung wird gewünscht.
Phila. Repos., IV-56, 18. Februar 1804, Phila.

Für das Philadelphia Repository.

ÜBERSETZUNG
der deutschen Zeilen von Adelio aus dem letzten Repository.

HOFFNUNG.

Wie das prächtige Licht des Morgens
Die düsteren Schatten der Nacht vertreibt
Und das ganze Universum sich erfreut
An dem strahlenden Anblick des Tages –

So auch, wenn das ungünstige Schicksal beschließt,
Dem Menschen nichts als Elend zu bringen,
Wenn es Verzweiflung und Schmerz
Dem gequälten Herzen zufügt –

Dann nimmt die Sonne der Hoffnung ihren Lauf
Durch die unruhige, bebende Brust;
Dann verschwindet das Unglück
Und hinterlässt Glückseligkeit.

Page 83

Vom Schrecken verschont bleibt die Brust –
Verzweiflung und Schmerz finden Ruhe;
die Sonne der Hoffnung bringt Freude,
und Glück in höchster Pracht.
Übersetzer: Phila. Repos., IV-64, 25. Februar 1804, Phila.

**EIN GESANG AUS KLOPSTOCKS MESSIAS**

So nähert sich in der Mitternachtsstunde der schlafenden Stadt
die Seuche. Auf seinen breit ausgebreiteten Flügeln lauert
unter den Mauern
der Tod, der Todesschwinger. Noch sind die friedlichen Bewohner unbeeindruckt;
nahe an seiner Nachtlampe wacht der Weise weiterhin; und
hohe Freunde
trinken Wein, der nicht unrein ist, im Schutz duftender Haine,
reden über die Seele und die Freundschaft und bedenken ihre
unsterbliche Dauer.
Doch zu früh wird der schreckliche Tod, an einem Tag des Leids,
sich auf sie stürzen, über sie hereinbrechen – an einem Tag des Stöhnens und der Qual...
Wenn die Braut mit verzweifeltem Klagen um den Bräutigam weint;
wenn die verzweifelte Mutter, nun aller Kinder beraubt,
den Tag verflucht, an dem sie geboren wurde... Wenn
die Bestatter, mit müden Augen, zwischen den Leichen schwanken... bis schließlich der gesandte Todesengel, herabsteigend,
über den Donnerwolken nachdenkend, alles einsam und still erblickt.

Page 84

Er blickt in die weite Verödung und brütet lange über den Gräbern, regungslos.
„Vielleicht wird ein anderer Dichter dieses wunderbare Bild so gut in freien Versen darstellen, dass er das Publikum davon überzeugen kann, dass die Schönheiten Klopstocks ohne Fremdheit in die Sprache integriert werden können, und dass seine Besonderheiten ohne Affektiertheit beibehalten werden können; dass die Seltsamkeit, der unvermeidliche Begleiter von Neologismen, für Genies genauso überflüssig ist wie feindselig gegenüber Anmut; dass der Hexameter, solange er noch unbekannt ist, abstoßend wirkt und, wenn er vertraut geworden ist, lästig sein kann; dass ihm eine musikalische Ordnung der Klänge fehlt; und dass seine launische, unregelmäßige Bewegung dem ernsten, feierlichen Rhythmus entgegensteht und eher zur gewöhnlichen Landschaft Theokrits passt als zu Klopstocks himmlischen Visionen.“
Aus „Kritik am Messias von Klopstock“.
Lit. Mag. and Amer. Reg., I-468, März 1804, Philadelphia.
[F. G. Klopstock, Messias.]

**DER WACHHUNDSPIRIT**
Aus dem Deutschen von Matthison.

Immer dann, wenn das letzte Licht des Tages
eine lächelnde Gestalt meiner Geliebten grüßt,
die in der Nähe des plätschernden Baches verweilt
und unter den Bäumen dahingleitet –
Ah! Dann sieht der Geist meines Henrys zu:
Sanfte Freude und Ruhe bringt er dir.

Und wenn im nüchternen Licht des Mondes
du vielleicht von Liebe und mir träumst,
während der Wind durch die Kiefern weht
und leise Melodien flüstert –
wenn zarte Gefühle Seufzer hervorrufen –
dann schwebt der Geist meines Henrys in deiner Nähe.

Wenn sanfte Gedanken durch den Geist streifen,
wenn du die angenehmen Erinnerungen durchgehst;
falls du einen sanften Druck spürst,
wie ein Kuss des Zephyrs auf Lippen und Händen –
und wenn die flackernde Kerze erlischt –
dann wartet die Gestalt deines Geliebten in deiner Nähe.

Und wenn in der feierlichen Stille der Mitternacht
die Planeten sanft leuchten –

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Wie Aeols Harfe, dein Bett daneben –
du hörst die Worte: „Für immer dein!“
Dann schlafe süß, mein Geist ist dort,
und Frieden sowie Freude bringen sie meiner Schönen.
Phila. Repos., IV-160, 19. Mai 1804, Phila.
[Friedrich Matthisson, Lied aus der Ferne.]

BÜRGER’S LEONORA. [γ].
[In einem Artikel über Bürgers Lenore sind drei achttellige Strophen der Übersetzung von Spencer sowie zwei sechsstellige Strophen der Übersetzung von Stanley aufgeführt.
W. R. Spencer, Leonora. Übersetzt aus dem Deutschen von G. A. Bürgher. London, 1796.
J. T. Stanley, Leonora. Freie Übersetzung aus dem Deutschen; 2. Auflage, London, 1796.]
Port Folio, IV-167, 26. Mai 1804, Phila.

EIN SONETT
Übersetzt von Jacobi.

Sag mir, wohin ist die Veilchenblüte geflohen,
die einst so fröhlich blühte?
Unter den Schritten der schönen Flora
verlieh sie die köstlichsten Düfte.
Der Frühling ist vorbei – die Veilchen blühen nicht mehr.

Sag, wo verbirgt sich die rote Rose,
Stolz des duftenden Morgens,
passendes Schmuck für die Schönheitsschläfen,
die Hügel und Täler schmückend?
Das junge Mädchen ist verschwunden – der hoffnungslose Rosenstrauch ist tot!

Führe mich dann zu jenem Bächlein,
das einst so freigiebig floss,
das viele Narzissen bewässerte
und am Ufer leuchtete –
Sonne und Wind haben seinen Vorrat aufgebraucht.

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Dort fließt der Bach nicht mehr!

Führe mich in den Schatten des Decks,
Wo Rosen prächtig blühen;
Lieblicher Ort der Jugend und der Mädchen,
Wo Liebeslieder gesungen werden—
Sturm und Unwetter zeigen ihre Wut,
Kahle Bäume weinen in Trauer!

Sag, wo versteckt sich das Dorfmädchen,
Das einst jenes Bett schmückte;
Oft habe ich sie im Wald getroffen,
Schön und frisch wie der Morgen?
Junge, wie kurz währt die Blüte der Schönheit,
Suche sie im grasbewachsenen Grab!

Wohin wandert der musikalische junge Mann,
Der von den Freuden des Landlebens,
von Rosen und Veilchen, Bächen und Ebenen,
in schönen Melodien sang?
Mädchen, das Leben vergeht schnell,
Der Tod hat dem Dichter die Augen geschlossen.
Companion and Weekly Misc., I-104, 26. Januar 1805, Balto.
[J. G. Jacobi, Vergänglichkeit.
W. Taylor of Norwich, op. cit. II-106, Elegy. (Varianten in Strophe V).]

Was folgt, ist ein deutsches Trinklied, das im Rheingau beliebt war und vermutlich die Inspiration für den alten Hockwein darstellt, den es feiert.

Mit Blättern gekrönt der liebevolle, volle Becher,
Und trinkt ihn fröhlich aus;
In ganz Europa, ihr Herren, gibt es keinen solchen Wein mehr.

Er wird vom Vaterland aus seiner Fülle gebracht,
Wie konnte er sonst so gut sein?
Wie konnte er sonst so edel und ruhig sein?

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Und doch voll Kraft und Mut?

Am Rhein, am Rhein – dort wachsen unsere Reben;
Gesegnet sei der Rhein!
Dort wachsen sie entlang des Ufers und liefern
uns diesen köstlichen Wein.

Trinkt also, und lasst uns auf allen Wegen
fröhlich sein;
und wenn wir wüssten, dass jemand traurig ist,
würden wir ihm den Wein geben.

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Adam genoss eine Weile im Paradies sein neues Leben:
Er wurde beim Schlafen überrascht – dreimal wurde seine Rippe zur Frau.

Armer Vater Adam – welcher „Gast“!
Diese äußerst unglückliche Situation machte aus dem ersten Moment deiner Ruhe den letzten deines Friedens.

Doch auf der Erde taucht immer nur eine böse Frau auf.
Dass jeder glaubt, sie zu besitzen – das ist wirklich überraschend.

In weiter Ferne trifft Lucinda auf die Männer.
Wenn sie näher kommt und man sie deutlich sehen kann, wünscht man sich wieder, sie wäre in der Ferne.
Phila. Repos., V-128, 20. April 1805, Philadelphia.

In Dr. Cogans unterhaltsamen Reisebeschreibungen entlang des Rheins hat er eine deutsche Ode an den Abend überliefert. Diejenigen, die neugierig sind, die germanische Muse in der Rolle eines nachdenklichen Dichters zu sehen, können hier ihre Neugier stillen.

Komm, stiller Abend, Neider,
auf unser kleines Feld;
dir klingen unsere Lieder –
wie schön bist du, Natur!

Schon steigt die Abendröte
hinab ins kühle Tal;
bald glänzt in sanfter Röte
der letzte Strahl der Sonne.

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Überall herrscht Stille.
Nur schwankt der Vogelsang
hoch von den dunklen Zweigen
hin zum Gesang der Nacht.

Komm, stille Eve, kehre wieder,
blick auf unser kleines Häuschen;
höre uns ein fröhliches Lied singen –
dir und der Natur gebührend.

Die Sonne zieht sich jenseits der Hügel zurück
und sinkt ins Meer,
wirft ihre sanften, gütigen Strahlen
auf dich, oh errötende Maid.

Dir überlässt sie ihre beruhigende Wirkung,
lädt alle zum Ruhen ein;
die Vögel beenden den glücklichen Tag
mit Gesang auf deiner Brust.

Komm, stille Eve, kehre wieder,
blick auf unser kleines Häuschen;
höre uns ein fröhliches Lied singen –
dir und der Natur gebührend.
Port Folio, V-149, 18. Mai 1805, Phila.

Aus dem Deutschen von Lessing.

Ah! Warum bin ich so vergänglich? fragte die Schönheit Jupiter.
Nur das Vergängliche ist schön, antwortete der Gott lächelnd.

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Liebe, Jugend, Frühling und Bäche –
und der Tau – sie alle hörten es;
Langsam wandten sie sich ab und weinten vom Thron des Jupiter!
Port Folio, I-40, 25. Januar 1806, Philadelphia.

Das hölzerne Bein. [α].
Eine helvetische Geschichte.
Aus dem Deutschen von Solomon Gessner.

[Prosaübersetzung.]
Polyanthos, I-192, Februar 1806, Boston.
[S. Gessner, Das hölzerne Bein.
W. Hooper, New Idylles, S. 78.]

Es kommt nur selten vor, dass die Musen des Nordens süßer singen als in dem folgenden Lied:

LIED – Aus dem Deutschen.

Kaum hatte ich sechzehn Sommer erlebt,
und durch meine heimatlichen Täler gewandert;
Meine Gedanken streiften nicht jenseits des Grüns,
das mit Büschen und Bächen bedeckt war.

Eines Tages erschien ein fremder junger Mann;
Ich wünschte ihn mir nicht und suchte ihn auch nicht;
Er kam – aus einer Richtung, von der ich nie gehört hatte –
und sprach das, was die Liebe ihm beigebracht hatte.

Sein Haar lag in anmutigen Locken;
Alle Augen wurden von diesem Anblick verzaubert;
Es fiel über seine schönen Schultern,
wo wilde Brisen es bewegten.

Sein blauer Blick schien stets sanft zu flehen;
Ein solcher Blick, so klar und blau…

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Nie leuchtete es zum Verderben eines Mädchens.
Sein Gesicht war hell, seine Wangen rot –
Immer von Röte überzogen;
Alles, was er sagte, wurde geschickt ausgesprochen,
Obwohl es weit über mein Wissen hinausging.
Wohin auch immer ich ging, war der junge Mann in der Nähe;
Sein Blick sprach von sanfter Traurigkeit;
„Süßes Mädchen!“, sagte er dann, blickte sie an und seufzte,
Als würde sein Herz zerbrechen.
Einmal, als er seinen Kopf so tief senkte,
wollte ich gerne den Grund erfahren;
Da legte er seine Arme um meinen Hals –
Sanfte Tränen verrieten seinen Kummer.
Eine solche Freiheit hatte ich noch nie erlebt –
Und jetzt schien sie nicht mehr beleidigend zu sein;
Scham färbte meine Wangen rot,
Meine Augen blickten stets nach unten.
Ich sagte kein Wort – er las meine Blicke,
Als würde er vor Zorn brennen;
Nein – kein einziges Wort – er eilte davon;
Ah! Wenn doch nur er zurückkehren würde.
Port Folio, I-189, 29. März 1806, Philadelphia.

Pastorale Poesie.
Aus Gessners „Neue Idyllen“.

Die Zephyre. [β].
[Prosaübersetzung.]
Weekly Visitant, I-158, 17. Mai 1806, Salem.
[S. Gessner, Die Zephyre.
W. Hooper, Neue Idyllen, S. 16.]

Page 92

Aus Gessners „Neuen Idyllen“.
DIE VERFLUCHUNG.
[Prosaübersetzung.]
Weekly Visitant, I-159, 17. Mai 1806, Salem.
[S. Gessner, Die Nelke. W. Hooper, Neue Idyllen, S. 7.]

DER UNBEKANNTE NAME.
Nachgeahmt aus Klopstocks Ode an seine zukünftige Geliebte. Von Thomas Campbell, Autor von „Pleasures of Hope“.
Evening Fire-Side oder Lit. Misc., II-165, 24. Mai 1806, Philadelphia.
[F. G. Klopstock, Die künftige Geliebte. Die obige Nachahmung erschien erstmals in der Zeitung Newport Mercury, Nr. 2160, 30. August 1803, Newport.]

DER FAHRENHEIMER – EIN LIED.
Abgewandelt aus einem deutschen Melodienmotiv aus der Oper „Die Zauberflöte“.

Ich bin ein nachlässiger Pfeifer –
auf den Flügeln des Skylarks vergehen meine Momente;
es gibt keinen berühmteren Fahreneimer
in der ganzen Welt – im Umkreis von zehn Meilen!
Ah! Wer kann wie ich das Netz ausbreiten?
Oder die fröhliche Flöte stimmen?

Warum sollte ich dann klagen,
da doch alle wandersamen Vögel mir gehören?
Der Drossel und der Linde im Tal,
der süße, zurückgezogene Nachtigall,
der Bulfinch, die Wren und der Waldsänger –
alle gehorchen meinem Ruf, wenn ich rufe!
Oh! Könnte ich nur eine listige Falle bauen,
um die schüchterne, kokette Schönheit zu fangen,
in Cupids feinem Netz – dann wären alle hübschen Mädchen mein!

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Wenn alle mir gehörten – unter allen anderen würde ich das Mädchen wählen, das mir am besten gefiel; und wenn meine bezaubernde Gefährtin gütig wäre, lächeln und mich küssen würde – mit ihr würde ich die Hochzeitsbande schließen, aus meinem armseligen Bett einen „Hymenskäfig“ machen und dieses flüchtige Leben in Liebe verbringen, wie Robin Rotbrust und seine Frau!
Mo. Anthology and Boston Rev., III-591, Nov. 1806, Boston.
[E. Schickaneder, Die Zauberflöte. Oper in zwei Aufzügen von Mozart. Dichtung nach Ludwig Giesecke von E. Schickaneder. James Montgomery, The Wanderer of Switzerland and Other Poems, London, 1806. Erste amerikanische Ausgabe aus der zweiten Londoner Ausgabe, N.Y., 1807. S. 93.]

**Die Verfolgung**
In der dritten Ausgabe von Port Folio haben wir eine sehr humorvolle Parodie auf die folgende Ballade von Bürger eingefügt. Aus den Rezensionen in deutscher Sprache geht hervor, dass das Original äußerst schön ist. Seine Vorzüge wurden einst in England so hoch geschätzt, dass zahlreiche Übersetzer sofort um die Gunst des Publikums konkurrierten. Die anschließende Fassung, die unserer Ansicht nach von Sir Walter Scott stammt, verdient durchaus einen Platz in dieser Zeitschrift.
[Die Übersetzung von Scott folgt.]
Port Folio, III-100, 14. Februar 1807, Philadelphia.
[Auch in Weekly Mag., II-413, 28. Juli 1798, Philadelphia.]

Das folgende charmante Lied wurde vom Herrn Herbert aus dem Deutschen übersetzt.

„Sei gegrüßt, östlicher Sonne, glückverheißendes Licht!
Sei gegrüßt, neugeborener Tag!
Siehe, hinter den bewaldeten Höhen bricht dein glänzendes Licht hervor.
Betrachte, wie es im Bach funkelt und auf den Tautropfen leuchtet!
O, möge das erfrischende Licht der Freude seine reinen Strahlen mit deinen vermischen!“

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Die Zephyre nun, mit fröhlichen Flügeln,
verlassen ihre rosigen Betten;
und streuen die Süße des Frühlings umher –
so werden ihre schläfrigen Gefährten geweckt.
Sanfter Schlaf und all seine luftigen Formen
fliegen vor dem Aufgang der Sonne davon:
O mögen ihre Schwärme wie kleine Liebesschatten
auf Chloes Brust spielen!
Ihr Zephyre, eilt! Nehmt von jeder Blume
die süßesten Düfte und tragt sie
in Chloes Pavillon – denn bald muss das Mädchen erwachen!
Und schwebt um ihr duftendes Bett,
ruft mit den Brisen nach meiner Schönen;
fliegt um ihren anmutigen Kopf
und duftet ihr goldenes Haar!
Flüstert dann sanft in ihr Ohr,
dass ich, ehe die Sonne aufgeht,
an diesem leise plätschernden Brunnen
ihr Namen in Seufzern ausgesprochen habe.“
Observer, I-352, 30. Mai 1807, Balto.

Ausgewählte Poesie.

HALLERS GEDICHT IN VERSEN.
Von Henry James Pye, Esq., P.L.

Ah! Wälder, für immer lieb! deren Äste
ihren grünen Bogen über Hasels windiges Haupt spannen –
wann werde ich wieder, ausgestreckt liegend,
hören, wie Philomela euren lauschenden Schatten verzaubert?
Wann werde ich wieder meine lässigen Glieder ausstrecken,
dort, wo von der samtenen Ebene sanft ansteigend
über die grünen Hügel, in einer lockeren Kurve,
Natur ihre moosbedeckten Teppiche ausbreitet?
Dort, wo alles still ist – außer den Winden, die
den blätterreichen Schatten des raschelnden Waldes bewegen;
oder dem leisen Plätschern der Bächlein.

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Wessen fröhliches Lachen die einsamen Wiesen übertönt?

O Himmel! Wann erst wieder werden diese Augen
auf die Orte blicken können,
wo meine ganze Lebenskraft verstrichen ist;
wo Sylvia und die Liebe oft auf meine unschuldigen Lieder reagierten?
Während Zephyrs duftender Hauch, sanft wehend, eine angenehme Traurigkeit über meine nachdenkliche Seele brachte:
Sorgen und ihr schrecklicher Schatten waren weit entfernt;
während ich ruhig unter den schützenden Bäumen lag,
unberührt von den Strahlen des Tages.

Hier – trauriger Umkehrschluss! – fern von den Orten der Freude
führe ich einen ununterbrochenen Krieg gegen die Trauer:
Von Kummer bedrückt vergehen meine Momente,
ohne Freude oder Ruhe zu kennen.
Fern von den Orten, die mein Dasein hervorgebracht haben,
fern von meinen Eltern – ein Verstoßener dieser Erde!
In den warmen Stunden der Jugend, frei von allen Beschränkungen,
allein mir selbst überlassen in einer gefährlichen Freiheit.

Ah! Orte irdischer Freude! Ah, geliebte Schatten!
Bald mögen meine Füße eure frühlingshaften Wiesen betreten.
Ah! Wenn nur der gütige Himmel es mir erlauben würde,
eure Orte der stillen Ruhe noch einmal zu erkunden!
Schon jetzt zeigt der träumerische Blick der Vorstellung
die nahende Stunde der Freude;
blau leuchtet der Äther, wenn der Sturm vorbei ist;
und nach dem Schmerz folgt ruhige Entspannung.
Blüht auf, ihr Orte jeder neuen Freude!
Breitet eure Äste weit für meinen begeisterten Blick aus!
Denn meine müden Füße werden nie wieder umherwandern,
um Zuflucht in eurem ruhigen Rückzugsort zu suchen.

Nun dringt eine blasser Krankheit in meinen schwachen Körper ein
und hemmt den Eifer für Weisheit und Ruhm.
Nun sinkt die liebevolle Hoffnung, von Enttäuschung getroffen.

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Durch Vernachlässigung erlahmt – jedes hoffnungsvolle Verlangen geht verloren.
Über den schwachen Hügel branden die stürmischen Wellen des Ozeans und bringen mit jeder Flut Zerstörung mit sich; während Mars von seinem roten Wagen herabsteigt und mit seinen mächtigen Händen die lodernden Flammen des Krieges anfacht.

Ihre sanfte Hilfe bringt Trost; alle menschlichen Übel eilen ihrem Ende entgegen.
Der Sturm lässt nach mit jedem Windstoß; je mehr Leiden es gibt, desto größer wird der Trost des Ruhezustands.
Wer noch nie den Druck der Not gespürt hat, kennt auch nicht das intensive Glück, wenn es zurückkehrt.
Zeit, die das Leid auf schnellen Flügeln trägt – möge sie mein keuchendes Herz zum Glück führen! Ich kann auf meinen heimatlichen Hügeln weiterhin den reineren Einfluss des umgebenden Windes einatmen.
Observer, II-95, 8. August 1807, Balto.
[Albrecht von Haller, Sehnsucht nach dem Vaterlande.]

Walter Scott, dessen berühmter Name heute jedem Liebhaber poetischer Beschreibungen gut bekannt ist, hat kürzlich eine Ballade veröffentlicht, die wir unbedingt in dieser Zeitschrift bewahren möchten. Die Fröhlichkeit des Anfangs steht im Kontrast zur Strenge des Schlusses dieser furchterregenden Ballade – und wird sicherlich alle beeindrucken, die „Das Schloss von Otranto“ oder „Die Romantik des Waldes“ schätzen.

FREDERICK UND ALICE.
Diese Geschichte ist eher nachgeahmt als übersetzt – aus einem Fragment in Goethes „Claudina von Villa Bella“, wo sie von einem Mitglied einer Banditenbande gesungen wird, um die Aufmerksamkeit der Familie zu erregen, während seine Komplizen in das Schloss eindringen. Jeder kleine Wert, den diese Geschichte haben mag, verdankt sie meinem Freund Herrn Lewis, dem sie in einem äußerst groben Zustand zugesandt wurde; er verbesserte sie etwas und veröffentlichte sie anschließend in seinen „Geschichten des Wunders“.
[Das Gedicht folgt.]
Port Folio, IV-134, 29. August 1807, Phila.
[Goethe, Claudine von Villa Bella, Akt II. Lied von „Rugantino“ (Karlos von Castellvecchio). M. G. Lewis, Geschichten des Wunders.]

DER GLEICHGEWICHTIGKEITSSTUHL.
Aus dem Deutschen von Buerger.

Page 97

Charms of Lit., S. 103, 1808, Trenton.
[Ebenfalls in Phila. Minerva, II, 17. Dezember 1796, Philadelphia.]

Das hölzerne Bein. [β]
Ein Schweizer Idyll.
Von Gessner.

[Prosaübersetzung.]
Charms of Lit., S. 401, 1808, Trenton.
[Von Gessner: Das hölzerne Bein.]

Aus dem Deutschen von Gessner.

Gruß, Morgen, deinem aufgehenden Lichtstrahl,
der den Gipfel des Berges mit Licht überzieht
und im Bach glänzt und funkelt,
der sich durch das Tal darunter windet!

Freude, Gesundheit und frohe Freude
erwarten deine Schritte, begleiten deinen Weg;
der Zephyr, der die Nacht in Blumen verbracht hat,
die im Tau weinen,

probiert nun mit neuer Kraft seine Flügel aus
und hebt sich von seinem sanften Lager empor;
die Träume, die einst um die müden Augen
der Sterblichen schwebten, sind nun verschwunden.

Eilt, ihr Winde, und tragt durch die Luft
die Duftstoffe aller Blumen;
schwingt eure Flügel um meine Schöne,
die dort in ihrem rosigen Pavillon schläft;

färbt ihre Lippen und Wangen in leuchtende Töne,
berührt ihre sich hebende Brust –
und wenn ihr den sanften Tau des Schlafs vertrieben habt,
dann bricht sanft die Fesseln des Ruhes.

Page 98

Oh, flüstere ihr ins lauschende Ohr:
Dass jemals ein heller Morgen den Himmel geschmückt hat –
Diese Bäche sahen, wie ich Tränen vergoss,
Und hörten, wie ich um sie seufzte!
Lady’s Weekly Misc., VII-112, 11. Juni 1808, N.Y.
[S. Gessner, Morgenlied.]

**MORGENLIED**
(Von Gessners Deutschem übersetzt.)

Willkommen, früher Morgenball!
Willkommen, junger Tag!
Über die bewaldeten Berge getragen –
Beobachte sein kommendes Licht!
Nun strahlt es über plätschernde Bäche;
Es trinkt den Tau von jeder Blume;
Nun weckt es mit prächtigen, erfreulichen Strahlen
Die Welt von Neuem auf.
Zuerst verlassen die Zephyre ihre „Betten“ unter den schlafenden Blumen
und spielen;
Sie hauchen über die Blumen zahllose Seufzer aus
und bringen den Duft des Tages mit sich.
Stell dir nun vor: Ihr „Regime“ endet –
Jede Vision verschwindet;
Chloes Wangen sind nicht mehr blass,
um sie herum erscheinen die Cupiden.
Eile, Zephyr – trage von den Rosen
all ihre schönsten Blüten fort!
Eile dorthin, wo Chloe jetzt ruht,
wecke sie aus ihrem Grab!
Kehre zum Bett der Schönsten zurück,
spielt um ihren Kissen herum;
Über ihre Lippen und ihr schönes Dekolleté
streiche mit deinen sanftesten Wellen!
Sie weckt die Flüstertöne im Wind,
wacht aus ihrem Morgentraum auf;
Währenddessen fließt der Bach durch das Tal…

Page 99

Zum ersten Mal habe ich ihren Namen ausgesprochen.
Emerald, weibl., I-562, 10. September 1808, Boston.
[S. Gessner, Morgenlied.]

ÜBERSETZUNG VON SHELLERS
„Vergiss mich nicht.“
(Aus dem Deutschen.)

Geliebte meines Herzens – ach, mein liebes Herz
weint um das Schicksal meines herzzerreißenden Loses;
um die weite Welt zu durchstreifen, verlässt du nun mich –
denk doch immer an mich, „vergiss mich nicht“.

Falls du in Kreisen von Schönheit und Liebe wandelst
und vielleicht eine süße Maid verehren darfst,
o dann möge meine Seele deine Schwankungen tadeln
und dir sanft zuflüstern: „Vergiss mich nicht.“

Falls ein hartes Schicksal dich jemals von mir trennen sollte,
wie traurig und kummervoll wäre dann mein elendes Los;
auf dem dunklen Pfad der Trauer würde ich für immer wandern
und nie wieder fröhlich lächeln – „vergiss mich nicht“.

Falls es mein Schicksal ist, dich, meine Geliebte,
sowie diese Welt in der Blüte meines Lebens zu verlassen,
dann sei dein der letzte Seufzer, der aus meiner Brust entweicht –
denke dann daran, wie sehr ich dich liebe; „O! Vergiss mich nicht.“

Doch obwohl wir uns jetzt trennen, werden wir bald wieder im gesegneten Himmelreich zusammenkommen, frei vom traurigen Schicksal des Lebens;
wir werden uns in freudiger Gemeinschaft treffen, in süßer Liebe – dann muss ich nicht mehr sagen: „O! Vergiss mich nicht.“

Z.
Gleaner, I-325, März 1809, Lancaster (Penn.).

Page 100

ÜBERSETZUNG VON DER DEUTSCHEN SPRACHE.
Wer auch immer die prophetischen, metrischen Werke von Van Vander Horderclogeth gelesen hat, wird sich sicherlich an das Gedicht auf Seite 3697 erinnern – von dem folgende Übersetzung stammt. Es beginnt so:
—
Vrom Grouter gruder grout gropstock, Zordur zoop, usw.

Düster und traurig saß Beelzebub da,
umgeben von seinen Dämonen und Teufeln,
als der donnernde Klopfer am äußeren Tor der Hölle
ein so furchterregendes und lautes Geräusch von sich gab,
dass ganz Erebus davon widerhallte.

Sofort flogen die jungen Dämonen zum Portal,
und der lange, düstere Gang wurde geöffnet;
da trat ein Monster mit Hörnern vor ihre Augen –
seine Gestalt war so mager, seine Haut so blass,
dass alle Dämonen zitterten und entsetzt waren.

Seine Augen waren grün und verfallen,
sein Nasenrücken ragte weit hervor;
in einem staubigen Rock war sein Körper gekleidet,
auf seinem Schädel trug er ein dreieckiges Werkzeug,
und an seiner Seite hatte er zwei Bände bei sich.

So ekelhaft war sein Atem sowie die Worte, die er sprach,
dass seine Zähne längst verrottet waren –
Und nun gab er den Dämonen ein Zeichen,
um ihnen ihren Herrn zu zeigen; die Dämonen gehorchten
und brachten ihn dorthin, wo Beelzebub lag.

Der alte Beelzebub stand auf, als das Monster eintrat,
und blieb einen Moment lang in Entsetzen stehen –
denn sie sahen sich so ähnlich, dass man sie für Verwandte halten könnte,
mit dem Unterschied, dass der eine volle Füße und helle Haut hatte,
der andere hingegen Hörner auf dem Kopf.

Page 101

„Woher kommst du?“, fragte Beelzebub. „Fremder, sprich! Denn wenn Satan richtig vorhersagen kann, dann bist du sicherlich ein Held berüchtigter Grausamkeit – denn noch nie kam ein Geist in diese Regionen mit einem so teuflischen Aussehen wie deinem.“

„Ich habe keine Kehlen durchgeschnitten“, antwortete der dürre Goblin mit einer hohlen, schrillen Stimme. „Ich habe betrogen, gemobbt, ausgebeutet und gelogen. Aufruhr und Lügen habe ich überall verbreitet – und niemals habe ich Ruh gegeben.“

„Mein Name ist …“, kaum hatte er das gesagt, stand Beelzebub grinsend auf. Er umarmte das abscheuliche Ungeheuer, das ebenfalls seine Freude über dieses Wiedersehen zeigte. Beide ließen die ganze Hölle von ihrem Lärm widerhallen. Ordeal, I-157, 11. März 1809, Boston.

**DER JÄGER**
Ein Lied. Bearbeitet aus einem deutschen Melodienmotiv aus der Oper „Dizauberlote“. Gleaner, I-374, April 1809, Lancaster (Pennsylvania). [Ebenso in Mo. Anthology und Boston Rev., III-591, November 1806, Boston.]

**AN CHLOE**
Aus dem Deutschen von Gesner. [Prosaübersetzung.] Visitor, I-154, 4. November 1809, Richmond. [S. Gessner, An Chloen.]

**LIED**
Aus dem Deutschen von Jacobi. Boston Mirror, II-88, 30. Dezember 1809, Boston. [Dasselbe wie „A Sonnet“ von Jacobi in Companion and Weekly Misc., I-104, 26. Januar 1805, Baltimore.]

Page 102

Ich veröffentliche die folgende neue Übersetzung von „Der wilde Jäger“ – erstens aufgrund ihrer Überlegenheit gegenüber allen anderen Übersetzungen und zweitens, weil ich beabsichtige, in einer zukünftigen Ausgabe dieses Meisterwerk des deutschen Dichters besonders hervorzuheben.

DER WILDE JÄGER

Laut, sehr laut bläst der Baron in seine Trompete;
Und siehe da: eine prächtige Prozession
zu Pferd, zu Fuß, im ohrenbetäubenden Lärm,
kommt über die Ebene gerast.

Über Heide und Feld eilt die jaulende Meute
schnell voran, aus ihren Paaren befreit;
Über Heide und Feld folgt dem Pfad der Meute
mit lauten Wiehern das feurige Pferd.

Nun bricht der heilige Morgen des Sabbats
mit purpurroten Strahlen hervor,
und die Kuppeln jeder heiligen Kirche
spiegeln den Tag wider.

Jetzt hallen die tiefen, klaren Glocken
im Ohr wider,
und aus vielen Stimmen steigt gen Himmel
der Gesang des Lobes und Gebets.

Schnell, immer schneller rasen sie entlang der Kreuzwege,
mit eifrigem Rufen:
Siehe! rechts und links zwei seltsame Reiter
auf ihren schnellen Pferden.

Wer waren die Reiter rechts und links?
Das kann ich gut erraten:
Wer waren die Reiter rechts und links?
Das kann ich niemals sagen.

Der Rechte hatte ein schönes, anmutiges Aussehen.

Page 103

Ein milchweißer Hengst ritt voran;
Sanft wie der Frühlingshimmel strahlte sein Antlitz
in himmlischem Glanz.

Der linke Sporn trieb seinen feurigen Huf an –
rot wie die Flammen im Ofen;
grimmig blickte er drein, und aus seinen Augen
kam Blitzlicht, das dem Tod glich.

„Willkommen bei unserem edlen Sport!“,
grüßte sie der Baron freundlich;
„Denn ich weiß wohl, dass ihr es für gut haltet,
die düsteren Sorgen zu vertreiben.“

„Keine Freude gleicht der Jagd –
weder auf Erden noch im Himmel gibt es etwas Besseres!“,
sagte er – er winkte mit seinem Hut in der Luft
und ritt als Erster voraus.

„Kehre um!“, rief der sanftere Reiter;
„Kehre um, weg von Hörnern und Hunden!
Hörst du nicht die Glocken, hörst du nicht den Chor,
die ihren heiligen Klang vernehmen?“

„Sie übertönen den Lärm der Jagd;
Oh! Jagt heute nicht –
und lass dich nicht vom Rat eines Teufels dazu bringen,
deinen besseren, engelhaften Geist zu zerstören.“

„Jagt weiter, jagt weiter!“, rief sein Gefährte;
„Achtet nicht auf den Zauber dieses Alten;
Was bedeuten uns das Geschrei des Chors
oder das Läuten der Glocken?“

„Möge dir die Jagd noch mehr Freude bereiten;
und mögest du von mir lernen,
wie tapfer, wie königlich unser Sport ist –
frei von bigotten Ängsten.“

Page 104

„Gut gesagt! In dir sehe ich
das Feuer eines Helden;
Diese frommen Torheiten rühren uns nicht –
weder Priester noch Chor können uns beeinflussen.“

„Und du, glaube mir, heiligsinniger Tor,
deine bigotte Wut ist vergeblich;
Was für Freude können Jäger
von Gebeten und Rosenkranzen erwarten?“

Immer weiter eilen sie,
über Täler, Hügel und Ebenen;
stets an der Seite des Barons
bleiben die beiden Reiter.

Sieh, keuchend – da springt ein milchweißer Hirsch
aus jenen Dornen hervor:
„Schnell nun, mit Pferd und zu Fuß;
blase lauter in die Trompete!“

Sieh, da fällt ein Jäger! Seine Glieder
sind vom Todesqualen verzerrt!
„Liegen bleiben und verrotten – keine elende Tod
soll unser königliches Spiel stören.“

Der Hirsch springt mit geschickter Geschwindigkeit davon,
über das ganze Land hinweg;
nun sucht er eilig einen Unterschlupf
dort, wo das reifende Korn wogt.

Sieh, der arme Besitzer des Feldes
kommt mit tränenerfüllten Augen heran;
„Oh, habt Mitleid, meine Herren!“
Leider vergeblich ruft er.

„Habt Erbarmen mit dem Wenigen,
was der Arme durch harte Arbeit verdienen kann!“
Nun warnt der sanftere Reiter leise.

Page 105

Der Baron soll zurückkehren.
Doch sein strenger Gefährte lässt sich nicht überzeugen –
Er findet Freude nur an den dunkelsten Taten.
Es liegt an ihm, das Herz des Barons zu beeinflussen –
ohne Rücksicht auf alle Bitten um Gnade.

„Fort!“, ruft der herrische Adlige;
„Fort, und lasst uns frei!
Verschwinde! Sonst werde ich dich mit allen Kräften der Hölle jagen!“

„Hier, Leute! Lasst diesen Schurken beweisen,
dass meine Drohungen nicht umsonst waren:
Schlagt mit den Peitschen auf sein elendes Gesicht –
mit den Peitschen all meiner Leute.“

Es wird gesagt – und es geschieht: Schnell springt der Baron über den Zaun;
schnell folgen Hund, Pferd und Mensch –
und die Welt erfüllt sich mit Lärm.

Die Welt dröhnt von ihren Schreien,
während Mensch, Pferd und Hund
rücksichtslos jedes lebende Wesen niedertrampeln –
über das rauchende Land.

Über Heide und Feld, über Hügel und Täler
flieht das vermeintliche Opfer, verängstigt durch die näher kommenden Schreie –
immer verfolgt, doch immer unerreichbar.

Nun, mitten unter den Herden, die auf der grünen Ebene weiden,
hofft er, vor jedem Auge verborgen,
einen sicheren Zufluchtsort zu finden.

Vergeblich – denn jetzt ist die wilde Meute bereits unterwegs.

Page 106

Die Räuber folgen ihm auf den Fersen:
Sieh, am Fuße des Barons kniend –
der verängstigte Hirte liegt dort nieder.

Die Sorge um die Sicherheit seiner Tiere
lässt seine Zunge zittern;
„Hab Erbarmen!“, ruft er, „mit diesen harmlosen Tieren –
verübt nicht ein Unrecht gegen Waisenkinder!“

„Denk daran: Deine Wut könnte hier alles zerstören,
was einer wohnungslosen Witwe noch bleibt!“
Er sprach – der sanfte Fremde bemühte sich,
Mitleid in dem Baron zu wecken.

Sein finsterer Bruder lässt sich jedoch nicht überreden,
sondern genießt nur die dunkelsten Taten;
es liegt an ihm, das Herz des Barons zu beeinflussen –
ohne Rücksicht auf Bitten um Gnade.

„Fort, dreister Hund!“, ruft er;
„Es würde meinem Herzen guttun,
wenn ich dich und deine armseligen Geschwister
in Tiere verwandelt sehen könnte.“

„Dann, bis zu den Toren des Himmels –
wer wagt es, mir Nein zu sagen!
Mit Freude würde ich diese elenden Kreaturen jagen;
Kommt, meine Freunde, zögert nicht!“

Sieh, überall versetzt die mörderische Menge
viele tödliche Wunden;
unter den Getöteten siehst du den Hirsch,
der blutend zu Boden sinkt.

Doch immer noch sammelt er all seine Kräfte
für einen letzten Versuch;
taumelnd fliegt er weiter – seine silbernen Flanken
sind mit Schweiß und Blut bedeckt.

Page 107

Und nun sucht er einen letzten Zufluchtsort –
tief im dunklen Tal,
wo zwischen uralten Eichen
eine heilige Zelle eines Einsiedlers steht.

Auch hier drängt die wahnsinnig eifrige Schar
schnell voran, voll gottloser Wut;
da tritt der fromme Weise hervor,
begleitet von Worten des Überredens.

„Hört auf mit der Verfolgung! Bedrängt nicht
den freien Wohnsitz der Religion;
denn wisst: Die Stöhnen des gequälten Wesens
haben bereits seinen Gott erreicht.“

„Sie rufen zum barmherzigen Thron des Himmels
um Rache für euch;
oh, kehrt um, bereut eure Taten, bevor
der Rachepfeil schon geschossen wird!“

Einmal mehr bittet der sanfte Fremde vergeblich
für die Sache der Religion;
einmal mehr führt sein finsterer Bruder
bereitwillig ein Opfer mit sich.

„Fort mit euch!“, ruft der verhärtete Sünder;
„Wollt ihr unser Spiel stören?
Nein! Ich werde die Verfolgung
bis in den tiefsten Hof des Himmels fortsetzen.“

„Was kümmert mich eure fromme Wut?
Ich fürchte keinen Sterblichen;
nicht einmal ein Gott in all seiner Macht
könnte meinen Weg aufhalten.“

Er schlägt mit seinem Peitsche, bläst in seine Trompete,
ruft seine Diener zusammen;
siehe da: Pferde und Hunde, Weise und Zelle…

Page 108

Alles verschwindet aus seinem Blickfeld.
Alles – einfach alles – ist verschwunden! Kein einziges Ziel kann sein forschender Blick erkennen; und die Stille, still wie der Tod, hat das Getöse der Verfolgung zum Schweigen gebracht.

Vergeblich treibt er seinen Pferd an – weder nach vorne noch nach hinten bewegt es sich. Er bläst in seine Trompete, ruft laut – doch er hört kein Echo zurück.

Nun, umgeben von tiefster Nacht, dunkel wie das stille Grab, hört er den wütenden Sturm toben – so wie die Wellen in der Ferne tosen.

Immer lauter heult der Sturm durch die unruhige Luft; zehntausend Donnerschläge aus dem Himmel tragen die Stimme des Gerichts.

Verflucht vor Gott und den Menschen, unbeeindruckt von Drohungen oder Gebeten – weder Schöpfer noch Geschöpf – nichts würde deiner wahnsinnigen Wut entgehen.

Glaube nicht vergeblich, dass der Herr der Schöpfung das Stöhnen seines Geschöpfs gehört hat; bereits jetzt brennt die Fackel der Rache hoch über seinem schrecklichen Thron.

„Nun, höre dein Urteil! Für alle Zeiten wird dies ein schreckliches Beispiel sein – immer weiter trieben dich die teuflischen Höllenhunde auf deinem wilden Weg.“

Die Stimme verstummte; der schwefelgelbe Blitz…

Page 109

Schnell geschossen von einem der Pole –
Der Schmerz erschütterte den Wald; kalter Schrecken ergriff
die zitternde Seele des Verbrechers.

Wieder brüllt der aufkommende Sturm,
wieder zucken die Blitze;
jedes Glied, jedes Nervenende
ist vor Entsetzen erstarrt.

Er sieht einen riesigen, dunklen Arm
aus dem offenen Boden aufragen;
er spürt, wie ein Dämon seinen Kopf packt
und ihn grob herumdreht.

Aus allen Richtungen strömt nun
eine flammende Flut;
auf jeder überwältigenden Welle
heult die höllische Schar laut.

Das Licht glimmt düster und grausam –
mal rot, mal grün, mal blau;
während die teuflische Schar
über das Meer ihre beabsichtigte Beute verfolgt.

Vergeblich schreit er in wilder Verzweiflung,
vergeblich versucht er zu fliehen;
immer noch verfolgt ihn die höllische Bande
mit ihrer verfluchten Arbeit.

Tagsüber, tief viele Fadenmeilen unter
der lächelnden Erdoberfläche;
nachts, hoch durch die unruhige Luft,
setzen sie ihre endlose Jagd fort.

Vergeblich versucht er, seinen Blick abzuwenden –
in wilder Angst kämpft er dagegen an;
so können jene wahnsinnigen Szenen
niemals seinem gequälten Blick entkommen.

Page 110

Noch muss er jene Hunde der Hölle sehen –
wie sie dicht über seinem Weg schweben;
noch muss er die rächende Plage sehen,
die hinter ihm lauert.

Das ist nun die Jagd des wilden Barons;
und viele Dorfjungen
sowie viele Sportler (wagen sie es, zu sprechen?)
könnten die schreckliche Wahrheit bezeugen.

Denn oft hören sie mitten in der Wildnis
diese teuflische Schar – mal mit schrillen Schreien, mal mit lauten Flüchen –
wie sie donnernd durch die Luft kommen.

Keine Hand wird jene Hunde der Hölle aufhalten
oder dieses Meer aus Feuer löschen,
bis Gottes eigener schrecklicher Tag des Jüngsten Gerichts
die Welt zum Verstummen bringt!
Rambler’s Mag., I-137, [1809], N. Y.
[G. A. Bürger, Der wilde Jäger.]

ANMERKUNGEN:
[33] Parodie auf Bürgers „Earl Walter“ in Port Folio, III-44, 17. Januar 1807. Vgl. S. 165.
[34] Ich konnte nicht herausfinden, um welche Bücher es sich handelte. In der deutschen Fassung gibt es eine kurze Anmerkung, aus der hervorgeht, dass sie den Titel „Dulder Soudth“ trugen.

Page 111

III.

Übersetzungen niederländischer, dänischer,
norwegischer und isländischer Poesie
sowie eigene Gedichte,
die sich auf die deutschen Länder beziehen.

Aus Annopolis-Royal erfahren wir, dass im letzten Winter ein Stück aufgeführt wurde, um die Offiziere und Damen an diesem Ort zu unterhalten, und dass die folgenden Zeilen Teil des zu dieser Gelegenheit verfassten Prologs waren.

Um einer großzügigen Königin in ihrer Not zu helfen,
die von stolzen, ehrgeizigen Herrschern unterdrückt wird:
Unser König sucht die wirksamsten Wege –
manche beruhigt er mit Frieden, und dort legt sich der Sturm;
gegen andere, die eher widerstehen wollen,
führt er seine Briten ins deutsche Feld:
Dort muss der beleidigende Feind zu seinen Kosten erkennen,
was es bedeutet, mit den Briten um das Land zu kämpfen:
Wir hingegen genießen weiterhin den Frieden in dieser kalten Gegend
und vertreiben uns die Zeit mit harmlosen Vergnügungen usw.
Amer. Mag. and Hist. Chron., I-348, April 1744, Boston.

WINTER, ein Gedicht.
Von derselben Person [d.h. Annandius].

Die zwölfte Strophe:

Dreifach glücklich sind sie! Doch warum, o meine Muse,
so viele Freuden am ländlichen Leben?
Gibt die überfüllte Stadt wirklich
mehr Freude als eisige, schneereiche Felder?

Page 112

Hier sind die Leute witzig und gut gekleidet,
und die blühende Schönheit wird in jeder Form geliebt,
die die Kunst sich nur vorstellen kann –
mit tröstenden Schmeicheleien, ernsten Lügen
und all dem, was die Nymphen für wertvoll halten.
Hier herrschen Mode und Trends,
die nach zwölf Monaten wieder veralten –
so wechseln sie ständig, doch immer wieder gefallen sie – eine wirklich seltsame Sache!
Und hier wird alles erzählt, was neu ist:
Was Loundoun oder Richlieu tun,
jede geheime Expedition auch –
und dann die edlen Taten des großen Friedrich,
als er die kaiserlichen Truppen besiegte.
Solche Themen vertreiben die langweiligen Stunden;
es gibt nichts anderes, das es wert ist, unsere Zeit zu verschwenden.
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-238, Februar 1758, Philadelphia.
An die Eigentümer usw.

Herrn,
die Ehre, Vater zu werden, hat mich dazu veranlasst, dieses Gedicht in die Welt zu bringen – es ist meine eigene, wahre, ehrliche und rechtmäßig geborene „Kinder“. Deshalb sehe ich keine bessere Methode, als es in die Hände von Männern mit Ihren Fähigkeiten und Ihrem öffentlichen Ansehen zu geben; denn bleibt es bei mir, muss es im Verborgenen leben und sterben.
Philadelphia, 25. Februar. Philandreia.

ÜBER DEN ERFOLGSREICHEN SIEG SEINER PREUSSISCHEN MAJESTÄT ÜBER DIE FRANZÖSISCHEN UND KAISERLICHEN TRUPPEN, AM 5. NOVEMBER 1757.
Eine Pindarische Ode.

Er ist’s! Er ist’s! Ich höre ihn aus der Ferne,
donnernd wie der Gott des Krieges;
zu den Ebenen von Rosbach, in schrecklicher Formation,
wendet der gottgleiche Held seinen Weg!
Hört! Das dröhnende Geräusch der Trommeln!
Er kommt, er kommt!

Page 113

Seht, der schreckliche König Preußens ist da!
Er spricht – hört aufmerksam zu!
Seine wohlvertraute Stimme hören die tapferen Krieger,
und sie beugen ihre weit ausgebreiteten Flügel nach vorne und hinten,
die ihn halb einrahmen.
Kalt wie das Antlitz des Krieges – doch dennoch ruhig,
mit anziehender Anmut und majestätischem Ausdruck – so sah man den mächtigen Monarchen.
Jeder Krieger brannte vor kriegerischem Zorn,
während aus seinen Lippen diese bewegenden Worte flossen:
„Meine tapferen Truppen, meine lieben und treuen Freunde,
endlich ist die Stunde gekommen, von der ab alles abhängt,
was uns lieb ist – vom gezogenen Schwert und der glänzenden Lanze.
Ihr kämpft für die noch ungeborenen Protestanten; eure Sache ist gut,
eine Sache, die ihr bereits durch Meere von Blut verteidigt habt.
Und seizeugt mir, dass euer Fürst bis jetzt jeden Gefahr in diesem glorreichen Krieg getrotzt hat;
niemals wird eine neidische Zunge behaupten,
euer Anführer habe vor Hunger, Kälte zurückgeschreckt und die Last seinen mutigen Veteranen überlassen.
Oh nein! Meine treuen Krieger!
Mit euch steht euer Friedrich – bereit, Freiheit zu schenken,
durch jene blutroten Tropfen, die um sein Herz rollen.“
Er sprach – und laute Jubelrufe,
wie Donner, der aus den Wolken bricht,
erschütterten den herannahenden Feind vor Ehrfurcht;
der wilde Lärm erfüllte die weiten Ebenen mit lautem „Huzza“.
Jeder Krieger, voller Zorn, stand da und wartete darauf, in den Kampf zu ziehen;
und nun die Stimme des rasenden Glücks…

Page 114

Wieder bricht es hervor in den gewölbten Himmel;
Und die rauen Felsen werfen zurück
Den feierlichen Klang der kriegerischen Trompete –
„Zerstören! Zerstören! Zerstören!“
Wie Wasser, das von einem Berghang herabstürzt
Mit seiner gewaltigen Kraft ganze Felsen zertrümmert;
Und durch die Ebenen fegt es mit rasender Gewalt,
Nimmt das Häuschen des Schafhirten samt seinen Schafen mit sich
In die tosenden Fluten der tiefen See;
So stürmt auch jede Truppe,
mit Schwert in der Hand,
auf den Feind los;
Donnernd, blitzend,
kämpfen sie erbittert gegeneinander –
Die Glorie des Kampfes
erfüllt jede Brust mit kriegerischem Glanz.
Ah, seht, welche grausamen Szenen sich darbieten:
Wenn die Krieger ihren Atem ausstoßen;
Jetzt dringen sterbende Stöhnen an das Ohr –
Sie sinken in einem glorreichen Tod.
Die preußische Wut verwirrt den Feind;
Manche taumeln, fallen und werden getötet;
Andere liegen blutüberströmt und verletzt auf der Ebene,
überrascht und verwirrt, von Entsetzen umgeben,
in blasser Angst halbtot – sie sind besiegt und fliehen.
Hört! Hört! Der Klang der Trompete –
ein Ruf nach Sieg breitet sich aus;
Und der Sieg erfüllt die Täler, die Hügel!
Während murmelnder Donner über den Himmel rollt.
Man hat wohl schon die fliegenden Blitze gesehen;
Schnell wie der Gedanke zucken die Blitze hin und her.

Page 115

Durch die unermesslich weite Weite –
so geschwind flogen die Krieger,
als sie ihren Feinden die Flucht schlugen,
mit diesem allumfassenden Ruf:
„Verfolgt! Verfolgt! Verfolgt!“
Über die Leichen der getöteten Helden
ritten die mächtigen Sieger;
dort lag zerbrochene Rüstung verstreut
auf dem mit Blut gefärbten Feld;
jetzt bricht er mit Donnergetöse über ihre zerstörte Nachhut herein,
spendet Zerstörung, Tod und Angst –
bis der Tag ihn verlässt und die düstere Nacht
in tiefster Dunkelheit herabkommt,
um ihren grausamen Freunden beizustehen
und die Besiegten vor den Augen des Siegers zu verbergen!
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-240, Februar 1758, Phila.

ODE AN DEN SIEG,
VON DEM KÖNIG VON PREUSEN ERREICHT,
vomselben [d.h. Annandius].

I.
Es lebe der unvergleichliche Monarch! Der berühmte Fürst!
Möge dein Haupt lange mit Lorbeeren gekrönt sein
durch die errungenen Siege!
Lange hast du für die Freiheit gekämpft,
auf den blutgetränkten Schlachtfeldern,
damit Frieden wiederhergestellt werden kann.

II.
Als Österreich und das ehrgeizige Gallien
entschlossen waren, Königreiche zu unterwerfen,
siehe da, der mächtige Fürst Preußens!
Mit wachsamen Auge und kriegerischer Hand
lässt er sie entsetzt und zitternd stehen,
aufgestellt durch das Schicksal.

Page 116

III.
Wie wenn ein Löwe seinen Kopf erhebt,
ist der ganze Wald von Furcht erfüllt;
jedes Lebewesen sucht sein Versteck.
Oder wenn der große Leviathan
in seiner ganzen Pracht erscheint,
erschreckt er die Menschen.

IV.
In schöner Erinnerung wird lange bestehen
der Tag, an dem auf der Ebene Thüringens
Soubise vor ihm floh;
an dem die zahlreichen Truppen von Hilbourghausen
der preußischen Tapferkeit nicht standhalten konnten
und vor Angst fast starben.

V.
Eilig flohen sie und segneten die Nacht,
die sie vor den Augen des Siegers verbarg
und ihren Rückzug erleichterte.
Nahe den Mauern von Freyburg überquerten sie den Unstrut.
Auf den Hügeln von Eckersberg klagten sie
über ihr ungünstiges Schicksal.

VI.
O glorreicher Fürst! O kriegerisches Heer!
Ihr ertragt Hunger, Kälte und Mühsal
mit mutigem, unerschütterlichem Geist!
Ihnen wird stolze Österreich untertan sein,
und Ludwig wird den Preußen liebevoll
als Freund begrüßen.

VII.
In Zeichen aus reinem Gold
verdient eure Rede, aufgezeichnet zu werden,
noch vor dem Kampf;
jeder Soldat ist ein großer Freund Friedrichs,
der die Rechte seines Landes verteidigen kann.

Page 117

Wenn ihre grausamen Feinde einfallen.

VIII.
Wer würde im Kampf zurückbleiben,
der einem so großen, so gütigen Fürsten dient,
in jeder Gefahr?
Wenn das Leben der Monarchen auf dem Spiel steht,
welcher Untertan würde seinen König verlassen?
Welcher Platz bleibt noch für Furcht?

IX.
Europa hat sein Auge auf dich gerichtet,
großer Monarch! Alle vertrauen auf dich,
um ihr Gleichgewicht zu bewahren.
Möge dieses große Ziel deine Bemühungen krönen,
möge dein Ruhm ewig währen,
wenn du im Staub ruhst.
Philadelphia, 10. Februar 1758.
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-240, Februar 1758, Phila.

Die gleichen edlen Motive, die den Autor veranlassten, uns dieses Gedicht zuzusenden, werden uns dazu bringen, es diesen Monat zu veröffentlichen – obwohl wir bereits mit Materialien überladen sind. Wir halten es als unsere Pflicht, als Briten und Protestanten, jede Gelegenheit zu nutzen, um einen so berühmten Helden wie den König von Preußen zu feiern; und auch wenn die Gedichte vielleicht ungleichwertig erscheinen mögen, so werden sie doch, selbst wenn sie nur wenig dazu beitragen, eine Nachahmung seiner edlen und fast göttlichen Leistungen im Dienste der Religion und der Freiheit hervorzubringen, unser Ziel vollständig erfüllen.

ÜBER DEN RENOMMIERTEN SIEG DES HERRLICHEN KÖNIGS VON PREUSEN ÜBER DIE KEISERLICHE ARMEE NAH NEUMARK IN SCHLESIEN AM 5. DEZEMBER 1757.

I.
Meine Muse! Versuche erneut, die Lyra zu spielen;
Wecke! Wecke! Deinen ganzen poetischen Feuergeist!
Die Taten des großen Friedrich erfordern weiterhin
eine umfassendere Lobpreisung.
Lass seine großen Taten das Gedicht inspirieren.

Page 118

Und melodiös sollen deine Lieder sein.

II.
Der berühmte Hannibal von einst,
der tapfere Caesar und der kühne Scipio –
für die gewonnenen Schlachten stehen sie hoch
auf den Seiten der Geschichte!
Möge auch Fredricks Name neben ihren genannt werden,
der Held seiner Zeit!

III.
Rosbach! Deine Ebene gehört dem Sieger!
Sie war erfüllt von Schreien und sterbenden Stöhnern,
von zerschmetterten Gliedmaßen und gebrochenen Knochen –
in Haufen lagen sie da!
Die besiegten Gallier beklagen bis heute
jenen unheilvollen Tag.

IV.
Ja, Fredrick ist bestrebt, neue Eroberungen zu machen;
er verfolgt sein Ziel wie Alexander,
als wolle er die ganze Welt unterwerfen –
unerschrockener Fürst!
Dass du ein großer und wahrhafter Held bist,
zeigt jede deiner Taten.

V.
Zuerst fordert Schlesien Hilfe;
seine Verluste vermehren seinen Kummer.
Dorthin ziehen die Preußen und ihr Anführer,
um Bevern zu helfen;
und bald schon erfüllen sie ihre Pflichten ehrenhaft.

VI.
Seht! Seht! Der gottgleiche Mann tritt voran
und führt die erfahrenen Truppen in die Schlacht –
gewöhnt an Mühen und kriegerische Taten.

Page 119

Eine widerstandsfähige Rasse!
Solche Truppen sind wahrhaftig die Freunde der Fürsten
und verleihen ihrem Anführer Ehre.

VII.
Der Klang der Trompeten sowie das laute Dröhnen der Kriegstrommeln steigern ihre Freude;
nicht durch Zwang, sondern aus eigenem Willen kämpfen sie mutig
für die Sache ihres Landes;
Krieg! Krieg! – das ist ihre Freude!

VIII.
Nun greifen sie mit wütendem Schrei an;
in heftigen, entschlossenen Kämpfen besiegen sie schließlich den feindlichen Gegner;
und sie rufen laut:
O! Unvergleichliche Preußen! Gebt niemals auf;
Verfolgt! Zerstört!

IX.
Die furchtlosen Sieger verbreiten überall wilde Zerstörung;
ihre Feinde legen aus zitternder Angst ihre Waffen nieder;
die einst stolzen und strengen Gegner,
die das Schlachtfeld für sich gehalten hatten.

X.
Seht, wie sie triumphierend die kaiserlichen Fahnen tragen!
Tausende von Trophäen säumen ihren Weg;
auf ihrem Rückweg liegen unter ihren Füßen die unglücklichen Besiegten,
die um ihr Schicksal weinen.

XI.
Siehe, die blutgetränkte Ebene…

Page 120

Und zitternde Rüstungen der Gefallenen!
Ihre Träume von Ruhm – ach! wie vergeblich!
Sie liegen keuchend da;
Mal beklagen sie ihre Wunden,
mal versinken sie, werden ohnmächtig und sterben.

XII.
So ist das Schicksal menschlicher Dinge,
das Schicksal von Kaisern und Königen;
Der Tod bringt Katastrophen hinterher –
furchtbar anzusehen!
Was große Päpste oder Homer besingen,
ist für mich zu hoch gegriffen.

XIII.
Doch Karl und der tapfere Daun ziehen sich zurück;
sie hatten kürzlich noch eine große Armee angeführt –
in Breslau, in zerstörtem Zustand,
treffen sie sich wieder:
Dort beklagen sie ihr ungünstiges Schicksal
und ihre schreckliche Niederlage.

XIV.
Der preußische Anführer verfolgt sie eilig;
bei seinem Nahen erfüllt ihn Furcht –
vor seiner schrecklichen Macht fliehen sie in Panik!
Oh Friedrich! Unvergleichlicher Fürst, setze deinen glorreichen Weg fort!

XV.
Den Helden übergeben sie die Stadt –
und ihn erkennen sie als den größeren Helden an;
er konnte bald ihre Mauern einreißen
und sie zerstören.
Möge er lange die preußische Krone tragen
und jeden stolzen Feind in Schach halten.

Page 121

—Annandius.
11. März 1758.
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-279, März 1757, Phila.

Eine freie Übersetzung der Ode des Königs von Preußen.

I.
Oh Gott! Allmächtiger Gott!
Unbesiegbar, unerkannt!
Schöpfer, Vater aller;
Den jede Nation anfleht;
Den die Barbaren im Wind verehren.
Mit welchem Namen soll ich
dich ansprechen? Oh unendlicher,
allweiser und ewiger Geist!
Am Fuße deines heiligen Throns neige
ich demütig mein Haupt.

II.
Von meinen einzigen Freunden verlassen,
in einem fremden Land,
wo der Winter uns fast umbrachte;
der wütende Feind von allen Seiten,
mit seinen grausamen Waffen –
Schwert und Feuer –,
als wären sie Opferpriester,
kamen sie mit ihrer tödlichen Wut
und eilten, uns mit Siegesrufen zu zerstören.

III.
Doch in deinem durchdringenden Blick –
wie nutzlos sind mächtige Heere!
Ich, immer noch furchtlos, wage den Kampf;
mein Schild und meine Lanze sind meine Waffen:
Und siehe, die Armeen treffen aufeinander;
sie wenden sich ab, wir folgen, um zu bestrafen.

Page 122

Jeder meiner Soldaten ist siegreich –
es scheint, als trügen sie den schrecklichsten Donner des Krieges in sich;
jeder Arm ist tausendfach stark im Zorn der Schlacht.

IV.
Dann verdanke ich dir den Erfolg – der Glücksgöttin! Warum?
Gerechtigkeit half mir; von oben warf sie ihren Blick herab;
und als sie die streitenden Parteien sah, hob sie ihre Hand, um das Recht beider Seiten zu bewerten.
Als sie feststellte, dass das Gleichgewicht nicht gegeben war, setzte sie ihr Schwert ein.

Der König von Preußen beschäftigt sich in Zeiten des Friedens auf folgende Weise: Er steht um fünf Uhr auf; arbeitet bis sieben Uhr; kleidet sich an und nimmt Briefe sowie Petitionen entgegen bis neun Uhr; von neun bis elf Uhr ist er mit seinen Ministern zusammen; danach geht er zur Parade, um die Wachen zu üben; er isst eine halbe Stunde nach zwölf Uhr mit einigen seiner Offiziere; eine halbe Stunde nach ein Uhr zieht er sich zurück bis fünf Uhr; dann liest ihm jemand vor bis sieben Uhr; anschließend gibt es ein Konzert; um neun Uhr kommen die talentierten Menschen; sie speisen eine halbe Stunde später und unterhalten sich bis elf Uhr; danach zieht sich der König zurück und geht um zwölf Uhr ins Bett. Er ist Staatsmann, Soldat, Autor und Musiker; unermüdlich in seiner Arbeit; er überwacht und leitet alles methodisch; sehr sparsam; ohne staatlichen Pomp; die untätigen Hofbeamten haben zwar ihre üblichen Titel, doch keine Entlohnung – obwohl sie meist Offiziere sind.

DER DREITE PSALM, PARAPHRASIERT, GEWIDMET DER PREUSSISCHEN HOCHHEIT.

Schau herab, o Gott! Höre meinen Ruf!
Auf dich ruhen meine Hoffnungen:
Ich bin von allen Seiten umgeben, ohne Verbündete;
Sei mein Schild und mein Freund.
Könige und Fürsten bilden Bündnisse, greifen von allen Seiten an, um finstere Intrigen zu verüben –
doch du kannst sie zurückdrängen.
Lange schon fürchtete ich ihr Winken und Nicken.

Page 123

In geheimen Verschwörungen riefen sie:
„Für ihn gibt es keine Hilfe bei Gott;
Wir werden sein Königreich teilen.“
Mitten im schrecklichen Licht ihrer Armee
gabst du mir innere Stärke,
lehrtest meinen Arm die Künste des Krieges,
meine Finger, wie man kämpft.
Obwohl erfahrene Truppen mein Lager umstellen,
obwohl ich mit den Gefahren des Krieges vertraut bin,
ruhe ich ruhig zur Ruhe
in deinen schützenden Armen.
Ich fürchte auch ihre leeren Prahlereien
nicht, selbst wenn Tausende sich ihnen anschließen;
denn du bist der Gott der Heerscharen,
und der Sieg gehört dir.
Erhebe dich, o Gott, und verteidige meine Sache;
oh! rette mich durch deine Macht!
Wenn ich jemals deine Gesetze geehrt habe,
so führe mich in dieser wichtigen Stunde!
Es ist geschehen! – Sie zittern vor Entsetzen;
meine Truppen halten ihre Positionen:
Sieh! Ihre Verteidigungslinien brechen zusammen,
und wir sind als Sieger gekrönt!
Erfolg ist nicht euer Geschenk, o Könige;
er gehört dem Himmel.
Die Herrschaft gehört nicht immer den Schnellen,
und der Krieg nicht den Starken.
New Amer. Mag., Nr. IV-78, April 1758, Woodbridge in N.J.

Rede des Fürsten von Braunschweig
an die hannoverschen und hessischen Truppen.

So sprach der tapfere Braunschweig zu den verwundeten Truppen:
„Sollen wir das gallische Joch geduldig ertragen?
Wollt ihr, o Veteranen, die Schmerzen
und Mühen des Krieges ertragen und beschämende Ketten tragen?“

Page 124

„Schaut und seht! Seht, wo feindliche Banden eure Besitztümer an sich reißen, eure Länder verwüsten, eure Töchter und Ehefrauen gewaltsam wegreißen – sie werden zu Sklavinnen der stolzen Söhne Galliens, zur Beute für sie! Hört! Wie mit durchdringenden Schreien das zarte Mädchen, das gewaltsam unterworfen wurde, um den Beistand ihres Vaters bittet; in Qualen wiederholt sie den Namen ihres Bruders, um die Schurken zu vernichten und ihren Ruf zu retten! Auf, Germanen! Nehmt Rache! Religion, Ehre, Freiheit – alles steht auf dem Spiel!“ … „Genug“, riefen sie, „lasst Ferdinand vorangehen – wir wagen es, ihm zu folgen, wohin auch immer er uns führt.“ Angetrieben von den Ungerechtigkeiten ihres Landes, ergreifen sie die Waffen, entschlossen, sie zu retten – oder zu sterben.
New Amer. Mag., Nr. IV-80, April 1758, Woodbridge in N.J.

ÜBER EINEN GÜTERZUG FRANZÖSISCHER MUFFS, DER VON DEN PREUSSIERN ERBEUTET WURDE.
Lewis: In der harten Kälte des Winters schickt er jedem seiner Kapitäne einen Muff – denn er weiß, dass seine Truppen zu schwach sind, um dem Feind ohne Pelzschutz entgegenzutreten. Wer könnte schließlich seine Waffe bedienen, wenn seine Finger vor Kälte taub sind? Preußen hingegen verfolgt im Krieg einen anderen Ansatz: Seine tapferen Veteranen kämpfen ohne Handschuhe, trotzen der Kälte und besiegen den Feind mit bloßen Knöcheln. Bourbon! Wenn Kränze und Triumphe dein Ziel sind, dann denke dir einen klügeren Weg, um Ruhm zu erlangen. Andere Mittel werden nötig sein, um deinen Gegner zu besiegen – weiche Muffs allein reichen nicht aus, genauso wenig wie scharfe Schwerter. Deine zitternden Truppen würden besser abschneiden, wenn du ihnen etwas schicken würdest, das ihre Herzen wärmen könnte – weniger wegen ihres Mutes, sondern eher wegen ihrer Wärme.

Page 125

Im ständigen Kampf … selten vom Fliegen müde,
würden deine Waffen niemals ohne Erfolg bleiben,
wenn Schlachten durch geschickte Füße gewonnen werden könnten.
New Amer. Mag., Nr. IV-80, April 1758, Woodbridge in N.J.

Die Ode des Königs von Preußen
Ich ahme ihn nach.

1.
Vater aller! Allmächtiger Herr!
Unendlich unbekannt!
Von Heiden und Heiligen verehrt –
obwohl auf unterschiedliche Weise, doch einzigartig;
mit welchem großen Namen soll ich
dich, ewiger König, ansprechen?
Oh! Wie soll ich meine Dankbarkeit ausdrücken?
Oh! Wie soll ich dich loben?
Doch, o großer Gott, allwissend und immer gerecht –
erlaube mir, vor deinem Thron, einem Staubkorn gleich, mich zu verneigen.

2.
Von Freunden überall verlassen,
allein muss ich den Angriffen standhalten,
die grausame Kälte des Winters ertragen,
und das in einem fremden Land;
der Feind ist überall wütend,
bietet schreckliche Kriegswaffen
in verschiedenen Formen an –
und bestimmt sie als unser Schicksal.
Himmel! Mit welcher Wut stürmen sie voran;
sie sichern sich den Sieg – doch vergessen, dass der Mensch zum Sterben geboren wurde!

3.
Doch der, der oft sagte,
dass Zahlen nichts nützen,
inspirierte uns nicht dazu, verzweifelt zu sein.

Page 126

Aber stehe auf, kämpfe und siege:
Im Kampf gab der Feind nach;
Durch überlegene Tapferkeit
blieb uns ein glorreicher Tag –
begleitet von Beutegut und Ehren.
Jeder preußische Krieger war ein Held;
er führte hundert Schlachten, errang hundert Siege.

4.
Soll ich dieses unerwartete Erfolg also dem Glück verdanken?
Das Glück ist blind – das kann nicht sein;
ich muss eine andere Erklärung finden:
Gerechtigkeit, die strahlende himmlische Jungfrau, sah den schrecklichen Kampf entstehen;
sie hielt ihr heiliges Licht in der Luft schweben.
Die österreichischen Kräfte wurden durch unsere besiegt;
die Gerechtigkeit billigte dies und ordnete an, dass das Feld unser eigen sei.

New Amer. Mag., Nr. V-119, Mai 1758, Woodbridge in N.J.

**Die Entspannung des Krieges – oder die Philosophie des Helden**, etc. Geschrieben vom König von Preußen während seines Aufenthalts in Breslau.

Die Liebe wird durch Hoffnung am Leben erhalten,
der Eifer durch die erzielten Belohnungen;
in der Macht beginnt die Autorität;
die Schwäche gewinnt Stärke durch Vorsicht;
Ehrlichkeit ist der Reichtum des Ansehens,
Mäßigung die Grundlage für die Gesundheit;
Der Verstand entspringt aus ruhiger Zufriedenheit;
Zufriedenheit bringt Kompetenz –
und Kompetenz, wie alle sehen können,
entsteht aus guter Haushaltsführung.

Page 127

Mägde, um das Feuer eines Geliebten anzufachen,
braucht es mehr Zärtlichkeit als Reize;
Autoren können mehr vom Wahre erhalten
als von Formeln, die vergeblich gefallen;
Künste tragen weniger dazu bei,
Glück und Leben miteinander zu verbinden;
Wer Glück erlangen will,
muss Vorsicht mehr schätzen als Geistesschärfe,
mehr als Reichtum die rosige Gesundheit,
mehr als Besitz die untadelige Ruhe.

Nichts schulden und nichts horten,
kleines Land und bescheidene Verpflegung,
eine wahre und gütige Geliebte –
das sind Segnungen für meinen Geist.

Wenn der Winter kommt, wünsche ich
einen kleinen Raum, aber reichliches Feuer,
mäßig gesüßte Getränke, großzügigen Wein,
und selten Teller, wenn ich esse.

Ja, meine nüchternen Gedanken sind solche:
Man sollte niemals zu viel haben;
Nicht zu viel … Was für ein gesunder Verstand!
Drei solche Worte genügen bereits!

Zu viel Ruhe lähmt den Geist;
zu viel Streit lenkt die Menschen ab;
zu viel Nachlässigkeit ist Trägheit;
zu viel Eifer ist Ausdruck von Torheit;
zu viel Liebe stört unseren Frieden;
zu viel körperliches Leben zerstört uns;
zu viel List ist eine betrügerische Kunst;
zu viel Entschlossenheit bedeutet Herzlosigkeit;
zu große Sparsamkeit macht einen Schurken aus;
Rasch sind diejenigen, die zu mutig sind;
zu viel Reichtum lastet wie ein Gewicht;
zu viel Ruhm bereitet Sorgen;
zu viel Vergnügen bringt den Tod;
zu viel Geistesschärfe ist gefährlich;
zu viel Vertrauen ist der Weg zur Torheit.

Page 128

Zu viel Geist ist nichts anderes als Stolz;
Er ist ein Tölpel, der zu frei ist.
Zu viel Großzügigkeit macht schwach;
Zu viel Nachsicht macht einen Schurken aus.
Zu viel Eifer, um jemanden zu gefallen, macht einen Sklaven.
Dieses „Zu Viel“ – auch wenn es schlecht erscheint –
kann leicht in etwas Gutes verwandelt werden.
Doch da irrt ihr, meine Freunde,
denn von Kleinigkeiten hängt alles ab.
Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben –
sowohl im Bereich des Vergnügens als auch der Nützlichkeit.
Kleinigkeiten können das Gleichgewicht verändern,
wenn wir in der Liebe oder im Recht versagen.
Kleinigkeiten führen zu großem Ruhm;
Kleinigkeiten bringen selbst stolze Schönheit zum Nachgeben.
Kleinigkeiten inspirieren den Dichter;
Kleinigkeiten lenken den Verstand ab.
Kleinigkeiten – mehr oder weniger –
geben uns Erfolg oder nehmen ihn uns weg.
Kleinigkeiten können uns erfreuen, wenn wir hoffen;
Kleinigkeiten treffen uns, wenn wir fürchten.
Alle Flammen, die Liebende kennen,
können durch Kleinigkeiten gelöscht oder entfacht werden.

Anmerkung: Dieses kleine Gedicht wird in London für 6d. Sterling verkauft, hier für 3d.
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-440, Juni 1758, Phila.

**Rat in den Zeitungen der Öffentlichkeit**,
von Aladyth, der dem König von Preußen
einen Geschenkbetrag von tausend Pfund überreichte.

Lassen Sie die stolzen Österreicher nicht länger rufen:
„Frederick, unser Feind, hat keinen Verbündeten.“
Die schönen Britinnen stehen auf seiner Seite
und bereiten sich auf die nächste Kampagne vor;
ihr Vermögen fließt in seine Schatzkammern …
Geld ist die Grundlage des Krieges.
Für ihn plädieren sie – und haben viel zu sagen.

Page 129

Für ihn werden sie fromm und beten!
Für ihn steigen ihre kriegerischen Leidenschaften an –
und sie rüsten ihre mörderischen Augen erneut aus.
Diese strahlenden Krieger wurden niemals besiegt;
durch den Rückzug erringen sie jedoch Siege.
New Amer. Mag., Nr. VII-172, Juli 1758, Woodbridge in N.J.

Meine Herren,
Das folgende kleine poetische Werk entstand in Eile auf Wunsch sowie zur Unterhaltung einer ausgewählten Gruppe von Freunden mit öffentlichen Ambitionen. Sie teilten mir kurz mit, dass sie beabsichtigten, mit mir zu speisen und auf das Wohl des „protestantischen Champions“ – wie sie den König von Preußen nannten – anzustoßen. Sie zeigten die Güte, ihre einstimmige Zustimmung zum Werk auszudrücken, und bestanden darauf, dass ich es Ihnen zukommen lasse – damit es, falls Sie ihrer Ansicht sind, in Ihrer Zeitschrift veröffentlicht werden kann. Ich hoffe, kein Leser wird die Würde des Themas allein durch den vertrauten Stil, in dem es geschrieben ist, herabgesetzt sehen – schließlich scheint dieser Stil für diese Gelegenheit am geeignetsten zu sein. Die Verse bestehen aus elf Silben; sie sollen, ähnlich wie die griechischen Jamben (die in der Antike bei festlichen Anlässen häufig verwendet wurden), mit weniger Feierlichkeit und größerer Schnelligkeit gelesen werden, als es das übliche heroische Maß von zehn Silben in unserer Sprache zulässt.
Kent, Maryland, 14. Juli 1758.

DER KÖNIGLICHE GESANDTE

Page 130

Irrende Astronomen, blickt nicht so hoch:
Der vorausgesagte Komet ist noch nicht am Himmel.
Er leuchtet hier auf der Erde – obwohl er vom Himmel gesandt wurde;
Und im vergangenen Jahr strahlte er besonders hell – im Jahr fünfundsiebzig.
Vor dreitausend Jahren warf er sein Licht über das alte Germanien,
in Gestalt des mutigen Wodan[36].
Später kehrte er in Gestalt von Arminius[37] zurück;
und er brannte für die verfluchten Legionen Roms.
Nun, begleitet von allen Donnerschlägen des Krieges,
ist unser großer Friedrich von Preußen jener brennende Stern!
Er ist Gottes Stellvertreter gegen unterdrückte Völker; doch für Tyrannen ist er ein Zeichen göttlicher Rache.
Der Norden sah ihn ekzentrisch und schnell vorbeiziehen –
(denn Helden und Sterne scheinen am Pol am hellsten zu leuchten).
Für Britannien sendet er günstige Strahlen aus;
während die lüsterne Hure Babylon vor seinen Schrecken zittert.
Der wilde russische Bär fürchtet sich vor seinem Glanz;
und der stolze österreichische Adler weicht nun seinem Licht aus.
Während er die frohen Söhne der Freiheit mit gebührender Wärme inspiriert,
werden die Lilien Frankreichs in seinen Flammen verbrennen.
Das falsche Stockholm wird feststellen, dass der Baltikum keine Barriere darstellt.
Nun ist er in Wien – bald wird er auch in Paris sein.
Sein Einfluss, der über den Ozean von Europa ausgeworfen wird,
wird hier, o George, deine neue Welt beleben.
Er schützt unsere Gesetze, unsere Religion, unsere Rechte –
und kündigt Eroberungen gegen wilde Eindringlinge an;
gegen Christen, die ihre Natur beschmutzen,
die die menschliche Gestalt verleugnen und das Abbild Gottes entstellen.

Es lebe die lebendige Helligkeit, deren ehrenvoller Name
zuerst unter allen Sterblichen in die Annalen des Ruhms eingehen wird!
Ihre Herrlichkeit wird sich durch jede Epoche und jeden Ort ausbreiten,
bis an die äußersten Grenzen von Raum und Zeit!

Page 131

Wer die Tugenden von Trajan und Titus vereint –
der Sieger über Reiche, die Freude der Menschheit!
Sei gegrüßt, du glänzender Segen, aus der Quelle des Lichts geboren,
der jedes dunkle Halbkugel erstrahlen und schmücken lässt!
Im Vergleich zu ihm erscheinen alle anderen Könige wie kleine, schwache Funken um Cynthias helle Scheibe.
Die Wunder der Monarchen – ein patriotischer Kaiser,
ausgestattet mit einem irdischen Geist voll Kraft!
Aus Neid behaupteten alte Fürsten, ein Recht auf himmlische Ehren zu haben;
von ihren Grabhügeln aus stiegen Adler in die Flammen auf;
die Helden der Erde wurden zu Göttern, und tote Könige wurden verehrt.
Er kämpft für deine Sache, für gerechte Gerechtigkeit –
sein Schwert, spitz wie Blitz, zieht er nur widerwillig;
seine Tapferkeit wächst trotz aller Gefahren weiter;
seine Siege nehmen zu, je mehr Feinde es gibt.
Ihr Caesaren, ihr Bourbonen, ihr Plagen Gottes –
ihr saht auf den Flügeln des Windes, wie er ritt:
Ehrt also den Himmelskämpfer, der, beladen mit eurem Schicksal,
die verbündeten Heere Galliens, Satans und Roms zerschlagen wird!
Als die Riesen der Erde, jeder mit vielen Händen,
in Verbündetenbanden Jupiters Thron angriffen –
so beanspruchte Evius den Thron seines Vaters und häufte über die Angreifer einen Berg aus Feuer!

Ihr unzähligen Sonnen, seine Verwandten im Himmel –
in sechstausend Jahren konntet ihr doch nur wenige erkennen;
wen, wie ihn, aus irdischem Geschlecht hervorgegangen ist –
obwohl Alfred und Edward einst die Erde geehrt haben?
Schämt euch, ihr mit Zepter bewaffneten Piraten, die euer schwaches Licht hinter euch herzieht –
ihr Meteoriten, die nur kurzzeitig strahlen und dann verlöschen!

Page 132

Wessen Gier nach trügerischer Macht die Seiten deiner Geschichte befleckt?
Welche Glühwürmchen seht ihr da – und wie verloren in seiner Pracht?
Schämt euch, Schlächter, deren rote Banner Blutvergießen symbolisieren –
Dass der Ehrliche und Große unterschiedliche Namen tragen muss!
Zerstört die Schöpfung für Reich und Reichtum –
Den Globus könnt ihr vielleicht gewinnen, doch er erobert sich selbst!
Um zu schonen, unterwirft er; so wie er zu verteidigen suchte –
Schrecklicher Krieg ist seine notwendige Mittel; doch friedliche Ruhe sein geliebtes Ziel.
Obwohl er in Schlachten Trophäen erringen kann –
Betrachtet er diese doch nur als zweitklassige Ehre.
Wer durch Siege Ruhm erlangt, hält es nicht für eine Schande,
darüber zu seufzen, dass sie mit dem Blut seines Volkes erkauft wurden.
Der erste Diener des Volkes, bescheiden in seinem Stand –
Er fand seinen wahren Ruhm in weiser Gesetzgebung.
Der große Vater seines Landes, von Segnungen überhäuft –
Der sein eigenes Wohl für den Frieden und die Ruhe der Welt opfert!
Immer nur nach ehrenhaft erworbenem Ruhm strebend –
Und Oliven sowie Lorbeeren zum Krönungszeichen.
Sagt, Dichter, Philosoph, Kritiker, Göttlicher –
Was bist du? – Denn alles außer Allwissenheit gehört dir.
Selbstgelehrt – obwohl König! Und nun bestimmt dazu, zu beweisen,
dass Minerva, wie du, vollkommen aus Jupiter hervorging.
Wie du berühmt für Weisheit – wie du für deine Fähigkeit zur Warnung:
Die Göttin der Wissenschaft – und die Göttin der Waffen!
In seinen Worten, in seinen Taten lesen wir sein großes Herz –
Zu großzügig für Betrug, zu weise für hinterhältige Kunst.
Immer wieder darüber nachdenkend, woher alle Größe stammt –
Und allein von dir abhängig, König der Könige!
Der Begleiter seiner Krieger bei jeder edlen Tat;
Der Erste im Angriff, der Letzte beim Rückzug –
Ein Staatsmann und Monarch, doch treu zu seinem Wort;
Ein Soldat mit Ehre – strahlender noch als sein Schwert.
Den Macht niemals verdorben hat; den das Wissen schmückt.

Page 133

Wer, selbst im Gedanken, die Schande des Hofes verachtet – warum sollten wir uns wundern, dass er dies ebenfalls verachtet, wenn doch das Blut des guten George reich in seinen Adern fließt?
Amer. Mag. and Mo. Chron., I-551, August 1758, Phila.

Brief von M. R. Voltaire an seine preußische Majestät. Übersetzt.

Guter Prinz! Den die bewundernde Welt als durch Wahrheit und Natur zum Schmuck eines Throns geschaffen anerkennt – dessen Aufgang des Reiches wie ein Sonnenstrahl die Hälfte Nordens mit Hoffnungen auf einen dauerhaften Tag erfüllt – nimm den Gruß entgegen, den dir die Musen senden: Du bist ihr Liebling, ihr Beschützer und ihr Freund! Bist du bereits auf dem Thron? Und gewährt deine Güte es, deinen Dichter anzuerkennen und seine Werke zu würdigen? Oh glücklicher Moment! Oh kostbare, günstige Gnade! Umhüllt Frédriks Lächeln meine wandernden Schritte? Besitzt seine große Seele den Balsam der Weisheit – immer wohlwollend und immer ruhig – und lässt alle staatliche Würde hinter sich, um den demütigen Liebhaber der Menschheit zu treffen? Kann deine Hand mir das königliche Geschenk überreichen, mich zum Freund deines ausgezeichneten Herzens zu machen? Die Sage besagt, dass Phoebus, der himmlisch strahlende Gott, der das lebendige Licht über die weite Welt verbreitet, von Jupiter dazu bestimmt wurde, sein prächtiges Gefährt aufzugeben, um auf Erden zu leben und die Menschheit zu humanisieren: Seine Stirn zeigte nicht mehr ihre üblichen Strahlen; der verbannte Gott verbarg sich in Gestalt eines Hirten. In den wilden Gebieten Phrygiens sang er für ein ungebildetes Volk mit solcher göttlich angenehmen Anmut, dass die wilden Völker in ihren gemäßigten Herzen die Liebe zur Tugend und zu den Künsten annahmen! Selbst die rauhesten Menschen fühlten die starke Überzeugungskraft seiner Worte.

Page 134

Man wurde gelehrt, zu denken, zu urteilen und zu schaffen!
Sich selbst zu erkennen, die sozialen Bindungen zu verstehen –
und zu lernen, dass man nicht allein leben soll!
Dann entstanden alle nützlichen Wissenschaften,
und friedliche Arbeit segnete die Erde:
Die Menschen, nun vereint, verloren ihren uralten Zorn;
die Natur freute sich und segnete ihr goldenes Zeitalter –
ein Zeitalter, das vom Himmel für den Menschen bestimmt war –
es sei denn, ein Friedrich würde dieses Zeitalter wiederherstellen!

Es geschah, als Apollon durch den Wald irrte,
bevor er viele Menschen sammelte, die die Hälfte des Schattens bevölkerten;
als er am kühlen Bach vorbeikam, weckte er die goldene Lyra zum Lied der Weisheit!
Ein fremder junger Mann lauschte aufmerksam dem Klang,
seine Flöte stimmte er darauf ab, diesen Ton nachzuahmen;
der Gott, erfreut über dieses einfache Talent,
billigte sein Vorhaben und gewährte ihm seine Führung!
Er half seinen zitternden Händen, die Saiten zu berühren,
flüsterte ihm die Worte zu und zeigte ihm, wie man singt!
Der junge Mann verbesserte sich – er dankte für diese Fürsorge –
doch er erkannte noch nicht den Gott in seinem Meister;
er wusste auch nicht von der unsterblichen Flamme, die in seiner Brust brannte –
er liebte ihn einfach wie einen Hirten und bewunderte ihn!

In mir, großer Fürst, steht dieses Bild wieder lebendig da;
ich fühle, wie mich eine freundliche Wärme erfüllt;
um deinen Ruhm zu besingen, stimme ich die Lyra –
woher nimmt meine Brust dieses edle Feuer?
Sagt mir, was mich inspiriert – sagt es, ihr glücklichen Menschen!
Wer lebt unter der östlichen Herrschaft meines Friedrichs?
Vom schnellen Rhein bis zum silberfließenden Meine –
die friedlichen Untertanen seines ruhigen Regimes?
Oder ihr an den bernsteinbewehrten Ufern Preußens,
die seinen Namen segnen und seine schützende Macht preisen!
Ja … mögen die einverstandenen Länder seine Tugenden erhöhen
und der Ruhm mit allen seinen Stimmen seinen Lobgesang wiederholen!
Wessen Zepter wird Astreas Herrschaft wiederherstellen
und verhindern, dass das niedergeschlagene MERIT[38] weiter seufzt?

Page 135

Einst vom Ruf des Ruhms geführt,
kam die Prinzessin aus dem Süden zum König der Weisheit;
auf Friedrichs Ruf … siehe, wie sie bereit ist zu gehorchen –
die Söhne des Wissens gehen ihren fröhlichen Weg;
um jenen Sinn zu hören, der stets die Aufmerksamkeit auf sich zieht;
und um jene Güte zu preisen, die seine Gesetze leitet.
Neben seinem Thron wird die Philosophie lächeln,
um zu sehen, wie ihr Prinz die Bemühungen ihrer Kinder billigt!
Während die Wissenschaft sich freut, dass seine gütigen Blicke
die Muse inspirieren, belohnt er weiterhin mit seiner Großzügigkeit.
Nicht weit entfernt wird die ruhige Barmherzigkeit stehen,
und ihre helfende Hand ausstrecken zur Frömmigkeit.
Die Gerechtigkeit wird willkürliche Macht vertreiben,
und der Handel wird fröhliche Fülle bringen.
Doch die Güte – in engelhafter Gestalt gekleidet,
(so wie sie im königlichen Herzen Friedrichs lebt!)
wird unter ihren Flügeln den Verdienstvollen Schutz vor den Stürmen bieten,
die die Menschheit plagen – dem Freund der Wahrheit, der durch Betrug oder Bosheit
durch alle Labyrinthe einer untreuen Welt geworfen wurde.
Den Neid verfolgt und die Bigotten hassen –
der wird hier einen ungestörten Zufluchtsort finden;
mit IHM, der den leeren Stolz oder das Blut verachtet,
sondern seine Größe mit den Weisen und Guten teilt!
Obwohl seine Vorsicht die Gefahr eines Krieges abwehrt,
beobachtet seine Milde von weitem das Unheil!
Obwohl seine Kraft die Lorbeeren des Cäsars erringen könnte,
passt die friedliche Olive besser zu seinem größeren Geist:
Doch in allen Situationen sieht er die Stürme sicher voraus –
im Frieden wie im Krieg … der Geliebte der Muse!
In jedem Zustand ist er gleichermaßen erfolgreich,
denn sein Ziel ist es, zu schützen und zu segnen!
Doch während drohende Wolken ihre Dunkelheit ausbreiten,
rüstet er sich für den Krieg – doch ohne Furcht!
Keine riesenhaften Gestalten bilden eine sinnlose Parade,
keine glänzenden Figuren des Kriegerhandwerks:
Er sucht den Mut ohne die Pracht der Kunst.

Page 136

Und erhebt sich im Dienste des Herzens:
Er rühmt seine ganze Größe darin, gerecht zu sein –
(eine Stolzhaftigkeit, die sogar den Titel eines Kaisers übertrifft!)
Diese Zeit schützt ihn, den unparteiischsten Freund,
und bewahrt seinen Namen, bis die Natur ihr Ende findet!
So, als unter der verfluchten kaiserlichen Dynastie
Rom die Schrecken seiner ersten Schande erlebte,
stand der große Trajan auf – gesegnet mit jeder Tugend –
um der müden Welt die Freuden des Ruhes zu bringen:
Kein Blut, keine Eroberungen zeichneten seine makellose Herrschaft;
es war die Güte, die die unantastbare Kette bildete;
selbst die Könige Indiens nahmen das Joch gerne an –
denn Güte ist ein Band, das kein Barbar zerreißen kann!
Nicht die Mauern von Salem wurden durch absichtliches Blut entweiht;
ein Verbrechen, dem die Barmherzigkeit des Siegers widerstand:
Nicht alle ihre Ehren wurden zu Staub –
Titus galt als gut, barmherzig und gerecht:
Die Liebe schuf den Zauber, auf dem seine Größe beruhte –
einen Zauber, dem selbst vereinte Welten nicht widerstehen können!
Seht das glorreiche Vorbild, das euren Aufstieg kennzeichnet!
Verlasst auch nicht die Wege, auf denen er in die Höhen stieg:
Versucht, ihn zu übertreffen! (Doch der Himmel weigert sich, ihm dieses Schicksal zu gewähren!)
Er weinte einen Tag lang – einen Tag, den IHR niemals verlieren werdet!
New Amer. Mag., Nr. XI-283, November 1758, Woodbridge in N.J.

ÜBERSETZUNG EINER EPISTEL VOM KÖNIG VON PREUSEN AN MONSIEUR VOLTAIRE.
Voltaire, glauben Sie mir: Selbst wenn ich jetzt
in einem ruhigen Privatleben leben würde,
und der Himmel es den Bedürfnissen der Natur gestattete,
würde ich mit kalter Gleichgültigkeit
der eiligen Flüge des wechselhaften Schicksals zusehen
und wie Sie über die Göttin lachen.
Die langweilige Farce des Staates,
die wahre Last der kaiserlichen Pflichten,
die flexible Verbeugung des untreuen Höflings…

Page 137

Die Zärtlichkeit der launischen Menge
und die leeren Worte der Schmeichler –
das kenne ich aus langjähriger Erfahrung gut.
Und obwohl ich als Prinz und Dichter geboren wurde,
verachte ich die nutzlosen Verlockungen des Ruhms.
Denn wenn das grausame Schicksal
den zerbrechlichen Faden meines Lebens durchtrennt
und mich zu den bewusstlosen Toten zählt,
was nützt es dann, dass ich einst groß war,
oder dass die unbeständige Zunge des Ruhms
in dem Tempel der Erinnerung meinen Namen preist?
Ein glücklicher Moment im Leben
wiegt mehr als Jahrhunderte des Ruhms;
was erhalten also die Mächtigen
von dem Guten, das ihnen allein gehört?
Süße Ruhe und ungezwungene Freude,
heimischer Frieden und fröhliche Vergnügungen –
den königlichen Thron und Palast verachte ich.
Als jemand, der für die Freiheit geboren wurde,
ziehe ich die sanften, stillen Momente des angenehmen Zeitvertreibs
vor das, was wir Monarchen so teuer kaufen müssen:
die stachelige Pracht der Herrschaft.
Mein Schmerz oder Glück wird niemals von
den Launen des wechselhaften Schicksals abhängen;
denn ob es mein Feind oder Freund ist,
ich werde in ruhigem Frieden die Nacht verbringen.
Ich werde weder mit eifriger Hingabe
sein Lächeln erlangen noch seinen Zorn fürchten.
Doch aus unserer Stellung schöpfen wir
richtige Richtlinien dafür, wie man leben soll,
und jede Stellung fordert bestimmte Taten,
anhand deren der menschliche Wert gemessen wird.
Voltaire, in seiner privaten Zelle,
in Ländern, wo alte Ehrlichkeit
eine erbliche Eigenschaft ist
und wo die heilige Freiheit gern wohnt,
kann seinen friedvollen Geist aufgeben.

Page 138

Gelenkt von Platons unsterblichen Seiten,
in stummer Einsamkeit ergeben
den sanften Tugenden eines Weisen;
doch ich – gegen den wilde Wirbelwinde
einen heftigen Krieg mit zerstörerischen Flügeln führen –
muss der Wut des Sturms trotzen,
im Denken, im Leben, im Tod ein König sein.
New Amer. Mag., Nr. XVII-470, Mai 1759, Woodbridge in N.J.

Ein niederländisches Sprichwort:
Feuer, Wasser, Frau – das ist des Mannes Verderben,
so sagt der weise Professor Vander Brüin.
Letztes Jahr ging mein durch Flammen zerstörtes Haus verloren;
ich muss die Kosten tragen.
Diesen Frühling überschwemmten die Regenfälle mein Land;
meine beste Flandern-Stute ertrank.
Ich bin ein Sklave in Claras Augen:
der Zigeuner kennt ihre Macht und flieht.
Feuer, Wasser, Frau – das ist mein Verderben;
groß ist deine Weisheit, Vander Brüin.
Boston Mag., III-81, Februar 1786, Boston.

Ode an den Tod
von Friedrich II., König von Preußen.
Aus dem Französischen übersetzt von Dr. Hawkesworth.

Noch einige Jahre oder Tage vielleicht,
oder Momente vergehen still und leise,
und die Zeit wird für mich nicht mehr existieren;
nicht mehr werden diese Augen die Sonne sehen,
die Erde wird ihren Staub über diese Glieder streuen,
und der fantastische Traum des Lebens wird zu Ende sein.

Ach! Ich berühre den schrecklichen Rand,
von der Kante der Natur werde ich hinabgestoßen,
und endlose Dunkelheit umhüllt mich!

Page 139

Ja, der Tod ist stets in meiner Nähe –
fast an meinem Bett steht er,
und immer wieder findet man ihn an meinem Tisch.

Erde, Luft, Feuer und Wasser verbünden sich
gegen dieses flüchtige Leben meines.
Und wohin kann ich fliehen, um Hilfe zu finden?
Wenn Kunst mit schmeichelhaften Listigkeiten vorgibt,
mich wie ein treuer Freund zu schützen,
so sterbe ich durch die Kunst, noch bevor die Natur es befiehlt.

Ich sehe diesen Tyrannen des Geistes,
dieses Idol aus Fleisch, das dem Staub übergeben wurde –
einst durch göttliche Macht aus dem Staub auferweckt:
Seine Züge verändern sich, es ist blass, es ist kalt –
ein schreckliches Gespenst! Sein Anblick bedeutet, dass auch ich zum Staub werde.

Kann ich dann mit schuldhaftem Stolz,
den weder Furcht noch Scham beseitigen oder verbergen können,
dieses Fleisch weiterhin verwöhnen und schmücken?
Wenn ich sehe, was ich bald sein werde,
kann ich dann noch Verlangen haben, auf den Knien zu liegen,
oder alles um mich herum mit Verachtung betrachten?

Aber was wird dann mit dieser Funke, die wärmt, die leitet,
die lebt, die denkt? Kann das wirklich Staub sein, ein gekneteter Klumpen?
Soll das der Tod sein? Die Seele, der Geist,
der den Himmel misst und mit dem Wind reist,
der sich selbst und Gott sofort kennt?

Großer Grund für alles, oben und unten –
wer dich kennt, muss dich für immer kennen,
unsterblich und göttlich!
Präg dein Bild in meine Seele –
das Zeichen einer endlosen Existenz –
und lass die Ewigkeit mir gehören.

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Gedanken transportieren! – Doch bin ich sicher,
Dass das endlose Leben Freude bringt?
Nur den Gerechten ist Freude vorbestimmt!
Der schuldige Elende geht zugrunde,
Dort, wo Rache ein endloses Leben verleiht,
Damit unendliches Leid folgen kann.

Großer Gott, wie schrecklich ist diese Szene!
Ein Atemzug, ein flüchtiger Atemzug dazwischen;
Kann ich etwa scherzen, lachen und spielen?
Zu Erde – ach! zu fest gebunden,
Bäume, tief im Boden verwurzelt,
Zittern, wenn sie herausgerissen werden.

Tägliche Freuden, die aus Neid entstehen,
Wie bindet ihr mit seidenen Fesseln an,
Die eine herkulische Kraft erfordern, um sie zu durchbrechen!
Wie habt ihr mit neuen Schrecken
Die Macht ausgestattet, deren leichtester Blick schon Alarm auslöst!
Wie viele Tode macht ihr aus einem!

Doch stumm vor Staunen sehe ich
Menschen, die tollkühn im Irrtum leben,
Die die Gesetze des Todes vergessen oder verachten;
Mit diesen Gesetzen stimmen weder Pläne noch Gelübde noch Anstrengungen überein,
Jeder glaubt, er atme unsterblich.

Jeder ist taub für die nahende Stunde des Schicksals,
Er spinnt Intrigen oder kämpft um Reichtum oder Macht,
Und wagt es, Gefahren herauszufordern:
Und der, der kaum ein Jahrhundert überlebt,
Plant zukünftige Gewinne –
Und erleidet einen unerwarteten Schlag.

Fort, ihr ungebändigte, verzweifelte Bande,
Verachtet Felsen, Meeresgründe, Winde, durchsucht Meer und Land,
Und zerstört neue Welten, wo immer ihr sie findet.

Page 141

Ergriffe ihn, eile, den glänzenden Preis zu ergreifen –
Verachte Seufzer, Tränen und Gebete,
Und schon gar nicht den heiligen Boden des Tempels.

Sie gehen, sie gelingen – doch schauen sie noch einmal zurück:
Die verzweifelte Hand, nach der sie suchen, ist vergebens;
Jetzt liegt sie im Staub, verachtet vom Bauern.
Doch wer, der ihre Schätze wachsen sah,
der den unersättlichen Rebellen hörte,
hätte je gedacht, dass sie sterblich sind?

Seht, wie der Sieger der Welt in sein Gefährt steigt –
Blut zeichnet seinen Weg, weit und breit;
Sicherlich wird er herrschen, solange die Zeiten vergehen.
Nein – wie eine Morgenwolke verschwindet er;
Dem Helden wurde nur gestattet, zu kämpfen, zu erobern – und zu sterben.

Ist es wahr, frage ich voll Entsetzen,
dass Völker auf Völkern bluteten
unter seinem feurigen Wagenrad,
um Trophäen als Schmuck für den Ort zu schaffen,
an dem seine blasse Leiche verrottete –
und zum Futter für die hungrigen Reptilien wurde?

Ja – das Schicksal, müde von seinem Spiel,
wirft diesen Helden weg; kaum ist noch seine menschliche Gestalt zu sehen.
Ehrfurcht friert meine Brust ein, meine Augen überfließen;
Um meine Stirn leuchten keine Rosen –
der Zypresse ist mein Zeichen, grün und traurig.

Doch in dieser Stunde des Kummers und der Ängste,
wenn die schreckliche Wahrheit offenbart wird,
übernimmt eine unbekannte Macht mein Herz;
meine Gedanken werden zurück in die Welt geführt,
meine Füße wandern durch das Labyrinth der Torheit –
und die Fantasie träumt davon, dass das Leben gesegnet sei.

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Wie schwach ist doch der Verstand einer Kaiserin –
die von den blühenden Kränzen der Lust gefesselt werden kann
und zu ihren Altären geführt wird!
Der schwache Verstand gibt der Raserei nach;
die ganze Welt ist die Bühne der Torheit,
und alle, die dort handeln, sind wahrhaftige Narren.

Und doch ist dieser seltsame, plötzliche Wechsel
vom düsteren Kummer zur fröhlichen Freude,
Diese Flüchtigkeit, so leicht und eitel –
im trügerischen, vergänglichen Traum des Lebens,
wo weder Menschen noch Dinge das sind, was sie zu sein scheinen –
das ist alles, was wir an wahrem Guten erlangen.
New Haven Gaz. and Conn. Mag., I-339, 7. Dezember 1786, New Haven.

**NARCISSA**
[Ein Gedicht, dessen dritte Strophe wie folgt lautet:]
Vielleicht trauere ich, wie Werter[40], in der Dunkelheit –
vergeblich, und verfluche das gnadenlose Schicksal.
Oder während ich das mitfühlende Mädchen liebe,
warten um mich herum die schwarzen Wolken des Unglücks.
Columbian Mag. or Mo. Misc., I-245, Januar 1787, Philadelphia.

**CHARLOTTE’S SOLILOQUY – AN DIE MÄNNER VON WERTER**
Von dem verstorbenen Doktor Ladd.

Warum, Werter, lässt du mich so zurück?
Ich irre durch die Dunkelheit –
und mit Tränen des stillen Leids
befeuchte ich jede Nacht dein Grab.

Warum, Werter, lässt du mich so zurück?
Deine Freunde, deine Verwandten fliehen –
Kennst du Charlotte nicht mehr?
Haben Freunde für dich keine Anziehungskraft mehr?

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Warum, Werter, lässt du mich so zurück –
voller Einsamkeit und Angst?
Siehe: Deine Freunde sind dem Leid ausgeliefert,
und Charlotte bleibt in Tränen zurück.

Warum, Werter, lässt du mich so zurück,
damit ich um deinen Grabstein wandere?
Ach! Vorahnungen des Unglücks
haben dein schreckliches Schicksal vorausgesagt.

Warum, Werter, hast du mich so zurückgelassen –
in schrecklicher Verzweiflung?
Diese Pistolen ahnten dein Schicksal voraus:
Ah! Warum war Charlotte dort?

Warum, Werter, hast du mich so zurückgelassen?
Ach! Du hast meine Liebe verraten,
indem du mich hier unten weinen ließest,
während du oben im Himmel glücklich bist.

Werter, du darfst mich nicht so zurücklassen:
Wir dürfen uns nicht trennen!
Ich verlasse diese Welt – ich gehe zum Himmel!
Werter, ich fliege zu dir.
Amer. Museum, I-180, Februar 1787, Philadelphia.

DER TOD VON WERTER

I
Sag mir: Hat Charlottes Hand diese Pistolen gegeben?
Komm, ihr teuren Zeugen meiner Liebe –
da sie sie mir gegeben hat, wäre es ein Verbrechen, weiterzuleben…
Nein; kommt, ihr Pistolen – ich beweise euren Tod.

II
Doch erst ein Kuss – denn dort berührte Charlotte euch,
ihr heiligen Relikte – nun seid ihr am kostbarsten;
obwohl Charlotte über euer Schicksal sehr trauern wird.

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Und selbst Albert vergießt eine mitleidige Träne.

III
Möge der Himmel das unbedachte Handeln vergeben!
Er gab mir Leidenschaften – doch ich konnte sie nicht beherrschen:
Doch wenn es, armer Werter, ein Verbrechen ist zu bluten,
so möge der Gott des Himmels Mitleid mit deiner Seele haben.

IV
Charlotte, ich gehe! Meine Pistolen sind geladen;
Meine letzten, sterbenden Gedanken sind auf dich gerichtet!
Ich gehe – den noch nie betretenen Weg des Todes entlang;
Einmal, und für immer, Charlotte – Oh! Auf Wiedersehen!
Amer. Museum, I-474, Mai 1787, Philadelphia.

WERTERS EPIGRAMM

I
Fremder! Wer auch immer du bist, der von unten
diesen grasgrünen Hügel mit festen Schritten erklimmt –
ergieße mitleidige Tränen; denn der Fremde soll wissen:
Hier liegt der Sohn der Trauer und des Leids.

II
Obwohl seine Seele von jeder Tugend beseelt war,
obwohl ihm beim Geburt die betrügerische Fortuna lächelte,
liebte er in einer traurigen Stunde zu sehr;
die falsche Fortuna verzog das Gesicht – und er wurde zum Kind der Trauer.

III
Der Himmel gab ihm Leidenschaften, so wie er Tugenden gab,
doch nicht die Kraft, diese Leidenschaften zu unterdrücken:
Von ihnen überwältigt ruht er im Grab –
dem letzten Zufluchtsort der Seele vor irdischem Leid.

IV
Um sein Grab herum wird das süßeste Gras sprießen;
und jedes Jahr werden hier Blumen blühen.

Page 145

Hier bringen die Feen ihre schönsten Geschenke,
Und vorbeikommende Fremde vergießen mitleidige Tränen.
Amer. Museum, I-474, Mai 1787, Phila.
[Dr. Ladd, Werter’s Epitaph.]

Der Abstieg Odins. Eine Ode.
New Haven Gaz. and Conn. Mag., III-Nummer 21, 29. Mai 1788, New Haven.
[Thomas Gray, Gedichte.
Veröffentlicht von Dodsley – London, Juli 1768.
Veröffentlicht von Foulis – Glasgow, September 1768.
Beide Ausgaben enthalten „Der Abstieg Odins“. Das Gedicht wurde 1761 in Cambridge geschrieben. Es handelt sich um eine Paraphrase des alten isländischen Liedes namens Vegtams Kvida, manchmal auch Baldrs draumar genannt. Das Original findet sich in Bartholinus, de causis contemnendæ mortis; Hafniæ, 1689, Quarto. Gray hat es unterlassen, die ersten vier Zeilen zu übersetzen. Vgl. Works of Thomas Gray, herausgegeben von Edmund Gosse. N.Y., 1885. I-60.]

Charakteristischer Überblick über die Niederländer auf Long Island.

Noch immer überlebt ihre zahlreiche Bevölkerung auf diesen Ebenen,
und da sie zum Arbeiten geboren sind, gedeihen sie weiterhin;
durch Regen und Sonnenschein arbeiten sie für ihre Nachkommen,
und es gibt auf dieser Erde keine Nation, die der ihren gleicht.
Wo immer sie sich niederlassen, lächelt die ganze Natur um sie herum –
Wälder sind voller Früchte, und Fülle bedeckt den Boden;
keine kahlen Bäume, die ihre Behausungen beschatten könnten, sind zu sehen;
die Bäume müssen fruchtbar sein, und ihre Wohnstätten sauber;
keine nutzlosen Fantasien wagen es, sich einzumischen,
noch hoffen sie auf Aufmerksamkeit vom Herrn.
Alles dient etwas, das einen Nutzen bringen muss,
alles dient einem Zweck, und jedes Ding hat seine Bestimmung.
Ewige Sorgen halten ihre Häuser am Laufen,
sauber wie die Außenseite eines Sonntagsanzugs.
Rad, Webstuhl – das sind ihre Freuden, ihre größten Glücksmomente.
Die kräftigen Mädchen lassen sich nicht von nutzlosen Leidenschaften leiten.

Page 146

Keine schönen Vorstellungen von romantischer Liebe;
Er findet den kürzesten Weg zu ihrem Herzen –
derjenige, der mit Gold kommt und sie um ihre Güte bittet.
Sie achtet weder auf Tapferkeit, Bildung, Geist noch Abstammung;
sie kümmert sich nicht um den Mann – sondern fragt ihn, was er wert ist.
Keine Furcht kann in ihrer festen Brust Einzug halten;
sie lenkt das Schiff und richtet die Segel aus;
in einem kleinen Boot findet sie den Weg zum Markt, zieht an den Seilen oder lenkt das Boot dem Wind entgegen.
Während Hans, vorne angebunden und ihrem Willen untertan, seine Pfeife raucht und über ihre Fähigkeiten staunt…
Gesundheit für ihre Bemühungen – mögen sie so weitermachen können…
Verflucht sei mein Stift! Welche Tugenden habe ich da beschrieben?
Ist das der allgemeine Geschmack? Nein – antwortet die Wahrheit –
wenn man Schönheit schätzt und keine Täuschung duldet, dann sieht man:
der gutaussehende Yorker verdeckt ihr schönes Gesicht;
sie, früh schon zu glücklicheren Gesprächen zu Hause geführt, zieht die Arbeiten vor, die ihrem Geschlecht zukommen;
fernab von den Augen anderer widmet sie sich einer Lieblingskunst und überlässt die härteren Aufgaben dem kräftigeren Mann.
Amer. Museum, VII, Jan.–Juni 1790, Appendix I-42, Phila.

**RAT ZU WERTERS LEIDEN**
Irregeleitete Jugend! Deine Liebe, zur Raserei getrieben,
verwarf jede ruhige Überlegung und jeden vernünftigen Gedanken.
Schon nach kurzer Zeit zeigten sich Charlottes Reize
als schwach und verblichen in Werters Armen:
Denn Schuld und Gemeinheit konnten niemals bei dir bestehen;
und eine tugendhafte Freundschaft setzte dich bald frei.
Doch hättest du den Untergang der Schönen überwunden,
hättest du dann, wie jetzt, den tödlichen Ball getroffen;
noch größeres Leid hätte deinen Geist heimgesucht,
als das, was deine Seele jetzt erleidet.
Niemand wagt zu sagen, dass die Barmherzigkeit ihre Hilfe bietet.

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Doch wer von ihnen wäre nicht erschrocken gewesen,
wenn du Charlotte mit einem Kuss verraten hättest.
—Laura.
Universal Asylum and Columbian Mag., V-269, Oktober 1790, Phila.

WETTERS EPITAPH
Von dem verstorbenen Dr. Ladd.
Mass. Mag., III-114, Februar 1791, Boston.
[Auch in American Museum, I-474, Mai 1787, Phila.]

ELLA A TALE.
Die Geschichte berichtet, dass Sivard, König von Schweden, mit einer großen Armee nach Norwegen einzog und die größten Gräueltaten beging; doch schließlich wurde er gestürzt, seine Armee besiegt, und er selbst von einer jener Frauen getötet, die er brutal missbraucht hatte.

Zwischen den norwegischen Hügeln erstreckt sich eine Ebene,
von der Natur zum Sport geschaffen;
der erfahrene Krieger sowie der tapfere junge Mann
kehren hier zu den jährlichen Spielen zurück.

Hoch über ihren Köpfen hing die graue Stirn,
die einen weiten Schatten warf;
von dort schienen diese mächtigen Worte zu kommen:
„Grausame Feinde stören eure Spiele!“

Sie blickten nach oben – ein Krieger fiel ihnen ins Auge;
er trug sein Schwert hoch erhoben,
vollständig in Rüstung, unerträglich hell,
wo strahlende Glanzlichter tanzten.

Das westliche Sonnenstrahl flog um seinen Helm herum;
er wirkte mehr wie ein Gott als wie ein Mensch;
und die Stimme, die an ihren Ohren erklang, schien mehr wie die eines Gottes zu sein.

„Ihr Söhne Norwegens! Hört meine Geschichte an.“

Page 148

„Eure ländlichen Spiele – hört auf!
Sivard marschiert durch das Tal von Dulvellon –
Beendet die Spiele des Friedens!

Der blutdürstige Sivard führt seine schwedischen Eroberer an;
Er richtet Unheil in unserer Schande an.
Mann, Frau und Kind bluten –
Norwegen ist nur noch ein Name!

Der Ehemann sieht es – verflucht sei die Gier des Tyrannen!
Er sieht seine schöne Braut –
Ihre Tugend, ihr Wert und ihre Würde liegen im Staub –
Oh, wo ist der Stolz Norwegens?

Weckt euch! Weckt die Norweger! Nehmt eure Waffen in die Hand –
Lasst Helme jeden Kopf schützen!
Lasst uns diesen schwedischen Dämonen auf der Ebene entgegentreten
Und ihren Triumph zunichtemachen.

Oh, hättet ihr nur gesehen, was diese armen Augen gesehen haben!
Es war Sivard, der dies getan hat –
Unser alter Monarch und unsere hilflose Königin –
Ich, ja, ich sah, wie sie bluteten.

Ihre Tochter Ella – nein, ich werde es nicht sagen!
Die Norweger sollen niemals fragen –
Niemals erfahren, was mit dem königlichen Mädchen geschah;
Ich sehe, wie eure Seelen brennen.

Oh, nehmt eure Schwerter, eure Speere, Helme und Schilde!
Oh, verteidigt euren Ruhm!
Sivard und Schweden starren auf die Felder Norwegens –
Erinnert euch an den Namen Norwegens.“

Er sprach – Tränen flossen in Strömen, die jungen Männer waren voll Zorn;
Wut erfüllte jede ehrliche Brust –
Um ihre Schande mit schwedischem Blut zu tilgen.

Page 149

Was jedes Gedanke ansprach.

Dann rief der rothaarige Rollo mit wildem Vorstoß:
„Wer auch immer du bist, komm herab!
Wir leben auf Hügeln, jeder Mühsal sind wir ausgesetzt,
und Krieg ist unser Schicksal.

Lass Sivard kommen – wir werden den Tyrannen hier treffen;
Aber du, Fremder, komm herab.“
Er kam – der alte Athold blickte ihn streng an;
Er blickte – doch hörte auf, finster zu schauen.

„Entweder hat Athold das Antlitz seines Monarchen vergessen,
oder du bist sicherlich sein Sohn!
Eric, aus dem königlichen Geschlecht Norwegens!“ –
Schnell verbreiteten sich die Nachrichten.

Mit Rufen drängten sie heran, um den schönen Anführer zu sehen;
Der Alte küsste seine Hand;
Auf beiden Seiten zeichneten sich deutlich Spuren des Kummers ab,
dann sprach Athold zu seinen Leuten:

„Ihr Söhne Norwegens, kehrt in eure Heimat zurück,
nehmt dort Schwert und Schild,
und bevor die purpurnen Strahlen des Morgens den Himmel färben,
trefft Eric auf dem Schlachtfeld.

„Oh Prinz! Gehe mit dem alten Athold,
und ruhe dich aus;
Athold wird singen und den aufkommenden Kummer lindern –
oder er wird seine Harfe zerbrechen und weinen!“

Es war Nacht – in Atholds Halle nahm jeder seinen Platz;
Er sang von vergangenen Zeiten;
Schnell strömten Tränen über das Gesicht des Helden,
und klagende Laute ertönten.

Der Morgen brach an – und hell, in gerüsteten Armen…

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Die rauen Veteranen kamen –
und viele junge Männer, unerprobt in wilden Kämpfen,
nahmen nun den Namen von Patrioten an.

Sie hörten aus der Ferne das Dröhnen von Sivards Heer;
der junge Eric schlug auf seinen Schild;
dann warf er seinen schweren Speer in die Luft
und raste über das Feld.

Dann folgte der alte Athold; der starke Rollo;
Black Calmar hob seine Keule;
Culullin, Marco, Streno – sie stürmten voran,
sowie alle diese rauen Krieger.

Der Schwede kam mit großer Kraft – stolz auf seine Überzahl;
er verachtete seine schwachen Feinde;
doch bald ertönte das Gebrüll des Kampfes laut,
und viele Schweden lagen tot am Boden.

Der starke Rollo tötete den riesigen Olaus –
fünfzehn weitere wurden verwundet;
der alte Athold spaltete dem tapferen Adolphus den Kopf,
inmitten all seines jugendlichen Stolzes.

Doch Eric! Eric! – so hallte es über das Feld;
er rief weiterhin nach Sivard;
die keuchenden Schweden lagen haufenweise am Boden –
Sivard! Die Hügel antworteten ihm.

In Wut griff Sivard nach seinem glänzenden Schild,
seiner Rüstung, seinem Helm und seinem Speer;
er bestieg sein Streitroß und donnerte über das Feld;
Nun kennt Norwegen keine Furcht mehr.

Der große Rollo fiel unter seinem furchterregenden Arm;
seine Pferde waren mit Blut bespritzt;
der junge Eric lächelte, als er das laute Kampfgebrüll hörte.

Page 151

Und flog, um die Flut aufzuhalten.

Er schrie, er spuckte Schaum – wild flog der durstige Speer,
Der vorderste Hengst stürzte zu Boden:
Entsetzt verspürte Sivard eine ungewöhnliche Furcht,
„Du Tyrann – du bist zum Bluten verurteilt!“

Der junge Mann sprang auf – tief fuhr das Schwert
in die Stirn des Tyrannen:
Schnell flohen die Schweden und ließen ihren gehassten Herrn zurück,
seine mächtige Arroganz war gebrochen.

Nun preisen die Söhne Norwegens ihren großen Retter,
Doch siehe! Er blutet! Er fällt!
Der alte Athold nimmt seinen Helm sowie die Rüstung ab
und ruft zu seinen Göttern.

Er hebt den Helm – herab auf den schneeweißen Hals
fallen schnell die seidigen Haare –
Könnten doch diese Glieder den erobernden Sivard aufhalten!
Oh Macht der tiefen Verzweiflung!

Das Leben schwindet schnell – sie hebt ihren schwachen Kopf,
sie versucht, mit der Hand zu winken;
Allen gesteht die schöne Ella –
„Danke, danke, tapfere Gefährten:

Die Freiheit belohnt euch – nichts kann Ella geben,
Niedergestreckt liegt die arme Ella;
Sivard ist tot! Und Ella möchte nicht leben.“
Sie blutet – sie wird ohnmächtig – sie stirbt!
N. Y. Mag. or Lit. Repos., II-235, April 1791, N. Y.

BAUERN VON DEN ALPEN.

Dort, wo Felsen aus der von Winter gekrönten Landschaft ragen,
und durch dunkle Kiefernwälder ringsum,
herab in die tiefen Schluchten, wo schneebeladene Ströme schäumen.

Page 152

In einer Senke, geschützt vor den Stürmen,
baut der Alpenbauer sein Häuschen und errichtet
sein bescheidenes, glückliches Zuhause.

Unbegehrt ist das reiche Anwesen,
das weit unter ihm auf der Ebene liegt –
mit seinen weiten Feldern und Olivenhainen;
mehr lieb ist ihm sein kleines Haus mit Bananenblätterdach,
wo sein unehrgeiziges Herz schon lange verweilt
und alles findet, was es sich wünscht, alles, was es liebt.

Dort wohnt die Herrin seines Herzens,
und die Liebe, die jede Kunst lehrt,
hat ihn geheißen, diesen Ort mit größter Sorgfalt zu gestalten;
wenn er den fruchtbaren Boden des Tals entlehnt,
klettert er mit geduldiger Mühe den Abhang hinauf,
um dort ihre Lieblingspflanzen anzupflanzen.

Mit einheimischen Sträuchern, einer widerstandsfähigen Pflanzenart,
findet dort der grüne Myrtenstrauch seinen Platz,
und auch Rosen – deren Blätter vom Tau bedeckt sind;
während aus den steilen, verwinkelten Hängen
die alpinen Beeren mit Blüten und Früchten hervorschauen
und, rot werdend, sich mit den Reben vermischen.

Die einfachen Erträge seines Gartens,
von geliebten Händen für ihn vorbereitet,
sind der ganze kleine Luxus, den er kennt;
und von denselben lieben Händen wird sanft ausgebreitet
der samtenen Schätze der Chamois, die das Bett bilden,
wo er in ihren Armen Ruhe findet.

Doch fernab dieses ruhigen Zuhauses
sammelt sich dunkler Donner um seinen Weg,
der Wind tost wild, die blitzschnellen Blitze zucken;
schnell kehren das Rauschen der Felsen zurück,
sein schwaches Herz zittert, während er weitergeht;
beunruhigt lauscht er dem Getöse.

Page 153

Von zerrissenem Eis! – Oh, Mann des Leids!
Über sein geliebtes Bett – ein Schneehaufen,
durch den Sturm von der Klippe oben abgerissen,
ist gefallen – und hat in seiner „marmornen Brust“
alles begraben, was die Welt für diesen Unglücklichen besaß:
sein Zuhause, sein Glück, seine Liebe!

Entsetzt steht der Herzgebrochene da!
Seine Augen sind starr – seine Hände zittern;
überwältigende Qualen hindern ihn am Atmen.
Zerdrückt vom unerträglichen Gewicht der Verzweiflung
sucht er verzweifelt die höchsten Gipfel des Berges
und sucht dort verzweifelt Erleichterung im Tod.

Ein zu ähnliches Schicksal ereilt mich –
doch ich krame in quälendem Schmerz weiter
und beklage immer noch mein letztes Glück.
Kalt, kalt ist mir nun jene geliebte Brust geworden,
wo dieses arme Herz einst seinen Wohnsitz hatte;
Liebe und Glück gehören mir nicht mehr.
N. Y. Mag., oder Lit. Repos., III-443, Juli 1792, N. Y.

**ELLA. EINE GESCHICHTE.**
Lady’s Mag. and Repos., I-97, Januar 1793, Phila.
[Auch in N. Y. Mag. oder Lit. Repos., II-235, April 1791, N. Y.]

**EIN ALLGEMEINER BERICHT ÜBER DIE SCHWEIZ UND DIE ALPEN, MIT EINER RÜHRENDEN ANEGDOTE.**
Aber kehren wir zu unseren Alpen zurück. Hier wilde Felsen in unerreichbarer Höhe; dort Ströme, die sozusagen aus den Wolken hervorbrechen und die zerklüfteten Abhänge hinunterrollen. Der reizvolle Nebel, dicht aufgewirbelt in romantische Formen, mag vielleicht Ihre Bewunderung wecken – doch er übersteigt nicht den Rahmen Ihrer Vorstellungskraft. Doch wie soll ich Ihnen eine Vorstellung von der stets wechselnden und zufälligen Schönheit dieser majestätischen Landschaft vermitteln? Manchmal legt der stürmische Nebel, der durch einige einsame Täler weht, einen feierlichen Schatten darauf, während alles umher im vollen Glanz der Mittagssonne strahlt. Plötzlich ist alles…

Page 154

Dunkel und düster – Donner grollt von Fels zu Fels, bis das Echo müde wird von dieser schrecklichen Wiederholung. Hinzu kommt der allmähliche Herannahen des Abends, das letzte Licht der Sonne, das auf den Berggipfeln verblasst, sowie die anhaltende Dämmerung, die noch immer den Schleier der Nacht abwehrt – bis der aufgehende Mond weiterhin in seinem Schein die vergangenen Prachtmomente widerspiegelt.

Nun ist alles ruhig – und bevor der müde Mensch wieder zu seiner Arbeit auf den Hügeln aufbricht, wird doch die Muse der Natur wohl einen Gesang finden, um ihn bei Tagesanbruch zu wecken und zu begrüßen?

Oh! Lass sie ihm sagen, dass das empfindsame Herz, oft von Erinnerungen zum Berggipfel geführt, jene Segnungen sucht, die Reichtum niemals geben kann – und dass es den Frieden seines Zuhauses teilen möchte.

Dort, wo jede hässliche Leidenschaft zur Ruhe kommt, weiß der Mensch, wie er jedes Geschenk der Natur zu schätzen hat: Er flieht aus dem Sturm in die Arme seiner Geliebten und wartet dort in Ruhe auf klare Himmel.

Sagt, ihr stolzen Söhne des Reichtums und der Macht – kann etwas eure Freuden mit diesen vergleichen? Kann der vollkommene Triumph des Ehrgeizes, wenn Stürme drohen, eure Sorgen lindern?

Oder wird der Bewohner jenes einsamen Hauses, der mitleidig auf euren prächtigen Auftritt blickt, zufrieden mit seinem armen, aber unabhängigen Schicksal, die Elendhaftigkeit des Großseins aufdecken?

Unbekannt für euch sind das obdachlose Kind des Leids, der freundelose Pilger oder der hungrige Arme. Die Güte, die ihr achtlos verschenkt, bleibt nicht bei ihnen – die Hand, die sie ernährt, weist sie von eurer Tür zurück.

Hier macht die grausame Nächstenliebe keine Gaben – denn während sie hilft, beleidigt sie zugleich das große Leid. Das Herz, das willkommen heißt, teilt jeden Kummer mit.

Page 155

Und nur Mitleid dort, wo keine Abhilfe möglich ist.
So sind die Szenen, mein lieber Herr – so die Gastfreundschaft, die ich nun verlassen werde. Ich weiß nicht, warum ich ihre Tugenden in Reime fassen wollte; vielleicht lag es daran, dass meine Prosa anfing, auf Stelzen zu laufen, oder dass ich vorübergehende Begeisterung mit poetischer Inspiration verwechselte. Tatsächlich sind alle Gedanken und Vorstellungen derart über dem gewöhnlichen Ideenfluss erhoben, dass der Fehler verzeihlich ist – besonders dann, wenn der imaginäre Dichter mit den Worten beginnt:
„Sublimi seriens sidera vertice.“
Adieu,
Immer Ihr.
Lady’s Mag. and Repos., I-253, Mai 1793, Phila.

Ein niederländisches Sprichwort.
Weekly Museum, VII, 14. März 1795, N.Y.
[Ebenso in Boston Mag., III-81, Februar 1786, Boston.]

Ein niederländisches Sprichwort.
Phila. Minerva, I, 16. Mai 1795, Phila.
[Ebenso in Boston Mag., III-81, Februar 1786, Boston.]

Gedichte von König Preußen.
Rural Mag. or Vt. Repos., I-494, Oktober 1795, Rutland.
[Dasselbe wie in The Relaxation of War in Amer. Mag. or Mo. Chron., I-440, Juni 1758, Phila.]

Für das Weekly Museum.
Das gotische Schloss.
„Die Zeiten des Rittertums sind vorbei.“
Burke’s Letter on the French Revolution.

Seht! Jetzt verschwindet die Landschaft,
während der Tag nach Westen zieht;
seht, wie die stille Nacht erscheint,
mit ihrer ruhigen Begleiterin.

Hört! Die wellenreiche Küste hallt wider,
wenn die Wellen von den Felsen zurückprallen;
Felsen, auf deren überhängenden „Brauen“…

Page 156

Der unregelmäßig von den Wellen genährte Samphir wächst.
Siehe! Die fernen Strahlen des Leuchtturms
spielen über der weiten Wasserfläche –
freundlich gegenüber den Schiffen, die zum Hafen segeln,
als Zeichen für die Wache der Seeleute.

Schaut! jener düstere gotische Turm –
dort geschahen oft Morde –
schreckliche Verliese für besiegte Heere –
Hört! die Schreie der umherirrenden Geister!

Nun breitet sich eine doppelte Dunkelheit
über jedem Turm aus;
während durch den kläglichen Schrei des Uhus
alle Freuden erschrocken fliehen.

Ihr rachsüchtigen Mauern, zum Untergang erbaut!
Orte verfluchter Sünden aus der Hölle!
Schrecklich waren eure schrillen Alarmsignale –
Hört! der Wächter ruft: „Zu den Waffen!“

Wie viele Barone wurden hier getötet,
in Rüstungen gefangen, vergeblich!
Wie viele Feudalvassallen starben,
während das rote Meer des Lebens zurückwich!

Welche geheimen Leiden lagen hier verborgen!
Welche Qualen mussten die Unglücklichen ertragen!
Wenn sie in euren dunklen Zellen eingesperrt waren,
die auserwählten Opfer der Unterdrückung.

Wie düster steht jener zerklüftete Turm da!
Sieht er nicht fast auf dem Boden?
Er blickt mit stolzer Verachtung
auf die weite Ebene hinab.

Hier verfolge ich die Zeiten des Feudalismus.

Page 157

Die Macht des Adligen – die Schande der Armen –
Hier, während sie entsteht, kann jeder sehen
„ein Denkmal der Ritterlichkeit“.
Orlando.
13. August 1796.
Weekly Museum, IX, 13. August 1796, N.Y.

Bauer aus den Alpen.
Phila. Minerva, III, 19. August 1797, Phila.
[Ebenso in N.Y. Mag. oder Lit. Repos., III-443, Juli 1792, N.Y.]

Der Wasserkönig von Preußen.
Rural Mag., I, 21. Juli 1798, Newark.
[Dasselbe wie „The Relaxation of War“ in Amer. Mag. oder Mo. Chron., I-440, Juni 1758, Phila.]

Die Wasserkönigin.
Eine dänische Ballade. Von dem Autor von Alonzo der Tapfere.

[Das Gedicht folgt.]
Seit ich diese Strophen geschrieben habe, bin ich auf zwei alte schottische Balladen gestoßen, die gewisse Ähnlichkeiten mit „Der Wasserkönig“ aufweisen; eine heißt „May Colvin“ und erzählt die Geschichte einer Königstochter, die von einem falschen Sir John aus dem Haus ihres Vaters gelockt wird; die andere, mit dem Titel „Clerk Colvin“, handelt von einem jungen Mann, der in die Falle einer falschen Meerjungfrau gerät; diese zweite Ballade weist tatsächlich noch größere Ähnlichkeiten mit der dänischen Überlieferung „Die Tochter des Erlkönigs“ auf. Der Fragment von „Der Wasserkönig“ findet sich in „Herders Volkslieder“.
Es wurden viele Anfragen bezüglich der hier erwähnten „elementaren Monarchen“ gestellt; ich muss meinen Lesern mitteilen, dass alles, was ich über den Wasserkönig (im Deutschen „Der Wassermann“ genannt) sowie den Erlkönig (im Deutschen „Erlkönig“ genannt) weiß, aus der oben genannten Ballade sowie zwei weiteren Balladen stammt, die ich hier einfügen werde. Was den Feuerkönig und den Wolkenkönig betrifft, so sind sie vollständig meine eigene Erfindung; doch falls meine Leser ihren Ursprung dem „Comte de Gabalis“ zuschreiben möchten, ist das selbstverständlich willkommen.
Weekly Mag., III-92, 18. August 1798, Phila.
[J. G. Herder, Der Wassermann im Vierten Buch (Nordische Lieder) von Stimmen der Völker in Liedern. Übersetzt aus dem Deutschen.
M. G. Lewis, The Monk and Tales of Wonder. Vgl. Anmerkung zu „Der Erlkönig“ in Weekly Mag., III-93, 18. August 1798.]

Wetter’s Farewell an Charlotte.

Page 158

„Es sind Tränen der Dinge – sie berühren den Geist der Sterblichen.“
Virg. Aeneis I-466.

Der Konflikt ist vorbei – ach! Liebe Maid, Lebewohl!
Vor diesen traurigen, Abschiedszeilen stehst du da;
Bevor die Felder im frühen Morgenlicht erblühen,
ruht dein Werter unter dem stillen Grab:
Nicht mehr kann er die Schönheiten des Tages sehen,
nicht mehr deinen himmlischen Gesang hören,
nicht mehr in Entzücken sitzen und dir zuhören,
oder mit dir spazieren gehen, am Ufer des fließenden Flusses,
durch die grünen Felder oder im schattigen Wald.
O! Charlotte! Wenn du die Fluten aufsteigen siehst,
und winterliche Stürme vom Himmel herabkommen,
die düstere Dunkelheit, die die Ebene bedeckt,
und ringsum nur trostlose Schneelandschaften –
wirst du dann nicht in Trauer seufzen,
um die verlorenen Freuden eines Sommertags,
und dich an die Zeit erinnern, als du so oft
deinen unglücklichen Geliebten auf dem grünen Rasen sahst,
oder aus dem Wald kommend, um deine Reize zu betrachten
und in hoffnungsloser Liebe zu leiden?
Du blicktest auf deine engelhafte Gestalt – denn ohne sie
erschien mir die Welt wie eine endlose Leere.
Wie für Seeleute, denen vom Mitternachtshimmel
die hellen Strahlen des Mondes entgegenleuchten,
um sie durch die wasserreichen Ebenen zu führen
oder sie wieder an ihre Heimatstrände zu bringen –
so kann ich, Charlotte, keine andere Freude kennen,
als die leeren Tage zu verbringen und dich anzusehen,
in deinen Freuden zu leben – oder in deinem Kummer zu sterben,
„und das köstliche Gift aus deinen Augen zu trinken“,
wie das verirrte Insekt um die Kerze fliegt
und sich der tödlichen Flamme nähert, durch die es stirbt.
Doch, Charlotte, nun sind diese flüchtigen Freuden verschwunden,
und Werter versinkt unter den stillen Toten –
von den strahlenden Hoffnungen des Lebens für immer verloren.

Page 159

Sein Gedächtnis verloren, und sogar sein Name unbekannt –
es wird eine Zeit kommen, da im leeren Geist
der liebste Freund keine Spur von mir finden wird;
da selbst meine Verwandten von meinem traurigen Schicksal erfahren
und mein verfallenes Grab ohne Träne betrachten werden.
Denke an die flüchtigen Eindrücke des Geistes,
die wie Mitternachtsträume vergehen und keine Spur hinterlassen.

An diesem Abend wanderte ich durch jede schöne Landschaft,
durch jeden fruchtbaren Tal und jedes grüne Feld;
in Gedanken versunken und traurig blickte ich auf die schäumenden Fluten;
die wilden Winde störten die stille Waldlandschaft.
Ich sah den großen Sonnenball, strahlend in seinem Glanz,
wie er hinter den westlichen Wellen in der Nacht verschwand;
auf dem Hügel stand ich, um seine Strahlen zu sehen,
und beobachtete, wie er in den salzigen Fluten versank.
Mein Herz wurde von doppeltem Kummer erfüllt,
und die letzte Hoffnung des Lebens verließ meine Brust;
die weite Welt war für immer aus meinem Blickfeld verschwunden,
und alles gehörte zu einer ewigen Nacht.

Ah! Werde ich jemals wieder dein Bild erkennen,
in diesen traurigen Landen voll Elend und Leid?
Oder gibt es noch einen Ort im Himmel,
der für unglückliche Sterbliche vom ewigen Geist vorgesehen ist –
ein abgelegenes Tal oder ein schattiger Hain,
irgendeine glückliche Wohnstätte in den höheren Regionen,
wo eines Tages der Schatten von Charlotte und meiner
sich treffen kann,
unsere Leiden enden und unser Glück vollkommen sein wird,
in den strahlenden Regionen des ewigen Lichts,
wo alles vollkommene Freude und reine Seligkeit ist.

Wenn du an einem Sommertag zufällig durch das tiefe Tal wanderst,
oder auf der breiten Straße,
oder auf dem Kirchhof, zwischen den schattigen Bäumen,
hörst du das Pfeifen der Mitternachtsbrise,
die das Gras hochschwingt, in der einsamen Dunkelheit,
um den Haufen herum, der das Grab deines Geliebten zeigt…

Page 160

Ah, wirst du ihm dann keinen traurigen Gedanken schenken –
jemandem, der kein größeres Glück kennen kann,
als die Stunde mit flüchtigen Freuden bei dir zu verbringen,
deine Reize zu betrachten und dein umherirrendes Auge zu beobachten,
das wunderschöne Bild deines Geistes zu sehen,
eine Seele zu entdecken, die allein für den Himmel bestimmt ist,
oder deine ferne Gestalt zwischen den Bäumen zu erblicken,
und deine weißen Haare, die im Wind wehen;
oder zu sehen, wie deine Finger mit zarten Melodien solche Töne erzeugen,
wie sie nur Dichter im Himmel hervorbringen können;
Töne, die selbst Orpheus gerne hören würde
und aus Plutos Seele Tränen hervorlocken würden.
Ja, selbst Charlotte wird meine traurigen Überreste sehen,
und Charlottes zartes Herz wird seufzen um mich.
Dessert to the True American, I-No. 20, Nov. 24, 1798, [Phila.].

Die folgende Parodie auf den Stil, in dem die meisten deutschen romantischen Balladen geschrieben sind, ist voller Witz und Humor; wir sind überzeugt, dass sie sogar den größten Bewunderern dieses Schreibstils Spaß machen wird. Es genügt zu erwähnen, dass Lord Hoppergallop seine Dienstmagd in seinem Landhaus zurückgelassen hat, wo sie sich mit dem Gärtner eingelassen hat.

Kalt weht der Wind – die Nacht ist dunkel;
die verrückten Verkleidungen am Haus krachen;
die Sonne war untergegangen – und das ganze Moor,
wie jedes andere Moor auch, war schwarz.

Allein, blass, zitternd, neben dem Feuer saß
die schöne Molly Dumpling.
Sie hatte große Angst – und bewunderte zugleich
sehr, was Thomas, der Gärtner, wohl sein könnte.

Während sie lauschte, stützte sie ihr Kinn mit der Hand ab;
doch ach! man hörte kein Geräusch von Schritten –
er kam nicht aus dem Garten herein;
weder er noch der kleine Bobtail.

Sie können nicht zu dir kommen, liebe Magd!

Page 161

Fleisch – sowohl bei Tieren als auch beim Menschen – ist nichts weiter als Gras!
Und Was Unmögliches kann nicht geschehen;
Es wird niemals, niemals Wirklichkeit!

Sie schritt durch den alten Saal,
um Thomas von seiner Arbeit zu rufen;
Sie öffnete die riesige Tür – die Scharniere quietschten,
denn sie benötigten Öl.

Dreimal rief sie an der Schwelle des Saals „Thomas“ – begleitet von vielen Schluchzern;
Dreimal rief sie auch nach Bobtail und rief sanft: „Bob! Bob! Bob!“

Vergebliche Mühe! Ein Gärtners Leichnam, so heißt es,
kann nur schlecht antworten;
Und Hunde, die selbst nach ihrem Tod noch hören können,
sind wirklich sehr listige Hunde!

Zurück durch den Saal ging sie – überall herrschte Stille!
Die Kerze warf ein schwaches Licht –
obwohl es sich um eine große Kerze handelte.

Sie zog sich ganz nah ans Feuer;
Eine salzige Träne lief ihr über die Wange –
Da sah sie plötzlich einen Sarg dahinfliegen –
und in ihrem Schürzen entstand ein Loch!

Spinnen tickten unermüdlich vor sich hin –
ein Zeichen dafür, dass das Schicksal missgünstig ist;
Auch die ungeschickte Küchenuhr klickte –
ein Zeichen dafür, dass noch nicht alles vorbei war.

Ihre Ängste wurden immer stärker;
Ihr eigener Schatten erschreckte sie;
Sie zitterte vor ihrer eigenen Nase –
sie sah so lang aus gegen die Wand.

Page 162

Bis zu ihrem Zimmer, feucht und kalt,
stieg sie die Treppe von Lord Hoppergallop hinauf –
drei Stockwerke hoch, lang, düster und alt –
wie es bei den Räumen großer Herren oft der Fall ist.

Die ganze Natur schien innezuhalten;
„Die Hälfte der Welt schien tot zu sein.“
Sie hatte keinen „vorhanggeschützten Schlaf“ –
denn sie hatte keine Vorhänge an ihrem Bett.

Sie lag da und lauschte; mit metallischem Lärm
schlug die Uhr zwölf; die Tür flog auf;
da glitt Thomas grimmig herein,
mit dem kleinen Bobtail an seiner Seite.

Er war groß, wie ein Pappelbaum;
sein Westen war grün, wie Lauch;
seine Augen waren rot, wie Rote Bete;
und seine Wangen blass, wie Rüben!

Sobald sie den Geist sah,
ergriff die Angst das Mädchen; sie flüsterte:
„Was will mein Thomas?“ Er antwortete:
„Oh! Molly Dumpling! Ich bin tot.“

„Im Blühen meiner Jugend stürzte ich nieder,
abgeschnitten, noch gekrönt vom vollkommenen Glanz der Gesundheit;
ich war nicht krank – doch im Brunnen
stürzte ich rückwärts und ertrank.

„Vier Faden tief liegt deine Liebe dort;
sein treuer Hund teilt sein Schicksal;
wir sind Freunde – das sind nicht er und ich;
wir sind nicht hier – denn wir sind dort.

„Ja – wir sind zwei abscheuliche Wassergeister;
Mädchen der Heide! Komm nun zu uns!
Deine Stunde ist gekommen – wir kommen, um dich zu holen!“

Page 163

Das kleine Teufelchen sagte: „Bow wow!“
„Um sie in ihrem kalten Grab zu begraben –
eine holländische Decke, wie es eine Jungfrau liebt;
du wirst eine Decke aus Wasser bekommen;
solche Decken gibt es an den Deichen in Holland.“
Die Teufel näherten sich; das Mädchen zuckte zurück;
schnell glitten sie durch die üble Nachtluft;
sie brachten sie zum Rand des grünen Brunnens
und stießen sie mit einem Stoß hinein.
Aus „Dessert to the True American“, Nr. 27, 12. Januar 1799, Philadelphia.
[Der Autor hatte offensichtlich Bürger’s „Lenore“ im Sinn, als er den oben genannten Text schrieb.]
[Burleske im Stil, in dem die meisten deutschen romantischen Balladen geschrieben sind.]
Phil. Repos., I-328, 22. August 1801, Philadelphia.
[Auch in „Dessert to the True American“, Nr. 27, 12. Januar 1799, Philadelphia.]
Für das Portfolio.
„An Author’s Evenings“. Aus dem Laden von Messrs. Colon und Spondee.
Unter den neuesten und angenehmsten Sammlungen, kürzlich aus England eingetroffen, befindet sich ein poetisches Werk mit dem Titel „Geschichten des Schreckens“. Es dient teilweise als Burleske auf die verschiedenen Balladen in Lewis’ berühmtem Roman „Der Mönch“. Wir erinnern uns gut daran, dass dieser Abgeordnete des britischen Parlaments sich damit amüsierte und seine Leser erschreckte, indem er auf gothische Aberglaubensvorstellungen zurückgriff und alle Formen des deutschen Schreckens heraufbeschwor, um jedes ängstliche Herz zu erschüttern. Daher wurden wir von Geistern aller Farben heimgesucht; „Wolkenkönige“, „Wasserkönige“ und „Feuerkönige“ wurden von diesem poetischen Zauberer gekrönt, um mit Despotie in den Reichen der Fantasie zu herrschen. Ein lebhafter Satiriker, begabt mit Genialität, geschickt im Versmaß, angenehm im Humor und in der Parodie unvergleichlich erfolgreich, hat in einigen seiner „Geschichten des Schreckens“ versucht, die düsteren Töne von Lewis’ Dichtkunst zu verspotten – oder sollten wir eher sagen: das heisere Krächzen des deutschen Raben. Die Mitternachtsstunde wurde durch die Niederschrift dieses Sarkasmus, der auf einer bekannten Kindergeschichte beruht, vertrieben – unsere Leser werden uns dankbar sein, dass wir so spät noch aufgeblieben sind, um ihnen Vergnügen zu bereiten.
DER WOLFKÖNIG;
ODER
KLEINE ROTE HAUBE.
Eine alte Frauengeschichte.

Page 164

„Alte Lieder erzähle ich dir aus der Brust heraus“, sagt Persius.
Übersetzt aus dem Dänischen des Autors von „Der Wasserkönig“ usw., und mit Respekt gewidmet
M. G. Lewis, Esq., M.P., als bescheidener Versuch, seine hervorragende Version jener berühmten Ballade nachzuahmen.

Die Vögel sangen, der Morgen lächelte,
die Mutter küsste ihr liebes Kind
und sagte: „Mein Liebes, nimm drei Sahnetörtchen
und bringe sie deiner Großmutter.“

Das hübsche Mädchen trug auf dem Kopf
einen kleinen roten Reitumhang;
als sie durch den einsamen Wald ging,
nannten sie sie „das kleine rote Reitmädchen“.

Ihren Korb hängte sie sich über den Arm
und sang dabei fröhlich:
„Es lebte einmal eine Dame unter einem Hügel –
falls sie nicht fortgegangen ist, wohnt sie dort noch immer.“

Der Wolfskönig sah, wie sie vorbeiging,
er beobachtete ihre Sahnetörtchen und hörte ihr Lied
und rief: „Dieses Kind und die drei Sahnetörtchen
werden heute Abend mein Abendessen sein!“

Schnell setzte das Mädchen ihren Weg fort
und sang unbeschwert weiter;
noch hatte sie den nebligen Wald hinter sich gelassen,
da stand plötzlich der Wolfskönig ganz in ihrer Nähe.

„Oh! Halte an, mein hübsches, fröhliches Kind!
Oh! Wohin willst du gehen?“
„Ich und die drei Sahnetörtchen
gehen zu meiner Großmutter.“

„Während du zum jenseitigen Berg gehst,
auf dem azurblauen Glocken wachsen,
nehme ich diesen Weg; also eile, mein Liebes –
sonst bin ich vor dir dort.“

Page 165

„Und wenn unser Wettrennen vorbei ist,
verlierst du einen Kuss, falls ich gewinne;
dein Preis wird sein, falls du zuerst ankommst,
ein wenig Gerstenzucker und eine Perle.“

„Oh! Danke, guter Herr Wolf“, sagte sie
und machte eine nette Verbeugung.
Dann eilte das kleine Mädchen weiter
und suchte den Hang des blauen Glockenbergs.

Der Wolf eilte über Sümpfe und Moore
und klopfte leise an Omas Tür:
„Oh! Lass mich herein, gute Großmama,
denn ich bin das kleine rote Rotkäppchen.“

„Zieh an der Spule (rief die Großmutter),
dann wird die Tür weit auffliegen.“
Der listige Wolf zog an der Spule –
sofort flog die Tür weit auf.

Er lief achtmal vier Runden im Schlafzimmer
und stieß dreimal ein schreckliches Gebrüll aus;
er lief neunmal drei Runden im Schlafzimmer
und verschlang dann die arme Großmama.

Er schlug ihr den Schädel auf den Steinen ein,
knabberte an ihren Sehnen, brach ihre Knochen;
er kaute ihr Herz, trank ihr Blut
und riss ihr Leber und Nieren heraus.[41]!!!!

Sofort legte er sich ins Bett der Großmama,
band ihre Nachtmütze unter sein Kinn;
und wartete auf seine beabsichtigte Beute
und lag gemütlich zwischen den Laken.

Da hörte er eine Stimme an der Tür,
die rief: … „Ich habe dir drei Sahnekuchen mitgebracht;
Oh! Lass mich herein, gute Großmama.“

Page 166

„Denn ich bin das kleine rote Rotkäppchen.“

„Ziehe an der Spindel (rief der Wolfskönig),
dann wird die Tür weit auffliegen.“
Das kleine Mädchen zog an der Spindel –
und sofort flog die Tür weit auf.[42]

Sie stellte die Sahnekuchen auf den Boden
und seufzte: „Ich wünschte, ich hätte dir vier mitgebracht.[43]
Ich bin sehr müde, liebe Großmutter;
Oh! Darf ich zu dir ins Bett kommen?“

„Komm nur! (rief der Wolfskönig sanft),
leg dich, mein Schatz, neben mich.“
Ach! Das Kind ahnte nicht,
dass der grausame Wolfskönig ganz in ihrer Nähe lag!

„Oh! Sag mir, liebe Großmutter,
warum klingt deine Stimme so rau?“
„Oh! Sei still, Liebling (sagte der Wolfskönig),
ich habe eine leichte Erkältung im Kopf!“

„Oh! Sag mir, liebe Großmutter,
warum wächst dir ein Schwanz hinten heraus?“
„Oh! Sei still, mein Schatz,
dort hänge ich meinen Nadelkissen auf!“

„Warum starren deine Augen mich so an?“
„Um dein hübsches Gesicht sehen zu können.“
„Warum wirken deine Ohren so lang?“
„Um deine schöne Stimme hören zu können.“

„Oh! Sag mir, Großmutter, warum sehen
deine Zähne heute Nacht so lang und weiß aus?“[44]
Da knurrte der grausame Wolf:
„Sie dienen dazu, dich in Stücke zu reißen!“

Der Wolfskönig knirschte mit seinen hungrigen Zähnen.

Page 167

Seine funkelnden Augen blitzten vor Wut;
Er öffnete seinen Mund, der voller Blut war,
und stürzte sich auf das kleine rote Mädel im Umhang.

Er riss ihr die Eingeweide heraus – eins nach dem anderen;
„Kleines Mädchen, ich werde dich fressen!“
Doch als er drei oder vier herausgerissen hatte,
war das kleine Mädchen nicht mehr da!

Nehmt daraus eine Lektion, ihr schönen Kinder;
Hütet euch vor den hinterhältigen Tricks der Wölfe;
Und wenn ihr durch jeden einsamen Wald geht,
denkt an das kleine rote Mädel im Umhang!

Schickt keine Geschenke, zögert nicht,
sammelt unterwegs keine blauen Glocken ein;
Geht nicht mit der Großmutter ins Bett –
damit sie kein hungriger Wolf wird!
Port Folio, II-173, 5. Juni 1802, Philadelphia.

Der folgende Text einer einzigartigen und originellen Komposition wurde unter den Papieren eines alten Holländers in Albany gefunden. Das Manuskript ist stark vom Zahn der Zeit beeinträchtigt worden; anhand verschiedener Anzeichen der Alterung lässt sich sicher annehmen, dass seit seiner Entstehung mindestens ein Jahrhundert vergangen ist. Es ist kaum notwendig, dem aufmerksamen Leser mitzuteilen, dass es sich hierbei um einen Liebesbrief handelt, den ein holländischer junger Mann aus dem Lande an das Mädchen seiner Träume geschickt hat – dieses schien für eine Weile in der Stadt Albany gelebt zu haben.

**HANS’ BRIEF AN NOTCHIE**

Meine Notchie, wie fühlt sich Hans?
Die arme, liebe Notchie ist weg.
Was ist der Grund, warum du so lange bleibst?

Ich schlafe weder tagsüber noch nachts –
Von solcher Unruhe bin ich geplagt.
Wenn die Vögel schon so früh fliegen,
dann wartet die alte Frau auf seine Rückkehr.

Page 168

Eulen werden rufen, und Katzen werden miauen,
und Hunde werden heulen; und Stürme werden tosen.
Ich soll doch nicht weiter leiden –
der elende, fliegende Notchie ist fort.

Ich habe kürzlich ein Hemd bekommen,
aus weichem Stoff wie Seide,
dünn wie dein Unterhemdchen,
und schnell wie Buttermilch.

Schnell, meine Liebe, komm her!
Mein Vater geht zugrunde, siehst du –
Und Jakobs Bett ist leer,
und wir werden eine mutige Reise antreten.

Ich gehe zum Yankee, voller List,
klüger als der Fährmann selbst;
ich werde dein kleines Herz für immer wegbringen,
so wie unsere Pferde davonlaufen werden.

Falls jemand versucht, dein Herz zu stehlen,
werden meine Pferde ihn mit einem Joch einfangen,
und ich werde ihn schnell hinter mir herjagen –
ich bin so schnell wie jeder andere.

Wenn dieser Vontoofen, mein lieber Freund,
kommt, um herauszufinden, wo du bist,
werde ich diese rot gekleideten Boten schicken –
Oh, denke an mich!
Port Folio, II-176, 5. Juni 1802, Philadelphia.

Page 169

Eine Lappische Ballade.
Ich werde wohl nicht so bald die Lust verlieren, Balladen aus den „Geschichten des Schreckens“ abzuschreiben. Sie sind das rechtmäßige Produkt von Genie. Ein vielseitiger Führer führt uns manchmal in das Tal der Tränen und manchmal in den Saal der Freude. Doch wohin auch immer er uns führt – wir folgen ihm fröhlich und haben stets einen vernünftigen und musikalischen Begleiter bei uns. Ich neige dazu zu vermuten, dass Herr Lewis selbst der verborgene Autor ist. Wir wissen, wie brillant er seine eigene Ballade „Alonzo der Tapfere“ umgestaltet hat – es ist daher wahrscheinlich, dass er auch in dieser Sammlung wieder dieselbe Leistung zeigt.

[Das Gedicht folgt.]
Port Folio, II-195, 26. Juni 1802, Philadelphia.
[M. G. Lewis, Geschichten des Schreckens, 1799, Kelso. Vgl. S. 18.]

GRIMM, KÖNIG DER GEISTER,
ODER DER TODSTANZ.
Port Folio, II-199, 26. Juni 1802, Philadelphia.
[M. G. Lewis, Geschichten des Schreckens. Vgl. S. 18.]

ÜBER DEN TOD DES GELIEBTEN LYSON.
Übersetzt aus einer dänischen Inschrift.
Von T. Campbell, Esq.
Port Folio, II-352, November 1802, Philadelphia.

GESCHRIEBEN IN DEUTSCHLAND,
IM HERBST 1801.

Sei gegrüßt, tödlicher Herbst – und deine verwelkenden Blätter!
Ich liebe dich, so düster und trüb du auch bist.
Weder die fröhliche Frühlingsszeit noch der prächtige Sommer können den Schmerz lindern;
doch in deinem trostlosen, einsamen Garten,
unter dem wechselnden Schatten, liebe ich es zu ruhen.
Wenn die melancholische Stunde des Abends
den Himmel mit düsteren Wolken bedeckt,
und stimmlose Vögel sowie verwelkende Blumen
traurig ihre Köpfe senken und den Abschied des Jahres beklagen…
Es ist nicht der düstere Himmel oder das vergehende Jahr, was zählt…

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Es ist nicht die düstere Herrschaft des Winters, um die ich trauere,
sondern fehlende Freunde – und einer, der mir mehr als das Leben selbst teuer ist –
und Freuden, die vergangen sind und niemals zurückkehren werden!
O sanfte Hoffnung, die mitten im Schnee Sibiriens
den elenden Exilanten in seinen letzten Jahren trösten kann,
und dort, wo die Sonne auf die verfluchte Unterdrückung scheint,
den Seufzer bändigen und die fallenden Tränen trocknen kann –
deine sanfte Fürsorge, deine Hilfe flehe ich an;
o erhebe deine himmlische Stimme und lass mich nicht mehr weinen.

Du hörst mein Gebet – ich spüre deinen heiligen Schein –
und zukünftige Freuden erheben sich in strahlender Abfolge,
zusammen mit gegenseitiger Liebe und Freundschaft – heiliger Name!
Und Zuhause sowie all die Segnungen, die ich schätze.
Du, Erinnerung, hilfst mir dabei, und vor meinen Augen
erscheinen jeder Freund, den ich liebe, und jede mir besonders teure Szene
in Formen, leuchtender als je ein Maler sie gemalt hat,
frisch aus der magischen Farbe deines Pinsels.
Dauert weiter an, ihr langsam vergehenden Stunden, die dazwischenliegen,
bis die Wahrheit diese Szene erkennen und die Tugend sie segnen wird.
– R.
N. E. Quarterly Mag., Nr. III-271, Oktober–Dezember 1802, Boston.

A L B E R T O F W E R D E N D O R F F.
ODER: DIE MITTERNACHTSUMARMUNG.
Ein deutsches Romantikwerk.
Nocturnus occurram furor. Hor.
Port Folio, IV-334, 20. Oktober 1804, Phila.
[M. G. Lewis, Tales of Terror, 1799, Kelso.]

ÜBER DEN TOD VON HERRN HANDEL.
Während der Aufführung seines Fastenoratoriums „Der Messias“ (1759) wurde er von seiner Müdigkeit überwältigt; er ließ seinen Kopf auf die Tasten des Orgels sinken, mit der er spielte, und konnte sich nur mit Mühe wieder aufrichten. Er erholte sich und setzte die Aufführung fort, bis alles beendet war. Danach wurde er nach Hause gebracht, wo er starb.

Page 171

Die Seele zum Schmelzen bringen, das Ohr verzaubern –
(Engel mögen eine solche Melodie hören wollen.)
Auf der Erde die Freuden des Himmels vorausahnen –
Das war Handels Aufgabe; ihm wurde diese Macht gegeben.

Ah, als er spät den Lobgesang auf den Messias komponierte,
mit himmlischen Klängen, mit melodiösen Liedern –
Ein letzter Abschied, seine schwachen Blicke drückten das aus,
Und so, glaube ich, sprach er zur begeisterten Menge.

„Lebt wohl, mein liebster Freund – und auch ihr,
Gemeinsame Söhne der heiligen Harmonie, lebt wohl!
Apollo flüstert mir zu, ich solle mich zurückziehen,
Und befiehlt mir, mich dem strahlenden Seraphenchor anzuschließen.“

„Oh! Für Elia’s Wagen!“ rief der große Handel aus;
Der Messias hörte seine Stimme – und Handel starb.
Boston Weekly Mag., II-208, 20. Oktober 1804, Boston.

Geschrieben in Deutschland, an einem der kältesten Tage des Jahrhunderts,
von W. Wordsworth.
Port Folio, IV-342, 27. Oktober 1804, Philadelphia.
[William Wordsworth, ebenda.]
„Der Leser soll wissen, dass die Öfen in Norddeutschland in der Regel das Bild eines galoppierenden Pferdes tragen – dies ist ein Bestandteil des Wappens von Braunschweig.“

Eine Humbleimatsszene aus Somestanz,
geschrieben von W. Wordsworth in Deutschland, an einem der kältesten Tage des Jahrhunderts.
„Einen Dattel für eure Sprachen, Deutsch und Norwegisch –
Gebt mir doch das Lied des Kessels,
der Zangen und des Schürhakens.“ – W. W.

[Das Gedicht, das keine Bezüge auf Deutschland enthält, folgt.]
Port Folio, IV-342, 27. Oktober 1804, Philadelphia.

Page 172

GEGEN FAUSTUS.

Aus Spott gegenüber den Schriftstellern hält Faustus weiterhin an seinen Ansichten fest – Es wird jetzt nichts Neues gesagt, alles wurde bereits früher gesagt. Nun, Faustus: Sag, meine Intelligenz sei grob und stumpf – wenn ich dir deshalb keinen „Gull“ gebe. Damit beweise ich, dass du eine falsche Haltung einnimmst. Ich sage, du bist ein Mann von edlem Stand, ein Mann, der sein Wort hält, von großer Statur, von hoher Abstammung und mit reichlich Landbesitz ausgestattet. Du hast niemals mit gefälschten Würfeln oder Karten gespielt, keine Witwe, Ehefrau oder Jungfrau verdorben – und was das Schwören angeht, so gibt es in ganz diesem Reich niemanden, der häufiger flucht oder lästert. Kurz gesagt: Deine Tugenden sind so selten und großartig, dass du als Vorbild für unser Lied dienen kannst. Das, schwöre ich, hat noch nie jemand zuvor gesagt – und das, schwöre ich, wird auch niemand jemals wieder sagen. Port Folio, IV-383, 1. Dezember 1804, Philadelphia.

Das berühmte Schweizer Lied,

RANZ DES VACHES.

„Dieses Lied“, sagt Rousseau, „das den Schweizern so lieb ist, wurde von der französischen Regierung verboten – es durfte nicht von den Schweizer Soldaten, die im Dienste Frankreichs standen, gespielt werden, unter Androhung des Todes. Denn es weckte in ihnen so starke Erinnerungen an die Szenen, die sie in ihrem Heimatland erlebt hatten, sowie einen so großen Wunsch, sie wiederzusehen, dass sie Tränen vergossen, desertierten – oder, falls sie auf diese Hoffnung verzichteten, Selbstmord begingen.“

Wann werde ich eines Tages wieder
alle Objekte meiner Liebe sehen?
Unsere klaren Bäche,
unsere Dörfer,
unsere Berge
und die Zierde unserer Landschaften –
die so liebreizende Isabeau?
Im Schatten einer Ulme…

Page 173

Wann werde ich zum Klang der Trommel tanzen?

Wann werde ich eines Tages wieder all die Objekte meiner Liebe sehen?
Meinen Vater,
Meine Mutter,
Meinen Bruder,
Meine Schwester,
Meine Lämmer,
Meine Herden,
Meine Hirtenmagd?
Wann werde ich eines Tages wieder all die Objekte meiner Liebe sehen?

**Wörtliche Übersetzung:**
Wann werde ich wieder einmal, an einem einzigen Tag, all die reizvollen Objekte meiner Zuneigung sehen? – unsere klaren Bäche, unsere Häuser, unsere Dörfer, unsere Berge sowie die Schönheit unserer Felder – die sanfte Isabelle? – Unter dem Schatten einer ausladenden Ulme: Wann werde ich wieder zum Klang der Trommel tanzen? Wann werde ich eines Tages wieder all die reizvollen Objekte meiner Liebe sehen? – meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder, meine Schwestern, meine Lämmer, meine Herden sowie meine treue Hirtenmagd? Wann werde ich eines Tages wieder all die reizvollen Objekte meiner Zuneigung sehen?

Boston, 30. Januar 1805.
Boston Weekly Mag., III-60, 2. Februar 1805, Boston.

Für das Portfolio.

**Der skandinavische Held**

Skogul.
Von den staubigen Schlachtfeldern
in Reiche jenseits des Nordsterns,
in die hallenden Hallen von Valhalla,
trage ich den Helden, ehe er fällt;
Die Tapferen wohnen in diesen Wohnstätten
und sitzen unter den feiernden Göttern;
Nicht prächtige Becher oder goldene Flaschen,
sondern Schädel, gefüllt mit Met, halten sie in Händen;
Der Feigling hingegen rangt nach Atem.

Page 174

Er sinkt in die Dunkelheit hinab zu Hela.

Harold.
Oh, möge es mir vergönnt sein, durch Kampf und Leid
in die Reiche des ewigen Morgens zu gelangen;
an Odins Tisch werde ich meine Lippen im schäumenden Trank der Tapferen baden.

Odin.
Wer die staubigen Schlachtfelder zerstört,
durch dessen Wagen reist der Tod;
auf dem donnernden Turm des Wirbelsturms
kommt die Macht des schwarzen Sturms heran;
ihr Krieger, erhebt euch, ihr Anführer, macht Platz –
ein gottgleicher Gast in jugendlicher Blüte,
Harold aus den Schlachtfeldern – beginnt das unsterbliche Fest.

S.
Port Folio, V-120, 20. April 1805, Philadelphia.

WETTERS EPITAPH.
Philadelphia. Repos., V-164, 25. Mai 1805, Philadelphia.
[Auch im American Museum, I-474, 1787, Philadelphia.]

GEBET VON FREDERICK II
IM NAMEN DER DICHTER.

Ihr Götter! Von euch erhält jeder begabte Dichter
die Fähigkeiten, die das Gedicht erfordert –
oh, lehrt ihnen die Wahrheit! Denn es ist sicherlich schwer,
dass sie alle solche bösen Lügner wären.
Boston Mag., I-12, 9. November 1805, Boston.

BET UM HILFE, ZU TAGANBRUCH.

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Die Sonnenstrahlen durchziehen den azurblauen Himmel und beleuchten die Gipfel der Berge; mit Hunden und Hörnern machen sich die Jäger auf den Weg, um die Rehe durch den Schnee zu jagen. Von Fels zu Fels klettern sie empor – auf ihren eisernen Stangen –, schweigend, damit die Luft, erschüttert vom Lärm, keine gefrorenen Massen von oben herabreißen lässt. Die Ziegen bewegen sich langsam ihren üblichen Weg entlang, hinauf zu zerklüfteten Hängen und rauen Kanten; sie werden vom wilden Wolf als Beute ausgewählt – aus Wüstenhöhlen oder hängenden Wäldern. Während der Strom laut tost und die hallenden Felsen antworten, ragen die Hütten über den Morgennebel hervor – wie Adlernester hoch oben. Evening Fireside, II-74, 8. Februar 1806, Philadelphia.

In dieser hervorragenden Parodie sind die Gefühle genauso bewundernswert wie die Fähigkeiten des Autors. Wir haben oft unseren Spott über deutsche Theaterstücke zum Ausdruck gebracht – und wir freuen uns, unsere Meinung über die „teutonische Muse“ mit der Geistesgegenwart eines Genies sowie der Höflichkeit eines gebildeten Gelehrten zu untermauern.

ODE AN DAS DEUTSCHE DRAMA,
von Herrn Seward.
Eine Parodie auf Grays Ode an das Unglück.

Tochter der Nacht, chaotische Königin! Du fruchtbare Quelle moderner Dramen – deren verworrene Handlung und langweilige Szenen vom Monarchen verachtet, vom Räuber jedoch geschätzt werden. Durch deinen „nekromantischen“ Zauber muss das Publikum die Freuden der Hölle erleben; die Söhne Britanniens werden empört – von Schmerzen geplagt, wie sie noch nie zuvor da waren, wegen Verbrechen, die zuvor unbekannt waren.

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Zuerst, um die Nation zu verblüffen,
zeigte die Torheit ihr bemaltes Gesicht –
Schiller war dort, erhaben verrückt,
und Kotz’bue leistete seine „bleierne“ Hilfe.
Ein gigantisches Paar! Ihre erhabene Seele
verachtete die schwache Kontrolle der Vernunft
und schlug gegen das wechselhafte Britannien zu –
ein Land, das, ohne an sich selbst zu denken,
fiktives Leid umarmte.

Vor deinem furchtbaren Blick fliehen
die Kinder der Komödie,
die leichte Satire, der Witz und die harmlose Freude –
und lassen uns in Verliesen, Ketten und Blut zurück.
Schnell zerstreuen sie sich – mit ihnen gehen
der sanfte Otway, der sentimentale Rowe;
Congreve wendet seinen empörten Blick ab,
und Shakespeare trauert über dieses exotische Wunder.

Räuber, in prächtigen Gewändern gekleidet,
Mädchen, versunken in tiefen Gedanken,
Geister, die die Schatten der Nacht heimsuchen
und Verwüstung hinterlassen.
Das bilden dein unveränderliches Thema –
während in deinem stygischen Strom
die Religion um ihre erloschenen Feuer trauert
und Hymens heiliges Feuer leise zischt und erlischt.

O, sanft auf der britischen Bühne –
großer Anarch! Breite deine schwarzen Flügel aus;
nicht von wilder Wut entflammt,
mit der du deine Pfeile auf Könige schleuderst.
Wie du in deinem natürlichen Gewand erscheinst,
mit zerzaustem Haar, müdem Ausdruck,
in Grabesketten gefangen, mit schrecklichem Schrei –
von despotischen Kräften in grausame Armut getrieben.

In einer trügerischen Gestalt erscheine,
furchterregende Königin!

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Lass die Lüge das trostlose Ödland füllen;
Dein demokratischer Unsinn möge hier sein,
um den Verstand zu entfachen, den Geschmack zu verderben.
Die Schönen, von bösartiger Liebe irregeführt,
lehren mich, zu schätzen und zu heiraten,
mir der niederen Arroganz zu beugen,
die etablierte Ordnung zu verachten – und jeden Ausgestoßenen zum Freund zu machen.
Port Folio, I-92, 15. Februar 1806, Philadelphia.

**THE SWEDISH COTTAGE**
Aus „Carr’s Northern Summer“.

Hier, fern von all dem Prunk, nach dem die Ambition strebt,
wird das Sehrbegehrte nur dann gelobt, solange es noch unerprobt ist;
Zufriedenheit und Unschuld, mit rosigen Wangen,
genießen das Einfache, das ihre Hände geschaffen haben.

Auf einem fröhlichen Felsen steht es, dessen geschnitzter Sockel
von den plätschernden Wassern des fernen Wasserfalls umspült wird;
während über seinem grasbewachsenen Dach die schlanken Äste der weißen Birke anmutig schwingen.

Hinter ihm ist das Seufzen der Kiefern zu hören –
auf denen das nachdenkliche Ohr gerne verweilt;
und wenn der vorbeikommende Fremde vorbeigeht,
blickt die weidende Ziege auf und läutet ihre Glocke.

Oh! In meiner Heimat, bevor das Leben zu Ende geht,
möge ein solcher Ort, so wild, so schön, mir gehören!
Weekly Visitant, I-63, 22. Februar 1806, Salem.
[Sir John Carr, „A Northern Summer“; oder „Travels round the Baltic in 1804“, London, 1805.]

**ODE AN DEN TOD**
Von Friedrich II., König von Preußen. Übersetzt aus dem Französischen von Dr. Hawkesworth.
Polyanthos, I-270, März 1806, Boston.
[Auch in „New Haven Gaz. and Conn. Mag.“, I-339, 7. Dezember 1786, New Haven.]

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DER TANZENDE BÄR. EINE GESCHICHTE.
[Vielleicht inspiriert von Gellerts Fabel mit demselben Titel, doch inhaltlich stark unterschiedlich. Vgl. Port Folio, I-400, 12. Dezember 1801, Philadelphia, wo eine Übersetzung von Gellerts Gedicht zu finden ist.]
Emerald, I-118, 5. Juli 1806, Boston.

Das folgende Lied von Herrn M. G. Lewis stammt, wie uns derselbe mitteilt, aus dem Französischen – obwohl der junge Mann darin offenbar Deutscher ist. Die Idee des Liedes ist schön und der Rhythmus fließend.

Während Julia schlief, nahm ein Wolf
Ihr Lieblingslamm als Beute;
Der junge Casper eilte herbei, um zu helfen,
Als er die Schreie des Verängstigten hörte.
Er trieb den Wolf vom Feld weg –
Doch verlangte im Gegenzug einen Kuss.
Ach! Julia, es wäre besser gewesen,
Hätte Casper sich ferngehalten.

Während dankbare Gefühle ihr Herz erwärmten,
Gab sie zu, dass sie den jungen Mann liebte;
Der junge Mann bekannte seine ewige Liebe
Und küsste sie immer wieder.
Ein innigeres Paar wurde nie gesehen;
Sie liebten sich ein Leben lang.
Ach! Julia, es wäre besser gewesen,
Hätte Casper sich ferngehalten.

Schließlich zog die Sonne ihre Strahlen zurück,
Und die Nacht lud zum Schlafen ein.
Die liebevolle Julia stand auf, verabschiedete sich
Und trieb ihre Schafe nach Hause.
Ach! Ich glaube, ihre Gedanken hatten sich geändert,
Denn so hörte ich sie sagen:
Ach! Julia, es wäre besser gewesen,
Hätte Casper sich ferngehalten.
Port Folio, II-94, 16. August 1806, Philadelphia.

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Auszüge aus „Der Wanderer der Schweiz“
von James Montgomery, London, 1806.
Port Folio, II-369, 412, 20. und 31. Dezember 1806, Philadelphia.
[James Montgomery, Der Wanderer der Schweiz und andere Gedichte, London, 1806. Die erste amerikanische Ausgabe basiert auf der zweiten Londoner Ausgabe – New York, 1807. Auszüge aus den Teilen VI bzw. I. Siehe Vorwort.]

Runenode:
Die Besessenheit von Havardur
Von C. Leftly, Esq.

Sohn des Kühnen, mutiger Krieger,
halte deine Reise durch die Wildnis an!
Halt ein, Havardur – halte dein Pferd an!
Dein Tod ist bereits beschlossen, ein blutiger Tod.
Sie, das schöne Mädchen von Coronzon,
die von deinen Zaubertricks verraten wurde,
schwimmt entlang der dunklen Küste –
ein verzweifelter, blasser, verhüllter Geist.
Dort, wo der Fischer sein Netz trocknet,
werfen die Wellen ihren Körper hin und her;
von dir verführt, gab sie sich dem wilden Zorn des Sturms hin.
Weißt du, du schwacher Mensch aus Staub –
Odin ist tapfer und gerecht.
Aus dem Goldenen Saal komme ich,
um dein schicksalhaftes Urteil zu verkünden:
Nie wirst du die Fluten des reichen, tiefen Metheglin überqueren können.
Spät verließ ich die Menge der Riesen,
die laut deines Totengesangs riefen;
ich sprach tiefe, schreckliche Flüche
auf deinen schuldigen Kopf.
Bald musst du mit Lok, deiner gequälten Seele,
in den kochenden Wellen umhergetrieben werden.

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Bis das ewige Licht Gottes
durch deine Nachtfinsternis bricht;
bis Surtur aus der Ferne heranprescht,
um diese kämpfende Welt zu verbrennen.
Mutig, dem Speer des Todes entgegenzutreten,
eilen die Helden über die Heide:
Sie eilen zum rauchenden Fest –
jeder gerüstete Gast ist willkommen,
man hört Hymnen von süßer Berühmtheit,
Kämpfe, die deine Väter gewannen;
Dein Gesicht wird von Lächeln umrahmt –
die Fröhlichkeit täuscht den trübsinnigsten Geist.
Doch ich schwebe stets in der Nähe,
fordere dich auf, nachzudenken – und zu seufzen;
ich reize deine empörte Brust –
niemals wirst du Ruhe finden.
Was nützt dir dein schützendes Schild?
Was helfen dir deine Handschuhe?
Was nützt der Helm auf deinem Haupt?
Oder die Ringe des Panzers darunter?
Wenn man in Qual und Angst leben muss,
wenn die Gefahr stets nahe droht:
Hebe deine Waffe hoch,
sieh ihn dir ins Gesicht starren;
drehe dich um – doch begegne ihm, diesem verrückenden Flieger,
verfluche deine feige Seele und stirb.
Nicht auf dem Schlachtfeld verschließt Hela deine Lippen in der Nacht;
ein Bruder aus der höllischen Brut
badet ihn in deinem heißen Herzensblut;
zweihundert Vasallen verneigen sich zweimal,
grüßen ihn als ihren beschützenden Freund;
sie verspotten dich, wie du vor Schmerzen zuckst,
fordern dich auf, den staubigen Boden zu beißen;
sie lassen dich leiden, verachtet und allein,
um ungetröstet und unbekannt zu sterben.
Möge dein nackter Leichnam verstreut werden.

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Um den hungrigen Adlern Nahrung zu geben;
Die Seevögel schreien am Ufer –
Sie tauchen ihre Schnäbel ein und trinken dein Blut.
Dein von Dämonen besessener Geist wird fortgetragen,
zur Vernichtung in die flammende Flut –
Eine Ära des Schmerzes muss vergehen.
Doch still – die Morgenglocke läutet;
der Glühwürmchenlichter verblassen – und siehe: Die Sonne
leuchtet mit ihrem „Fackelschein“ hinter jenem Hügel.
In der Nacht, wenn die müde Natur ruht
und das Entsetzen über die Ebenen kriecht –
erinnere dich: Wir müssen uns wiedersehen.
Port Folio, II-415, 31. Dezember 1806, Philadelphia.

Burgers wunderschöne Ballade:
Earl Walter bläst in seine Trompete –
„Aufs Pferd! Aufs Pferd! Hallo! Hallo!“
In England entstand daraus eine sehr humorvolle Parodie.
Ich möchte mit dir im Lachen leben.
Earl Walter tritt dem Kellner auf den Hintern –
„Runter die Treppe! Runter die Treppe! Hallo, Hallo!“
Sie stürmen hinaus, drehen sich um, springen –
und die Wachen verfolgen sie eilig.
Die fröhlichen Männer, befreit aus der Taverne,
stürmen furchtlos durch Dick und Dünn –
während die Gassen, während sie voranschreiten,
ihren Lärm laut widerhallen lassen.
Der Arm des Heiligen Dunstan ließ mit einem kräftigen Schlag
die feierliche Mitternachtsglocke erklingen –
und er rief laut: „Es ist nach zwölf Uhr.“

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Laut, lang und tief sang der Wächter.
Der lärmende Earl Walter führt an –
„Huzza, Huzza, meine fröhlichen Männer!“
Da eilen zwei Fremde, keuchend und mit ausgestreckten Armen,
zu ihm hin.

Des rechten Fremden Haare waren grau –
doch wer er war, das kann ich nicht sagen;
der linke war elegant und fröhlich –
ein edles Blut, das kenne ich gut.
Er schwang seinen Biberhut in die Höhe
und rief: „Willkommen, willkommen, edler Herr!
Welche Freuden können Erde, Meer oder Himmel
für unsere nächtlichen Spiele bieten?“

„Ich denke“, sagte der andere, „es wäre am besten,
meine Freunde, eure verrückten Freuden aufzugeben
und gegen die angenehmen Freuden des Ruhes
solchen groben, dissonanten Lärm einzutauschen.“

Doch Earl Walter setzt seinen Weg fort –
sie gehen weiter vorwärts,
„Huzza, Huzza“, ruft jeder von ihnen,
„Vorwärts, vorwärts, halloho!“

Die fröhliche Gruppe wird von Earl Walter angeführt –
entlang der Fleet, hinauf zum Ludgate-Hill.
Keuchend und mit ausgestreckten Armen folgen ihm
seine treuen Gefährten weiterhin.

Aus jenem gewundenen Weg tritt hervor
ein Phantom, weiß wie Schnee –
und noch lauter singt Earl Walter:
„Vorwärts, vorwärts, halloho!“

Ein Quäker ist ihnen in den Weg getreten.

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Er breitet ihre geschickten Füße darunter aus –
Doch was kümmern sie sich um Ja oder Nein?
Immer weiter, immer vorwärts gehen sie.

Sieh, an der Ecke jener Straße:
Ein bescheidener Stand, gekrönt von Äpfeln!
Sieh, verstreut zu Füßen von Earl Walter –
Die Äpfel der Frau rollen umher.

„Oh Herr! Hab Erbarmen mit meinem Stand,
Schone den mühsam verdienten Lohn der Armen,
Alles, was die hilflose Witwe hat –
Das Ergebnis vieler wachter Stunden.“

Aufrichtig bittet der Fremde mit der rechten Hand;
Die linke zeigt weiterhin auf die Beute.
Der ungeduldige Earl hört auf keine Warnung –
Stattdessen setzt er seinen Weg wütend fort.

„Fort, du arme, alte Hexe –
Oder fürchte den schrecklichen Schlag!“
Dann sang er laut und schwang seinen Stock:
„Hört, vorwärts, vorwärts, halloho!“

So gesagt, so getan – mit einem einzigen Sprung
Überspringt er den bescheidenen Stand des Gemüsehändlers;
Während die Äpfel umherrollen,
Eilen sie alle, eilig, weiter.

Und nun sieh die zarte Beute –
Jenseits der Reichweite von Comus’ Mannschaft –
Sie schreitet weiterhin leichtfüßig voran,
Unbewusst davon, wer ihre Schritte verfolgt.

Wieder drehen sie sich, mit ihren geschickten Füßen
Zeichnen sie weiterhin schnell den verschlungenen Weg –
Den Ludgate-Hill hinab, entlang des Fleet-Flusses –
Der unermüdliche Earl setzt die Verfolgung fort.

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Die Wachen sind nun mutig und kühn –
sie wollen das Reich des Feldes in Frage stellen.
Sie schwingen ihre Knüppel hoch in die Luft:
„Gib nach, edler Baron, gib nach!“

„Unverschämte Vagabunden! Vergeblich versucht ihr, unser nächtliches Spiel zu stören. Kommt schon! Meine fröhlichen Männer – diese Landstreicher können wir zähmen.“

In Haufen liegen die Opfer auf dem Boden;
Graf Walter sinkt zu Boden. Nun soll jeder fliehen, der kann – und derjenige, der muss, bleibt liegen. Denn laut ertönen die Geräusche der Wachen.

Nun wird die Gerechtigkeit herbeigeführt –
in ernster Würde gehen sie voran. Der Ort nimmt die bunte Menge auf – und hallt wider von ihrem Rufen.

Inmitten des Chaos beginnt die Gerechtigkeit feierlich:
„Hütet euch davor, euren Rang zu beschmutzen – ehrt die Würde des Menschen. Selbst der niedrigste Mensch hat das Recht, sich zu wehren, wenn er durch Grausamkeit oder Stolz ungerecht behandelt wurde. Nehmt Rache auf dem Kopf des Schuldigen – egal, wie hoch sein Rang auch sein mag.“

Kalte Schweißtropfen fallen auf Graf Walters Schläfen –
und immer lauter rufen die Wachen nach Rache.

Der fremde Mann bittet verzweifelt um Gnade;
der Lärm der Menge wird immer lauter. Die Gerechtigkeit verliest den Befehl zur Niederschlagung des Aufruhrs.

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Und bindet den Grafen dazu, den Frieden zu wahren.
Der Hof löst sich auf – sie ziehen hinaus,
und rufen laut ein letztes „Huzzah“;
dann schleichen sie davon – jeder dieser enttäuschten „Hunde des Gesetzes“.
Mit vielen Flüchen murmelnd, kehren sie schnell nach Hause zurück, um zu schlafen;
doch trotz allem, was geschehen ist, werdet ihr morgen Nacht wieder ihr „Hollo Ho!“ hören!
Das ist der Graf – und das ist sein Gefolge;
das oft der erwachte Cockney hört.
In Wut glüht er in jedem Aderstrang,
wenn der wilde Lärm seine Ohren erreicht.
Das träumende Mädchen seufzt traurig und oft –
dass sie auf ihre Visionen verzichten muss;
wenn sie aus ihrem sanften Schlaf erwacht, hört sie den Ruf „Hollo Ho!“
Port Folio, III-44, 17. Januar 1807, Philadelphia.
[Parodie auf G. A. Bürgers Gedicht „Der wilde Jäger“. Vgl. S. 34, 85.]

**Die Wanderer durch die Schweiz**
Von James Montgomery.
Emerald, II-108, 28. Februar 1807, Boston.
[James Montgomery, a.a.O. Hier werden Auszüge gegeben. Vgl. Vorwort.]

**Schweizerlied**
Kehren wir um, um zu betrachten,
wo in raueren Gegenden eine edlere Rasse lebt;
wo die grauen Schweizer ihre stürmischen Heimatorte betreten
und aus einem kargen Boden spärliches Brot gewinnen müssen.
Doch auch hier kann die Zufriedenheit ihren Zauber entfalten,
den Ort verbessern – und all seinen Zorn beseitigen.

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Obwohl das Häuschen des Bauern arm ist und seine Mahlzeit klein,
sieht er sein kleines Schicksal – das Schicksal aller;
fröhlich erwacht er am Morgen aus kurzem Schlaf,
atmet die frische Luft und summt auf dem Weg.
Nachts, wenn alle Arbeit vorbei ist,
setzt er sich nieder – der „König“ seines Hauses;
er lächelt am fröhlichen Feuer und blickt umher
auf die Gesichter seiner Kinder, die im Licht des Feuers leuchten;
während seine geliebte Gefährtin, stolz auf ihren Reichtum,
ihre sauber gedeckte Platte vorzeigt;
und vielleicht auch ein Pilger, der hierhergeführt wurde,
mit vielen Geschichten für das nächtliche Gastmahl sorgt.
Emerald, II-119, 7. März 1807, Boston.

RUNISCHE ODE:
DIE ERFÜLLUNG VON HAVARDUR
Von C. Leftly, Esq.

Balance and Columbian Repos., VI-144, 5. Mai 1807, Hudson, N.Y.
[Auch in Port Folio, II-415, 31. Dezember 1806, Philadelphia.]

ZUSAMMENFASSUNG DER FREMDLANDSPOESIE UND POLITIK.

Preußen:
Noch immer klammert sie sich wie eine Bärin fest;
an Russland – obwohl sie grinst und tritt –
hält sie sich an dem Fell fest, das doch versagen kann;
denn Bären haben leider keinen Schwanz.

Niederlande:
Lassen Sie Mynheer Vanderschoffeldt schimpfen und fluchen wegen des sauren Brotes;
nein – treten Sie ihm mit ernstem Gesicht gegen die Stirn,
damit er spürt, wie gut es eigentlich ist.

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Doch nachdem er seinen Rachen mit Buttermilch und schlechtem Salat gefüllt hat, soll er sich daran erinnern, dass die Zeiten so sind: Die Franzosen besitzen Holland – nicht die Holländer.

Deutschland: Mit donnernden Musketen und Getöse wird ganz Deutschland zerrissen; wie viele Kreise, nah und fern, sind in den Armen des Krieges eingeschlossen. Die hessischen Schurken erweisen allen Respekt vor dem falschen Gallier; und Johns Farm, eine prächtige Anlage, dient dazu, Suppe zu kochen, um die gallische Nation zu erfreuen.
Norfolk Repos., II-232, 26. Mai 1807, Dedham, Mass.

ÜBER DIE SCHLACHT VON HOHENLINDEN.
Von T. Campbell.
Weekly Inspector, II-272, 20. Juni 1807, N.Y.
[Thomas Campbell, ebenda.]
Die Schlacht von Hohenlinden in Bayern fand am 3. Dezember 1800 zwischen den Österreichern unter Erzherzog Johann und den Franzosen unter General Moreau statt.

Die Leiden der Schweiz.
Helvetische Täler! Dort, wo die Freiheit ihre Herrschaft ausübte; dort, wo alle gesellschaftlichen Tugenden blühten; sanfte, glückliche Orte des ungestörten Ruhestands, seit Jahrhunderten von feindlichen Parteien verehrt… Welcher neidische Dämon, der zerstören will, hat eure Freuden zerstört und eure Lieder des Glücks beendet? Welche schrecklichen Schreie dringen dem entsetzten Ohr entgegen! Welche Schreie der Angst begleiten den wehenden Wind! Seht die rohen Horden, die mit tigerhafter Wut vorrücken – die Schande der Männlichkeit und der Stolz Frankreichs! Seht die vertrampelten, zermalmten Frauen in grausamen Kämpfen!

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Während wilde Vernichtung jedes überfüllte Waldstück heimsucht und alle Gebirgsbäche sich mit Blut füllen! Siehe! Dort, wo jener Felsen seinen Schatten über die Felder des Todes wirft, liegt ein verwundeter Anführer! Umherblickt er auf diese verödete Szene mit einem Blick, der unerträgliche Leiden ausdrückt. Dann bricht er aus seinem Zustand der stummen Verzweiflung hervor und lässt seinen Schmerz in der flüchtigen Luft erklingen: „Liebe Heimatberge, in deren Waldwegen ich die ruhigen Morgenstunden meines Lebens verbrachte – auf deren grünen Gipfeln böse Mächte lauern, wo Höllenhunde wüten und Furien heulen – auch wenn ihr verändert, entstellt seid, seht ihr mich doch weiterhin; ihr bleibt mir erhalten, um mein letztes Lebewohl zu hören! Meine Freunde, meine Kinder, mit vielen Wunden gezeichnet, deren zerrissene Körper den blutgetränkten Boden bedecken, die im Glut der Sonne verdorren und erstarrten – ihnen überlassen an Geier und Wölfe als Beute – eure Qualen sind vorbei; ihr müsst nicht mehr erwachen, um die grausamen Angriffe der Begierde oder das stinkende Schwert der Räuber zu spüren! Und Du, dir wurde meine eheliche Treue geschenkt – meine Trostquelle auf Erden und meine Hoffnung im Himmel – geliebt in der Jugend, verehrt im Erwachsenenalter, beweint im Tod – o halte deinen Flug an! Verweile noch einen Moment an diesem trostlosen Ufer, dann werden wir uns nie wieder trennen – auf deinem armen Körper hängt dein blutender Ehemann, zählt all deine Wunden und spürt deine pochenden Schmerzen…“
O gerechte Väter! Ihr, deren Fürsorge die Schöpfung am Leben erhält – hört mein sterbendes Gebet! Schaut herab auf dieses treue Land, streckt eure rettende Hand über mein armes Vaterland! O lasst das Blut, das in den Himmel strömt, weiterhin in Strömen fließen – möge dieses Blut ausreichen!

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Dir gebührt die schreckliche Strafe –
Meinen Unrechten überlasse ich deiner gerechten Rache;
Oh, verteidige die Rechte der Völker und vertreibe die Monster aus dem lichtvollen Tag!
Weekly Inspector, II-288, 27. Juni 1807, N.Y.

Poesie. Original.
Herrn,
Es wurde bemerkt, dass der poetische Teil der Anthologie eher aus ausgewählten als aus originalen Werken besteht; ob dies das Ergebnis von Auswahl oder Notwendigkeit ist, werden die folgenden Zeilen nicht als unangemessen angesehen, da sie beide Eigenschaften aufweisen. Wenn sie in anderen Aspekten geeignet sind, veröffentlicht zu werden, wird angenommen, dass sie nicht abgelehnt werden.

Aus den Runen.
„Die Macht der Musik wird in einem der Lieder der runischen Dichter auf diese Weise hyperbolisch dargestellt.“[45]
Ich kenne ein Lied, mit dem ich die Herzen meiner Feinde besänftige und ihre Waffen wirkungslos mache.
Ich kenne ein Lied, das ich nur singen muss, wenn man mich mit Fesseln bindet – im selben Moment, in dem ich es singe, zerfallen meine Ketten, und ich kann frei gehen.
Ich kenne ein Lied, das für die ganze Menschheit nützlich ist: Sobald Hass die Menschen entflammt, beruhigen sie sich, sobald ich es singe.
Ich kenne ein Lied von solcher Kraft, dass ich, falls ich in einen Sturm gerate, die Winde zum Schweigen bringen und die Luft völlig ruhig machen kann.
Mo. Anthology, IV-602, November 1807, Boston.

Das Lied eines runischen Dichters.
Nachgeahmt in englischer Poesie.

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I.
Ich kenne ein Lied, dessen magische Kraft
den Krieger in der Stunde der Zerstörung retten kann;
sie schützt ihn vor der rachsüchtigen Rache des Feindes
und reißt ihm die Waffe aus der Hand.

II.
Ich kenne ein Lied, das, als ich in Fesseln lag,
die Glieder der quälenden Ketten zerbrach.
Während die süßen Töne erklangen, flogen die Pfeile zurück,
die zitternden Tore öffneten sich;
frei wie der Wind bewegten sich die Gliedmaßen,
sie durchquerten die weiten Felder oder vollführten lebhafe Tänze.

III.
Ich kenne ein Lied, das dazu bestimmt ist, das Herz zu heilen,
indem es die flammenden Leidenschaften der Menschen löscht;
wenn verborgener Hass und tödlicher Zorn zusammenkommen,
ist es meine Aufgabe, die Schlange der Rache zu bannen;
mit himmlischen Versen kann man die wütenden Handlungen bändigen
und die verlorenen Gefühle wieder zum Leben erwecken.

IV.
Ich kenne ein Lied, das, wenn die wilden Winde wehen,
die „Könige der Wälder“ niederbeugen kann;
wenn ich meine singende Stimme darauf richte,
und mit göttlicher Kunst ihre verschiedenen Töne hervorrufe,
dann verstummen die Winde, der Geist des Sturms
beruhigt seinen heftigen Atem und glättet seine wellige Gestalt;
der Tag bricht an – die feuchten Hügel erscheinen ruhig,
durch die dünnen Wolken strahlt ihr funkelndes Grün hervor.

Cambria.
Mo. Anthology, IV-602, November 1807, Boston.

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DER QUÄLKUNGSGEIST.
Eine Erzählung, nachgeahmt aus dem Deutschen, gemäß den wahren und authentischen Prinzipien des Horrorgenres.

Der Wind heulte laut! Der Weizenhaufen des Bauern Dobbin stürzte zusammen! Der Regen prasselte gegen seine Tür! Während er am Feuer saß, hörte er, wie das Dach knackte! Die Katze begann zu maunzen und streckte ihren Rücken durch! Die Kerze brannte – genauso wie zuvor! Der Bauer rief mit einem kläglichen Seufzer: „Um dieses verfluchte Geräusch loszuwerden, gib uns doch etwas Bier.“ Seine Frau weinte sofort, hustete dreimal hintereinander und antwortete dann: „Ich kann nicht! Warum? Weil der Fass leer ist!“ Neben dem Feuer saß Roger Gee-ho, der seine täglichen Pflichten bereits erledigt hatte, zusammen mit Cicely – deren Augen so schwarz waren wie Holunderbeeren. Sie war wirklich ein Mädchen, das niemals „Nein“ sagte – schließlich hatte sie nie die Gelegenheit dazu! Alle wurden durch die lauten, durchdringenden Schreie beunruhigt und gerieten in einen schrecklichen Zustand. Doch als sie die Tür öffneten und mit großen Augen hinsahen, stellten sie zu ihrer Freude – und Überraschung – fest: Es war die alte Sau, die sich fest in einem Tor verfangen hatte!
„Charms of Lit. in Prose and Verse“, S. 350, 1808, Trenton.

ODINS ABSTIEG.
Port Folio, V-406, 25. Juni 1808, Phila.
[In einer Rezension zu „Odes from the Norse and Welsh Tongues“ von Thomas Gray. Ebenfalls in „New Haven Gaz. and Conn. Mag.“, III-Nummer 21, 29. Mai 1788, New Haven.]

ODINS ABSTIEG.
Port Folio, VI-55, 57, 23. Juli 1808, Phila.
[Thomas Gray, ebenda. Eine wörtliche Übersetzung; nicht identisch mit dem oben Genannten. Kritik und Nachdruck.]

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DER WANDERER IN DER SCHWEIZ.
Von James Montgomery.
Gleaner, I-78 usw., Oktober 1808, Lancaster (Pennsylvania).
[James Montgomery, a.a.O. Das ganze Gedicht wird wiedergegeben. Vgl. Vorwort.]

Die folgende Nachahmung des berühmten Schweizer Liedes „Ran des Vaches“, das von großer Einfachheit und Schönheit geprägt ist, stammt vom Redakteur der Sheffield Iris – dem Autor von „Der Wanderer in der Schweiz“.

Das Lied der Schweizer in einem fremden Land.

Oh, wann werde ich das Land meiner Geburt besuchen,
das schönste Land auf der Erde?
Wann werde ich jene Orte der Zuneigung erkunden,
unsere Wälder, unsere Quellen,
unsere Dörfer, unsere Berge –
sowie die Frau, die ich verehre?
Oh, wann werde ich auf den blütenweißen Wiesen tanzen,
im Schatten eines Ulmenbaums, zum Klang der Flöte?

Wann werde ich in dein bescheidenes Refugium zurückkehren,
wo all meine geliebten Menschen zusammenkommen?
Die Lämmer und Kälber, die meinem Ruf folgen;
mein Vater, meine Mutter,
meine Schwester, mein Bruder –
und die liebe Isabella, die Freude aller?
Oh, wann werde ich das Land meiner Geburt besuchen?
Es ist das schönste Land auf der Erde.

—J. M.
Sheffield, Juni 1808.

Emerald, Nr. I-624, 15. Oktober 1808, Boston.
[Ranz des Vaches.]
James Montgomery, The West Indies and Other Poems, 3. Auflage, Philadelphia 1811 (London 1810).

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S. 84, Das Lied des Schweizer Hirten in einem fremden Land. „Nachgeahmt aus dem Vorangegangenen“, d.h. den französischen Versen.]

Das Lied des Schweizers in einem fremden Land
Lit. Mirror, I-148, 29. Oktober 1808, Portsmouth, N.H.
[Auch in Emerald, n. s., I-624, 15. Oktober 1808, Boston.]

Das Lied des Schweizers in einem fremden Land
Balance and Columbian Repos., VII-176, 1. November 1808, Hudson, N.Y.
[Auch in Emerald, n. s., I-624, 15. Oktober 1808, Boston.]

Lied des Schweizers in einem fremden Land
Norfolk Repos., III-392, 8. November 1808, Dedham, Mass.
[Auch in Emerald, n. s., I-624, 15. Oktober 1808, Boston.]

Das Lied des Schweizers in einem fremden Land
Von dem Autor von „Der Wanderer der Schweiz“.
Lady’s Weekly Misc., VIII-128, 17. Dezember 1808, N.Y.
[Auch in Emerald, n. s., I-624, 15. Oktober 1808, Boston.]

Die Verabredung ist geplatzt!
ODER:

VON SCHLEMMER UND „POT LUCK“.

Ein Engländer lud einmal
einen deutschen Freund zum Essen ein –
zu einem einfachen Potluck, wie er es nannte –
und dazu zu etwas gutem Portwein.

Mein Herr kam zur richtigen Zeit
mit Appetit auf das Mahl:
Die Speisen wurden auf den Tisch gestellt.

Page 194

Von Schlemmer nahm seinen Platz ein.
Suppe, Truthahn, Rindfleisch – nacheinander wurde serviert;
Mein Herr lehnte jedes Mal ab.
Vögel, Schildkröte, Soßen – danach folgten diese Gerichte;
Von Schlemmer probierte nichts davon.

Sein Gastgeber drängte ihn schließlich aus Freundlichkeit,
etwas Ente zu probieren:
„Ach nein!“, seufzte Von Schlemmer,
„Ich warte auf das Potluck.“
—Quiz. Select Reviews, I-71, Januar 1809, Phila.

Als ich mit einem Freund am Klavier die traurige Ballade von Mozarts „Vergiss me nicht“ sang,
einige Tage bevor ich mein Heimatland verließ.

„Vergiss mich nicht“ – weder das Lied noch seine klagenden Töne konnten
unsere Tränen beruhigen;
die fatalen Worte blieben mir im Mund stecken.
Während du die zitternden Tasten berührtest,
sah ich dich durch die klaren „Edelsteine“ traurig lächeln.

„Vergiss mich nicht“ – ach! Lied des Leids!
Denn niemals mehr werden unsere Freuden zusammenkommen;
kein Lächeln mehr im Angesicht der Trauer;
keine Tränen der Mitleid mehr, die gemeinsam fließen;
unsere Liebe, unsere Hoffnungen, unsere Freuden werden für immer zerstört.

„Vergiss mich nicht“ – oh! Immer lieblich…
Lass die erregenden Erinnerungen in meine Gedanken eindringen;
wenn du wieder „Vergiss mich nicht“ singst, wird eine Träne
sanft fallen, um mein pochendes Herz zu trösten;
ich werde dich niemals vergessen, solange ich lebe und fühle.

Julia Francesca.

Page 195

Port Folio, VII (n. s. I)-272, März 1809, Phila.

DER SOLDAT DER ALPEN

In den Tälern lagen noch die Schatten der Nacht,
obwohl die Morgensonne auf den Gletschern rot leuchtete,
als unser moosbedeckter Kirchturm zum ersten Mal
in mein Sichtfeld trat,
als ich über die gewaltigen Eichen über den Wasserfall ging.

Denn jenseits dieses alten Kirchturms, umgeben von
Kiefern,
lag der Ort, der all das Glück meines Lebens enthielt.
Neben jenem grauen Granitfelsen, wo die roten Aschen liegen,
stand das Häuschen, in dem meine geliebten Kinder und meine Frau wohnten.

Schon längst hatten die Töne der Kriegstrompeten aufgehört,
die Trommeln schwiegen, die Flaggen wurden eingeholt.
Frieden – der „Tagstern des Friedens“ – stieg über Frankreich auf,
und seine Strahlen erhellten die Welt.

Als ich der Heimat meiner Väter nahekam,
entblößte das Licht ihre prächtigen Züge.
Als ich zum ersten Mal die blauen Eisberge sah,
meine alten heimischen Alpen, begrüßte ich sie mit großer Freude.

„Oh! Bald“, rief ich aus, „werden diese Berge hinter mir liegen,
und bald werde ich vor der Tür meines eigenen Hauses stehen.
Dort werden mich endlich die Zärtlichkeiten meiner Kinder begrüßen,
und die Arme meiner Frau werden mich ein weiteres Mal umfangen.“

Page 196

„Während die Fülle der Freude mich sprachlos macht,
Emotionen, die keine Sprache je beschreiben kann –
wenn ihre süßen Tränen der Rührung warm auf meine Wange fallen
und ich wieder ihren zärtlichen Herzschlag an meinem spüre.

„Dann wird mein Sohn, wenn unsere Aufregung nachlässt,
besorgt fragen, wie es unseren Soldaten geht;
er wird stolz meinen Bajonett mit kindlicher Pracht schmücken
und meine gefiederte Mütze freudig auf seinen Kopf setzen.

„Dann wird mein liebes Mädchen prahlen, wie ihr Kamel gewachsen ist;
sie wird ihn fröhlich dazu bringen, all seine Streiche zu wiederholen,
danach eilt sie zum Weinstrauch, den sie für sich beansprucht,
und wählt liebevoll seine reifen Trauben für mich aus.

„Und wenn wir uns nachts um unser Feuer versammeln,
werden sie mit welchem Interesse meiner Kriegsgeschichte lauschen,
wie unsere glänzenden Waffen auf der weiten Höhe des Saint-Bernard strahlten,
während die Wolken in weißen Wellen weit unter uns dahinzogen.

„Dann werde ich erzählen, wie wir den Legionen Österreichs entgegentraten,
wie wir am siegreichen Tag von Marengo kämpften,
als die Farben des Sieges mutlos wehten
dort, wo das letzte Blut des tapferen Dessaix floss.“

So pochte mein Herz leicht in liebevoller Vorstellung,
als ich die grobe Brücke überquerte, über die die wilden Wassermassen strömten,
wenn jede bekannte Szene schnell vor meinen Augen auftauchte.

Page 197

Und Hopes strahlende Visionen kamen warm in meine Seele.

Durch den Kiefernwald eilte ich mit schwebenden Schritten – schon fühlte ich meine Geliebten in meinen Armen. Doch als ich ankam, war von meinem Häuschen keine Spur mehr da – an seiner Stelle lag nur ein hoher Schneehaufen.

Die herzzerreißende Geschichte hörte ich zu früh: Eine Lawine, ausgelöst vom Hang des nahegelegenen Berges, hatte unser Häuschen unter sich begraben; darunter waren meine Frau und meine Kinder gestorben.
– Imogen.
Port Folio, VII (n. s. I)-350, April 1809, Phila.

**Schlacht auf den Hochebenen**
Von Thomas Campbell, Esq.
Visitor, I-47, 22. April 1809, Richmond.
[Auch in Weekly Inspector, II-272, 20. Juni 1807, N. Y.]

**Der Blick eines Cowboys**

Süße, sehnsüchtig vermisste Heimatküste – werde ich dich je wieder sehen, sowie all die Objekte meiner Liebe: Deine so klaren Bäche, deine so geliebten Hügel, die Gipfel der Berge sowie die Hütten darunter, durch die einst meine Füße wanderten?

Dort mit der schönen Isabella, mit leichtem Gang und frei von Sorgen – werde ich dorthin zurückkehren?

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Oder bei Dämmerung, unter dem Tal,
flüstere leise meine unschuldige Geschichte –
und schreite glücklich auf dem Feenland?

Oh! Wann werde ich wieder sehen
mein bescheidenes Bett und die Heimatebene,
sowie all die mir lieben Dinge;
meinen Vater und meine Mutter,
meine Schwester und meinen Bruder
und ihre ängstlichen Sorgen lindern?
(European Mag.)
[Darauf folgen Musik sowie die französischen Worte des Ranz des Vaches. Siehe S. 156.]
Besucher, I-72, 3. Juni 1809, Richmond.

Das Lied des Schweizers in einem fremden Land.
Gleaner, I-471, Juni 1809, Lancaster (Penn.).
[Auch in Emerald, n. s., I-624, 15. Oktober 1808, Boston.]

Charlotte am Grab von Werter.

Mit Herzschmerz nähere ich mich
dem Grab, wo mein Werter ruht;
oh, giebt mir doch ein wenig Mitleid –
eine Träne, damit ich die Qualen in meiner Brust lindern kann.

Schlaf weiter, du geliebter Schatten, ruhe in Frieden,
unbeeinträchtigt von den Qualen in meiner Brust;
denn sicherlich würde der sanfte Schlaf enden,
wenn du wüsstest, wie sehr mich Kummer bedrückt.

Die Wiese, das Tal, das Feld –
Orte, die einst Freude brachten;
ach, wie verändert sie jetzt sind! Denn sie bieten
keine fröhlichen oder glücklichen Anblicke mehr.

Page 199

Auf der Terrasse verweile ich oft,
Und beklage den Verlust meines Werter,
Während ich bei dem blassen Mond klagte,
Seine Strahlen, sein geliebtes Bild wiederherstellen.

Hier entstand die liebevolle Hoffnung,
Die mein Herz mit Freude erfüllt,
Dass, wenn dieses triste Leben zu Ende ist,
Wir uns wiedersehen und nie mehr scheiden werden.

Ja, Werter, deine Vorhersage war richtig;
Es ist meine Pflicht, diese Hoffnung zu bewahren,
Denn sollte sie mich verlassen, wie muss
ich dann mit Kummer und Verzweiflung kämpfen.
—A.
Besucher, I-136, 23. September 1809, Richmond.

DER QUÄLKUNDE GEIST.
Eine Erzählung, nachgeahmt aus dem Deutschen.
Select Reviews, II-357, November 1809, Phila.
[Auch in Charms of Lit. in Prose and Verse, S. 350, 1808, Trenton.]

Für diejenigen, die die außergewöhnlichen Gedichte von Lewis, Walter Scott und anderen unter den fantasievollen Titeln „Der Wolkenkönig“, „Der Feuerkönig“ usw. bewundert haben, mag das folgende burleske Lied etwas Unterhaltung bieten.

DER MALERKÖNIG.

Schöne Ellen, einst die Freude der Jünglinge;
Keine Jungfrau konnte mit ihr verglichen werden;
Ihre Reize waren Thema des Herzens und der Zunge,
Und unzählige Dichter sangen in Entzücken
von der Schönheit der schönen Ellen.

Doch Ellen – obwohl Liebende in Scharen zu ihr kamen…

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Die Blicke ihrer Augen richteten sich auf ihr Herz –
Aus dieser Trauer kam kein Mitleid, keine Sympathie;
Denn kalt wie ein Schneeregen zogen sie
Keine Träne aus jenem erstarrten Teil heraus.

Doch weiterhin flehte das Herz der schönen Ellen
Nach etwas, das nicht zu finden war;
Wie ein Seemann schien es auf einer öden Küste –
Ohne Haus, ohne Baum, ohne Laut, nur das Dröhnen
Der Wellen, die hoch gegen die Felsen schlugen.

Von einem Gegenstand zum anderen wanderte sie immer wieder –
Doch leider fand sie nichts;
Den ganzen Tag irrte sie durch die Labyrinthe der Neugierde,
Und selbst um Mitternacht, so unruhig, wie man sagt,
Verfolgte sie im Schlaf den Wind.

Nein, lieber als wie eine Statue regungslos dazusitzen,
Wenn der Regen ihr Haus in einen Teich verwandelte,
ging sie auf und ab wie die Flügel eines Mühlrads
Und klopfte jede Stufe ab, wie der Schnabel eines Spechts,
Von den Dachziegeln bis zum Boden.

Eines Morgens, als das Mädchen am Fenster stand,
ging ein junger Mann vorbei mit einem Rahmen in der Hand.
Sie schloss das Fenster – doch nicht die Augen ihres Geistes;
Denn so sehr sie auch versuchte, nein, sie konnte nicht blind sein;
Immer noch sah sie den jungen Mann vor sich stehen.

„Und was kann er damit anfangen?“, sagte das Mädchen seufzend.
„Ah! Was kann er mit diesem Rahmen anfangen?
Ich wünschte, ich wüsste es.“ Plötzlich ging der junge Mann wieder vorbei –
Und wieder sah ihr Auge den Rahmen sowie ein schönes Bild.

„Oh! Schönes, wunderbares Bild!“, seufzte die schöne Ellen.
„Ich muss es wieder sehen – sonst sterbe ich!“
Dann band sie ihren Hut unter ihrem weißen Kinn fest.

Page 201

Und nachdem der junge Mann und das Bild verschwunden waren, floh sie – bis der junge Mann, als er zurückblickte, ihrem Blick begegnete.

„Schöne Dame“, sagte er (und lachte dabei), „dieses Bild bewunderst du offensichtlich; nimm es doch, ich bitte dich – vielleicht wird es dir einige Momente der Traurigkeit vertreiben: (Verzeih mein Lächeln) Oder zumindest hält es dich zu Hause bei dem Feuer.“

Da nahm Ellen das Geschenk mit Freude und Erstaunen vom listigen jungen Mann entgegen. Doch sie wusste nicht um das Gift, das in ihre Augen eingedrungen war – als sie voll Entzücken auf ihr „Präsent“ blickten. So wurde die schöne Ellen getäuscht!

Es war ein junger Mann, der sich über die Gestalt einer Statue beugte; er schien der Bildhauer dieses Steins zu sein. Doch er litt, als wäre er von deren Schönheit überwältigt; seine Augen spiegelten wie die des Statuenkopfes die Strahlen seiner eigenen Augen wider.

Es war die Geschichte des alten Bildhauers Pygmalion; die schöne Ellen erinnerte sich daran und seufzte: „Ach! Könntest du nur deine bezaubernden Augen aus diesem kalten Marmor heben, deine Arme um mich legen und mich heute als deine Braut umarmen!“

Kaum hatte sie das gesagt, da erhob sich der junge Mann vom Bild … Er trat aus dem Rahmen heraus; mit wilder Freude umschlang er die ihm versprochene Liebe, Ellen – und durch seine Leidenschaft gefror das Blut des Mädchens in ihren Adern!

Sie drehte sich um und sah auf jeder Schulter einen Flügel. „Oh! Himmel!“, rief sie, „wer bist du?“ Seine wilde Antwort hallte von der Decke bis zum Boden – finster blickend donnerte er: „Ich bin der Malerkönig!“

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„Und du, liebliche Magd, bist jetzt meine!“
Dann hob das grausame Ungeheuer die laut schreiende Magd hoch in die Luft – wie einen Windstoß. Es flog durch die Lüfte, schnell wie ein Meteor, während die Wolken, die an ihm vorbeizogen, entsetzt nach rechts und links drifteten, je nachdem, wohin er flog.

Plötzlich änderte es seinen Flugweg und stürzte mit großer Geschwindigkeit herab. Die Luft unter ihm wurde dunkel wie in der Nacht, und der Boden, auf dem es stand, bewegte sich, als wäre er von Schrecken erfüllt – wie die Wellen des Kaspischen Meeres.

„Ich bin da!“, rief das Ungeheuer und klopfte donnernd an die Tore einer bergigen Höhle. Die Tore öffneten sich weit, als wären sie durch Magie geöffnet worden. Die Gipfel der Berge schwankten hin und her, wie eine Eisscholle auf den Wellen.

„Oh! Gnade!“, schrie Ellen und brach in seinen Armen zusammen. Doch der Farbenkönig lachte über ihren Schmerz. „Bitte, Geliebte“, sagte das Ungeheuer, „was bedeuten diese Alarmsignale?“ Sie hörte nichts, sah auch die schrecklichen Zauber nicht, die sie erneut in Entsetzen versetzten.

Sie öffnete ihre Augen – doch ihre Augen sahen nun nicht mehr den schönen jungen Mann, den sie hatte heiraten wollen. Stattdessen erschien der Farbenkönig in seiner wahren Gestalt: Sein Gesicht war wie eine Palette voller böser Farben – schwarz und weiß, rot und gelb, blau.

Auf einem glänzend polierten Thron aus prismatischem Material…

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Der Mosaikteufel saß da wie ein Klumpen Erde;
Während er in seinem Mund eine riesige Zigarre hielt –
zweimal so groß wie der Leuchtturm, selbst aus der Ferne gesehen,
an der Küste des stürmischen Cape Cod.

Und bald schon, während er an dieser riesigen Zigarre zog, waren zu sehen
auf den Wänden schreckliche Darstellungen:
Beine und Arme, Köpfe und Körper, die daraus hervorkamen;
wie im düsteren Salon des schottischen Sawney Bean,
vom Teufel für einen Ball gekleidet.

„Ach, ich!“, rief das Mädchen und warf sich zu seinen Füßen.
„Muss ich an diesen Wänden hängen, um zu trocknen?“
„Oh, nein!“, sagte der Teufel, während er von seinem Sitz aufsprang.
„Ein weitaus edleres Schicksal erwartet dich;
ich werde dich zu Farbe zermahlen, meine Braut!“

Dann packte er das Mädchen an ihren dunkelroten Haaren
und stieß sie in einen Ölkrug.
Sieben Tage, sieben Nächte lang zuckte Ellen vor Qualen in der Dunkelheit,
vollständig mit Öl bedeckt bis zum Kinn.

Am Morgen des achten Tages legte er Ellen dann auf einen riesigen, schwarzen Stein;
mit einem Felsen als Pressstein zerdrückte er alle ihre Knochen;
doch obwohl sie zu Brei zermahlen worden war, stöhnte sie weiterhin –
denn das Leben hatte das Mädchen noch nicht verlassen.

Nun griff er mit meisterhafter Sorgfalt zu seinem Palette
und trug jede Farbe auf die Oberfläche auf:
das Blau ihrer Augen, das Braun ihrer Haare,
die Perle sowie die Weiße ihrer wunderschönen Stirn
sowie die rosarote Farbe ihrer Lippen und Wangen.

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Dann stampfte das Ungeheuer mit dem Fuß und rief aus:
„Nun, du tapfere, grausame Fee – deinen Spott!“
Da kam aus einer unergründlichen Schlucht
ein kleines, winziges Streitwagen aus rosafarbenem Feuer,
getragen von einem Zügel aus zehn Glühwürmern.

Auf einem strahlend grünen Thron saß die schöne Geraldine,
unvergleichlich schön;
ihr Gewand war wie das erste Licht des Morgens,
ihr Umhang wie der Schnee einer Mittagswolke,
und ein Mondstrahl war ihre Lanze.

Mit einer Stimme, die durch die stille, verzauberte Luft schwebte,
wie der sanfte Klang Evas Stimme, sprach die wunderschöne Fee aus ihrem Streitwagen:
„Ich komme auf deinen Ruf … aber, oh Malerkönig! Hüte dich,
hüte dich, falls du wieder betrügst.“

„Es ist wahr“, sagte das Ungeheuer, „du Königin meines Herzens!
Dein Porträt habe ich oft versucht zu malen;
doch nie konnte ich mit meiner Kunst auch nur den geringsten Teil deiner wunderbaren Schönheit auf die Leinwand bringen;
und für mein Versagen hast du mich mit Spott belohnt.“

„Nun schwöre ich bei dem Licht des Schwanzes des Kometenkönigs!“
Stolz erhob er sich, während er sprach:
„Falls ich wieder mit diesen magischen Farben versage,
wird der Krater des Ätna meine Gefängnis sein,
und meine Nahrung wird Schwefel und Rauch sein.“

„Aber wenn ich Erfolg habe, dann, oh! schöne Geraldine!
Erbitte ich dein Versprechen voller Freude;
und du, Königin der Feen, wirst für immer mir gehören –
die Braut meines Bettes; und dein göttliches Porträt
wird die ganze Welt mit meinem Ruhm erfüllen.“

Er sprach; da sah man die Gestalt der schönen Geraldine.

Page 205

Auf der Leinwand leuchtete es bezaubernd;
Seine Pinselstriche flogen wie Blätter im Sturm;
Das reine, perlweiße sowie das warme Karminrot
strömten in Harmonie ineinander.

Und nun schien das Porträt wie eine Zwillings Schwester
der schönen Geraldine: Mit derselben sanften Miene zeigten sich
getreulich jeder Muskel, jede Gesichtszug – kurz, kein Hauch
ihres wunderschönen Haares ging verloren.

Es war die Feen selbst! Doch, wehe! Ihre blauen Augen
mangelten noch immer an Pupillen;
Und wer kann die entsetzliche Überraschung beschreiben,
die den Malerkönig ergriff, als er sah,
dass auf seiner schwarzen Palette
keine Spur davon zu finden war.

„Ich bin verloren!“, rief der Teufel und zitterte wie ein Blatt;
Als er seinen Blick zum Boden senkte,
sah er Ellens fehlende Pupillen voll Kummer
in den Kiefern einer Maus – und den listigen kleinen Dieb,
der mit einem Sprung außer Sichtweite verschwand.

„Ich bin verloren!“, rief der Teufel und stürzte wie ein Stein zu Boden;
Dann erhob sich die Fee in Zorn,
öffnete mit einer Berührung ihres Fingers ihren Gürtel
(dabei stießen die Gliedmaßen an der Wand ein schreckliches Stöhnen aus!),
und schwoll zu einer Feuersäule an.

Ihr Speer blitzte nun wie ein Donnerschlag in der Luft,
und Schwefel erfüllte die Höhlung ringsum;
Sie schlug auf das grausame Ungeheuer ein; dann hob sie es
an den Haaren empor und warf es in sprachlose Verzweiflung
in die Tiefen der tiefen Schlucht.

Dann winkte sie lächelnd mit ihrem Speer über dem Bild
und sagte: „Komm heraus!“ – die gute Geraldine.

Page 206

Siehe da – aus dem Vorhang tritt die schöne Ellen hervor!
In ihrem Aussehen, in Person noch schöner als je zuvor,
mit einer Anmut, die göttlicher denn je ist!
Mo. Anthology, VII-391, Dezember 1809, Boston.
[Washington Allston, ebenda. Vgl. S. 18, 19.]

**DER QUÄKERGEIST**
Eine Erzählung, nachgeahmt aus dem Deutschen.
Boston Mirror, II-96, 6. Januar 1810, Boston.
[Ebenso in „Charms of Lit. in Prose and Verse“, S. 350, 1808, Trenton.]

**DER MALER**
Something, I-151, 20. Januar 1810, Boston.
[Ebenso in Mo. Anthology, VII-391, Dezember 1809, Boston.]

**ANMERKUNGEN:**
[35] Wir haben uns die Freiheit genommen, hier ein oder zwei kleine Änderungen vorzunehmen. Wir sind überzeugt, dass das Urteil des einfallsreichen Autors diese Änderungen billigen und entschuldigen wird – schließlich beeinträchtigen sie den Sinn nicht.
[36] Der Begründer und erste Gesetzgeber des deutschen Volkes – ihm wurde nach seiner Vergöttlichung der vierte Tag der Woche gewidmet – wurde später von „Wodans Tag“ in „Mittwoch“ umbenannt.
[37] Der tapfere Verteidiger der Freiheit seines Landes gegen die römischen Invasionen – er zerstörte drei Legionen unter dem Kommando von Quintilius Varus zur Zeit von Augustus Caesar.
[38] Damit ist die neue Ordnung gemeint, die von Seiner Preußischen Majestät eingeführt wurde; ihr Zeichen ist eine Goldmedaille mit der Inschrift „Für Verdienste“.
[39] Damit ist gemeint, dass der König den großen Soldaten Freiheit gewährte, die sein Vater zu seinem Dienst gezwungen hatte.
[40] Ein unglücklicher Liebender.
[41] Dieser Vers stammt aus einer bewegenden und grausamen Beschreibung in einer deutschen Ballade von Professor Von Spluttbach mit dem Titel „Skulth den Balch“ oder „Sour Mthltz“. Auf Englisch, soweit eine Übersetzung die Schrecken des Originals überhaupt wiedergeben kann: „The Bloody Banquet, or the Gulph of Ghosts!!!“ – ein sehr grausames, aber auch bemerkenswertes Werk.

Page 207

[42] Wiederholung ist die Seele des Balladenschreibens.
[43] Der Leser wird meiner Heldin die Ehre erweisen, sich daran zu erinnern, dass sie mit nur drei Zähnen ausgestattet war; daher rührte ihr Wunsch, einen weiteren Zahn hinzuzufügen, aus einem rein liebevollen und typischen Motiv. Diese gütige Eigenschaft, geschickt eingeschoben, weckt das Interesse des Lesers an ihr und verstärkt die Schrecken der Katastrophe.
[44] Unsere Heldin ist hier in doppeltem Erstaunen versunken; nicht nur die Länge, sondern auch die Weißheit der Zähne ihrer Großmutter wecken ihre Verwunderung und ihren Verdacht.
[45] Siehe Godwins „Life of Chaucer“.
[46] Die deutsche Übersetzung von „Forget me not“.
[47] Da es sich um ein freies Land handelt, habe ich mir zur Wahrung des Metrums die Freiheit genommen, das Wort „prismatick“ wie oben zu ändern.

Page 208

IV

Liste der Übersetzungen deutscher Prosa sowie Liste von Artikeln über die deutschen Länder

In den Nachrichtenseiten der Zeitschriften finden sich viele Verweise auf Deutschland, Österreich, die Schweiz, Holland usw., doch sie sind zu zahlreich und zu kurz, um in der folgenden Liste aufgeführt zu werden.

General Mag. & Hist. Chronicle für alle britischen Kolonien in Amerika – B. Franklin, Philadelphia.
I – Januar–Juni 1741.
Nachrichten aus Deutschland.

Amer. Mag. & Hist. Chronicle – Boston.
I – September 1743–Dezember 1744.
499 – Beschreibung der Stadt Hamburg, mit einigen Bemerkungen über die Hamburger sowie andere Deutsche usw.
II – 1745.
373 – Rede von Lord P——l bezüglich des Berichts über die hannoverschen Truppen im Jahr 1744.
492 – Die niederländische Methode zur Besetzung von Flotten.
III – 1746.
311 – Beschreibung der Stadt Antwerpen.
406 – Der König von Preußen – sein Charakter.
[Auswärtige Angelegenheiten – viele Abschnitte über Wien, Den Haag, Utrecht, Stockholm in Schweden, Dänemark usw.]

Independent Reflector – New York.
Nummern 1–52, 30. November 1752–22. November 1753.

Page 209

21 – Rechtfertigung der Mährer gegen die Angriffe ihrer Feinde.
Amer. Mag. & Mo. Chronicle – Philadelphia.
Jahrgang 1757–1758.
136 – Charakter des Königs von Preußen.
[Viele Abschnitte mit Nachrichten aus Deutschland.]

The New Amer. Mag. – Woodbridge, New Jersey.
Ausgaben Nr. XIII–XXIV, 1759.
418 – Als unterhaltsame Beigabe werden folgende bemerkenswerte Kuriositäten aus Dänemark wiedergegeben.
462 – Über eine sehr nützliche Sitte in Holland; aus dem Französischen von Voltaire.

The Royal Amer. Mag. – Boston.
Januar–Dezember 1774.
416 – Beschreibung eines wirksamen Heilmittels gegen ulzerierten Krebs. Von M. I. Soultzer, erster Arzt Seiner Königlichen Hoheit, des Herzogs von Sachsen-Gotha.

Penna. Mag. – Philadelphia.
Jahrgang 1775.
471 – Das Gesetz der Freiheit; eine Predigt über amerikanische Angelegenheiten, gehalten bei Eröffnung des Provinzkonvents von Georgia. Mit einem Anhang, der einen kurzen Überblick über die Kämpfe der Schweiz um ihre Freiheit gibt. Von John J. Zubly, D.D. (Ausgewählte Passagen aus neuen britischen Veröffentlichungen.)
Jahrgang 1776, Januar–Juni.
63 – Einige Informationen über das Leben bedeutender Persönlichkeiten – Gustav Adolf, König von Schweden.
169 – Außergewöhnlicher Heldentum der alten Skandinavier.

The U.S. Mag. – Philadelphia.
Jahrgang 1779.

Page 210

136—Ursprung der Debatte zwischen dem König von Preußen und dem Kaiser von Deutschland. Übersetzt aus dem Journal Historique & Politique.
186—Einschlägige Informationen zur Debatte zwischen dem Kaiser und Preußen.
472—Gedanken über die Notwendigkeit des Krieges. Übersetzt aus dem Deutschen.
474—Seltsame Abenteuer einer deutschen Prinzessin, Gemahlin von Alexei, dem unglücklichen Sohn des Zaren Peter dem Großen. Von Crito.

The Boston Mag.—Boston.
I—Oktober 1783–Dezember 1784.
55—Beschreibung (mit einer eleganten Zeichnung) des berühmten Grabmals von Madame Langhans, ausgeführt von Herrn John Augustus Nahl, ehemaligem Bildhauer des Königs von Preußen; dieses Grabmal befindet sich im Chor der Pfarrkirche in Hindlebanck, 2 Meilen von Bern entfernt. [Prosaartikel mit Übersetzung eines deutschen Gedichts von Haller. Siehe Seite 21.]
545—Bericht über den Beginn der Freiheit in der Schweiz.
III—1786.
72, 65, 66, 67—Neue Beschreibung von Zürich in der Schweiz. [Aus einem Brief eines englischen Gentlemans an seinen Freund. Die Seiten des Bandes III sind nach Seite 72 falsch nummeriert.]

The Worcester Mag.—Worcester (Mass.).
I—Erste Woche im April–dritte Woche im August 1786.
140—Handelsvertrag zwischen den USA und dem König von Preußen.
235—Komisches Abenteuer eines schlesischen Priesters, beschrieben in den Aufzeichnungen über die Feldzüge des Königs von Preußen.
III—Erste Woche im April–zweite Woche im August 1787.
5—Über den niederländischen Kredit. Aus einer früheren Zeitung aus New York.
IV—Erste Woche im Oktober 1787–vierte Woche im März 1788.
121—Das Gebet des Kaisers von Deutschland. Kürzlich ist in Deutschland ein kleines Werk unter dem Titel „Joseph Gebetbüchlein“ erschienen; daraus wurde das Folgende entnommen.

Columbian Mag.—Philadelphia.
I—September 1786–Dezember 1787.
442—Anekdote zur Belagerung von Leiden.
II—1788.

Page 211

31—Ein echter Brief eines Mitglieds der Gesellschaft der Dunkarden an eine Dame aus der Familie Penn, samt deren Antwort.
40—Eine bemerkenswerte Einsiedelei. Aus Keyslers Reisen.
323—Bericht über einen äußerst außergewöhnlichen Feuerausbruch in Island im Jahr 1783.
621—Bericht über die große Revolution in Dänemark im Jahr 1660.
688—Beobachtungen, die Monsieur De Lazowski während einer Reise durch die Schweiz im Jahr 1786 gemacht hat.
III—1789.
38—Eine Anekdote aus „Das Leben Friedrichs III., des verstorbenen Königs von Preußen“, veröffentlicht in Paris und Straßburg im Sommer 1788, und nun in Philadelphia übersetzt.
548—Anekdoten über Friedrich den Großen, König von Preußen.
IV—Januar–Juni 1790.
26—Eine Allegorie auf den Streit um die Vorrangstellung zwischen den Geisteswissenschaften und den schönen Künsten. Von Herrn Klopstock. Aus dem Deutschen übersetzt.
32—Auszüge aus einem Aufsatz über die Regierungsform sowie die Pflichten der Könige. Vom verstorbenen König von Preußen. Im Jahr 1781 an seinen Staatssekretär de Hertsberg gesandt; doch verfasst 1776 oder 1777, wie aus seinen Briefen an Voltaire hervorgeht.
169, 205, 365—Auszüge aus dem Briefwechsel des jetzigen Königs von Schweden in jungen Jahren mit den Leitern seiner Erziehung.
V—Juli–Dezember 1790.
156—Bericht über Fräulein D. Schlozer, eine berühmte, gebildete Dame im Kurfürstentum Hannover, die im Jahr 1787 während des großen Jubiläums für würdig gehalten wurde, die höchsten akademischen Ehren an der Universität Göttingen zu erhalten.
249—Über die Nützlichkeit von Frostleitern. Aus einer deutschen Zeitschrift.
319—Über die modernen Sitten in Deutschland.
362—Brief des Königs von Schweden. [Aus IV.]

Universal Asylum and Columbian Mag.—Philadelphia.
I—Januar–Juni 1791.
46—Eine Reise in Holland im Jahr 1784. Von einem Amerikaner. (Dünnes Oktavformat. In Boston gedruckt.)

Page 212

134—Auszug aus dem Briefwechsel des gegenwärtigen Königs von Schweden usw. [Aus V von Columbian Mag.]
400—Anekdoten – II. Über den verstorbenen König von Preußen.
II—Juli–Dezember 1791.
23—Beobachtungen über die Idioten im Pays de Vallais in der Schweiz. Von Sir Richard Clayton.
174—Außergewöhnliche Beschreibung einiger Heilquellen auf der Insel Amsterdam. (Aus Mortimers Beobachtungen während einer Reise von Kanton an die Nordwestküste Amerikas und zurück nach Kanton.)
378—Anekdote über den Zaren Peter von Russland. Übersetzt aus dem Französischen von Friedrich II. von Preußen.
I—Januar–Juni 1792.
233—Beschreibung des nationalen Charakters, der Sitten und Bräuche der Schweden. (Aus Catteaus „Allgemeiner Überblick über Schweden.“)
II—Juli–Dezember 1792.
177—Die Furien, eine Fabel. Aus dem Deutschen von M. Lessing.

New Haven Gaz. and Conn. Mag.—New Haven.
I—16. Februar 1786–15. Februar 1787.
8—Über eine sehr nützliche Sitte, die in Holland verbreitet ist.
84—Einige Einzelheiten zur Aufstiegsgeschichte von Peter Schreutzer, den der König von Preußen aus einfachen Verhältnissen zum General beförderte.
296—Anekdote über den König von Preußen, Voltaire und Lord Chesterfield.
319—Auszug aus einem Traktat über Physiognomie. Von M. Lavater.
395—Anekdote über den verstorbenen König von Preußen.

Amer. Museum.—Philadelphia.
III—Januar–Juni 1788.
539—Rede über die gelehrten Sprachen, gehalten vom ehrenwerten Francis Hopkinson von einem jungen Mann bei einer öffentlichen Zeremonie an der Universität Pennsylvania. [Gegen das Studium von Latein und Griechisch…]
„Es ist nicht notwendig, in der Antike nach Mitteln zur gegenseitigen Kommunikation von Ideen zu suchen, denn die am meisten verwendeten Sprachen sind tatsächlich die nützlichsten, die man kennen sollte.“
VI—Juli–Dezember 1789.

Page 213

35—Bericht über die Dunkarden in Pennsylvania.
Von einem britischen Offizier an den Redakteur der Edinburgh Magazine übermittelt.
159—Bericht über die Entdeckung Amerikas durch die Isländer im 11. Jahrhundert, entnommen aus Mallets Northern Antiquities, Band I.
222—An den Präsidenten der Vereinigten Staaten: Die Ansprache der Geistlichen und Ältesten der deutschen reformierten Gemeinden in den Vereinigten Staaten auf ihrer Generalversammlung in Philadelphia im Juni 1789.
223—Washingtons Antwort auf das Obige.
411—Anekdote über Friedrich den Großen. [Warum er den Amerikanern nicht half.]
475—Peter, eine deutsche Erzählung.
482—Anekdoten: Nr. 5 – Friedrich der Große; Nr. 8 – Karl XII. von Schweden.
VII—Januar–Juni 1790.
168—Anekdote über deutsche Soldaten, die nach Amerika auswanderten.
208—Ein Hinweis [auf die niederländische Industrie].
216, 328—Die Maid von der Schweiz. Von Miss Anne Blower.
IX—Januar–Juni 1791.
42 (Anhang III)—Auswanderung aus Deutschland. [Kurzer Absatz.]
X—Juli–Dezember 1791.
108—Anekdote über den „verstorbenen König von Preußen“.
35 (Anhang I)—Ein Hymnus auf die Geburt Christi, gesungen in der niederländischen Kirche in New York.
XI—Januar–Juni 1792.
38—Der Zustand des weiblichen Geschlechts bei den alten Germanen. Von Gilbert Stuart, LL.D.
97—Über Ehe und Bescheidenheit bei den alten Germanen. Von Gilbert Stuart.
102—Produktionen und Handel in Deutschland. Aus Zimmermans politischer Übersicht über den gegenwärtigen Zustand Europas.
XIII—1798.
233—Der König von Preußen hebt die von den Franzosen in Hamburg, Bremen usw. abgeschlossenen Verträge bezüglich Getreide auf.
255—Friedensvertrag von Pilnitz.

The Amer. Mag.—New York

Page 214

Dez. 1787–Nov. 1788.
779–Eine gotische Geschichte.

Mass. Mag. oder Mo. Museum – Boston.
I–1789.
164–Gier und Ruhm. Eine Geschichte. Von dem König von Preußen. Unter „der Schäfer“ versteht er sich selbst.
238–Eine seltsame Art von Torheit bei den Niederländern. [Die Tulpenmanie.]
310–Die Weisheit der Vorsehung. Ein Apolog. Aus dem Deutschen des berühmten Gellert.
491–Charakteristik des ehrenwerten und gelehrten Emanuel Swedenborg. Verfasst von ihm selbst.
II–1790.
53–Eine Anekdote über Friedrich, den verstorbenen König von Preußen.
151–Bericht über einen Besuch in den Alpen. Von M. de Saussure.
177–Der norwegische Bär.
456–Die sächsische Heldin.
685–Über die Sauberkeit, Ordnung und Sparsamkeit in niederländischen Gefängnissen. (Von dem verstorbenen, berühmten Herrn Howard.)
708–Bericht über die mährische Siedlung in Bethlehem, Pennsylvania. (Aus Captain Aubreys Reisen durch die inneren Gebiete Amerikas.[48])
III–1791.
102 usw.–Verschiedene Skizzen über die Niederländer. (Aus „Eine Reise in Holland im Jahr 1784, unternommen von einem Amerikaner“, gerade veröffentlicht.)
223–Bericht über Fräulein D. Schlozer. [Dorothy Schlozer aus dem Kurfürstentum Hannover, die akademische Auszeichnungen an der Universität Göttingen erhielt.]
235 usw.–Zohar, eine orientalische Erzählung. Von Wieland.
345–Ein preußisches Edikt.
365–Beschreibung von Bethlehem im Bundesstaat Pennsylvania. [Verweise auf die Deutschen.]
470–Eine Anekdote über Christina, Königin von Schweden.
559–Skizze des unglücklichen Erik XIV., Sohn des großen Augustus Vasa, König von Schweden.
564–Eulogie auf Håkon, König von Norwegen.
571–Charakteristik des Königs von Preußen.

Page 215

627—Allgemeines über das Charakter der Deutschen.
756—Verschiedene Skizzen über die Niederländer.
IV—1792.
166—Charakter der schwedischen Nation.
306—Geschichte von Margarete von Valdemar. (Aus Cox’ Reisen in Polen, Russland, Schweden und Dänemark.)
544—Königliche Bräuche in Preußen.
V—1793.
38—Bericht über die schwedische Revolution.
133—Eine Skizze von Berlin.
VI—1794.
429 ff.—Claudine; Eine Schweizer Erzählung. (Aus dem französischen Werk von M. de Florian.)
497—Anekdoten über den verstorbenen deutschen Kaiser.
555—Anekdoten über den verstorbenen Joseph, Kaiser von Deutschland.
584—Ehebräuche im modernen Deutschland.
VII, Nr. 4 (Juli), 11 (Dezember) 1795.
21—Lavater. [Im Inhaltsverzeichnis erwähnt.]
233—Speculator, Nr. IX. [Ein Artikel über das Drama. Viele Verweise auf das deutsche Drama; erwähnt werden „Goëthe“, Lessing, Schiller, Leisewitz, „Garstenberg“, Unzer und Klinger sowie „die dramatischen Gedichte von Klopstock“.]
VIII—Januar, März–Dezember 1796.
33—Interessante Besonderheiten des berühmten Reformers Luther.
200—Anekdote über Friedrich den Großen, den verstorbenen König von Preußen.
258—Abenteuer im Kloster der Karmeliten in Augsburg. Aus Campbells Reise über Land nach Indien.
303—Ehebräuche in verschiedenen Völkern. [Schweden, Dänemark, schwedisches Livland, altes Deutschland.]
343—Martin Luther. [Eine Anekdote.]
443—Flussstein, der von den Mährern in Pennsylvania verwendet wird.
447—Physiognomik. [Verweis auf Lavater.]
469—Bericht über mährische Siedlungen in Pennsylvania.

The Christian’s, Scholar’s, and Farmer’s Mag.—Elizabeth-Town, N.J.
I—April 1789–März 1790.
46—Die große Wohltätigkeit der Niederländer.
632—Anekdote über den verstorbenen König von Preußen.

Page 216

—— Von einem deutschen Theologen, Doktor der Theologie. [Unnummerierte Seite nach 656 mit Überschrift „An die Abonnenten.“]

N. Y. Mag. or Lit. Repos.—N. Y.
II—1791.
173—Liedmelodie, aus Deutschland.
321—Irus. Aus dem Deutschen.
332—Ursprüngliche Anekdoten über Peter den Großen. Aus einem kürzlich veröffentlichten deutschen Werk.
460—Verschiedene Beobachtungen über Holland. In einem Brief an den Redakteur der Edinburgh Mag.
526—Eine Rede, gehalten von Jacob Morton, Esq., in der lutherischen Kirche bei der Jubiläumsversammlung der Deutschen Gesellschaft am 6. Januar 1791.
534—Allgemeines Charakterbild der Deutschen. (Aus den Reisen des Barons Riesbeck durch Deutschland.)
730—Anekdote über Christina, Königin von Schweden.
III—1792.
361—Die großzügige Maske. Eine Erzählung. Nachgeahmt aus dem Deutschen.
391—Anekdote über Friedrich III., König von Preußen.
475—Bestrafung von John Jacob Ankerstrom wegen des Mordes an Gustav III., König von Schweden.
IV—1793.
222—Allgemeiner Überblick über die Schweiz und die Alpen, mit einer bewegenden Anekdote. (Aus „Beobachtungen über Dänemark usw.“)
231—Wilhelm Tell. (Aus „Eine malerische Beschreibung der Schweiz.“)
293—Eine Rede, gehalten von Gustav Adolf III. bei der Gründung der Schwedischen Akademie am 20. März 1786. (Aus ausgewählten Reden und Schriften bezüglich der Schwedischen Akademie.)
428—Über die Bewohner von Graubünden. (Aus Niebuhrs Reisen.)
610—Kurze Analyse der Mächte des Triumvirats – Russland, Österreich und Preußen; welche, nach den Ansichten des Marquis of Lansdowne, im Falle eines Erfolgs der gegen Frankreich gerichteten Allianz die anderen Regierungen Europas verschlingen werden.
730—Ereignis in den Rätischen Alpen; zusammen mit einem allgemeinen Charakterbild der Tiroler. (Aus Reisen durch die Rätischen Alpen im Jahr 1786, von Italien nach Deutschland über Tirol; von Albanis Beaumont.)

Page 217

V–1794.
325–Brief von Herrn Klopstock an die Nationalversammlung Frankreichs.
(Aus „The late Picture of Paris.“)
334–Allgemeine Betrachtungen über den Geschmack. Aus dem Deutschen übersetzt.
425–Beschreibung des Staatsgefängnisses in Konigstein in Sachsen. (Aus der Lebensbeschreibung von Baron Trenk.)

VI–1795.
269–Beschreibung der außergewöhnlichen Quellen auf Island. (Aus Horrebows Naturgeschichte dieser Insel.)
496–Ein Auszug aus „Ghost-seer, or Apparitionist“ – ein interessantes Fragment, das unter den Papieren von Graf O—— gefunden wurde.[49]
593–Charakter der Dunker. (Aus Winchester’s Universal Restoration.)
663–Bericht über Reisen nach Norwegen, Dänemark und Russland in den Jahren 1788, ’89, ’90, ’91. Von A. Swinton, Esq.
752–Beschreibung Islands. (Aus Watson’s Universal Gazeteer, oder Moderner Geografischer Index.)

n. s. I, Jan.–Juli 1796.
239–Schlacht bei Morat. (Aus Coxe’s Travels in Switzerland.)
244–Beschreibung der Holzflöße auf der Rhein.
250–Interessanter Bericht über die Bestrafung von Straftätern in der Familie in Holland.
251–Über den Einfluss des Gesichtsausdrucks auf andere Menschen. [Von Lavater.]
311–Ruinen von Caithness – eine gotische Erzählung.
338–Beschreibung eines holländischen Trommels. (Aus Pratt’s Gleanings.)
339–Anekdoten über den Kronprinzen von Dänemark. (Aus den Briefen von Frau Wollstoncraft.)
369–Helvetische Konföderation. (Aus Coxe’s Travels in Switzerland.)

n. s. II–1797.
116–Zerstörung der Stadt Plurs durch den Einsturz eines Berges. (Aus Coxe’s Travels in Switzerland.)
141–Die Früchte der Barmherzigkeit. (Aus Herder’s Scattered Leaves.)
141–Der Weinstrauch. (Aus derselben Quelle.)
247–Schlaf. (Aus Herder’s Scattered Leaves.)
247–Die Auswahl der Pflanzen. (Aus derselben Quelle.)
248–Aurora. (Aus derselben Quelle.)

Page 218

261—Sportarten der Schweizer Bauern. (Aus Durands „Elementary Statistics of Switzerland“.)
308—Topografie und Naturgeschichte der Schweizer Alpen. (Aus einem gleichnamigen Werk des verstorbenen Barons Haller.)
316—Beschreibung der öffentlichen Esslokale in Wien. (Aus Owens Reisen.)
322—Über die Literatur in Genf. (Aus Coxes Reisen in der Schweiz.)
368—Claudine: Eine Schweizer Erzählung. (Aus der französischen Fassung von M. de Florian.)
408—Gespräch zwischen Sebaldus und einem Militäroffizier. (Aus Duttons Übersetzung von Nicolais „Nothanker“.)
481—Die Hochzeitsbeerdigung. Ein historisches Fragment. (Aus einer deutschen Chronik.)
547—Zustand der Chemie in Deutschland.

The Amer. Apollo.—Boston.
I—6. Januar–28. September 1792.
314—Charakteristik von Gustavus III., dem verstorbenen König von Schweden.

Lady’s Mag. and Repos. of Entertaining Knowledge.—Philadelphia.
I—Dezember 1792–Mai 1793.
253—Allgemeiner Überblick über die Schweiz und die Alpen, mit einer rührenden Anekdote. [Enthält ein Gedicht. Vgl. S. 136.]

Curiosities of Literature.—In London gedruckt; in Philadelphia 1793 nachgedruckt.
185—Die dreizehn Kantone. [D.h. die Schweiz.]

Rural Mag. or Vt. Repos.—Rutland.
I—1795.
493—(In einer Zeit, in der alle Augen Europas auf die Dieta zu Regensburg gerichtet sind, kann ein Überblick über die deutsche Verfassung sowie ihre Streitkräfte für unsere Leserschaft nicht uninteressant sein.) [Der Artikel folgt.]
II—1796.
76—Deutschland. [1½ Seiten.]
220—Anekdoten über den König von Preußen.

Page 219

352—Charakter der Friesen. Aus Winchester’s Universal Restoration.
387—Ursprung der Universität Leiden. Aus Dr. Smiths Reise auf dem Kontinent.
535—Brief des Königs von Preußen, in seiner eigenen Handschrift, an Herrn Voltaire. [Übersetzung.]

Amer. Mo. Rev.—Phila.
I—Januar–April 1795.
199, 491—Literarische Nachrichten vom Kontinent – Schweden, Dänemark.
201, 324—Niebuhrs Reisen durch Arabien und andere Länder im Osten. Übersetzt ins Englische von Robert Heron. [Buchbesprechung.]
271—Iphigenie in Tauris. Eine Tragödie, ursprünglich auf Deutsch von J. W. von Goethe geschrieben. Gedruckt in Norwich; verkauft bei Johnson, London. [Auszüge aus der metrischen Übersetzung von Wm. Taylor aus Norwich. (?)]
II—Mai–August 1795.
201—Untersuchung über die Natur der Prophezeiungen. Von Konynenburg (Professor in Amsterdam). Haarlem 1794. [Buchbesprechung.]
III—September–Dezember 1795.
184—Cabal and Love, eine Tragödie, übersetzt aus dem Deutschen von F. Schiller, Autor von „Die Räuber“, „Don Carlos“, „Der Verschwörungsfall Fiesco“ usw. [Buchbesprechung.]
298—Der Graf von Hoernsdern; eine deutsche Erzählung. Vom Autor von „Constance“, „Der Pharos“, „Argus“ usw. [Buchbesprechung.]
304—Einführung in das Neue Testament. Von John David Michaelis, ehemaliger Professor an der Universität Göttingen usw. Übersetzt aus der 4. Auflage des Deutschen und erheblich erweitert mit erklärenden und ergänzenden Anmerkungen. Von Herbert Marsh, B.D., Fellow des St. John’s College, Cambridge. [Buchbesprechung.]

The Weekly Museum.—N. Y.
VIII—9. Mai 1795–18. Juni 1796.
23. Mai 1795—Niederländische Großzügigkeit.

Page 220

20. Juni – Anekdote vom Grafen Cagliostro. – Brief von Tuscofee, Chirurg in Wien, Österreich, an den Redakteur der „Courier de l’Europe“, veröffentlicht in London.
29. August – Graf Hohenloe. Eine deutsche Geschichte.
6. Februar 1796 – Merkwürdiger Wettstreit zwischen zwei rivalisierenden Liebenden. Eine deutsche Anekdote.
18. Juni – Der Einsiedler der Alpen. Ein Fragment. [Fortsetzungsstory.]
IX – 25. Juni–31. Dezember 1796.
26. November – Rührende Anekdote eines Offiziers im preußischen Dienst.

N. Y. Weekly Mag. – New York.
I – 1. Juli 1795–29. Juni 1796.
46 – Der Erscheinungswahnsinnige. Übersetzt aus Schillers Werk.
II – 6. Juli 1796–28. Juni 1797.
4 – Das Opfer magischer Täuschungen. Übersetzt aus dem Deutschen von Tschink.

Phila. Minerva. – Philadelphia.
I – 7. Februar 1795–30. Januar 1796.
9. Mai – Amsterdam; Haarlem.
29. August – Irus. Aus dem Deutschen von X. Sehhewio.
31. Oktober – Niederländische Großzügigkeit.
II – 6. Februar 1796–21. Januar 1797.
6. Februar – Eine bemerkenswerte Anekdote über den verstorbenen König von Preußen.
6. Februar – Militärische Werbung. Eine merkwürdige alte dänische Anekdote.
12. März – Anekdote [eines Holländers].
28. Mai – Merkwürdiger Wettstreit zwischen zwei rivalisierenden Liebenden. Eine deutsche Anekdote.
19. November – Über den verstorbenen König von Preußen.
III – 28. Januar 1797–27. Januar 1798.
22. April – Die fatalen Folgen eines zu empfindlichen Herzens bei einem jungen preußischen Offizier.
IV – 3. Februar–7. Juli 1798.
20 – Die großzügige Maske. Eine Erzählung, nachgeahmt aus dem Deutschen.
90 – Eine Szenen aus der Sintflut. (Übersetzt aus dem Deutschen.)

Mo. Military Repos. – New York.

Page 221

I—1796.
23—Die Schlachten des Königs von Preußen.
25—Der Siebenjährige Krieg oder Dritte Schlesische Krieg. Von I. W. d’Archenholz, Hauptmann im preußischen Dienst. Übersetzt aus dem Deutschen vom Herausgeber.
45—Bericht von Karl XII., König von Schweden, über seine Gefangennahme bei Varmiza, in der Nähe von Bender.
139—Betrachtungen über den Charakter und die militärischen Fähigkeiten von Karl XII., König von Schweden, vom verstorbenen König von Preußen.

II—1797.
15—Anweisungen für die Inspektoren der Infanterie. Vom König von Preußen, Friedrich dem Großen. [Übersetzt aus dem Deutschen.]

Lit. Museum.—West Chester.
Januar–Juni 1797.
80—Herman von Unna. Eine Reihe von Abenteuern aus dem 15. Jahrhundert, in denen die Verhandlungen des Geheimgerichts unter den Kaisern Wenzel und Sigismund beschrieben werden. Geschrieben auf Deutsch von Prof. Kramer.
125—Erinnerungen an Pflanzen, die Licht abgeben; von Herrn Haggeron, Dozent für Naturgeschichte. Übersetzt aus dem Schwedischen.
159—Eine Anekdote über M. Lavater.
175—Ursprung der Universität Leiden.
180—Der gute Mönch von Augsburg. (Aus Herrn Campbells Reise über Land nach Indien.)
192—Ein neuer Blick auf die Stadt Kopenhagen, mit Beobachtungen zum Charakter und den Sitten der Dänen. (Aus den Briefen von Frau Wollstoncraft während ihres Aufenthalts in Schweden, Norwegen und Dänemark.)
200—Über den Einfluss des Gesichtsausdrucks. Von Lavater.
233—Beschreibung eines niederländischen Trommels.
253—Ein interessantes Fragment. (Aus „Der Geisterseher“ oder „Der Erscheinungswahrnehmende“.)
309—Über das Valtellina. Aus Cox’ Reisen in der Schweiz.

Amer. Universal Mag.—Phila.
I—Januar 2, März 20, 1797.
62—Eine Anekdote über Dr. Franklin und den verstorbenen König von Schweden.
II—April 3, Juni 13, 1797.

Page 222

79—Bericht über einen Fass im Schloss von Konigstein, als das größte der Welt angesehen.
172—Außergewöhnliche Anekdote. Aus der deutschen Übersetzung von Linnaeus von Prof. Müller.
III—10. Juli–15. November 1797.
10—Holz treibt auf dem Rhein.
128—Ereignisse in den Rätischen Alpen. (Aus den Reisen von Albanie Beaumont.)
204—Ein Porträt von Voltaire, gemalt vom verstorbenen König von Preußen.
235—Allgemeine Betrachtungen zum Geschmack. Aus dem Deutschen übersetzt.
362—Der vorsichtige Richter. Eine orientalische Geschichte. Aus dem Deutschen übersetzt.
400—Anekdote über Karl XII., König von Schweden.
407—Zustand der Chemie in Deutschland.
IV—5. Dezember 1797–7. März 1798.
102—Beschreibung des Mont Blanc. Von M. Bourrit.
237—Einige Informationen zur Tulpenmanie, die im letzten Jahrhundert in Holland herrschte.

Amer. Moral and Sentimental Mag.—New York.
I—3. Juli 1797–21. Mai 1798.
25—Anekdoten vom verstorbenen König von Preußen.
729—Biografische Anekdoten über Peter Anich, einen einfallsreichen deutschen Bauern.

Phila. Mo. Mag.—Philadelphia.
I—Januar–Juni 1798.
205—Waldemar, eine Figur aus dem Werk von Jacobi aus Düsseldorf.

Weekly Mag.—Philadelphia.
I—3. Februar–28. April 1798.
124—Seltsame Anekdote über die Prinzessin von Preußen.
220—Einige Informationen zu den Gedichten von G. A. Bürger. Vom Übersetzer von Goethes „Iphigenie in Tauris“.
II—5. Mai–23. Juli 1798.
152—Bericht über den Geysir, eine erstaunliche Quelle in Island.

Page 223

335—Anekdoten von Gibbon. Aus Matthissons Briefen, kürzlich in Zürich veröffentlicht.
349—Eine Anekdote über Kaiser Sigismund.
396—Die besondere Methode der Verwendung von Hunden in Holland.
397—Die berühmte Expedition von M. de Saussure zum Mont Blanc.
404—Die deutsche Vorliebe für gutes Essen.

III—4. August 1798–6. April 1799.
59—Ein Pyrometer. (Aus den Reisen des Grafen Stolberg durch Deutschland, die Schweiz, Italien und Sizilien. Eine späte Veröffentlichung.)
181—Der Tod Adams. Aus Herders „Verstreuten Blättern“ und Briefen.
243—Schlaf. Aus Herders „Verstreuten Blättern“.

The Key.—Frederick Town.
I—13. Januar–7. Juli 1798.
75—Die großzügige Maske. Eine Erzählung, nach dem Deutschen übernommen.
141—Wilhelm Tell.
187—Eine Szenen aus der Sintflut. Übersetzt aus dem Deutschen.

Mo. Mag. and Amer. Rev.—New York.
I—April–Dezember 1799.
55—Eine kirchliche Geschichte. Von dem verstorbenen Gelehrten John Lawrence Mosheim, D.D. und Kanzler der Universität Göttingen. Übersetzt aus dem Lateinischen von Archibald Maclaine, D.D. [Rezension.]
76—Anekdoten über bedeutende Persönlichkeiten – Kotzebue.
96—Anmerkungen zu Liebesversprechen: aus dem Deutschen von Kotzebue. Von Frau Inchbald.
148—Einige Einzelheiten bezüglich der früheren Gesandtschaft der Niederländisch-Östindischen Kompanie am Hof in Peking.
153—Schiller.
335—Walsteins Geschichtsschule. Aus dem Deutschen von Krants aus Gotha.
II—Januar–Juni 1800.
8—Die literarische Tätigkeit der Deutschen. [Vgl. S. 17.]
73—Beschreibung des Vulkans auf der Insel St. Lucia. Von M. Cassan. Aus den „Transaktionen der Schwedischen Akademie der Wissenschaften“, Band XI.
133—Der Graf von Burgund – Kotzebue. Übersetzt von Chas. Smith. [Dasselbe.] Übersetzt von Ann Plumptre. [Rezension.]

Page 224

225—Die wilde Jugend—Kotzebue. Übersetzt von Chas. Smith. Die wilde Gänsejagd—Kotzebue. Übersetzt von Wm. Dunlap. [Rezension.]
284—Über das Studium der deutschen Sprache.
444—Ein Überblick über den Zustand der Bühne in Deutschland.
III—Juli–Dezember 1800.
68—Beschreibung der schwedischen Insel St. Bartholomew in den Westindischen Inseln.
283—Charakteristische Anekdoten über Suwarrow; von einem deutschen Offizier, der unter ihm in Polen diente.
303—Beschreibung der politischen Zeitschriften usw. im Königreich Dänemarks.
306—[Dasselbe] in Schweden.
453—Pizarro in Peru, oder der Tod von Rolla.—Kotzebue. Übersetzt von Wm. Dunlap. [Rezension.]

Phila. Mag. and Rev.—Philadelphia.
I—Januar–Juni 1799.
28—Anekdote über Dr. Franklin und den verstorbenen König von Schweden.
34—Geschichte der Erfindungen und Entdeckungen, von John Beckmann, öffentlicher Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen. Übersetzt aus dem Deutschen von Wm. Johnston. 3 Bände. [Mitteilung.]
147—Anekdoten über die Polizei in Mailand. Von einem deutschen Autor.
224—Der Freistaat von Nordamerika; oder Der freie Staat Nordamerikas, beschrieben von D. von Bülow. 2 Bände. [Mitteilung.]

Phila. Repos.—Philadelphia.
I—15. November 1800–7. November 1801.
207—Humoristischer Briefwechsel. [Dr. Schmidt von der Berliner Kathedrale mit dem König von Preußen.]
290—Ein Überblick über das Privatleben des verstorbenen Königs von Preußen.
331—Bemerkenswertes Beispiel für „die starke Herrschsucht auch im Tode“. [Anekdote über Friedrich Wilhelm, König von Preußen.]
III—1803.
313—Das Mädchen aus der Schweiz. Eine Erzählung.
396—Dr. Laurenzius. Die Elwen in Deutschland.
IV—1804.

Page 225

38—Klopstock und Gleim.
72—Aus Reisen in der Schweiz. Von Helen Maria Williams. [13 Strophen gegeben.]
181—Schlaf. Aus Herders Verstreute Blätter und Briefe.
187—Anekdote vom deutschen Kaiser.
343—Ein Name zum Reisen. (Übersetzt aus dem Deutschen.)

Columbian Phoenix.—Boston.
I—1800.
74—Über den nationalen Charakter der Niederländer. (Aus den Manuskriptnotizen eines Deutschen.)
94—Handel.
365—Kotzebue.
370—Bericht über die Anabaptisten in Deutschland im Jahr 1534.

Kind der Pallas.—Balto.
I—1800.
74—[Verweis auf Lavater.]
210—Anekdote von Friedrich III....
Anmerkung: Engel hat diese Anekdote zum Thema eines kleinen Dramas gemacht, betitelt „Der Page“.
245—Anekdote über Handel.

Balto. Wochenzeitschrift.—Balto.
26. April 1800–27. März 1801.
68—Bericht über General Kleber.
94—Die allgemeinen Vorteile der Einsamkeit. Aus dem Deutschen von M. Zimmerman.

Port Folio.—Phila.
I—1801.
1 usw.—Tagebuch einer Reise durch Schlesien. [Von John Quincy Adams. Vgl. S. 2.]
58—Gessner. [Prosaartikel.]
186—Briefe eines amerikanischen Auswanderers über verschiedene Arten von ausländischer Literatur. [Friedrich der Große und Gellert, ein Dialog.]

Page 226

193—Vergleich der Prinzipien der amerikanischen und französischen Revolutionen. Übersetzt aus dem Deutschen von Gentz.
II—1802.
42—Kotzebue rehabilitiert.
337—Interessante Reisen in Nordamerika. Übersetzt aus dem Deutschen von Bülow.
II—Juli–Dezember 1806.
369—Rezension: „Der Wanderer in der Schweiz und andere Gedichte“ von James Montgomery. [Zitate siehe S. 163.]
IV—Juli–Dezember 1807.
228—„Über die Olympischen Spiele usw.“ Aus einem Originalwerk mit dem Titel „Memoiren des Anakreon, übersetzt aus dem Griechischen von Charles Sedley“. [In der Rezension steht die Übersetzung: „Über die Macht der Schönheit.“]
V—Januar–Juni 1808.
363—Die Signora Aveduta. Aus dem Deutschen und Französischen.
380—David Teniers, Maler.
394, 406—Kritik: Oden aus den nordischen und walisischen Sprachen von Gray. [Zitate siehe S. 128, 175.]
VI—Juli–Dezember 1808.
10—Memoiren des Barons de Besenval. Aus dem Deutschen und Französischen.
55—Kritik: Oden aus den nordischen Sprachen usw. [Gray. Zitate siehe S. 128, 175.]
I—Januar–Juni 1809.
143—Die Leipziger Messe.
240—Militärische Charaktere – Die Österreicher.
III—Januar–Juni 1810.
472—Beobachtungen zur Musik von Händel.
IV—Juli–Dezember 1810.
264—Skizze zum Leben von Ferdinand von Schill.

Lady’s Mag. and Musical Repos.—New York.
I—Januar–Juni 1801.
19—Alle Glückseligkeit ist Illusion – Wehe dem, der sie uns raubt. Eine dramatische Anekdote aus den Verschiedenen Werken von Kotzebue. Übersetzt von C. Smith.
290—Skizze zu Lavater.

Page 227

II—Juli–Dezember 1801.
193—Albert und Laura: Eine Schweizer Geschichte.
284—Auszug aus einem Überblick über das Leben und die Schriften von Kotzebue.

III—Januar–Juni 1802.
100—Auszüge aus den Schriften von Mary Wollstoncraft Godwin. (Aus „Reisen nach Schweden, Norwegen und Dänemark“.)

Amer. Rev. and Lit. Journal.—New York.
I—1801.
120—Neue Entdeckungen in der Medizin, gefördert vom König von Preußen.
333—Wieland, oder Die Verwandlung. Eine amerikanische Geschichte. [Charles Brockden Brown.]

II—1802.
62—Brief des Königs Friedrich Wilhelm von Preußen an Major Hamelberg.
204—Eine Reise durch Holland im Jahr 1784. Von einem Amerikaner. Worcester, 1790.

New Eng. Quart. Mag.—Boston.
Nummer 1—April–Juni 1802.
36—Die Kunst, das Leben zu verlängern. Übersetzt aus dem Deutschen von Dr. Hufeland.
67—Friedrich der Große. Ausgezogen aus Wraxalls Memoiren.
269—Ein Epigramm auf den verstorbenen König von Preußen sowie ein Gedicht von Voltaire.

Nummer 2—Juli–September 1802.
18—Der gegenwärtige Stand der Chemie in Deutschland.
52—Boerhaave.
57—John Paul Fred. Richter.
61—John Jerome Schröter.
169—Über die Stadt Kairo. Aus Niebuhrs Reisen.
262—Deutsche Literatur. [Kurzer Absatz.]

Nummer 3—Oktober–Dezember 1802.
28—Auseinandersetzungen zwischen Brunonisten und Antibrunonisten in Deutschland.
198—Eine interessante Memoire von M. Emanuel Swedenborg bezüglich Karl XII. von Schweden.

Juvenile Mag.—Philadelphia.

Page 228

II—1802.
94—Leben von Lavater, dem berühmten Phrenologen.
94—Anekdote vom Professor Junker an der Universität Halle.

IV—1802 [1804?].
198—Luther.

Balance and Columbian Repos.—Hudson (N.Y.).

II—1803.
240—Ein tapferer Holländer.
304—Anekdote eines deutschen Chemikers.

III—1804.
220—Weiblicher Betrügerin in Wien. Aus einer Londoner Zeitung.

Weekly Visitor.—N.Y.
I—9. Oktober 1802–2. April 1803.
36—Umgangsformen der Araber in Ägypten. Aus Niebuhrs Reisen.
54—Schweizer Aufstand.
86—Die Schweiz.
148—Anekdote über Gerard Dou, einen berühmten niederländischen Maler.

Boston Weekly Mag.—Boston.
I—30. Oktober 1802–22. Oktober 1803.
116—Kotzebues Beschreibung der Krankheit und des Todes seiner Frau.
182—Anekdote vom Professor Junker an der Universität Halle.

II—29. Oktober 1803–20. Oktober 1804.
74—Gustav Adolf, König von Schweden.
126—Die Stadt Bern.

III—27. Oktober 1804–19. Oktober 1805.
74, 102, 142—Anekdoten über den König von Preußen.

Mass. Missionary Mag.—Salem und Boston.
III—Juni 1805–Mai 1806.
121—Erinnerungen an den verstorbenen Reverend John Casper Lavater.
229—Der Herzog von Sachsen.

IV—Juni 1806–Mai 1807.
263—Gustav Adolf, König von Schweden.

Page 229

V—Juni 1807–Mai 1808.
193—Dr. Spener.

Lit. Mag. and Amer. Register.—Phila.
I—Oktober 1803–März 1804.
168, 171, 253, 254—Reise durch einen Teil Pennsylvanias. [Einzüge zu den Deutschen.]
468—Kritik am „Messias“ von Klopstock. [Übersetzung von 15 Zeilen; vgl. S. 66.]
II—April–Dezember 1804.
33—Informationen über Schweden, von Ascerbi.
39—Beschreibung von Dresden und seiner Umgebung, aus einem genauen und umfangreichen Werk, das kürzlich in Briefform in Berlin erschienen ist.
105—Bericht über die niederländischen Ostindienkolonien.
138—Einige Informationen über ein mechanisches Genie, von Stolberg.
299—Exkursion in Norddeutschland. Beschreibung von Hamburg.
231, 307, 390—Kritik am „Messias“ von Klopstock. Fortsetzung von I-470. [Zitate angegeben.]
375—Idioten oder Schweizer Dummköpfe.
472—Skizze von Amsterdam, entnommen dem Brief eines Reisenden, der die Stadt im Juli 1799 besuchte.
489—Weiblicher Betrüger in Wien. Aus einer Londoner Zeitung.
514—Bildung und Militärsystem in Zeendorf.
525—Ein flämischer Predigtstuhl.
530—Anekdote [von einem niederländischen Händler].
550—Schinderhannes, der Räuber.
552—Tager Talpier [ein Deutscher, der elfmal geheiratet hatte].
553—Anekdote [von einem deutschen Prinzen namens Esterhazy].
666—Die deutsche Malerschule.
715—Gesners Pastoraldichtungen. [Kritik.]
III—Januar–Juni 1805.
138—Klopstock und seine Oden.
207—Durchquerung der Alpen.
362—Klopstocks Frau.
438—Zustand des Buchwesens in Deutschland.
IV—Juli–Dezember 1805.

Page 230

28—Niederländische Industrie.
35—Eigenschaften der Armeen von Frankreich und Österreich. Aus einer deutschen Veröffentlichung.
38—Deutsche Friedhöfe.
45—Beschreibung der Industriebetriebe in Flandern.
117—Anekdoten über Wieland.
148—Niederländischer Geschmack.
353—Porträt eines Händlers aus Danzig.
353—Überblick über Schweden.
V—Januar–Juni 1806.
26—Unterirdischer Überblick über Schweden.
132—Zürich und Lavater.
183—Anekdoten zum Charakter Friedrichs des Großen von Preußen.
259—Biografischer Überblick über Friedrich Schiller, den deutschen Dramatiker.
340—Die Tiroler. Von Kotzebue.
358—Prozession des Hostiens in Rom. Von Kotzebue.
VI—Juli–Dezember 1806.
297—Kotzebue. [Ein Absatz.]
306—Vergleich des militärischen Charakters von Frankreich und Österreich.
383—Die Franzosen in Hannover.
409—Das neapolitanische Postamt. Von Kotzebue.
451—Die Leiden des Werther. [Kritik.]
455, 458—Wirtschaftliche Skizzen – Preußen usw.
VII—Januar–Juni 1807.
21—Skizze der Schweiz und der Schweizer.
106—Blick auf Amsterdam; mit Beobachtungen zu den Sitten der Niederländer. Von Herrn Holcroft.
163—Statistischer Überblick über die preußischen Gebiete.
175, 243—Erinnerungen von Dr. Zimmerman. Aus dem Französischen von M. Tissot.
218—Zusammenfassung des Insolvenzgesetzes der Stadt Hamburg. Von P. A. Nimnich, LL.D., aus Hamburg.
283—Kurze Geschichte der niederländischen Bühne. Von M. de Haug.
335—Erinnerungen an Friedrich Theophilus Klopstock, Autor von „Messias“ und anderen Gedichten. [Zusammenfassung.]
413—Erinnerungen an den verstorbenen Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Oberbefehlshaber der preußischen Armee.
VIII—Juli–Dezember 1807.

Page 231

28—Leben von Godfred Augustus Burger.
66—Erinnerungen des berühmten Boerhaave.
200—Auszug aus dem Testament eines alten Junggesellen, der im Alter von 87 Jahren starb. Aus dem Deutschen.
202—Anekdote über einen Schweizer Kapitän in Frankreich.
237—Dänemark.

Mo. Anthology.—Boston.
IV—1807.
371—Die Räuber. [Kritik. Der Name des Autors wird nicht erwähnt, es werden jedoch die Charaktere genannt: Moor, Francis, Amelia, der berüchtigte Charles und Kozinski.]
V—1808.
258—Schlaf. Aus Herders „Verstreute Blätter“.
374—Aurora. Ebd.
656—Winkelman. [Kurzer Absatz.]
VIII—Jan.–Juni 1810.
89—Briefe eines deutschen Barons.
350, 425—Griechische Literatur. Deutsche Kritiker und Herausgeber.
IX—Juli–Dez. 1810.
55—Biblische Literatur. Deutsche Kritiker und Herausgeber.
70—Karte Deutschlands.
191—Oberon, ein Gedicht aus Wielands Werk in deutscher Übersetzung von Wm. Sotheby. [Rezension.]

Lit. Tablet.—Hanover, N. H.
III—Aug. 1805–Aug. 1806.
27—Die Leiden des Werter. „Wir erfahren, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt…“ [Kurzer Absatz.]
34—Biografie von Boerhaave. [Ein bedeutender Wissenschaftler aus Holland.]

Companion and Weekly Misc.—Balto.
I—3. Nov. 1804–26. Okt. 1805.
34—[Absatz zu „Der Fremde“ von Kotzebue. Kein Überschrift.]

Lit. Misc.—Cambridge.

Page 232

I–1805.
26–Ein kurzer Überblick über den Fortschritt der Literatur in Deutschland.
33–Erinnerungen bezüglich der Vereinigung der Schweizer Kantone und ihrer Befreiung von der Habsburger Dynastie.
77–Erinnerungen von Salomon Gessner, dem berühmten Schriftsteller.

Mo. Register and Rev. of U.S.–Charleston, S.C., und New York.
I–Januar 1805–Juli 1806.
144–Eine protestantische religiöse Zeremonie in Zürich, Schweiz.
255–Seltsame Bräuche in Neuholland.
364–Verteidigung Martin Luthers.

Evening Fireside.–Phila.
II–1806.
47–Anekdote über den verstorbenen König von Preußen.
79–Heinrich, Herzog von Sachsen.
87–Verhandlungen zwischen den Kaisern Frankreichs und Deutschlands.
108–Biografie des Barons Haller. [Albert Haller.]
264–Der wunderbare Junge aus Lübeck. [Christian Henry Heineken.]

Norfolk Repos.–Dedham, Mass.
II–11. November 1806–3. November 1807.
417, 301–Belagerung von Danzig.
436–Eines Vorbildes wert. Übersetzt aus dem Deutschen.
436–Entdeckung eines neuen Planeten durch Olbers, einen Deutschen.

Panoplist.–Boston.
I–Juni 1805–Mai 1806.
5–Literarische Nachrichten–Deutschland.
225–Eine neue und äußerst außergewöhnliche Gesellschaft [in Holland].
377–Leben Luthers. [Aus dem Religious Monitor.]
467–Notlagen in Deutschland.
II–Juni 1806–Mai 1807.
38–Religiöses Verhältnis in Schwaben, Bayern und Ungarn.
460–Antwort Luthers.
484–Literarische Nachrichten–Holland.

Page 233

III—Juni 1807–Mai 1808.
28—Anekdote über den König von Preußen.
38—Brief aus Württemberg an einen Herrn in Baltimore bezüglich des Wechsels vom Protestantismus zum Katholizismus.
191, 234, 425—Ausländische Literaturberichte.—Norwegen, Schweiz, Dänemark, Deutschland.

IV—Juni 1808–Mai 1809.
353—Religiöse Berichte.—Schweden.

V—Juni 1809–Mai 1810.
171—Auszug aus Arndt.

Polyanthos.—Boston.

II—April–Juli 1806.
153—Dramatische Biografie – Ein Überblick über Gellert.
254—Frauen in Schweden. Aus Carrs „Northern Summer“.

IV—Dezember 1806–März 1807.
20—Island.
99—Friedrich der Große.
124—Eckhof. Der deutsche Rosicus.

V—April–Juli 1807.

Weekly Visitant.—Salem.

I—1806.
37—Der Geist des Brocken – Ein Berg in der Nähe von Hannover in Deutschland. Aus einem Journal aus Göttingen. [Der Brocken in den Harzbergen.]
196—Über lateinische Inschriften.—Kotzebue.
313—Wieland. [Kurzer Absatz.]

Observer.—Balto.
I—29. November 1806–27. Juni 1807.
26—Politik – Überlegungen zur Entfremdung Preußens von Frankreich.
108—Politik – Österreich.
172—Antwort auf das Manifest des Königs von Preußen.

II—4. Juli–26. Dezember 1807.
97—Österreichische Dalmatien.

Page 234

108—Martin Luther und Calvin.
Emerald.—Boston.
II—3. Januar–17. Oktober 1807.
108—[Kritik an „Der Wanderer in der Schweiz“ von James Montgomery, mit Auszügen. Vgl. S. 169.]
308—Kurze Abschnitte vom verstorbenen König von Preußen.
I—24. Oktober 1807–15. Oktober 1808 (Neue Ausgabe).
495—Ursprüngliche Beschreibung Schwedens.

Theatrical Censor.—Phila.
Nummern 1–17, 9. Dezember 1805–3. März 1806.
19—Dimonds „Jäger der Alpen“. [16 Zeilen aus dem Gedicht zitiert; Kritik am Stück.]

Amer. Register.—Phila.
VI—Teil II für das Jahr 1809.
17—Kapitel III: Ursachen des Österreichischen Krieges, sein Verlauf und sein Ende.
VII—Teil I für das Jahr 1810.
3—Gedanken über den Zustand Hollands.
215—Deutsche Emigranten.

Pastime.—Albany und Schenectady.
I—21. Februar–1. August 1807.
8—Das Erntefest. Zu der Melodie „Ranz des Vaches“.
46—[Erwähnung von Klopstocks Verwendung von Hexametern in seinem „Messias“.]
95—Ode zur Erinnerung an die Zerstörung eines Trupps von emigrierten Husaren unter Fürst Conde in der Nacht der Schlacht bei Kamlach.
Ort: Ufer der Donau.

Wonderful Mag.—Carlisle, Pa.
1808.
98—Bericht über den Fall des Berges Rosenberg in der Schweiz, der am 2. September 1806 stattfand.
266—Bericht über eine Reise zum Vulkan auf dem Berg Hecla [auf Island].

Page 235

Charms of Lit.—Trenton.
1808.
254—Die Einsiedelei, oder eine Schilderung eines interessanten Ereignisses in den Rätischen Alpen sowie ein Überblick über das allgemeine Charakterbild der Tiroler.
406—Weiblicher Heldentum. Eine wahre Begebenheit, erzählt von Meissner.

Lit. Mirror.—Portsmouth, N. H.
I—20. Februar 1808–11. Februar 1809. [Nummer 1 unvollständig.]
5—Ein kurzer Überblick über das Leben und den Charakter des gelehrten und hervorragenden Musaeus. Von seinem Schüler Kotzebue. [Fortsetzung von Nummer 1.]

Lady’s Weekly Misc.—N. Y.
VII—30. April–1. Oktober 1808.
62—Statistiken über Europa, verfasst von einem Deutschen.
380—Der Kuss. Aus dem Deutschen von Gerstenberg.
VIII—29. Oktober 1808–8. April 1809.
152—Deutscher Betrüger.

Gleaner.—Lancaster (Penn.).
I—September 1808–Mai 1809.
78—Der Wanderer in der Schweiz. Von James Montgomery. [Ein langes Gedicht, das von einer Nummer zur nächsten fortgesetzt wird. Siehe Seite 175.]

Boston Mirror.—Boston.
I—22. Oktober 1808–14. Oktober 1809.
Nummer 14—[Erwähnung von Klopstocks Verwendung von Hexametern in seinem „Messias“.]
Nummer 17—Die dominierende Leidenschaft des verstorbenen Königs von Preußen.
Nummer 21—Eine Anekdote [über den König von Preußen].
Nummer 30—Rembrandt (van Rhin).
Nummer 50—Ein Vergleich zwischen „Der Wanderer in der Schweiz“ und einem Gedicht mit dem Titel Tid Re I.
II—21. Oktober 1809–21. Juli 1810.
15—Das Bostoner Theater. Am Montagabend, den 30. Oktober, wird eine sehr geschätzte Tragödie in drei Akten aufgeführt, mit dem Titel „Werter; oder die fatale Zuneigung“. Entnommen der beliebten deutschen Erzählung „Charlotte und…“

Page 236

Wertvolle Aufführungen im Covent Garden Theatre in London – mit großem Beifall. [Die Besetzung folgt.]
68–Anekdote über Prinz Ludwig Ferdinand von Preußen.
85–Biografie: Haydn.
156–Leben Mozarts.

Amer. Mag. of Wonders – New York.
II–1809.
159–Außergewöhnlicher Heldentum der alten Skandinavier.

Thespian Monitor – Philadelphia.
I–Nummer 1, 25. November 1809.
8–Pizarro; oder die Spanier in Peru. (Kotzebue.) Übersetzer: R. B. Sheridan.

Select Reviews – Philadelphia.
I–Januar–Juni 1809.
119–Skizzen aus Wien.
151–Leben des Grafen de Munnich. Leben eines Generalfeldmarschalls im Dienste Russlands. Freie Übersetzung aus dem Deutschen von Gerard Anthoine de Halem – Paris. [Buchbeschreibung.]
361–Reise nach Polen und Deutschland im Jahr 1793 durch einen Liven. 1808. [Beschreibung.]
397–Leontine de Blondheim usw. Von Augustus Kotzebue. Übersetzung ins Französische aus dem Deutschen mit Anmerkungen von H. L. C. 3 Bände. London 1808. [Beschreibung.]
II–Juli–Dezember 1809.
370–Ein Überblick über Preußen vom Tod Friedrichs II. bis zum Frieden von Tilsit.
III–Januar–Juni 1810.
132–Eine Reise nach Island.
180–Romantische Geschichten von M. G. Lewis, 1804. [Beschreibung. Vgl. S. 32.]
361–Reise durch Tirol usw., d.h. Eine Reise durch Tirol zu den Salzminen in Salzburg und Reichenhall sowie durch Teile Bayerns. Von Chevalier de Bray. Paris 1808. [Beschreibung.]

Page 237

Quarterly Rev. – In London gedruckt; in New York nachgedruckt.
IV – August–November 1810.
61 – Die Töchter von Isenberg: Eine bayerische Romanze. Von Alicia Tindal Palmer. 4 Bände. London. [Kritik.]

Ordeal. – Boston.
I – Januar–Juni 1809.
266 – Österreichische und französische Truppen.
289 usw. – Die Wanderer, oder die doppelte Anklage. „Die Handlung spielt in der Stadt Weimar sowie in der Umgebung des Klosters Quedlinburg. Zeitraum: vom 12. Jahrhundert bis ins gegenwärtige Jahrhundert.“ [Im nächsten Heft wird dieses Stück als „Nachahmung des deutschen Dramas bezeichnet, das wir in unserem letzten Heft vorgestellt haben.“]
382 – Die Österreicher im Krieg.

Visitor. – Richmond.
I – 11. Februar 1809–27. Januar 1810.
62 – Der Fürst von Hessen und der graue Esel.
181 – Swedenburg.

Omnium Gatherum. – Boston.
I – November 1809–Oktober 1810.
32 – Hans Holbein, der berühmte Maler.
67 – Kurzer Bericht über das Dorf Broek in Westfriesland.
502 – Seltsame Beerdigungszeremonien der Preußen.

Rambler’s Mag. – New York.
Nummer 4. [1809.]
54 – Skizze zum Leben von Mozart, dem Komponisten.

Mirror of Taste and Dramatic Censor. – Philadelphia.
I – Januar–Juni 1810.
Emilia Galotti, eine Tragödie. Übersetzt aus dem Deutschen von G. E. Lessing von Miss Fanny Holcroft. Veröffentlicht von Bradford and Inskeep, Philadelphia, 1810. [Die Übersetzung ist am Ende des Januarhefts enthalten.]

Page 238

II – Juli–Dezember 1810
95 – Das Leben von Lessing, dem Autor von „Emilia Galotti“, einer Tragödie, die in einer zukünftigen Ausgabe erscheinen wird.
204 – Anmerkungen zu „Emilia Galotti“, der Tragödie, die dieser Ausgabe beiliegt, von Thomas Holcroft.
221 – Geschichte der Bühne. Kapitel VIII: Das deutsche Theater.

The Quarterly Rev. – In London gedruckt; in New York nachgedruckt.
II (August–November 1809) – New York 1810
118 – Eine historische Übersicht über die kirchlichen Denkmäler Frankreichs mit dem Ziel, den Aufstieg und Fortschritt der gotischen Architektur in Europa zu veranschaulichen. Von G. D. Whittington. Cambridge 1809. [Rezension.]
278 – Reisebeschreibungen aus Russland und Schweden in den Jahren 1805–08. Von Robert Ker Porter. London 1809. [Rezension.]
338 – Wilhelm Tell, oder Die Befreiung der Schweiz. Von Chevalier de Florian u. a.; übersetzt aus dem Französischen von Wm. B. Hewetson. London 1809. [Rezension.]

IV (August–November 1810) – New York 1810
61 – Die Töchter von Isenberg: Ein bayerischer Roman. Von Alicia Tindal Palmer. 4 Bände. London. [Kritik.]

Harvard Lyceum – Cambridge
I – 14. Juli 1810 bis 9. März 1811
264 – Deutsche Gelehrte.

ANMERKUNGEN:
[48] Ein englisches Werk, das für seinen Mangel an Ehrlichkeit und Gerechtigkeit berüchtigt ist.
[49] Siehe Mo. Rev., Ausgabe vom September 1794, S. 21, zu den Vorzügen dieses Werkes.
[50] „Der deutsche Dichter Uz hat diese Ode nachgeahmt. Vgl. auch Weisse Scherz. Lieder, Buch III: Der Soldat, Gail, Degen.“

Page 239

V.
Liste der durchgeprüften Zeitschriften

Die wichtigsten Bibliotheken, in denen die Arbeiten für diese Studie durchgeführt wurden, sind: In Philadelphia – die Philadelphia Library (einschließlich der Ridgway-Niederlassung), die Mercantile Library sowie die Bibliotheken der University of Pennsylvania, der Pennsylvania Historical Society und der American Philosophical Society; in Boston – die Boston Public Library, die Atheneum Library sowie die Bibliothek der Massachusetts Historical Society; in Cambridge – die Bibliothek der Harvard University; in New York City – die New York Public Library (einschließlich der Lenox-Niederlassung), die Bibliotheken der New York Historical Society, der New York Society sowie der Columbia University; in Baltimore – die Bibliotheken des Peabody Institute, der Maryland Historical Society sowie der Johns Hopkins University sowie die Pratt Library; in Washington – die Library of Congress; in London – die Bibliothek des British Museum. Einige der kleineren Bibliotheken, die besucht wurden und nur Duplikate von Periodika enthalten, die auch an anderen Orten zugänglich sind, wurden aus der obigen Liste ausgeschlossen.

The American Mag., or a Monthly View of the Political State of the British Colonies. – Philadelphia.
Nummern 1–3, Januar, Februar, März 1741.
[Herausgegeben von John Webbe, gedruckt von Andrew Bradford.]

The General Mag. and Historical Chronicle for all the British Plantations in America. – Philadelphia.
Band I, Januar–Juni 1741.
[Herausgegeben und gedruckt von Benjamin Franklin.]

The Boston Weekly Mag. – Boston.
Nummern 1–3, 2., 9., 16. März 1743.

Amer. Mag. and Historical Chronicle. – Boston.

Page 240

I–III, September 1743–Dezember 1746.
The Independent Reflector, oder wöchentliche Essays zu verschiedenen wichtigen Themen. – N.Y.
Nummern 1–52, 30. November 1752–22. November 1753.
The Occasional Reverberator. – N.Y.
Nummern 1–4, 7. September–5. Oktober 1753.
The Amer. Mag. and Monthly Chronicle for the British Colonies in America. Von einer Gesellschaft von Herren. – Phila.
Band I, Oktober 1757–Oktober 1758.
The New Amer. Mag. – Woodbridge, New Jersey.
Nummern I–XXVII, Januar 1758–März 1760.
The New England Mag. – Boston.
Nummern 1–2, August 1758.
Universal Amer. Almanack, oder Jahrbuch. – Phila.
Band I, 1764.
The Penny-post. – Phila.
9.–27. Januar 1769.
[Eine literarische Zeitschrift.]
The Amer. Mag.; dazu kommen die Berichte der American Philosophical Society. – Phila.
Januar–September 1769.
[Nur neun Ausgaben wurden veröffentlicht. Vgl. Sabin, Dictionary of Books relating to America, I–142.]
The Censor. – Boston.
Band I, Nummern 1–17; Band II, Nummern 1–7; 23. November 1771–2. Mai 1772.
[Antworten auf Angriffe der Whigs auf Tory-Beamte.]
The Royal Amer. Mag. – Boston.
Januar–Dezember 1774; Januar–Februar 1775.
Penna. Mag. – Phila.
Band I, 1775; Band II, Januar–Juni 1776.
U.S. Mag. – Phila.
Ein Sammelband zu Geschichte, Politik und Literatur.

Page 241

Ich, Jan.–Juli; Sept.–Okt. 1779.
The Boston Mag., enthält eine Sammlung von aufschlussreichen und unterhaltsamen Essays. – Boston.
I–III, Okt. 1783–Dez. 1786.
The Gentleman and Lady’s Town and Country Mag., oder Repository of Instruction and Entertainment. – Boston.
Mai–Dez. 1784.
The Gentlemen and Ladies’ Town and Country Mag. – Boston.
I, Feb. 1789–Jan. 1790; II, Feb., Apr.–Aug. 1790.
The Arminian Mag. – Philadelphia.
I–II, 1789–1790.
[Hauptsächlich religiös, „bestehend aus Auszügen und Originalabhandlungen über die allgemeine Erlösung.“]
The N.J. Mag. and Monthly Advertiser. – New Brunswick. 1786.
The New Haven Gazette and Connecticut Mag. – New Haven.
I, 16. Feb. 1786–15. Feb. 1787.
III, Nr. 1–50, 10. Jan.–18. Dez. 1788. [Nr. 1 unvollständig.]
[II, Nr. 1–45, 22. Feb.–27. Dez. 1787; I (unvollständig), 11. Nov. 1784–7. Apr. 1785. Zeitung.]
The Worcester Mag. – Worcester, Mass.
I–IV, erste Woche im April 1786–vierte Woche im März 1788.
Columbian Mag. or Monthly Miscellany. – Philadelphia.
I–V, Sept. 1786–Dez. 1790.
Weitergeführt als Universal Asylum and Columbian Mag. – Philadelphia.
I–II, 1791; I–II, 1792.
Weitergeführt als Columbian Museum or Universal Asylum. – Philadelphia.
Teil I, Jan.–Juni 1793.
The Amer. Museum or Repository of Ancient and Modern Fugitive Pieces, Prose and Poetical. – Philadelphia.
I–XII, 1787–1792; XIII, 1798.

Page 242

The Amer. Mag.: Enthält eine Sammlung verschiedener origineller sowie anderer wertvoller Essays in Prosa und Versform – geeignet sowohl zum Lernen als auch zur Unterhaltung. – New York. Dezember 1787–November 1788.
Mass. Mag. oder Monthly Museum: Boston. Bände I–VI, 1789–1794; Band VII, Ausgaben 4, 7, 1795; Band VIII, Ausgaben 1, 3–12, 1796.
The Christian’s, Scholar’s, and Farmer’s Mag.: Elizabeth-Town, New Jersey. Bände I–II, April 1789–März 1791.
The N.Y. Mag. oder Lit. Repository: New York. Bände II, Ausgaben 1–45, 22. Februar–27. Dezember 1787.
The Amer. Apollo: Boston. Band I, 6. Januar–28. September 1792; Bände II–III, 5. Oktober 1792–25. Dezember 1794 (Zeitung).
The Prompter: Oder Kommentare zu Sprichwörtern und Themen, die voller gesunden Menschenverstands sind – des besten Verstands der Welt. – Boston. Ausgaben 1–28, 1792.
The Lady’s Mag. and Repository of Entertaining Knowledge: Philadelphia. Band I, Juni 1792–Mai 1793.
Curiosities of Literature: Enthält Anekdoten, Charakterbeschreibungen sowie literarische, kritische und historische Beobachtungen. In London gedruckt; in Philadelphia nachgedruckt und verkauft, 1793. (Sammelwerk.)
U.S. Mag. oder General Repository of Useful Instruction and Rational Amusement: Newark, New Jersey. Band I, April–August 1794.
The Monthly Miscellany oder Vermont Mag.: Bennington. Band I, April–September 1794.
The Rural Mag. oder Vermont Repository: Rutland. Bände I–II, 1795–1796.
The Amer. Monthly Review oder Lit. Journal: Philadelphia. Bände I–III, 1795.
The Weekly Museum: New York. Bände VII–IX, 3. Januar 1795–31. Dezember 1796.

Page 243

Phila. Minerva.—Phila.
I-IV, 7. Februar 1795–7. Juli 1798.

The Tablet.—Boston.
I, Nr. 1–13, 19. Mai–11. August 1795.

The N. Y. Weekly Mag., or Miscellaneous Repository.—N. Y.
I-II, 1. Juli 1795–28. Juni 1797.

The Monthly Military Repository.—N. Y.
I-II, 1796–1797.

Miscellanies.—Moralische und lehrreiche Texte in Prosa und Vers, zusammengestellt aus verschiedenen Autorenwerken für den Schulgebrauch … Zweite Burlington-Ausgabe. 1796.

The Nightingale, or, A Melange de Litterature. Eine Zeitschrift.—Boston.
I, Mai–August 1796.

The Lady and Gentleman’s Pocket Mag. of Literary and Polite Amusement.—N. Y.
I, August–November 1796.

The Lit. Museum, or Monthly Mag.—West Chester.
Januar–Juni 1797.

The Amer. Universal Mag.—Phila.
I-IV, 2. Januar 1797–7. März 1798.

The Amer. Moral and Sentimental Mag.—N. Y.
I, 3. Juli 1797–21. Mai 1798.

The Phila. Monthly Mag. or Universal Repository of Knowledge and Entertainment.—Phila.
I-II, Januar–September 1798.

Amer. Museum or Annual Register.—Phila. 1798.

The Key.—Frederick Town.
Nr. 1–27, 13. Januar–7. Juli 1798.
[Sabin: „Die früheste in Maryland herausgegebene Zeitschrift. Es wurden siebenundzwanzig Ausgaben veröffentlicht. Vgl. Hist. Mag., I-317.“]

Page 244

The Gleaner – eine Sammlung in drei Bänden. Von Constantia [Mrs. Judith Sargent Murray]. – Boston.
I–III, alle vom Februar 1798 datiert.

The Weekly Magazine of Original Essays, Fugitive Pieces, and Interesting Intelligence. – Philadelphia.
I–IV, vom 3. Februar 1798 bis zum 25. Mai 1799.

The Rural Magazine. – Newark.
I, vom 17. Februar 1798 bis zum 9. Februar 1799.

The Dessert to the True American. – [Philadelphia.]
I, vom 14. Juli 1798 bis zum 3. Juli 1799.
[Titel der ersten Ausgabe: The Desert.]

The Philadelphia Magazine or Monthly Review. – Philadelphia.
I, Januar–Juni 1799.

National Magazine, oder ein politisches, historisches, biografisches und literarisches Archiv.
I, Ausgaben 1–4, 23. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit, 1799 – [Richmond.]
II, Ausgabe 5, 24. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit; Erscheinungsort nicht angegeben.
Ausgaben 6–7, 25. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit, 1800.
Ausgabe 6, Richmond, Virginia; Ausgabe 7, District of Columbia.
Ausgabe 8: Erscheinungsort sowie Datum nicht angegeben.

The Monthly Magazine and American Review. – New York.
I–III, April 1799–Dezember 1800.

Child of Pallas – hauptsächlich den Geisteswissenschaften gewidmet. – Baltimore.
I, Ausgaben 1–8, 1800.

The Columbian Phoenix and Boston Review. – Boston.
I, Januar–Juli 1800.
[Auf der Titelseite steht: „Band I für das Jahr 1800.“]

The Ladies’ Museum. – Philadelphia.
I, Ausgaben 1–14 (mit Ausnahme der Ausgaben 7, 11, 13), vom 8. März bis zum 7. Juni 1800.
25. Februar 1800 – Vorschläge zur Veröffentlichung des Ladies’ Museum.

The Baltimore Weekly Magazine. – Baltimore.
26. April 1800–27. Mai 1801.

Page 245

The Phila. Repository and Weekly Register.—Phila.
I–V, 15. November 1800–29. Juni 1805.

The Port Folio.—Phila.
I–V, 1801–1805; I–VI, 1806–1808; I–IV, 1809–1810.

The Lady’s Mag. and Musical Repository.—N.Y.
I–III, Januar 1801–Juni 1802.

The Amer. Review and Lit. Journal.—N.Y.
I–II, 1801–1802.

The Repository of Knowledge, Historical, Literary, Miscellaneous, and Theological.—Phila.
I, Nr. 1–2, April, Mai [?] 1801.

Holcombe’s Georgia Analytical Repository.—Savannah.
II, 1802.

The Juvenile Mag. or Miscellaneous Repository of Useful Information.—Phila.
II, 1802; III, 1803; IV, 1802 [1804?].

The Balance and Columbian Repository.—Hudson (New York).
I–VII, 1802–1808.

The New England Quarterly Mag., encompassing literature, morals, and amusement.—Boston.
Nr. 1–3, April–Dezember 1802.

The Weekly Visitor, or Ladies’ Miscellany.—N.Y.
I, 9. Oktober 1802–2. April 1803.

The Boston Weekly Mag., dedicated to morality, literature, biography, history, the fine arts, agriculture, etc.—Boston.
I–III, 30. Oktober 1802–19. Oktober 1805.

The Mirror.—Phila.
I–II, 1803.
[The Mirror, Nr. 1–110, 23. Januar 1779–27. Mai 1780, Edinburgh.]

The Connoisseur.—Phila.
I–IV, 1803.
[Nachdruck von Select English Classics, XXVII–XXX, London 1775 usw.]

Page 246

The Mass. Missionary Mag.—Salem.
I–V, Mai 1803–Mai 1808.

The Lit. Mag. and Amer. Register.—Phila.
I–VIII, Oktober 1803–Dezember 1807.

The Monthly Anthology and Boston Review.—Boston.
I–IX, 1804–1810.

The Corrector. Von Toby Tickler.—N.Y.
Nummern 1–10, 28. März–26. April 1804.
[Als Zeitung eingestuft, doch eher wie eine Zeitschrift.]

The Lit. Tablet.—Hanover (N.H.).
II, Nummern 1, 6–10, 13. September 19, 1804–6. März 1805.
III, 25. September 1805–13. August 1806.

Weekly Monitor.—Phila.
I, Nummern 17, 21, 23. Oktober 6–November 17, 1804.

The Companion Weekly Miscellany.—Baltimore.
I–II, 3. November 1804–25. Oktober 1806.

The Evening Fireside; or Weekly Intelligence in Civil, Natural, Moral,
Literary and Religious Worlds.—Phila.
I–II, 7. Dezember 1804–27. Dezember 1806.
[Titel des Bandes II: The Evening Fireside or Literary Miscellany.]

The Lit. Miscellany, einschließlich Abhandlungen und Essays zu Themen der Literatur, Wissenschaft und Moral … mit gelegentlichen Rezensionen.—Cambridge.
I–II, 1805–1806.

The Monthly Register and Review of the U.S.—Charleston, S.C. und N.Y.
I–IV, Januar 1805–Dezember 1807.

The Apollo, or Weekly Lit. Mag.—Wilmington, Del.
I, Nummern 2–11, 17, 19. Februar 23–22. Juni 1805.

The Norfolk Repository, gewidmet Nachrichten, Politik, Moral und höfischer Literatur.—Dedham, Mass.
I–III, 14. Mai 1805–29. November 1808.

The Panoplist, or the Christian’s Armory.—Boston.

Page 247

I–III, Juni 1805–Mai 1808.
IV–VI, Juni 1808–Mai 1811. [Titel: Der Panoplist und Missionar, Magazin der Vereinigten Staaten.]
The Miscellany – Trenton.
I, 24. Juni–25. November 1805 [unvollständig].
The Boston Mag. – Boston.
I, 26. Oktober 1805–26. April 1806. [Fortsetzung von The Boston Weekly Mag.]
The Polyanthos – Boston.
I–V, Dezember 1805–Juli 1807.
The Theatrical Censor. Von einem Amerikaner – Philadelphia.
Nummern 1–17, 9. Dezember 1805–3. März 1806.
The Weekly Visitant – Salem.
I, 1806.
The Thespian Mirror – New York.
I, Nummern 2, 3 – 4., 11. Januar 1806.
The Emerald – Boston.
I–II, neu nummeriert I, 3. Mai 1806–15. Oktober 1808.
The Weekly Inspector – New York.
I–II (unvollständig), 6. September 1806–3. August 1807.
The Theatrical Censor and Critical Miscellany – Philadelphia.
Nummern I–XIII, 27. September–13. Dezember 1806.
The Lancaster Repository – Lancaster.
I, Nummern 15–19, 15. November–13. Dezember 1806.
The Observer, sowie Repertorium originaler und ausgewählter Essays in Vers und Prosa zu Themen der höfischen Literatur usw. – Baltimore.
I–II, 29. November 1806–26. Dezember 1807.
The Amer. Register oder Allgemeines Archiv für Geschichte, Politik und Wissenschaft – Philadelphia.
I–VII, für die Jahre 1806–1810. Gedruckt 1807–1811.
Ein Buch. Eine Zeitschriftenpublikation – New York.

Page 248

[S. 1–20], 1807.
Salmagundi – New York.
I–II, 4. Februar 1807 – 25. Januar 1808.
The Pastime – Schenectady.
I, Nr. 1–18, 21. Februar – 1. August 1807.
II, Nr. 1–2, 14., 21. Mai 1808.
Spectacles – Balto.
I, Nr. 6, 7, 25, 28 – 13., 20. Juni, 31. Oktober, 21. November 1807.
The Thistle. Ein Originalwerk – Boston.
I, Nr. 1, 4. August 1807.
The Lady’s Weekly Miscellany – New York.
V, Nr. 44–46, 49, 29. August – 3. Oktober 1807.
VII–VIII (unvollständig), 30. April 1808 – 8. April 1809.
The Wonderful Mag. and Extraordinary Museum – Carlisle, Pennsylvania.
I, 1808.
Charms of Literature, bestehend aus einer Sammlung curioser und interessanter Prosa- sowie Verswerke – Trenton.
1808.
The Washington Expositor – Washington City.
I, 1808.
The Eye: Von Obadiah Optic – Philadelphia.
I, 7. Januar – 30. Juni 1808.
The Lit. Mirror – Portsmouth, New Hampshire.
I (unvollständig), 20. Februar 1808 – 11. Februar 1809.
The Argus of Western America – Frankfort (Kentucky).
I, Nr. 9, 11, 13 – 24. März, 7., 21. April 1808.
The Gleaner, oder Monthly Mag. – Lancaster (Pennsylvania).
I–II, Nr. 1–3, September 1808 – November 1809.
Boston Mirror – Boston.
I–II, Nr. 1, 2, 4–40, 22. Oktober 1808 – 21. Juli 1810.
The Amer. Mag. of Wonders – New York.

Page 249

I-II, 1809.
The Thespian Monitor and Dramatick Miscellany.—Phila.
I, Nr. 1, 1809.
Select Reviews and Spirit of the Foreign Magazines.—Phila.
I-IV, 1809–1810.
The Adviser or Vermont Evangelical Mag.—Middlebury.
I-II, 1809–1810.
The Ordeal.—A Critical Journal of Politics and Literature.—Boston.
I, Jan.–Juni 1809.
The Visitor.—Richmond.
I-II, 11. Februar 1809–4. August 1810.
Omnium Gatherum.—Boston.
I, November 1809–Oktober 1810.
Something. Hrsg. von Nemo Nobody, Esq.—Boston.
I, 18. November 1809–12. Mai 1810.
The Rambler’s Mag. and N. Y. Theatrical Register for the Season 1809–1810.—N. Y.
I, Nr. 1–3; II, Nr. 4. [Sabin: „(1809).“]
The Quarterly Review.—In London gedruckt; in N. Y. nachgedruckt.
I-IV (Februar 1809–November 1810).—N. Y. 1810.
The Hive, oder eine Sammlung von Gedanken zu zivilen, moralischen, sentimentalen und religiösen Themen, als Sammlung von bedeutungsvollen, geistreichen und passenden Aussagen in Vers und Prosa konzipiert.—Hartford. 1810.
The Mirror of Taste and Dramatic Censor.—Phila.
I-II, 1810.
The Phila. Repertory, gewidmet der Literatur und nützlichen Informationen.—Phila.
I, 5. Mai 1810–27. April 1811.
The Harvard Lyceum.—Cambridge.
I, 14. Juli 1810–9. März 1811.

Page 250

INHALTSVERZEICHNIS.
[Nachdrucke sind durch fettgedruckte Schrift gekennzeichnet.]

Ein niederländisches Sprichwort, 121, 138
Eine Fabel (Gellert), 28
Ein allgemeiner Überblick über die Schweiz usw., 136
Ein deutsches Trinklied, 70
Eine Geschichte der amerikanischen Literatur (M. C. Tyler), 11
Eine bescheidene Nachahmung usw., 155
Eine wörtliche Übersetzung der Ode des Königs von Preußen, 18, 105
Ein Skizze der Alpen usw., 158
Ein Lied (Frederick), 18
Ein Sonett (Jacobi), 68, 85
Adams, C. F., 3
Adams, J. Q., 2, 3, 204
Rede bei der Eröffnung der Bechstein-Bibliothek (M. D. Learned), 2
„Adelio“, 5, 16, 65, 66
Gegen Faustus, 18, 155
Albert von Werdendorff, 154
Allston, Washington, 188
Almanache, 6, 11
Ambrosio oder der Mönch (M. G. Lewis), 5, 35, 140, 146
American Magazine; oder Monatsüberblick usw., 14
American Museum, 8
American Philosophical Society, 9, 215
Amerikanische Revolution, 18

Page 251

Americana Germanica, 1, 3
Aminta (Gessner), 58
Amyntas [α] (Gessner), 25
Amyntas [β] (Gessner), 35
Annandius, 95, 99
Der Geisterseher (Schillers „Geisterseher“), 4
Enttäuschte Verabredung, 177

Die Bakchanalien, 22
Bancroft, George, 3
Schlacht bei Hohenlinden, vgl. Über die Schlacht bei Hohenlinden.
Güte (Gellert), 17, 30, 58, 65
Benjamin Franklin als Literat (J. B. McMaster), 14
Universität Berlin, 3
Boston Public Library, 9, 215
Bradford, Andrew, 13
British Museum, 17, 215
Der zerbrochene Krug (Gessner), 32
Bruggeman, L. W., 17
Last, 5, 20, 63
Bürger, 5, 18, 19, 20, 29, 31, 32, 34, 44, 68, 76, 80, 85, 146, 165, 169
Parodie auf den Stil usw., 5, 18, 143, 146
Vom verstorbenen König von Preußen, vgl. Entspannung des Krieges.

Campbell, Thomas, vii, 6, 75, 153, 171, 180
Carlyle, 1
Die Karneole (Gessner), 75
Carrs Nordischer Sommer, 161

Page 252

Channing, Geo. D., 1
Channing, W. E., 1, 17
Characteristic Sketch, usw., 128
Charlotte at the Tomb of Werter, 19, 181
Charlotte’s Soliloquy, usw., 5, 19, 125
Chase, The (Bürger), Übersetzung von Scott, 5, 34, 76
Check-list of American Magazines, usw. (P. L. Ford), 8
Claudine von Villa Bella (Goethe), 20, 80
Cloud King, The, 18, 19, 140, 146
Cogan’s, Dr., Travels on the Rhine, 71
Coleridge, 1
Collyer, Mary, 58
Cooper, J. F., 3
Cow Boy’s Chaunt (Ranz des Vaches), 19, 180
Cramer, William, vgl. Creamer, Wm.
Creamer (oder Cramer), William, 1

Damon and Daphne (Gessner), 51
Dancing Bear, The (Gellert), 57, 161
Daphne-Chloe, vgl. First Idyl of Gesner.
Death of Abel (Gessner), 4, 20
Death of Werter, 19, 126
Descent of Odin, 128, 175
Dictionary of Books Relating to America (Sabin), 216, 219, 223
Die Leiden des jungen Werthers (Goethe), 19, 24
Die Zauberflöte (Mozarts Zauberflöte), 75, 85
Dunlap, W., 27
Dwight, Henry E., 3

Page 253

Früher Einfluss der deutschen Literatur in Amerika (F. H. Wilkens), 3
Die Teilung der Erde, 17
Ella, 130, 136
Ellenore, vgl. Leonora [α], 32
Emerson, 3
Emilia Galotti (Lessing), Übersetzung von Fanny Holycroft, 4
England, viii, 1, 3, 4, 14, 19, 20, 76
Epigramme (Lessing), 71
Epitaph von Haller, 21
Der Erlkönig (Goethe), vii, 5, 18, 20, 34, 35, 140
Die Tochter des Erlkönigs, 5, 18, 35, 140
Everett, A. H., 3
Everett, Edward, 1, 2

Fabeln (Gellert), 27
Fabeln und Geschichten (Gellert), 17
Faust, 13, 18, 155
Der Feuerkönig, 18, 19, 140, 146
Erste Idylle von Gesner – Daphne-Chloe, 27
Die Fliege (Gellert), 54
Follen, Karl, 1
Ford, P. L., 8
Ausländischer Einfluss auf die Bildung in den USA (B. A. Hinsdale), 2
Ausländische poetische und politische Zusammenfassungen, 170
Vergiss mich nicht, 82
Fowler, Der (Schickaneder), 75, 85
Franklin, Benjamin, 2, 13, 14

Page 254

Frederick und Alice (Goethe), 20, 80
Frederick der Große, 16, 18, 96, 99, 101, 105, 106, 109, 110, 112, 113, 116, 117, 119, 121, 138, 140, 158, 161
Freundschaft, 36
Aus dem Deutschen, 56
Aus dem Deutschen von Gesner, 81
Aus dem Deutschen von Lessing, 73
Aus dem Runischen, 173

Galleret, vgl. Gellert.
Geisterseher (Schiller), 4
Gellert, 1, 5, 16, 17, 19, 20, 27, 28, 30, 54, 56, 57, 58, 65, 161
General Magazine, The, 13
Das Deutsche als Kulturelement usw. (M. D. Learned), 3
Der deutsche Einfluss auf Samuel Taylor Coleridge (J. L. Haney), 1
Deutsche Unterrichtsmethoden in amerikanischen Schulen (L. Viereck), 2
Deutsche Literatur in England vor 1790 (J. L. Haney), 1
Deutschland, vii, 1, 2, 3, 6, 14, 15, 17, 19, 153, 155, 191
Gessner, 4, 5, 16, 17, 19, 20, 21, 25, 27, 29, 32, 35, 36, 39, 41, 43, 51, 58, 61, 65, 73, 75, 80, 81, 85
Goethe, 1, 5, 13, 17, 19, 20, 23, 24, 34, 80
Der goldene Vers des Pythagoras, 6
Das gotische Schloss, 138
Universität Göttingen, 1, 2, 3
Göttingische Anzeigen, 2
Gray, Thomas, vii, 18, 128, 159, 175
Grimm, König der Geister, 18, 152
Der Wächtergeist (Matthisson), 67

Page 255

Haller, 5, 16, 20, 21, 25, 27, 78
Haney, John L., 1
Hans’ Brief an Notchie, 151
Harvard University, 1, 3, 215
Haunting of Havardur, vgl. Runic Ode.
Hawkesworth, Dr., 121, 161
Heidelberg, Universität, 3
Helmuth, J. H. C., 2
Herbert, Herr, 77
Herder, 35, 140
Hermann und Dorothea (Goethe), 13
Herzfeld, Georg, 1, 20
Hinsdale, B. A., 2
Historic Survey of German Poetry (Taylor), 29, 32
Hoffnung (“Adelio”), 16, 65
Holcroft, Fanny, 4
Hooper, W., 25, 29, 35, 65, 73, 75
Hope (“Adelio”), 66
Hopkinson, Francis, 1, 17, 194
Hrim Thor; oder der Winterkönig, 18, 152

Idyllen (Gessner), 4, 5, 16, 20
Einladung zur Freude, 59

Jacobi, 5, 20, 68, 85
James, E. J., 2
Journal of a Tour through Silesia (J. Q. Adams), 2, 204

Page 256

Kiampe Viiser, 35
König von Preußen, vgl. Friedrich der Große.
Ode des Königs von Preußen, 18, 109
Klopstock, 1, 4, 5, 6, 20, 66, 75
Kotzebue, 5, 20, 64
Krummacher, 15, 16
Kunze, J. C., 2

Ladd, Dr., 125, 128, 130
The Lass of Fair Wone (Bürger), 29, 32, 80
Learned, M. D., 2, 3
Leftly, C., 163, 170
Die Leiden des jungen Werthers (Goethe), vgl. Werter.
Lenore (Bürger), vgl. Leonora, 19, 146
Leonora [α] (Bürger), übersetzt von Wm. Taylor, 5, 19, 32, 34
Leonora [β] (Bürger), 44
Leonora [γ] (Bürger), 68
Lessing, 1, 4, 5, 19, 20, 33, 60, 71, 73
Brief LXI aus den Versifizierten Leiden des Werters, 16, 19, 23
Die Briefe der Charlotte, 19
Lewis, M. G., vii, 5, 15, 32, 34, 35, 80, 140, 146, 147, 152, 154, 162
Library of Congress, 9, 215
Literary History of the American Revolution (M. C. Tyler), 10
Die literarische Industrie der Deutschen, 17
Longfellow, 3
Lycas (Gessner), 36

Page 257

McMaster, J. B., 14
Matthisson, 5, 20, 29, 67
Memoiren von John Quincy Adams (C. F. Adams), 3
Messias (Klopstock), 4, 5, 66
Mirtil und Thirsis (Gessner), 21
Sammelwerke, 7
Monk, The – vgl. Ambrosio.
Montgomery, James, 76, 163, 169, 175, 176
Monthly Review (London), 3
Morley, Henry, vii, 32
Morning, The (Haller), 16, 25, 27
Morning Song (Gessner), 81
Morning Song of Praise (Patzke), 62
Moss Rose, The (Krummacher), 15, 16
Mozart, 76, 178
Mr. Voltaire’s Letter, etc., 18, 116
Myrtil und Daphne (Gessner), 41
Myrtillo (Gessner), 39

Name Unknown, The (Klopstock), von T. Campbell, 6, 75
Narcissa, 19, 125
Navigation (Gessner), 16, 61
New England Kalendar, 13
New Idylles von Gessner – vgl. Hooper, W.
New Idyls, von S. Gessner, 5
New Weekly Journal, 13
Newport Mercury, 6, 75
The Newspaper, 6, 10, 11

Page 258

Nosegay, Der (Gessner), 65
Oberon, vgl. Wieland.
Ode auf den verstorbenen Victory usw., 5, 18, 99
Ode an das Unglück (T. Gray), 18, 159
Ode an den Tod (Frederick), 18, 121, 161
Ode an den Abend, 71
Ode an den Frühling, 62
Ode am deutschen Drama, 18, 159
Oden aus der nordischen und walisischen Sprache (T. Gray), 175
Der alte Mann (Gessner), 21, 27
Über eine Ladung französischer Mützen usw., 108
Über das Lesen in den Zeitungen usw., 18, 112
Über das Lesen von „Die Leiden des Werther“, 19, 129
Über das Singen von Mozarts „Vergiss mich nicht“, 178
Über die Schlacht bei Hohenlinden (T. Campbell), 171, 180
Über den vollkommenen Sieg usw., 18, 96
Über den Tod usw. (T. Campbell), 153
Über den Tod von Herrn Handel, 154
Über den glorreichen Sieg usw., 18, 101
Orlando, 139

Der Malerkönig (W. Allston), 18, 19, 183, 189
Parodie auf Bürgers „Earl Walter“, 18, 76, 165
Die Tochter des Pfarrers (Bürger), vgl. Das Mädchen vom schönen Tal.
Auszug aus Klopstocks „Messias“, 66
Patzke, 5, 20, 62
Der Alpenbauer, 134, 140

Page 259

Pennsylvania Gazette, 13
Universität Pennsylvania, vii, 2, 194, 215
Philadelphia, 8, 215
Philadelphia Library Company, 9, 215
Philadelphia Magazines usw. (A. H. Smyth), 8, 11
Phila. Repository, 16
Phila. Weekly Mercury, 13, 14
Philandreia, 96
The Poem of Haller Versified, 78
Deutsche Lyrik, 15
Port Folio, 3, 8
Gebet von Friedrich II. usw., 18, 158
Mr. Pringle, 2
Pro Patri Mori (Bürger), 31
Prolog zu einem Stück, 95
Pye, J. H., 78

Quiz, 178

Ranz des Vaches, 16, 19, 156, 176
Beendigung des Krieges (Friedrich), 18, 110, 138, 140
Anmerkungen zur nationalen Literatur (W. E. Channing), 1
Bericht des Bildungskommissars, 2
The Royal Comet, 18, 113
Runenode, 163, 170

Sabin, siehe Dictionary of Books usw.
Der skandinavische Held, 157

Page 260

Schickeneder, 5, 76, 85
Schiller, 1, 4, 13, 19
Scott, Sir Walter, vii, 5, 15, 34, 76, 80
Seward, Herr, 159
„Sheller“, 5, 82
The Shoe Pinches (Kotzebue), 64
Schlesien, vgl. Journal of a Tour Through S.
Smyth, A. H., 8, 11
The Soldier of the Alps, 179
Lied (Jacobi), 85
Lied (M. G. Lewis), 162
Lied, übersetzt von Herrn Herbert, 77
Lied – aus dem Deutschen, 73
The Song of a Runic Bard, 173
Song of the Swiss in a Strange Land, 19, 176, 177, 181
The Sorrows of Switzerland, 171
Sotheby, 2
Rede des Fürsten von Braunschweig usw., 107
Rede über die gelehrten Sprachen (Hon. Francis Hopkinson), 17, 194
Spencer, W. R., vgl. Leonora [γ].
The Squeaking Ghost, 18, 174, 182, 188
Stanley, J. T., vgl. Leonora [γ].
Stimmen der Völker (Herder), 35, 140
The Suicide (Gellert), 56
The Swallow (Lessing), 33
The Swedish Cottage, 161
The Swiss Emigrant’s Dream of Home, 19
The Swiss Exiles’ Song, 19

Page 261

Schweizer Bauer, 169
Schweiz, vii, 16, 19, 136, 163, 169, 171, 175, 191
Switzers Rückkehr, Die, 19
Switzers Lied vom Heimatland, Das, 19

Geschichten von Schrecken und Wundern (M. G. Lewis), vii, 5, 32, 34, 35, 80, 140, 146, 152, 154
Geschichten von Wundern (M. G. Lewis), vgl. Geschichten von Schrecken und Wundern.
Taylor, William von Norwich, 1, 5, 15, 29, 32, 69. Vgl. auch William Taylor von Norwich.
Tell, Wilhelm, vgl. Wilhelm Tell.
Dritter Psalm in Paraphrase usw., 18, 106
Thyrsis und Chloe (Gessner), 25
Ticknor, George, 3
An einen kleinen Zauberer (Lessing), 33
An Chloe (Gessner), 85
Übersetzungen aus Lessing, 60
Übersetzungen aus dem Deutschen, 83
Übersetzungen aus den Idyllen von Gessner, 43
Übersetzung eines Briefes usw. (Frederick), 18, 119
Reisen im Norden Deutschlands (H. E. Dwight), 3
Vertrauen in Gott, 6
Tschink, 4
Tyler, M. C., 10, 11

Universelles Loblied (Bürde), 63
U. S. Mag. and Democratic Rev., 3
Der Wucherer (Gellert), 17

Page 262

„Van Vander Horderclogeth“, 5, 83
Gedichte des verstorbenen Königs von Preußen, vgl. „Relaxation of War“.
Opfer einer magischen Täuschung (Tschink), 4
Viereck, L., 2
Tugend wird belohnt (Gessner), 29
Voltaire’s Brief, vgl. „Mr. Voltaire’s Letter“.
Wallenstein, 13
Der Wanderer in der Schweiz, vii, 76, 163, 169, 175
Der Wasserkönig, übersetzt von M. G. Lewis, 5, 18, 140, 146, 147
Webbe, John, 13, 14
Werter, 5, 16, 19, 20, 23, 24, 34, 125, 126, 127, 129, 130, 141, 158, 181
Werters Epitaph, 19, 127, 130, 158
Werters Abschiedsbrief an Charlotte, 19, 141
Werther (Goethe), vgl. Werter.
Die Westindien und andere Gedichte (James Montgomery), 176
Wieland, 1, 2
Der wilde Jäger (Bürger), 85
Der wilde Förster (Bürger), vgl. „Chase, The“.
Wilhelm Tell (Schiller), 13, 19
Wilkens, F. H., 3, 4, 5, 19, 20
William Taylor von Norwich (Georg Herzfeld), 1
Wilhelm Tell, vgl. Wilhelm Tell.
Winter, 18, 95
Der Winterkönig, vgl. Hrim Thor.
Der Wunsch (Matthisson), 29

Page 263

Der Wolfskönig, 18, 147
Der Holzbeinige [α] (Gessner), 73
Der Holzbeinige [β] (Gessner), 80
Wordsworth, William, vii, 155
Werke von Thomas Gray, herausgegeben von Edmund Gosse, 128
Werke von W. E. Channing, 1
In Deutschland geschrieben usw., 153
In Deutschland geschrieben usw. (W. Wordsworth), 155

Die Zephyre [α] (Gessner), 27
Die Zephyre [β] (Gessner), 75

Page 264

Anmerkung des Transkriptionspersonals

Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Verschiedene Schreibweisen der Vornamen wurden beibehalten.

Korrigierte Fehler:

Seite 20 – Ein fehlender Komma nach „Matthisson“ wurde eingefügt.
Seite 49 – Tippfehler korrigiert: „lossened“ wurde in „loosened“ geändert.
Seite 51 – Tippfehler korrigiert: „mispent“ wurde in „misspent“ geändert.
Seite 62 – Tippfehler korrigiert: „Labt“ wurde in „Lobt“ geändert.
Seite 71 – Tippfehler korrigiert: „stillet“ wurde in „stiller“ geändert.
Seite 108 – Ein fehlendes Anführungszeichen nach „at stake!“ wurde eingefügt.
Seite 112 – Tippfehler korrigiert: „withold“ wurde in „withhold“ geändert.
Seite 131 – Ein fehlendes Anführungszeichen vor „I—yes,“ wurde eingefügt.
Seite 135 – Tippfehler korrigiert: „happines“ wurde in „happiness“ geändert.
Seite 141 – Tippfehler korrigiert: „watry“ wurde in „wat’ry“ geändert.
Seite 144 – Tippfehler korrigiert: „hings“ wurde in „hinges“ geändert.
Seite 145 – Ein fehlendes Anführungszeichen nach „Thomas?“ wurde eingefügt.
Seite 147 – Tippfehler korrigiert: „their“ wurde in „there“ geändert.
Seite 165 – Tippfehler korrigiert: „Burger’s“ wurde in „Bürger’s“ geändert.
Seite 172 – Ein fehlendes Anführungszeichen nach „blushing day!“ wurde eingefügt.
Seite 175 – Ein fehlendes Anführungszeichen nach „cask’s out!“ wurde eingefügt.
Seite 188 – Tippfehler korrigiert: „yes“ wurde in „eyes“ geändert.
Seite 188 – Tippfehler korrigiert: „figer“ wurde in „finger“ geändert.
Seite 194 – Ein fehlendes Anführungszeichen vor „I must see thee“ wurde eingefügt.
Seite 204 – Tippfehler korrigiert: „Helan“ wurde in „Helen“ geändert.
Seite 204 – Tippfehler korrigiert: „Bulow“ wurde in „Bülov“ geändert.
Seite 205 – Ein fehlendes Anführungszeichen vor „Memoirs of“ wurde eingefügt.
Seite 211 – Tippfehler korrigiert: „Wollstencraft’s“ wurde in „Wollstoncraft’s“ geändert.
Seite 217 – Ein fehlender Komma nach „Scholar’s“ wurde eingefügt.
Seite 229 – Tippfehler korrigiert: „Willam“ wurde in „William“ geändert.

Page 265

*** ENDE DER ÜBERSETZUNGEN VON PROJEKT GUTENBERG-E-BOOKS
DEUTSCHER POESIE IN AMERIKANISCHEN ZEITUNGEN 1741–1810 ***

Aktualisierte Ausgaben ersetzen die vorherigen – die alten Ausgaben werden umbenannt.

Durch die Erstellung der Werke aus gedruckten Ausgaben, die nicht vom US-Urheberrecht geschützt sind, gilt: Niemand besitzt ein Urheberrecht in den Vereinigten Staaten für diese Werke. Daher kann die Stiftung – und auch Sie! – sie in den Vereinigten Staaten ohne Genehmigung und ohne Zahlung von Urheberrechtsabgaben kopieren und verbreiten. Besondere Regeln, die im Abschnitt „Allgemeine Nutzungsbedingungen“ dieser Lizenz festgelegt sind, gelten für das Kopieren und Verbreiten der elektronischen Werke von Project Gutenberg™, um das Konzept sowie die Marke PROJECT GUTENBERG™ zu schützen. Project Gutenberg ist eine eingetragene Marke und darf nicht verwendet werden, wenn man für ein E-Book Gebühren verlangt – es sei denn, man hält sich an die Bedingungen der Markenlizenz, einschließlich der Zahlung von Gebühren für die Nutzung der Marke Project Gutenberg. Wenn man nichts für Kopien dieses E-Books verlangt, ist es sehr einfach, sich an die Markenlizenz zu halten. Man darf dieses E-Book für nahezu jeden Zweck verwenden – beispielsweise zur Erstellung von abgeleiteten Werken, Berichten, Aufführungen oder Forschungsarbeiten. E-Books von Project Gutenberg können modifiziert, gedruckt und weitergegeben werden – in den Vereinigten Staaten darf man mit E-Books, die nicht vom US-Urheberrecht geschützt sind, praktisch ALLES tun. Die Weiterverbreitung unterliegt der Markenlizenz, insbesondere bei kommerzieller Weiterverbreitung.

ANFANG: VOLLSTÄNDIGE LIZENZ

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Die vollständige Project-Gutenberg™-Lizenz
Bitte lesen Sie diese vor der Verbreitung oder Nutzung dieses Werkes.

Um die Mission von Project Gutenberg™ – die Förderung der freien Verteilung elektronischer Werke – zu schützen, stimmen Sie durch die Nutzung oder Verbreitung dieses Werkes (oder eines anderen Werkes, das in irgendeiner Weise mit dem Begriff „Project Gutenberg“ in Verbindung steht) zu, alle Bedingungen der vollständigen Project-Gutenberg-Lizenz einzuhalten. Diese Lizenz ist in dieser Datei enthalten oder kann online unter www.gutenberg.org/license abgerufen werden.

**Abschnitt 1: Allgemeine Nutzungsbedingungen und Wiederverteilung von Project-Gutenberg-Elektronikwerken**

1.A. Indem Sie einen Teil dieses Project-Gutenberg-Elektronikwerks lesen oder nutzen, bestätigen Sie, dass Sie alle Bedingungen dieser Lizenz sowie der Vereinbarung bezüglich des geistigen Eigentums (Markenrechte/Urheberrecht) gelesen, verstanden und akzeptiert haben. Wenn Sie nicht bereit sind, sich an alle Bedingungen dieser Vereinbarung zu halten, müssen Sie die Nutzung einstellen und alle Kopien der Project-Gutenberg-Elektronikwerke, die Sie in Ihrem Besitz haben, zurückgeben oder zerstören. Wenn Sie eine Gebühr für die Erhaltung einer Kopie oder den Zugang zu einem Project-Gutenberg-Elektronikwerk gezahlt haben und nicht bereit sind, sich an die Bedingungen dieser Vereinbarung zu binden, können Sie eine Rückerstattung von der Person oder Organisation erhalten, an die Sie die Gebühr gezahlt haben, wie in Absatz 1.E.8 beschrieben.

1.B. „Project Gutenberg“ ist eine eingetragene Marke. Sie darf nur von Personen verwendet werden, die sich an die Bedingungen dieser Vereinbarung binden. Es gibt einige Dinge, die Sie mit den meisten Project-Gutenberg-Elektronikwerken tun können, auch ohne sich vollständig an die Bedingungen dieser Vereinbarung zu halten. Siehe dazu Absatz 1.C unten. Wenn Sie sich an die Bedingungen dieser Vereinbarung halten und dazu beitragen, dass künftig weiterhin frei auf Project-Gutenberg-Elektronikwerke zugegriffen werden kann, gibt es viele Möglichkeiten, mit diesen Werken umzugehen. Siehe dazu Absatz 1.E unten.

1.C. Die Project Gutenberg Literary Archive Foundation („die Stiftung“ oder PGLAF) besitzt das Urheberrecht an der Zusammenstellung dieser Werke.

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Sammlung elektronischer Werke von Project Gutenberg. Fast alle Einzelwerke in dieser Sammlung gehören in den Vereinigten Staaten zum öffentlichen Eigentum. Wenn ein bestimmtes Werk in den Vereinigten Staaten nicht durch Urheberrechtsgesetze geschützt ist und Sie sich in den Vereinigten Staaten aufhalten, beanspruchen wir kein Recht, Sie daran zu hindern, dieses Werk zu kopieren, zu verbreiten, aufzuführen, anzuziehen oder darauf basierende abgeleitete Werke zu erstellen – vorausgesetzt, alle Verweise auf Project Gutenberg werden entfernt. Natürlich hoffen wir, dass Sie die Mission von Project Gutenberg unterstützen, indem Sie die Werke von Project Gutenberg gemäß den Bedingungen dieser Vereinbarung frei teilen, um den Namen Project Gutenberg mit diesen Werken in Verbindung zu halten. Die Bedingungen dieser Vereinbarung können Sie leicht erfüllen, indem Sie das Werk im gleichen Format sowie mit der beigefügten vollständigen Project-Gutenberg-Lizenz weitergeben, ohne dafür Gebühren zu verlangen.

1.D. Die Urheberrechtsgesetze des Ortes, an dem Sie sich aufhalten, bestimmen ebenfalls, was Sie mit diesem Werk tun dürfen. Die Urheberrechtsgesetze in den meisten Ländern befinden sich ständig im Wandel. Wenn Sie sich außerhalb der Vereinigten Staaten aufhalten, prüfen Sie vor dem Herunterladen, Kopieren, Anzeigen, Aufführen, Verbreiten oder Erstellen abgeleiteter Werke auf Basis dieses Werkes oder eines anderen Project-Gutenberg-Werkes die Gesetze Ihres Landes zusätzlich zu den Bedingungen dieser Vereinbarung. Die Stiftung macht keine Angaben bezüglich des Urheberrechtstatus eines Werkes in einem Land außerhalb der Vereinigten Staaten.

1.E. Sofern Sie nicht alle Verweise auf Project Gutenberg entfernt haben:

1.E.1. Der folgende Satz mit aktiven Links oder anderem unmittelbaren Zugang zur vollständigen Project-Gutenberg-Lizenz muss stets deutlich sichtbar sein, wenn auf eine Kopie eines Project-Gutenberg-Werkes zugegriffen wird, dieses angezeigt, aufgeführt, angesehen, kopiert oder verteilt wird – also auf jedes Werk, auf dem der Ausdruck „Project Gutenberg“ erscheint oder mit dem dieser Ausdruck in Verbindung steht:

Dieses E-Book ist für die Nutzung durch jeden Menschen überall in den Vereinigten Staaten und in den meisten anderen Teilen der Welt kostenlos und nahezu ohne jegliche Einschränkungen erhältlich. Sie dürfen es kopieren, weitergeben oder unter den Bedingungen der mitgelieferten Project-Gutenberg™-Lizenz erneut verwenden.

Page 268

Dieses E-Book ist online unter www.gutenberg.org erhältlich. Wenn Sie sich nicht in den Vereinigten Staaten befinden, müssen Sie vor der Nutzung dieses E-Books die Gesetze des Landes prüfen, in dem Sie sich aufhalten.

1.E.2. Wenn ein einzelnes elektronisches Werk von Project Gutenberg aus Texten stammt, die nicht durch das US-Urheberrecht geschützt sind (und kein Hinweis darauf enthalten, dass es mit Genehmigung des Urheberrechtsinhabers veröffentlicht wurde), kann dieses Werk ohne Zahlung von Gebühren oder Kosten in den Vereinigten Staaten kopiert und an jeden weitergegeben werden. Wenn Sie ein Werk neu verteilen oder Zugang dazu gewähren und dabei den Zusatz „Project Gutenberg“ verwenden oder darauf anzeigen, müssen Sie entweder den Anforderungen der Absätze 1.E.1 bis 1.E.7 entsprechen oder eine Genehmigung für die Nutzung des Werkes sowie der Marke Project Gutenberg gemäß den Absätzen 1.E.8 oder 1.E.9 einholen.

1.E.3. Wenn ein einzelnes elektronisches Werk von Project Gutenberg mit Genehmigung des Urheberrechtsinhabers veröffentlicht wird, muss Ihre Nutzung und Verteilung sowohl den Anforderungen der Absätze 1.E.1 bis 1.E.7 als auch allen zusätzlichen Bedingungen entsprechen, die vom Urheberrechtsinhaber gestellt werden. Zusätzliche Bedingungen sind im Project Gutenberg-Lizenztext für alle Werke enthalten, die mit Genehmigung des Urheberrechtsinhabers veröffentlicht wurden; dieser Text findet sich am Anfang dieses Werkes.

1.E.4. Entfernen Sie die vollständigen Bedingungen der Project Gutenberg-Lizenz nicht aus diesem Werk oder aus irgendwelchen Dateien, die einen Teil dieses Werkes oder ein anderes mit Project Gutenberg verbundenes Werk enthalten.

1.E.5. Kopieren, anzeigen, aufführen, verteilen oder erneut verteilen Sie dieses elektronische Werk oder irgendeinen Teil davon nicht, ohne die in Absatz 1.E.1 genannte Formulierung in auffälliger Weise anzugeben – zusammen mit aktiven Links oder direktem Zugang zu den vollständigen Bedingungen der Project Gutenberg-Lizenz.

1.E.6. Sie dürfen dieses Werk in jeglicher binären, komprimierten, markierten, nicht-exklusiven oder exklusiven Form umwandeln und verbreiten – einschließlich jeder Textverarbeitungs- oder Hypertextform. Wenn Sie jedoch Zugang zu Kopien eines Project-Gutenberg-Werks in einem Format bereitstellen oder vertreiben, das nicht „Plain Vanilla ASCII“ oder ein anderes im offiziellen Format ist…

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Version, die auf der offiziellen Website von Project Gutenberg (www.gutenberg.org) veröffentlicht ist – Sie müssen dem Nutzer ohne zusätzliche Kosten, Gebühren oder Ausgaben eine Kopie des Werkes in seiner ursprünglichen „Plain Vanilla ASCII“-Form oder in einer anderen Form bereitstellen, sowie Möglichkeiten zur Exportierung einer Kopie oder zum Erhalt einer Kopie auf Anfrage. Jedes alternative Format muss die vollständige Project-Gutenberg-Lizenz enthalten, wie in Absatz 1.E.1 festgelegt.

1.E.7. Erheben Sie keine Gebühren für den Zugang zu, die Ansicht, Darstellung, Aufführung, Vervielfältigung oder Verbreitung von Werken von Project Gutenberg – es sei denn, Sie halten sich an Absatz 1.E.8 oder 1.E.9.

1.E.8. Sie dürfen eine angemessene Gebühr für Kopien oder für den Zugang zu bzw. die Verbreitung elektronischer Werke von Project Gutenberg erheben, vorausgesetzt:

• Sie zahlen eine Tantiemengebühr in Höhe von 20 % des Bruttogewinns, den Sie aus der Nutzung der Werke von Project Gutenberg erzielen, wobei die Berechnung nach der Methode erfolgt, die Sie bereits zur Berechnung Ihrer Steuern verwenden. Die Gebühr ist dem Inhaber der Project-Gutenberg-Marke geschuldet, doch dieser hat zugestimmt, die Tantiemen gemäß diesem Absatz der Project Gutenberg Literary Archive Foundation zu spenden. Die Tantiemenzahlungen müssen innerhalb von 60 Tagen nach jedem Datum geleistet werden, an dem Sie Ihre periodischen Steuererklärungen erstellen (oder gesetzlich dazu verpflichtet sind). Die Zahlungen müssen klar als solche gekennzeichnet sein und an die Project Gutenberg Literary Archive Foundation an die in Abschnitt 4 „Informationen zu Spenden an die Project Gutenberg Literary Archive Foundation“ angegebene Adresse gesendet werden.

• Sie leisten eine vollständige Rückerstattung aller vom Nutzer gezahlten Beträge, sofern dieser Ihnen schriftlich (oder per E-Mail) innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt mitteilt, dass er nicht mit den Bedingungen der vollständigen Project-Gutenberg™-Lizenz einverstanden ist. Sie müssen von einem solchen Nutzer verlangen, alle auf physischem Medium vorhandenen Kopien der Werke zurückzugeben oder zu zerstören sowie jegliche weitere Nutzung und jeden Zugang zu weiteren Kopien der Werke von Project Gutenberg™ einzustellen.

• Sie leisten gemäß Absatz 1.F.3 eine vollständige Rückerstattung aller für ein Werk oder eine Ersatzkopie gezahlten Beträge, falls es Mängel am

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Elektronische Werke werden innerhalb von 90 Tagen nach Erhalt gemeldet.

• Sie halten alle anderen Bedingungen dieser Vereinbarung für die kostenlose Verbreitung von Project Gutenberg™-Werken ein.

1.E.9. Wenn Sie eine Gebühr erheben oder ein Project Gutenberg™-Elektronikwerk oder eine Gruppe von Werken unter anderen Bedingungen als denen, die in dieser Vereinbarung festgelegt sind, verbreiten möchten, müssen Sie schriftliche Genehmigung von der Project Gutenberg Literary Archive Foundation erhalten, dem Verwalter der Project Gutenberg™-Marke. Kontaktieren Sie die Stiftung wie in Abschnitt 3 unten beschrieben.

1.F.

1.F.1. Freiwillige und Mitarbeiter von Project Gutenberg investieren erhebliche Anstrengungen, um Werke, die nicht durch das US-Urheberrecht geschützt sind, zu identifizieren, urheberrechtlich zu prüfen, abzuschreiben und zu korrigieren, um so die Project Gutenberg™-Sammlung zu erstellen. Trotz dieser Bemühungen können Project Gutenberg™-Elektronikwerke sowie die darauf gespeicherten Medien „Mängel“ aufweisen, wie beispielsweise unvollständige, ungenaue oder beschädigte Daten, Transkriptionsfehler, Urheberrechts- oder andere Urheberrechtsverletzungen, defekte oder beschädigte Datenträger oder andere Medien, Computerviren oder Computercodes, die Ihre Ausrüstung beschädigen oder von dieser nicht gelesen werden können.

1.F.2. EINGESCHRÄNKTER GEWÄHRLEISTUNGSAUFGABE, AUFSCHLUSS HAFTUNG – Abgesehen vom „Recht auf Ersatz oder Rückerstattung“, das in Absatz 1.F.3 beschrieben ist, lehnt die Project Gutenberg Literary Archive Foundation, der Inhaber der Project Gutenberg™-Marke, sowie jede andere Partei, die ein Project Gutenberg™-Elektronikwerk gemäß dieser Vereinbarung verbreitet, jegliche Haftung gegenüber Ihnen für Schäden, Kosten und Ausgaben, einschließlich Anwaltskosten, ab. Sie stimmen zu, dass Sie keine Rechte wegen Fahrlässigkeit, strenger Haftung, Gewährleistungsverletzung oder Vertragsbruch haben, außer denen, die in Absatz 1.F.3 vorgesehen sind. Sie stimmen zu, dass die Stiftung, der Markeninhaber und alle Vertriebspartner gemäß dieser Vereinbarung nicht haften werden.

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Haftung gegenüber Ihnen für tatsächliche, direkte, indirekte, Folge-, Straf- oder zufällige Schäden – auch dann, wenn Sie von der Möglichkeit solcher Schäden in Kenntnis setzen.

1.F.3. Beschränktes Recht auf Ersatz oder Rückerstattung – Wenn Sie innerhalb von 90 Tagen nach Erhalt dieses elektronischen Werkes einen Mangel feststellen, können Sie eine Rückerstattung des gezahlten Betrags (sofern vorhanden) erhalten, indem Sie eine schriftliche Erklärung an die Person senden, von der Sie das Werk erhalten haben. Wenn Sie das Werk auf einem physischen Medium erhalten haben, müssen Sie dieses Medium zusammen mit Ihrer schriftlichen Erklärung zurückgeben. Die Person oder Einrichtung, die Ihnen das mangelhafte Werk zur Verfügung gestellt hat, kann sich dafür entscheiden, stattdessen eine Ersatzkopie bereitzustellen. Wenn Sie das Werk elektronisch erhalten haben, kann die Person oder Einrichtung, die es Ihnen zur Verfügung stellt, Ihnen eine weitere Gelegenheit geben, das Werk elektronisch zu erhalten, anstelle einer Rückerstattung. Falls auch die zweite Kopie mangelhaft ist, können Sie schriftlich eine Rückerstattung verlangen, ohne weitere Möglichkeiten zur Behebung des Problems.

1.F.4. Abgesehen vom in Absatz 1.F.3 genannten beschränkten Recht auf Ersatz oder Rückerstattung wird dieses Werk „wie besehen“ ohne weitere Garantien jeglicher Art, weder ausdrücklich noch stillschweigend, bereitgestellt – einschließlich, aber nicht beschränkt auf Garantien hinsichtlich Markttauglichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck.

1.F.5. In einigen Bundesstaaten ist es nicht zulässig, bestimmte stillschweigende Garantien auszuschließen oder bestimmte Arten von Schäden einzuschränken. Falls eine in dieser Vereinbarung enthaltene Ausschlussklausel oder Einschränkung gegen das Recht des auf diese Vereinbarung anwendbaren Bundesstaates verstößt, soll die Vereinbarung so interpretiert werden, dass die maximale Ausschlussklausel oder Einschränkung gemäß dem geltenden Staatsrecht berücksichtigt wird. Die Ungültigkeit oder Unanwendbarkeit einer Bestimmung dieser Vereinbarung führt nicht dazu, dass die übrigen Bestimmungen ungültig werden.

1.F.6. Haftungsbeschränkung – Sie verpflichten sich, die Foundation, den Markeninhaber, alle Agenten oder Mitarbeiter der Foundation, alle Personen, die elektronische Werke von Project Gutenberg™ gemäß dieser Vereinbarung bereitstellen, sowie alle Freiwilligen, die an der Erstellung, Förderung und Verbreitung der elektronischen Werke von Project Gutenberg™ beteiligt sind, vor jeder Haftung zu schützen.

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Kosten und Ausgaben, einschließlich Anwaltskosten, die direkt oder indirekt aus einem der folgenden Faktoren entstehen, die Sie selbst verursachen oder zu denen Sie beitragen: (a) die Verteilung dieses oder eines anderen Werkes von Project Gutenberg, (b) Änderungen, Modifikationen sowie Ergänzungen oder Löschungen an einem Werk von Project Gutenberg, sowie (c) alle Mängel, die Sie verursachen.

Abschnitt 2: Informationen zur Mission von Project Gutenberg

Project Gutenberg steht für die freie Verteilung elektronischer Werke in Formaten, die von der breitesten Palette an Computern gelesen werden können – einschließlich veralteter, alter, mittelalterlicher sowie neuer Computer. Es existiert dank des Engagements von Hunderten von Freiwilligen sowie Spenden von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.

Freiwillige sowie finanzielle Unterstützung, um diesen Freiwilligen die benötigte Hilfe zu bieten, sind entscheidend, um die Ziele von Project Gutenberg zu erreichen und sicherzustellen, dass die Sammlung von Project Gutenberg auch zukünftigen Generationen weiterhin frei zugänglich bleibt. Im Jahr 2001 wurde die Project Gutenberg Literary Archive Foundation gegründet, um Project Gutenberg sowie zukünftigen Generationen eine sichere und dauerhafte Zukunft zu bieten. Weitere Informationen über die Project Gutenberg Literary Archive Foundation sowie darüber, wie Ihre Bemühungen und Spenden helfen können, finden Sie in den Abschnitten 3 und 4 sowie auf der Informationsseite der Stiftung unter www.gutenberg.org.

Abschnitt 3: Informationen über die Project Gutenberg Literary Archive Foundation

Die Project Gutenberg Literary Archive Foundation ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung nach dem Typ 501(c)(3), die nach den Gesetzen des Bundesstaates Mississippi organisiert ist und vom Internal Revenue Service als steuerbefreit anerkannt wurde. Die EIN-Nummer, also die bundesweite Steuernummer der Stiftung, lautet 64-6221541. Spenden an die Project Gutenberg Literary Archive Foundation sind in dem Umfang steuerabzugsfähig, wie es die US-amerikanischen Bundesgesetze sowie die Gesetze Ihres Bundesstaates erlauben.

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Der Geschäftssitz der Stiftung befindet sich unter der Adresse 41 Watchung Plaza #516, Montclair NJ 07042, USA, +1 (862) 621-9288. Für E-Mails-Kontaktmöglichkeiten sowie aktuelle Kontaktdaten finden Sie die Informationen auf der Website der Stiftung sowie auf der offiziellen Seite unter www.gutenberg.org/contact.

Abschnitt 4: Informationen zu Spenden für das Projekt
Gutenberg Literary Archive Foundation

Das Projekt Gutenberg™ ist von umfassender Unterstützung durch die Öffentlichkeit sowie von Spenden abhängig – ohne diese kann es seine Mission nicht erfüllen, die Anzahl der im öffentlichen Besitz stehenden sowie lizenzierten Werke zu erhöhen, die in maschinenlesbarer Form frei verteilt werden können und somit für eine breite Palette von Geräten, einschließlich veralteter Geräte, zugänglich sind. Viele kleine Spenden (von 1 bis 5.000 Dollar) sind insbesondere wichtig, um den steuerfreien Status bei der IRS beizubehalten.

Die Stiftung ist bestrebt, den Gesetzen zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen und Spenden in allen 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten nachzukommen. Die Anforderungen sind jedoch nicht einheitlich, und es erfordert erhebliche Anstrengungen, viel Papierkram sowie zahlreiche Gebühren, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wir bitten nicht um Spenden an Orten, an denen wir keine schriftliche Bestätigung der Einhaltung der Vorschriften erhalten haben. Um Spenden zu senden oder den Status der Einhaltung der Vorschriften in einem bestimmten Bundesstaat zu überprüfen, besuchen Sie bitte www.gutenberg.org/donate.

Obwohl wir nicht und werden auch keine Spenden aus Bundesstaaten anfordern, in denen wir die entsprechenden Anforderungen noch nicht erfüllt haben, kennen wir keine Verbote gegen die Annahme unveranlasster Spenden von Spendern aus solchen Bundesstaaten, die uns mit Spendenangeboten kontaktieren.

Internationale Spenden werden gerne entgegengenommen, doch wir können keine Aussagen zum steuerlichen Umgang mit Spenden aus dem Ausland machen. Allein die US-Gesetze überlasten bereits unser kleines Personal.

Bitte prüfen Sie die Webseiten von Project Gutenberg nach aktuellen Spendemethoden und -adressen. Spenden werden auch auf zahlreichen anderen Wegen entgegengenommen.

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Möglichkeiten der Spende sind unter anderem Schecks, Online-Zahlungen sowie Spenden per Kreditkarte. Um zu spenden, besuchen Sie bitte: www.gutenberg.org/donate.

Abschnitt 5: Allgemeine Informationen zum Project Gutenberg – elektronische Werke

Professor Michael S. Hart war der Schöpfer des Konzepts des Project Gutenberg – einer Bibliothek mit elektronischen Werken, die frei mit jedem geteilt werden können. Über vierzig Jahre lang erstellte und verteilte er Project-Gutenberg-E-Books mit nur einer lockeren Netzwerkstruktur aus Freiwilligenunterstützung.

Project-Gutenberg-E-Books entstehen oft aus mehreren gedruckten Ausgaben, von denen alle als nicht urheberrechtlich geschützt in den USA gelten – sofern kein Urheberrechtsvermerk enthalten ist. Daher halten wir die E-Books nicht unbedingt in Übereinstimmung mit einer bestimmten gedruckten Ausgabe.

Die meisten Menschen beginnen auf unserer Website, die über die Hauptsuchfunktion für Project Gutenberg verfügt: www.gutenberg.org.

Diese Website enthält Informationen über das Project Gutenberg, einschließlich Anleitungen zur Spende an die Project Gutenberg Literary Archive Foundation, zur Unterstützung bei der Erstellung neuer E-Books sowie zur Anmeldung zum E-Mail-Newsletter, um über neue E-Books informiert zu werden.

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